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Veris MarktRadar

Immobilienpreise in Bayern

Vom Grossraum München bis zu den ländlichen Regionen Frankens: Bayern vereint einige der teuersten und einige der günstigsten Immobilienmärkte Deutschlands. Der Veris MarktRadar zeigt Preise, Mieten und regionale Unterschiede im Überblick.

Skyline von München mit Blick auf die Altstadt, im Hintergrund die Alpen
4.421€/m²
Eigentumswohnung
3.726€/m²
Haus
12,92€/m²
Miete je Monat
3,5%
Bruttomietrendite
13.245.503
Einwohner

Stand Juli 2026 · Quelle: immowelt · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in Bayern im Überblick

Eine Eigentumswohnung kostet in Bayern im Juli 2026 durchschnittlich 4.421 € je Quadratmeter, mit einer Spanne von 2.848 bis 7.095 € (immowelt). Für ein Haus liegt der bayerische Durchschnitt bei 3.726 € je Quadratmeter, die Spanne reicht von 1.837 bis 6.520 €. Zwischen diesen Extremen liegt eine der grössten Preisspannen innerhalb eines deutschen Bundeslands: München erreicht bei Wohnungen mit rund 8.078 € je Quadratmeter fast das Doppelte des Landesschnitts, während ländliche Landkreise in Oberfranken deutlich darunter liegen.

Der Unterschied zwischen Neubau und Bestand fällt besonders in den Ballungsräumen ins Gewicht: Wo Bauland knapp und Baukosten hoch sind, verlangen Neubauprojekte deutliche Aufschläge gegenüber älteren Bestandsimmobilien. Für den bayerischen Gesamtmarkt liegen dazu keine ausreichend belastbaren landesweiten Zahlen vor, weshalb diese Seite auf Städte- und Stadtteilebene genauer differenziert.

Wie gross und wie unterschiedlich ist der bayerische Markt?

Mit rund 13,25 Millionen Einwohnern zum 31. Dezember 2025 ist Bayern das bevölkerungsreichste Flächenland Deutschlands (Bayerisches Landesamt für Statistik). Der Freistaat gliedert sich in sieben Regierungsbezirke – Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Schwaben –, deren Immobilienmärkte sich kaum unterschiedlicher entwickeln könnten. Während der Grossraum München seit Jahren Zuzug, Unternehmen und Kapital anzieht, ringen Teile Ober- und Unterfrankens sowie der nördlichen Oberpfalz mit stagnierender oder rückläufiger Bevölkerung. Landesweite Durchschnittswerte sind deshalb nur ein grober Rahmen – für eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung zählt die jeweilige Stadt oder Gemeinde.

Getragen wird die Nachfrage vor allem von grossen Arbeitgebern wie BMW, Siemens, Audi und Allianz sowie von Hochschulstandorten wie München, Erlangen-Nürnberg und Würzburg, die kontinuierlich Fachkräfte und Studierende anziehen. Käuferinnen und Käufer sind dabei ein heterogenes Bild: Im Grossraum München dominieren Eigennutzer mit hohem Einkommen sowie institutionelle und private Kapitalanleger, die auf stabile Nachfrage setzen. In ländlicheren Regionen sind es häufiger Familien und Erstkäufer, die von niedrigeren Einstiegspreisen profitieren, dafür aber mit einer schwächeren Wertentwicklung rechnen müssen.

Wie verhalten sich Mieten und Kaufpreise zueinander?

Die durchschnittliche Angebotsmiete in Bayern liegt bei 12,92 € je Quadratmeter und Monat (immowelt, Stand Juni 2026). Auch hier zieht München mit 20,71 € je Quadratmeter das Landesbild deutlich nach oben, während Städte in Ober- und Mittelfranken spürbar darunterliegen. Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 285 statt zuvor 208 bayerischen Städten und Gemeinden – ein Ausbau, der vor allem den Grossraum München und das bayerische Oberland betrifft. Wie sich daraus die Bruttomietrendite ergibt, zeigen die Kennzahlen oben; sie ist rechnerisch ermittelt und ersetzt keine Einzelfallprüfung.

Für Sie als Käuferin oder Käufer heisst das: Ein Blick auf den Landesschnitt allein genügt selten. Massgeblich sind die Marktdaten der jeweiligen Stadt oder des jeweiligen Stadtteils, wie sie auf den nachgeordneten Seiten dieses MarktRadars aufbereitet sind.

Wie sieht es bei Bautätigkeit und Vermarktungsdauer aus?

Neubautätigkeit und Leerstand entwickeln sich innerhalb Bayerns sehr uneinheitlich: Im Grossraum München und in den grösseren Universitätsstädten wird bei sehr niedrigem Leerstand kontinuierlich gebaut, ohne dass das Angebot mit der Nachfrage Schritt hält. In strukturschwächeren Landkreisen Nord- und Ostbayerns fällt die Bautätigkeit deutlich geringer aus, bei teils spürbar höherem Leerstand. Belastbare, landesweit einheitlich erhobene Zahlen zu Fertigstellungen und Leerstandsquote liegen für diese Seite nicht in ausreichender Tiefe vor und werden deshalb bewusst nicht beziffert. Die typische Vermarktungsdauer folgt demselben Muster: Sie ist in gefragten Lagen Oberbayerns kurz, in ländlicheren Regionen dagegen spürbar länger, verbunden mit mehr Verhandlungsspielraum für Käuferinnen und Käufer.

Städte

Städte in Bayern

Auf- und Absteiger

Städte mit der stärksten Bewegung

Eigentumswohnungen

Aufsteiger

  1. 1
    Bamberg

    Nach der Zinswende 2022 zieht die Nachfrage seit 2025 wieder an, gestützt durch Universität und knappe Altstadt-Lagen.

    +6,0 %3.661 /m²
  2. 2
    Garmisch-Partenkirchen

    Tourismus, Zweitwohnsitze und knappes Bauland halten die Nachfrage trotz Zinswende hoch.

    +5,0 %6.186 /m²
  3. 3
    Germering

    Zuzug aus München und knappes Bauland treiben die Preise seit 2026 wieder nach oben.

    +4,6 %5.696 /m²
  4. 4
    München

    Knappes Angebot und starker Arbeitsmarkt treiben die Preise seit der Erholung ab Ende 2024 wieder.

    +4,0 %8.078 /m²
  5. 5
    Erding

    Flughafen und Therme sichern die Nachfrage, der Fliegerhorst-Umbau erweitert künftig das Angebot.

    +3,8 %4.978 /m²

Absteiger

  1. 1
    Starnberg

    Häuser am See sehr gefragt, Wohnungspreise nach starkem Anstieg zuletzt leicht rückläufig.

    −6,2 %7.053 /m²
  2. 2
    Aschaffenburg

    Pendlernachfrage Richtung Rhein-Main stützt den Markt strukturell, trotz uneinheitlicher Portaltrends 2026.

    −5,6 %3.982 /m²
  3. 3
    Passau

    Wohnungspreise sinken nach der Zinswende, Hochschule und Grenzlage stützen die Nachfrage.

    −3,5 %3.123 /m²
  4. 4
    Rosenheim

    Wohnungspreise geben leicht nach, während Häuser bei geringer Neubautätigkeit und Nachfrage aus dem Grossraum München wieder anziehen.

    −2,3 %5.111 /m²
  5. 5
    Fürstenfeldbruck

    Preise sinken 2025/26 leicht, doch Nähe zu München und die S4 stützen die Nachfrage.

    −1,5 %5.256 /m²
Häuser

Aufsteiger

  1. 1
    Starnberg

    Häuser am See sehr gefragt, Wohnungspreise nach starkem Anstieg zuletzt leicht rückläufig.

    +11,5 %8.400 /m²
  2. 2
    München

    Knappes Angebot und starker Arbeitsmarkt treiben die Preise seit der Erholung ab Ende 2024 wieder.

    +6,0 %9.083 /m²
  3. 3
    Kempten (Allgäu)

    Wohnungsknappheit im Allgäu und Zuzug an die Hochschule stützen die Nachfrage trotz uneinheitlicher Portaldaten.

    +5,7 %4.533 /m²
  4. 4
    Bamberg

    Nach der Zinswende 2022 zieht die Nachfrage seit 2025 wieder an, gestützt durch Universität und knappe Altstadt-Lagen.

    +5,2 %4.160 /m²
  5. 5
    Schweinfurt

    Nachfrage nach Stadtrandlagen stützt Häuser, geringe Neubautätigkeit hält Preise stabil.

    +4,9 %3.028 /m²

Absteiger

  1. 1
    Dachau

    Pendlerlage im Münchner Speckgürtel mit S2-Anbindung stützt die Nachfrage, höhere Finanzierungskosten bremsen zugleich den Preisanstieg.

    −5,0 %6.618 /m²
  2. 2
    Lindau (Bodensee)

    Tourismus, Zweitwohnsitze und knappe Flächen halten die Wohnungspreise 2026 wieder im Plus.

    −4,2 %5.519 /m²
  3. 3
    Neu-Ulm

    Nähe zu Ulm und die Wiley-Konversion stützen Wohnungen, Häuser geben durch höhere Zinsen nach.

    −3,6 %3.701 /m²
  4. 4
    Fürstenfeldbruck

    Preise sinken 2025/26 leicht, doch Nähe zu München und die S4 stützen die Nachfrage.

    −3,5 %6.024 /m²
  5. 5
    Freising

    Flughafen und TU Weihenstephan stützen Wohnungspreise, Häuser konsolidieren nach dem Hoch 2022.

    −2,4 %5.763 /m²

Veränderung der Angebotspreise über zwölf Monate. Beschreibt beobachtete Entwicklung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Vergleich

Städte im Vergleich

München1.612.4298.0789.08320,71+4,0 % (steigend)3,1 %Ja
Nürnberg546.3973.7493.72312,98+2,7 % (steigend)4,2 %Ja
Augsburg308.4074.4214.72712,37+2,0 % (steigend)3,4 %Ja
Regensburg151.5174.8895.31911,79+2,1 % (steigend)2,9 %Ja
Ingolstadt145.0314.0374.50513,79−0,2 % (stabil)4,1 %Ja
Würzburg132.7004.0643.41913,62+0,0 % (stabil)4,0 %Ja
Fürth132.6003.6494.31811,22−0,9 % (stabil)3,7 %Ja
Erlangen121.6504.4274.87412,12+0,6 % (stabil)3,3 %Ja
Bamberg77.1503.6614.16010,26+6,0 % (steigend)3,4 %Ja
Aschaffenburg73.3263.9823.44312,36−5,6 % (fallend)3,7 %Ja
Bayreuth72.5213.4743.2519,97+1,4 % (steigend)3,4 %Nein
Landshut71.9224.6824.14213,38−0,4 % (stabil)3,4 %Ja
Kempten (Allgäu)67.9004.2824.53313,62+0,4 % (stabil)3,8 %Ja
Rosenheim67.2385.1115.73315,85−2,3 % (fallend)3,7 %Ja
Neu-Ulm62.8433.9933.70112,32+1,5 % (steigend)3,7 %Ja
Schweinfurt54.5392.7713.0288,75−0,9 % (stabil)3,8 %Nein
Passau53.5233.1232.80411,28−3,5 % (fallend)4,3 %Nein
Freising48.9535.4815.76314,78+3,2 % (steigend)3,2 %Ja
Dachau47.4615.6906.61819,46+1,2 % (steigend)4,1 %Ja
Germering41.1555.6966.75617,35+4,6 % (steigend)3,7 %Ja
Fürstenfeldbruck37.6955.2566.02415,89−1,5 % (fallend)3,6 %Ja
Erding37.3094.9786.18713,61+3,8 % (steigend)3,3 %Ja
Garmisch-Partenkirchen28.2596.1867.41613,22+5,0 % (steigend)2,6 %Ja
Lindau (Bodensee)25.7025.1195.51912,47+3,3 % (steigend)2,9 %Ja
Starnberg24.5947.0538.40018,58−6,2 % (fallend)3,2 %Ja
Röhrmoos6.4504.8305.14513,59+2,0 % (steigend)3,4 %Nein

Quelle: immowelt

Die Bruttomietrendite wird berechnet: Jahresmiete je m² geteilt durch den Kaufpreis je m².

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Zwischen 2019 und 2022 durchlief der bayerische Immobilienmarkt eine ausgeprägte Boomphase: Laut Auswertungen von ImmoScout24 und dem Oberen Gutachterausschuss Bayern stieg der Quadratmeterpreis für Häuser von rund 2.980 € im Jahr 2019 auf etwa 4.050 € im Jahr 2022 – ein Plus von rund 36 % in drei Jahren.

Mit der Zinswende 2022 kehrte sich der Trend um. Die Europäische Zentralbank hob den Leitzins mehrfach an, Finanzierungen wurden spürbar teurer, und viele Kaufinteressenten zogen sich zurück. Bis 2024 gaben die Preise in weiten Teilen Bayerns nach; regionale Maklerauswertungen wie die der Distler-Gruppe beziffern den Rückgang bei Häusern seit dem Hoch von Anfang 2022 auf rund 5,5 %, bei Wohnungen auf teils über 5 %.

Seit 2024/25 zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Nach immowelt-Daten legten die bayerischen Wohnungspreise 2026 im Jahresvergleich um 1,6 % zu, nach zuvor 2,4 % im Vorjahr; für Häuser fiel das Plus ähnlich aus. Auf Städteebene zeigt sich das unterschiedlich deutlich: Bamberg verzeichnete ein Plus von 2,6 %, Augsburg von 2,0 %, während strukturschwächere Regionen kaum Bewegung zeigen. Die Geschwindigkeit der Erholung unterscheidet sich also deutlich: Universitätsstädte und der Grossraum München ziehen meist zuerst wieder an, während strukturschwächere Landkreise oft erst mit Verzögerung folgen oder stagnieren.

Warum weichen die Zahlen verschiedener Quellen voneinander ab?

Portale wie immowelt werten Angebotspreise aus Inseraten aus, während Maklerauswertungen wie die der Distler-Gruppe teils andere Zeiträume, Objektmischungen oder Gewichtungen verwenden. Für den bayerischen Häusermarkt weist immowelt aktuell rund 3.726 € je Quadratmeter aus, die Distler-Gruppe nennt für einen ähnlichen Zeitpunkt rund 3.943 €. Diese Seite folgt bei den Kennzahlen oben konsequent immowelt als Hauptquelle und macht abweichende Werte hier im Text kenntlich, statt sie stillschweigend zu mitteln.

Für 2026/27 rechnen Marktbeobachter mit einer Fortsetzung der moderaten Erholung, sofern die Bauzinsen wie erwartet in Richtung 3,0 bis 3,5 % sinken. Eine ausführlichere Einordnung liefert die Prognose weiter unten auf dieser Seite.

Preisentwicklung

Preisentwicklung

2.9803.2203.6204.0503.72620192020202120222026

Boom bis 2022, Rückgang durch die Zinswende, seit 2024 Stabilisierung auf neuem Niveau.

Quelle: ImmoScout24 / Oberer Gutachterausschuss Bayern (2019–2022), immowelt (2026)

Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus?

Die Wahl der Objektart entscheidet in Bayern oft stärker über den Quadratmeterpreis als die Region selbst. Eigentumswohnungen kosten im Landesschnitt 4.421 € je Quadratmeter, deutlich mehr als Reihenhäuser, aber im bundesweiten Vergleich moderat gegenüber freistehenden Einfamilienhäusern in Ballungsraumnähe.

Reihenhäuser und Doppelhaushälften positionieren sich meist im unteren bis mittleren Bereich der bayerischen Hausspanne von 1.837 bis 6.520 € je Quadratmeter (immowelt) – sie sind in der Regel die günstigste Zugangsmöglichkeit zum eigenen Haus, insbesondere im Umland grösserer Städte. Freistehende Einfamilienhäuser erreichen dagegen vor allem in Oberbayern und im Speckgürtel Münchens die obere Spanne.

Bei Eigentumswohnungen macht zusätzlich das Baujahr einen grossen Unterschied: Neubauten mit hohem energetischem Standard erzielen in gefragten Lagen deutliche Aufschläge gegenüber unsaniertem Bestand, dessen energetische Ertüchtigung mittelfristig zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Welche Objektart passt zu welchem Budget?

Für kleinere Budgets bleibt die Eigentumswohnung meist der zugänglichste Einstieg, insbesondere in Neubauten ausserhalb der teuersten Lagen. Wer ein Haus mit Garten sucht, findet im ländlichen Raum Nord- und Ostbayerns deutlich günstigere Einstiegspreise als im Grossraum München – muss dafür aber oft längere Pendelzeiten in Kauf nehmen.

Die folgende Übersicht ordnet die vier gängigen Objektarten mit ihren typischen Preisniveaus ein. Da immowelt Reihenhäuser und Doppelhaushälften statistisch nicht getrennt von freistehenden Häusern ausweist, sind die Werte für diese Segmente als Spannen innerhalb der bayerischen Hauspreise zu verstehen, nicht als eigenständig erhobene Durchschnittswerte.

Objektartenvergleich Bayern

ObjektartPreis je m²EinstiegspreisMerkmal
Eigentumswohnung4.421 €ab ca. 140.000 €Übliches Einstiegssegment
Reihenhaus1.900–3.200 €ab ca. 220.000 €Günstigste Hausform
Doppelhaushälfte2.800–4.200 €ab ca. 280.000 €Mittleres Segment
Einfamilienhaus3.726 € (Ø)ab ca. 320.000 €Freistehend, im Alpenvorland teurer

Quelle: immowelt, Juli 2026

Welche Lagen und Regionen gibt es?

Bayern gliedert sich in sieben Regierungsbezirke mit sehr unterschiedlichen Immobilienmärkten: Oberbayern mit München als Zentrum, Niederbayern, die Oberpfalz, Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie Schwaben.

Wo ist Wohneigentum in Bayern am teuersten?

An der Spitze steht die Landeshauptstadt München mit rund 9.973 € je Quadratmeter für Wohnungen, gefolgt vom Landkreis Starnberg mit etwa 9.262 € und dem Landkreis München mit rund 9.046 € (regionale Marktauswertungen, 2026). Der gesamte bayerische Süden – von Oberbayern bis ins südliche Schwaben – bewegt sich deutlich über dem Landesschnitt von 4.421 €. Auch mittelfränkische Städte wie Nürnberg und Erlangen haben in den vergangenen Jahren spürbar aufgeholt und liegen bei Häusern meist über dem bayerischen Durchschnitt.

Wo ist Wohneigentum in Bayern günstiger?

Am unteren Ende der Preisskala liegen ländliche Landkreise in Oberfranken und Niederbayern, etwa Wunsiedel, Freyung-Grafenau und Hof, wo auch die Kaltmieten landesweit am niedrigsten ausfallen. Städte wie Weiden in der Oberpfalz liegen bei rund 2.000 € je Quadratmeter, ziehen aber seit Jahren spürbar an.

Zwischen diesen beiden Polen liegt ein breites Mittelfeld: Mittelgrosse Städte in Schwaben, der Oberpfalz und Unterfranken bieten häufig ein Preisniveau, das deutlich unter München, aber über den strukturschwächsten ländlichen Lagen liegt – oft verbunden mit solider Infrastruktur und Anbindung an die grossen Wirtschaftsachsen.

Was bedeutet der Speckgürtel München für Käufer?

Die Landkreise rund um München – etwa Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck oder Ebersberg – haben sich zu einem eigenen Hochpreissegment entwickelt: Wohnraumknappheit in der Stadt selbst treibt Zuzug und Preise ins Umland. Entlang der grossen Verkehrsachsen – etwa der A9 München–Nürnberg, der A8 München–Stuttgart–Salzburg oder der Bahnstrecken ins Umland – bleibt die Nachfrage nach Wohnraum hoch, da Pendlerinnen und Pendler von hier aus die Arbeitsplätze in den Zentren in vertretbarer Zeit erreichen. Wer im Grossraum München sucht, sollte deshalb nicht nur die Stadtgrenze, sondern die gesamte Metropolregion im Blick behalten.

Welche Arbeitsmärkte prägen die einzelnen Regionen?

Jenseits Münchens setzen eigene Wirtschaftsachsen eigene Preisimpulse: Ingolstadt profitiert vom Automobilhersteller Audi, Erlangen und Nürnberg von Siemens und einer dichten Zuliefererlandschaft, Herzogenaurach von Adidas und Puma, Regensburg von einem breiten Mix aus Automobilzulieferern, BMW-Werk und Elektronikindustrie. Diese regionalen Arbeitsmärkte stabilisieren die Nachfrage auch dort, wo das Preisniveau spürbar unter München liegt.

Was ist in Bayern anders als anderswo?

Bayern unterscheidet sich in mehreren rechtlichen und geografischen Punkten deutlich von anderen deutschen Bundesländern.

Warum ist die Grunderwerbsteuer in Bayern so niedrig?

Mit 3,5 % erhebt Bayern gemeinsam mit Sachsen die niedrigste Grunderwerbsteuer aller 16 Bundesländer – in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen sind es bis zu 6,5 %. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € macht das einen Unterschied von 15.000 € gegenüber dem teuersten Bundesland. Im Vergleich zu strukturell ähnlichen Bundesländern wie Baden-Württemberg fällt vor allem die niedrigere Grunderwerbsteuer ins Gewicht, während das Preisniveau selbst – getrieben durch München – ähnlich hoch liegt.

Wie schützt der Alpenplan die bayerischen Berge?

Seit 1972 teilt der Alpenplan die bayerischen Alpen in drei Zonen: In Zone A, rund 35 % der Fläche, sind Erschliessung und Bauvorhaben grundsätzlich möglich. In Zone B, rund 23 %, gelten strenge Auflagen. In Zone C, mit rund 42 % die grösste Zone, sind Verkehrserschliessungen praktisch ausgeschlossen. Für den Immobilienmarkt bedeutet das: In vielen touristisch gefragten Alpengemeinden bleibt das Bauland-Angebot dauerhaft knapp, was die Preise stützt.

Welche Rolle spielt die Mietpreisbremse in Bayern?

Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 285 statt zuvor 208 bayerischen Städten und Gemeinden – eine deutliche Ausweitung, die vor allem den Grossraum München und das Oberland betrifft. Innerhalb der Mieterschutzverordnung darf die Miete bei Wiedervermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, bei Bestandsverträgen greift zusätzlich eine Kappungsgrenze von 15 % innerhalb von drei Jahren.

Hinzu kommt die Zweitwohnungsteuer, die mehrere bayerische Alpen- und Seengemeinden erheben, sowie das seit 2016 laufende Kommunale Wohnraumförderungsprogramm, mit dem der Freistaat Gemeinden beim Bau vergünstigten Mietwohnraums unterstützt. Beides prägt die Rahmenbedingungen, unter denen Sie in Bayern kaufen, vermieten oder selbst nutzen.

Was bedeuten energetische Anforderungen für unsanierten Bestand?

Unsanierte Bestandsimmobilien mit schlechter Energiebilanz handeln in Bayern mittlerweile spürbar unter dem Preisniveau energetisch ertüchtigter Objekte, weil Käuferinnen und Käufer die absehbaren Sanierungskosten – etwa für Dämmung, Fenster oder eine neue Heizung – bei der Preisfindung einpreisen. Besonders in Städten mit hohem Altbauanteil, etwa in den historischen Zentren Frankens, verschärft das die Kluft zwischen saniertem und unsaniertem Bestand.

Regionale Besonderheiten

Regionale Besonderheiten

Steuern & Abgaben

Niedrigste Grunderwerbsteuer Deutschlands

Mit 3,5 % erhebt Bayern gemeinsam mit Sachsen die niedrigste Grunderwerbsteuer aller Bundesländer – ein spürbarer Unterschied zu Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg mit 6,5 %.

Bauzonen & Raumplanung

Der Alpenplan begrenzt die Bergregionen

Seit 1972 teilt der Alpenplan die bayerischen Alpen in drei Zonen. In der strengsten Zone C, rund 42 % der Fläche, sind Verkehrserschliessung und Bauvorhaben praktisch ausgeschlossen – das hält das Bauland-Angebot in beliebten Alpengemeinden dauerhaft knapp.

Recht & Bewilligungen

Mietpreisbremse wächst auf 285 Gemeinden

Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 285 statt zuvor 208 bayerischen Städten und Gemeinden. Die Ausweitung betrifft vor allem den Grossraum München und das Oberland.

Marktstruktur

Ausgeprägtes Süd-Nord-Preisgefälle

Zwischen den teuersten Lagen um München und den günstigsten Landkreisen in Oberfranken liegt ein Faktor von rund vier bis fünf bei den Quadratmeterpreisen – eine der grössten Preisspannen innerhalb eines deutschen Bundeslands.

Steuern & Abgaben

Zweitwohnungsteuer in Tourismusgemeinden

Mehrere bayerische Alpen- und Seengemeinden, etwa Berchtesgaden, erheben eine Zweitwohnungsteuer. In Oberstdorf wurde die Erhebung gerichtlich eingeschränkt – die Rechtslage ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

Recht & Kosten

Recht und Kosten kompakt

Grunderwerbsteuer
3,5 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,0 % zu Buche.
Mietpreisbremse
Gilt in Bayern. Seit 1.1.2026 in 285 von 2.056 Gemeinden, u. a. München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg.
Bodenrichtwerte
BORIS-Bayern
Alpenplan
Begrenzt Bauvorhaben in weiten Teilen der bayerischen Alpen, besonders in Zone C.
Zweitwohnungsteuer
Mehrere Alpen- und Seengemeinden erheben eine kommunale Zweitwohnungsteuer, u. a. Berchtesgaden.
Denkmalschutz in Altstädten
In Regensburg, Bamberg und Würzburg unterliegen viele Altstadtgebäude dem Denkmalschutz mit Auflagen für Sanierungen.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Kaufnebenkosten

Was kostet der Kauf zusätzlich?

Kaufpreis500.000 €
Grunderwerbsteuer3,5 %17.500 €
Notar & Grundbuch2,0 %10.000 €
Maklerprovision (Käuferanteil)3,57 %17.850 €
Nebenkosten gesamt9,1 %45.350 €
Gesamtaufwand545.350 €

Richtwerte für Bayern. Keine Steuer- oder Rechtsberatung - im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.

Budget

Was bekomme ich wo für mein Budget?

Wohnfläche zum Durchschnittspreis der einzelnen Städte.

  1. München62
  2. Starnberg71
  3. Germering88
  4. Dachau88
  5. Freising91
  6. Rosenheim98
  7. Erding100
  8. Regensburg102
  9. Röhrmoos104
  10. Landshut107
  11. Erlangen113
  12. Augsburg113
  13. Würzburg123
  14. Ingolstadt124
  15. Neu-Ulm125
  16. Nürnberg133
  17. Bamberg137
  18. Fürth137
  19. Bayreuth144
  20. Passau160

Wohnfläche zum jeweiligen Durchschnittspreis, ohne Kaufnebenkosten. Orientierungswert, keine Objektbewertung.

Miet- und Kaufmarkt

Miet- und Kaufmarkt

Mietmarkt

Mietmarkt Bayern

Ø Miete
12,92 €/m²
Mietpreisbremse
285 Gemeinden
Miete München
20,71 €/m²
Kaufmarkt

Kaufmarkt Bayern

Ø Wohnung
4.421 €/m²
Ø Haus
3.726 €/m²
Preisentwicklung 2026
+1,6 %

Kaufpreise und Mieten liegen in Bayern deutlich über dem Bundesschnitt, mit dem grössten Abstand im Grossraum München. Ob Kauf oder Miete näher liegt, hängt stark von Eigenkapital, Region und geplanter Nutzungsdauer ab – eine pauschale Einordnung ersetzt das nicht.

Quelle: immowelt

Marktprognose

Marktprognose

Grundtendenz: stabilHorizont: 12–24 Monate

Nach dem Einbruch der Jahre 2022 bis 2024 stabilisiert sich der bayerische Wohnimmobilienmarkt. Für 2026/27 rechnen Marktbeobachter mit moderaten Preissteigerungen von einigen Prozent pro Jahr, während sich die Finanzierungskosten bei rund 3,0 bis 3,5 % einpendeln dürften.

Basisszenario
+2 bis +4 % p. a.
Wahrscheinlichkeit 50 %

Leichtes, breit getragenes Preiswachstum bei stabiler Nachfrage in den Ballungsräumen und moderatem Zinsniveau.

Optimistisch
+5 bis +8 % p. a.
Wahrscheinlichkeit 25 %

Deutlich sinkende Zinsen und anhaltend knappes Angebot in Oberbayern treiben die Preise stärker als erwartet.

Konservativ
0 bis −2 % p. a.
Wahrscheinlichkeit 25 %

Ein erneuter Zinsanstieg oder eine schwächere Konjunktur dämpfen die Nachfrage, vor allem in strukturschwächeren Regionen.

Einflussfaktoren

  • Zinsniveau · stützend · Erwartete Absenkung Richtung 3,0–3,5 % stützt die Finanzierbarkeit.
  • Zuzug nach Oberbayern · stützend · Anhaltender Zuzug in den Grossraum München stützt die Nachfrage.
  • Bauland-Knappheit · neutral · Alpenplan und Bauleitplanung begrenzen das Angebot.
  • Ausweitung Mietpreisbremse · neutral · Dämpft Mieten, nicht direkt die Kaufpreise.
  • Strukturschwache Regionen · belastend · Bevölkerungsrückgang bremst Preise in Nord-/Ostbayern.

Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Eigentumswohnung in Bayern?

Eine Eigentumswohnung kostet in Bayern im Juli 2026 durchschnittlich 4.421 € je Quadratmeter (immowelt). Die Spanne reicht von rund 2.848 € in ländlichen Regionen bis 7.095 € in gefragten Lagen. In München liegt der Schnitt mit 8.078 € je Quadratmeter deutlich darüber.

Was kostet ein Haus in Bayern?

Ein Haus kostet in Bayern im Schnitt 3.726 € je Quadratmeter (immowelt, Juli 2026), mit einer Spanne von 1.837 bis 6.520 €. Freistehende Einfamilienhäuser in Oberbayern liegen dabei meist deutlich über Reihenhäusern im ländlichen Raum.

Welche Region ist am teuersten, welche am günstigsten?

Am teuersten sind München, der Landkreis Starnberg und der Landkreis München mit Wohnungspreisen um 9.000 bis knapp 10.000 € je Quadratmeter. Am günstigsten sind ländliche Landkreise in Oberfranken wie Wunsiedel und Hof sowie in Niederbayern wie Freyung-Grafenau.

Steigen oder fallen die Immobilienpreise in Bayern?

Nach der Zinswende 2022 und einem Preisrückgang bis 2023/24 steigen die Preise seit 2025 wieder leicht: 2026 legten Wohnungen laut immowelt um 1,6 % zu. Regionale Maklerauswertungen wie die der Distler-Gruppe weisen für denselben Zeitraum teils niedrigere Niveaus aus – die Erholung verläuft nicht überall gleich schnell.

Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in Bayern?

Die durchschnittliche Angebotsmiete in Bayern liegt bei 12,92 € je Quadratmeter (immowelt, Juni 2026). In München werden im Schnitt 20,71 € je Quadratmeter aufgerufen, in kleineren Städten in Franken liegt die Miete oft deutlich niedriger.

Lohnt sich eine Kapitalanlage in Bayern?

Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und liegt in Bayern angesichts hoher Kaufpreise landesweit eher im niedrigeren Bereich, mit Unterschieden zwischen Ballungsraum und ländlichem Raum. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung und ist keine Anlageempfehlung.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in Bayern rechnen?

In Bayern fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer an, dazu rund 2 % Notar- und Grundbuchkosten sowie üblicherweise 3,57 % Maklerprovision für den Käufer. Insgesamt sind das etwa 9 bis 10 % des Kaufpreises.

Gilt in Bayern die Mietpreisbremse?

Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 285 bayerischen Städten und Gemeinden, darunter München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg. In den übrigen rund 1.770 Gemeinden gilt sie nicht.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Bayern?

Banken verlangen üblicherweise mindestens die Kaufnebenkosten von rund 9 bis 10 % als Eigenkapital, in vielen Fällen zusätzlich 10 bis 20 % des Kaufpreises. Bei bayerischen Durchschnittspreisen bedeutet das je nach Objekt und Region einen fünf- bis sechsstelligen Betrag.

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf in Bayern?

Die Vermarktungsdauer hängt stark von Lage und Preissegment ab: In gefragten Lagen Oberbayerns finden sich häufiger zügig Käufer, in strukturschwächeren Regionen Nord- und Ostbayerns kann sich der Prozess über mehrere Monate hinziehen.

Warum ist München so viel teurer als der Rest Bayerns?

München profitiert von einem konzentrierten Arbeitsmarkt mit Konzernen wie BMW, Siemens und Allianz, zwei grossen Universitäten und anhaltendem Zuzug bei begrenztem Bauland. Das treibt die Preise auf über 8.000 € je Quadratmeter für Wohnungen.

Was ist der Alpenplan und wie beeinflusst er den Immobilienmarkt?

Der Alpenplan von 1972 teilt die bayerischen Alpen in drei Erschliessungszonen. In der strengsten Zone C, rund 42 % der Fläche, sind Bauvorhaben praktisch ausgeschlossen. Das begrenzt das Bauland-Angebot in touristisch gefragten Alpengemeinden dauerhaft.

Gibt es in Bayern eine Zweitwohnungsteuer?

Mehrere bayerische Gemeinden, etwa Berchtesgaden, erheben eine Zweitwohnungsteuer auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz. In Oberstdorf wurde die Erhebung gerichtlich eingeschränkt. Käufer sollten die jeweilige Gemeindesatzung prüfen.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bayern?

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Bayern 3,5 % des Kaufpreises – der niedrigste Satz unter allen deutschen Bundesländern, gemeinsam mit Sachsen.

Wie viele Menschen leben in Bayern?

Zum 31. Dezember 2025 lebten rund 13,25 Millionen Menschen in Bayern (Bayerisches Landesamt für Statistik). Damit ist Bayern das bevölkerungsreichste Flächenland Deutschlands.

Was unterscheidet den Münchner Speckgürtel vom Rest Bayerns?

Die Landkreise rund um München, etwa Starnberg, Dachau oder Fürstenfeldbruck, erreichen inzwischen ähnlich hohe Preise wie die Landeshauptstadt selbst. Zuzug aus München bei knappem Wohnraum treibt die Nachfrage in diesen Umlandgemeinden.

Welche Städte in Bayern haben ein hohes Preiswachstum?

Laut immowelt-Daten legten 2026 unter anderem Bamberg (+2,6 %) und Augsburg (+2,0 %) bei Wohnungspreisen zu, ebenso zeigen Würzburg, Nürnberg und Regensburg wieder anziehende Nachfrage.

Wie unterscheiden sich Nordbayern und Südbayern preislich?

Oberbayern und der Süden Schwabens liegen deutlich über dem Landesschnitt, während Ober- und Unterfranken sowie die nördliche Oberpfalz zu den günstigeren Regionen Bayerns zählen – teils mit einem Faktor von vier zwischen teuersten und günstigsten Landkreisen.

Welche Rolle spielt der Denkmalschutz beim Immobilienkauf in Bayern?

In historischen Altstädten wie Regensburg, Bamberg oder Würzburg unterliegen viele Gebäude dem Denkmalschutz. Das kann Sanierungskosten erhöhen, ermöglicht aber unter Umständen steuerliche Abschreibungsvorteile nach § 7i und § 10f EStG.

Was bedeutet das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm für Käufer?

Über das KommWFP unterstützt der Freistaat Bayern seit 2016 Gemeinden beim Bau vergünstigten Mietwohnraums. Für Käufer und Investoren ist es vor allem ein Indikator für kommunales Engagement gegen Wohnungsknappheit, nicht eine direkte Förderung des Eigentumserwerbs.

Wie stark ist der Neubau in Bayern?

Die Bautätigkeit konzentriert sich stark auf den Grossraum München und wenige Universitätsstädte, während in strukturschwächeren Regionen kaum neu gebaut wird. Belastbare landesweite Fertigstellungszahlen für 2026 liegen für diese Seite nicht in ausreichender Tiefe vor.

Für wen lohnt sich der Kauf einer Immobilie in Bayern eher als die Miete?

Das hängt stark von Region, Eigenkapital und Nutzungsdauer ab. In München mit sehr hohen Kaufpreisen und ebenso hohen Mieten fällt die Abwägung anders aus als in ländlichen Regionen mit niedrigerem Preisniveau. Eine pauschale Empfehlung ist hier nicht möglich.

Wie wirkt sich die Zinsentwicklung 2026 auf bayerische Immobilienpreise aus?

Experten erwarten Bauzinsen von rund 3,0 bis 3,5 % bis Ende 2026 bei einer erwarteten Absenkung des EZB-Leitzinses. Das dürfte die Nachfrage in Bayern moderat stützen, ohne die Preise stark zu treiben.

Was ist die Kappungsgrenze in Bayern?

Innerhalb der Mieterschutzverordnung darf die Miete bei Bestandsverträgen in den betroffenen 285 Gemeinden maximal 15 % innerhalb von drei Jahren steigen, bei Wiedervermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Welche Universitäten und Arbeitgeber prägen die Nachfrage in Bayern?

LMU und TU München, die Universität Erlangen-Nürnberg sowie Konzerne wie BMW, Siemens, Audi und Adidas sorgen für einen stabilen Zustrom an Fachkräften und Studierenden, was die Nachfrage nach Wohnraum in den jeweiligen Standortregionen dauerhaft stützt.

Sind die Immobilienpreise in Bayern im bundesweiten Vergleich hoch?

Ja, Bayern zählt neben Baden-Württemberg und Hamburg zu den teuersten Bundesländern Deutschlands. Der Landesschnitt für Wohnungen liegt mit 4.421 € je Quadratmeter deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

Datenstand

Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand Juli 2026 (immowelt). Sie werden quartalsweise überprüft.

  • Q3/2026 · Erstveröffentlichung mit Marktdaten Stand Juli 2026 (immowelt, Bayerisches Landesamt für Statistik).
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Weiterführend

Quellen

  1. immowelt – Immobilienpreise Bayern · abgerufen 31.7.2026
  2. immowelt – Mietspiegel Bayern · abgerufen 31.7.2026
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik – Bevölkerungsstand · abgerufen 31.7.2026
  4. BORIS-Bayern – Bodenrichtwertinformationssystem · abgerufen 31.7.2026
  5. Bayerisches Staatsministerium der Justiz – Mieterschutzverordnung 2026 · abgerufen 31.7.2026
  6. mehrwertsteuerrechner.de – Grunderwerbsteuer Bayern 2026 · abgerufen 31.7.2026
  7. Bund Naturschutz – Der Alpenplan · abgerufen 31.7.2026
  8. Gesetze Bayern – Zweitwohnungsteuersatzung Oberstdorf · abgerufen 31.7.2026
  9. layer-gruppe.de – Immobilienmarkt Prognose 2026 · abgerufen 31.7.2026
  10. Distler-Gruppe – Immobilienpreisentwicklung Bayern · abgerufen 31.7.2026
  11. Rainer Fischer Immobilien – Immobilienpreisentwicklung Bayern · abgerufen 31.7.2026
  12. heinrichsimmobilien.de – Maklerprovision Bayern 2026 · abgerufen 31.7.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ - keine Anlageberatung.
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