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Veris MarktRadar

Immobilienpreise in Vorarlberg

Vom Bodenseeraum bis ins Montafon: Vorarlberg zählt zu den teuersten Immobilienmärkten Österreichs. Der Veris MarktRadar zeigt Preise, Mieten und regionale Unterschiede im Überblick.

5.100€/m²
Eigentumswohnung
5.077€/m²
Haus
14,00€/m²
Miete je Monat
3,3%
Bruttomietrendite
412.647
Einwohner

Stand Juli 2026 · Quelle: ohne-makler.at / finanz.at · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in Vorarlberg im Überblick

Eine Eigentumswohnung kostet in Vorarlberg im Juli 2026 durchschnittlich 5.100 € je Quadratmeter, mit einer Spanne von rund 3.400 bis 8.900 € (ohne-makler.at/finanz.at). Für ein Haus liegt der Landesdurchschnitt bei 5.077 € je Quadratmeter (Stand Mai 2026) – damit ist Vorarlberg nach Wien das zweitteuerste Bundesland Österreichs, noch vor Tirol und Salzburg.

Der Unterschied zwischen den urbanen Zentren im Rheintal und den ländlichen Berg- und Tourismusregionen ist beträchtlich: Während Bregenz am Bodensee und die grenznahen Rheintal-Gemeinden zu den teuersten Lagen Österreichs zählen, liegen der Bregenzerwald und das Grosse Walsertal spürbar darunter. Für den vorarlbergischen Gesamtmarkt liegen dazu keine ausreichend belastbaren gemeindescharfen Zahlen vor, weshalb diese Seite künftig auf Gemeindeebene weiter differenziert.

Wie gross und wie unterschiedlich ist der vorarlbergische Markt?

Mit rund 412.647 Einwohnerinnen und Einwohnern zum 31. Dezember 2025 ist Vorarlberg das zweitkleinste Bundesland Österreichs, wirtschaftlich aber überdurchschnittlich stark (Land Vorarlberg). Das Land gliedert sich in die vier politischen Bezirke Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz sowie in informelle Regionen wie das dicht besiedelte Rheintal, den Bodenseeraum, den Bregenzerwald, den Walgau, das Montafon und das nur über Deutschland erreichbare Kleinwalsertal. Die Nachfrage wird massgeblich von der Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein getragen: Viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger pendeln zu überdurchschnittlichen Löhnen ins benachbarte Ausland und bringen dieses Einkommen in den heimischen Immobilienmarkt ein.

Getragen wird die Nachfrage zudem von grossen regionalen Arbeitgebern wie Zumtobel, Julius Blum, Alpla, Doppelmayr und Rauch sowie vom Tourismus in Bregenzerwald, Montafon und Kleinwalsertal. Käuferinnen und Käufer sind ein heterogenes Bild: Im Rheintal und am Bodensee dominieren Eigennutzer mit hohem Einkommen sowie Grenzgänger-Haushalte, während in den Berg- und Tourismusregionen zusätzlich Freizeitwohnsitz-Interessenten eine Rolle spielen – deren Möglichkeiten das Raumplanungsgesetz allerdings deutlich einschränkt.

Wie verhalten sich Mieten und Kaufpreise zueinander?

Die durchschnittliche Angebotsmiete in Vorarlberg liegt bei rund 14,00 € je Quadratmeter und Monat (ohne-makler.at/immobilienscout24.at). Auch hier zieht der Bodenseeraum das Landesbild nach oben: In Bregenz werden im Schnitt rund 18,18 € je Quadratmeter aufgerufen, in Dornbirn rund 15 €. Anders als in Deutschland gibt es in Österreich keine flächendeckende Mietpreisbremse; stattdessen greift für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (meist vor 1945 errichtet) der Richtwertmietzins, während Neubauten grösstenteils frei vermietbar sind.

Für Sie als Käuferin oder Käufer heisst das: Ein Blick auf den Landesschnitt allein genügt selten. Massgeblich sind die Marktdaten der jeweiligen Gemeinde oder Region, wie sie künftig auf den nachgeordneten Seiten dieses MarktRadars aufbereitet werden.

Wie sieht es bei Bautätigkeit und Vermarktungsdauer aus?

Die Leerstandsquote in Dornbirn und im übrigen Rheintal liegt laut Marktbeobachtern auf einem historischen Tiefstand, während gleichzeitig ein absehbarer Fertigstellungs-Gap ab 2026/27 die Nachfrage zunehmend auf Bestandsobjekte verlagert. Belastbare, landesweit einheitlich erhobene Zahlen zu Fertigstellungen und Leerstandsquote liegen für diese Seite nicht in ausreichender Tiefe vor und werden deshalb bewusst nicht beziffert. Die typische Vermarktungsdauer ist in gefragten Lagen am Bodensee und im Rheintal kurz, in den ländlichen Bergtälern dagegen spürbar länger.

Auf- und Absteiger

Gemeinden mit der stärksten Bewegung

Eigentumswohnungen

Aufsteiger

  1. 1
    Feldkirch

    Die Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein treibt die Nachfrage in Feldkirch – die Wohnungspreise legten gegenüber dem Vorjahr um rund 9,9 % zu.

    +9,9 %5.459 /m²

Absteiger

  1. 1
    Bregenz

    Nach dem Preishoch 2022 fiel die Korrektur in Bregenz deutlicher aus als im Landesschnitt; die Lage am Bodensee stützt weiterhin das obere Preissegment.

    −13,7 %4.900 /m²
  2. 2
    Bludenz

    Bludenz ist Torstadt zu Montafon und Klostertal; die Wohnungspreise gaben gegenüber dem Vorjahr um rund 6,5 % nach.

    −6,5 %4.345 /m²

Veränderung der Angebotspreise über zwölf Monate. Beschreibt beobachtete Entwicklung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Vergleich

Gemeinden im Vergleich

Dornbirn52.1085.6656.05013,67- (stabil)2,9 %Ja
Feldkirch36.6435.4595.68115,82+9,9 % (steigend)3,5 %Ja
Bregenz29.4194.9004.75718,18−13,7 % (fallend)4,5 %Ja
Lustenau17.6615.735--- (stabil)-Ja
Hohenems14.9944.499--- (stabil)-Ja
Bludenz13.7954.345--−6,5 % (fallend)-Ja

Quelle: ohne-makler.at

Die Bruttomietrendite wird berechnet: Jahresmiete je m² geteilt durch den Kaufpreis je m².

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Zwischen 2020 und 2022 durchlief der vorarlbergische Immobilienmarkt eine ausgeprägte Boomphase: 2021 stiegen die Grundstückspreise um rund 25 %, Hauspreise um rund 15 % und Wohnungspreise um rund 10 % gegenüber dem Vorjahr. 2022 erreichten Eigentumswohnungen mit durchschnittlich 5.082 € je Quadratmeter ihren bisherigen Höchststand, während Häuser um weitere rund 14,6 % zulegten (immoverkauf24, exxpress).

Mit der Zinswende 2022 kehrte sich der Trend um. 2023 gaben die Wohnungspreise um rund 8,4 % nach, 2024 folgte ein weiterer Rückgang um rund 9,6 % gegenüber dem Vorjahr. Damit fiel die Korrektur in Vorarlberg deutlicher aus als im österreichischen Durchschnitt.

Seit 2025 zeichnet sich eine Erholung ab: Die Nachfrage zog spürbar an, unter anderem durch die Lockerung der strengen Eigenmittelvorschriften der KIM-Verordnung und ein wieder gut kalkulierbares Zinsniveau. Für 2026 wird bei Wohnimmobilien mit weiteren moderaten Preisanstiegen gerechnet, wobei Bregenz durch seine Lage am Bodensee besonders von der Nachfrage nach Wohnungen mit Seeblick profitiert.

Warum weichen die Zahlen verschiedener Quellen voneinander ab?

Private Immobilienportale wie ohne-makler.at und finanz.at werten aktuelle Angebotspreise aus Inseraten aus, während Statistik Austria auf Basis sämtlicher grundbücherlich eingetragener Kauffälle – inklusive familiärer Übertragungen – einen amtlichen Durchschnittspreis berechnet. Für 2024 weist Statistik Austria für Vorarlberg einen Durchschnittspreis von rund 5.600 € je Quadratmeter aus, während private Portale für einen ähnlichen Zeitraum niedrigere Werte nennen. Diese Seite folgt bei den Kennzahlen oben konsequent den aktuellen Portaldaten und macht abweichende amtliche Werte hier im Text kenntlich, statt sie stillschweigend zu mitteln.

Für 2026/27 rechnen Marktbeobachter mit einer Fortsetzung der moderaten Erholung, insbesondere wenn die Bauzinsen weiter auf einem gut kalkulierbaren Niveau bleiben. Eine ausführlichere Einordnung liefert die Prognose weiter unten auf dieser Seite.

Preisentwicklung

Preisentwicklung

5.0824.6554.2085.1002022202320242026

Höchststand 2022, Korrektur 2023/24 durch die Zinswende, seit 2025 wieder Erholung.

Quelle: immoverkauf24, exxpress (2022–24); ohne-makler.at (2026)

Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus?

Die Wahl der Objektart entscheidet in Vorarlberg oft stärker über den Quadratmeterpreis als die Region selbst. Eigentumswohnungen kosten im Landesschnitt rund 5.100 € je Quadratmeter, freistehende Einfamilienhäuser mit rund 5.077 € je Quadratmeter nur unwesentlich mehr – ein Unterschied, der in vielen anderen Bundesländern deutlich grösser ausfällt.

Reihenhäuser und Doppelhaushälften positionieren sich meist im mittleren Bereich der Preisspanne und sind in der Regel die günstigste Zugangsmöglichkeit zum eigenen Haus, insbesondere im Bregenzerwald und im Walgau. Freistehende Einfamilienhäuser erreichen dagegen im Rheintal und am Bodensee die obere Spanne, ebenso in den grenznahen Gemeinden zu Liechtenstein und der Schweiz.

Bei Eigentumswohnungen macht zusätzlich das Baujahr einen grossen Unterschied: Neubauten mit hohem energetischem Standard erzielen in gefragten Lagen deutliche Aufschläge gegenüber unsaniertem Bestand.

Welche Objektart passt zu welchem Budget?

Für kleinere Budgets bleibt die Eigentumswohnung meist der zugänglichste Einstieg, insbesondere in Neubauten ausserhalb von Bregenz und dem südlichen Rheintal. Wer ein Haus mit Garten sucht, findet im Bregenzerwald und im Grossen Walsertal deutlich günstigere Einstiegspreise als im Rheintal – muss dafür aber oft längere Pendelzeiten in Kauf nehmen.

Die folgende Übersicht ordnet die vier gängigen Objektarten mit ihren typischen Preisniveaus ein. Da die verfügbaren Portaldaten Reihenhäuser und Doppelhaushälften statistisch nicht getrennt von freistehenden Häusern ausweisen, sind die Werte für diese Segmente als Spannen innerhalb der vorarlbergischen Hauspreise zu verstehen, nicht als eigenständig erhobene Durchschnittswerte.

Objektartenvergleich Vorarlberg

ObjektartPreis je m²EinstiegspreisMerkmal
Eigentumswohnung5.100 €ab ca. 180.000 €Übliches Einstiegssegment
Reihenhaus3.800–5.200 €ab ca. 320.000 €Günstigste Hausform
Doppelhaushälfte4.500–5.800 €ab ca. 380.000 €Mittleres Segment
Einfamilienhaus5.077 € (Ø)ab ca. 450.000 €Freistehend, im Rheintal teurer

Quelle: ohne-makler.at, finanz.at, Mai 2026

Welche Lagen und Regionen gibt es?

Vorarlberg gliedert sich in die vier politischen Bezirke Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz. Wirtschaftlich und geografisch prägender sind jedoch die informellen Regionen: der dicht besiedelte Rheintal-Streifen von Feldkirch bis Lustenau, der Bodenseeraum um Bregenz, der ländliche Bregenzerwald, der Walgau, das Tourismusgebiet Montafon und das nur über Deutschland erreichbare Kleinwalsertal.

Wo ist Wohneigentum in Vorarlberg am teuersten?

An der Spitze steht Bregenz mit seiner Lage direkt am Bodensee: Wohnungen mit Seeblick und Penthäuser gelten als krisenfeste Wertanlage und erzielen die höchsten Preise im ganzen Land. Auch die Bezirke Bludenz und Bregenz weisen bei Häusern mit rund 5.851 bzw. 5.755 € je Quadratmeter (Preisindex Jänner 2026) die höchsten Werte auf. Im Rheintal treibt zusätzlich die Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein die Nachfrage: Gemeinden wie Feldkirch profitieren von grenznahen Käuferinnen und Käufern mit hohem Einkommen.

Wo ist Wohneigentum in Vorarlberg günstiger?

Am unteren Ende der Preisskala liegen die ländlichen Regionen abseits des Rheintals, etwa im Bregenzerwald und im Grossen Walsertal, wo auch die Mieten landesweit am niedrigsten ausfallen. Einzelne Gemeinden im Rheintal wie Lustenau und Hohenems zeigten zuletzt eine tendenziell rückläufige Preisentwicklung, während Feldkirch weiter zulegte.

Was bedeutet die Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein für Käufer?

Die Grenznähe zur Schweiz und zu Liechtenstein ist einer der stärksten Preistreiber Vorarlbergs: Viele Beschäftigte pendeln zu deutlich höheren Löhnen ins benachbarte Ausland und bringen dieses Einkommen mit in den heimischen Immobilienmarkt. Das treibt vor allem in den grenznahen Rheintal-Gemeinden die Nachfrage und die Preise nach oben – ein Effekt, der sich in keinem anderen österreichischen Bundesland in dieser Form zeigt.

Welche Arbeitsmärkte prägen die einzelnen Regionen?

Neben dem Pendlereffekt setzen eigene Industriebetriebe eigene Preisimpulse: Zumtobel und Blum in und um Dornbirn, Alpla in Hard, Doppelmayr in Wolfurt und Rauch in Rankweil sichern stabile, gut bezahlte Arbeitsplätze. Im Bregenzerwald, Montafon und Kleinwalsertal stützt zusätzlich der Tourismus die Nachfrage nach Wohn- und Freizeitimmobilien – wenngleich das Raumplanungsgesetz die Nutzung als Freizeitwohnsitz deutlich einschränkt.

Was ist in Vorarlberg anders als anderswo?

Vorarlberg unterscheidet sich in mehreren rechtlichen Punkten von anderen österreichischen Bundesländern und von Deutschland.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Vorarlberg?

Anders als in Deutschland, wo die Grunderwerbsteuer je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % liegt, ist sie in Österreich bundesweit einheitlich auf 3,5 % festgelegt – auch in Vorarlberg. Hinzu kommen rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, die für Hauptwohnsitze bis 500.000 € Kaufpreis noch bis 30. Juni 2026 befristet entfällt.

Was regelt das Grundverkehrsgesetz?

Der Erwerb von Grundstücken durch Personen, die nicht EU- oder EWR-Bürgerinnen und -Bürger sind, bedarf in Vorarlberg der Genehmigung durch die Grundverkehrs-Landeskommission. Der Antrag läuft über die Standortgemeinde; genehmigt wird nur, wenn keine landespolitischen Interessen entgegenstehen und ein kulturelles oder wirtschaftliches Interesse am Erwerb besteht. EU- und EWR-Bürgerinnen und -Bürger gelten dagegen als Inländern gleichgestellt.

Warum ist die Freizeitwohnsitz-Beschränkung so streng?

Das vorarlbergische Raumplanungsgesetz untersagt es, Flächen, die zur Deckung des ganzjährigen Wohnbedarfs benötigt werden, als Freizeitwohnsitz zu nutzen. Widerrechtliche Nutzung als Freizeitwohnsitz gilt als Verwaltungsübertretung mit Geldstrafen bis 40.000 € und kann im Wiederholungsfall zur behördlich angeordneten Zwangsversteigerung führen. Für Käuferinnen und Käufer aus dem Ausland, die eine Ferienimmobilie suchen, ist das eine der wichtigsten Hürden im ganzen Land.

Gibt es eine Zweitwohnsitzabgabe?

Mehrere vorarlbergische Gemeinden erheben zusätzlich eine kommunale Zweitwohnsitzabgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz. Die Höhe und Ausgestaltung ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt.

Regionale Besonderheiten

Regionale Besonderheiten

Steuern & Abgaben

Grunderwerbsteuer bundesweit einheitlich

Anders als in Deutschland mit Länder-Unterschieden von 3,5 bis 6,5 % gilt in ganz Österreich – auch in Vorarlberg – ein einheitlicher Satz von 3,5 % des Kaufpreises.

Recht & Bewilligungen

Grundverkehrsgesetz beschränkt Käufe durch Nicht-EU-Ausländer

Personen ausserhalb der EU/des EWR benötigen für den Grundstückserwerb die Genehmigung der Grundverkehrs-Landeskommission. EU- und EWR-Bürger sind Inländern gleichgestellt.

Bauzonen & Raumplanung

Strenge Freizeitwohnsitz-Beschränkung

Das Raumplanungsgesetz untersagt die Nutzung von Wohnraum als Freizeitwohnsitz, wenn er zur Deckung des ganzjährigen Wohnbedarfs benötigt wird. Verstösse kosten bis zu 40.000 € Strafe.

Marktstruktur

Pendlereinkommen aus der Schweiz und Liechtenstein treiben Preise

Viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger pendeln zu deutlich höheren Löhnen ins benachbarte Ausland – ein Preistreiber, den kein anderes österreichisches Bundesland in dieser Form kennt.

Steuern & Abgaben

Zweitwohnsitzabgabe in einzelnen Gemeinden

Mehrere vorarlbergische Gemeinden erheben eine kommunale Abgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz – Höhe und Ausgestaltung unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde.

Recht & Kosten

Recht und Kosten kompakt

Grunderwerbsteuer
3,5 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,6 % zu Buche.
Mietpreisbremse
Gilt in Vorarlberg. Richtwertmietzins nur für Altbauten im Vollanwendungsbereich des MRG (meist vor 1945 errichtet); Neubauten sind frei vermietbar.
Grundverkehrsgesetz
Genehmigungspflicht der Grundverkehrs-Landeskommission für Käufer ausserhalb der EU/des EWR.
Freizeitwohnsitz-Beschränkung
Raumplanungsgesetz untersagt Freizeitnutzung von Wohnraum, der für den ganzjährigen Bedarf benötigt wird; Strafen bis 40.000 €.
Zweitwohnsitzabgabe
Mehrere Gemeinden erheben eine kommunale Abgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Kaufnebenkosten

Was kostet der Kauf zusätzlich?

Kaufpreis500.000 €
Grunderwerbsteuer3,5 %17.500 €
Notar & Grundbuch2,6 %13.000 €
Maklerprovision (Käuferanteil)3,6 %18.000 €
Nebenkosten gesamt9,7 %48.500 €
Gesamtaufwand548.500 €

Richtwerte für Vorarlberg. Keine Steuer- oder Rechtsberatung - im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.

Budget

Was bekomme ich wo für mein Budget?

Wohnfläche zum Durchschnittspreis der einzelnen Gemeinden.

  1. Lustenau87
  2. Dornbirn88
  3. Feldkirch92
  4. Bregenz102
  5. Hohenems111
  6. Bludenz115

Wohnfläche zum jeweiligen Durchschnittspreis, ohne Kaufnebenkosten. Orientierungswert, keine Objektbewertung.

Miet- und Kaufmarkt

Miet- und Kaufmarkt

Mietmarkt

Mietmarkt Vorarlberg

Ø Miete
14,00 €/m²
Richtwertmietzins
nur Altbau vor 1945
Miete Bregenz
18,18 €/m²
Kaufmarkt

Kaufmarkt Vorarlberg

Ø Wohnung
5.100 €/m²
Ø Haus
5.077 €/m²
Preisentwicklung 2026
+2,5 %

Kaufpreise und Mieten liegen in Vorarlberg deutlich über dem österreichischen Durchschnitt, mit dem grössten Abstand am Bodensee und im südlichen Rheintal. Ob Kauf oder Miete näher liegt, hängt stark von Eigenkapital, Region und Nutzungsdauer ab – eine pauschale Einordnung ersetzt das nicht.

Quelle: ohne-makler.at

Marktprognose

Marktprognose

Grundtendenz: steigendHorizont: 12–24 Monate

Nach der Korrektur der Jahre 2023/24 erholt sich der vorarlbergische Wohnimmobilienmarkt spürbar. Für 2026/27 rechnen Marktbeobachter mit weiteren moderaten Preisanstiegen, getragen von sinkenden Zinsen und anhaltend hoher Nachfrage im Rheintal und am Bodensee.

Basisszenario
+2 bis +4 % p. a.
Wahrscheinlichkeit 50 %

Moderates, breit getragenes Preiswachstum bei stabiler Nachfrage im Rheintal und am Bodensee sowie kalkulierbarem Zinsniveau.

Optimistisch
+5 bis +7 % p. a.
Wahrscheinlichkeit 25 %

Ein absehbarer Fertigstellungs-Gap ab 2026/27 verlagert die Nachfrage stark auf Bestandsobjekte und könnte einen ausgeprägten Verkäufermarkt entstehen lassen.

Konservativ
0 bis −2 % p. a.
Wahrscheinlichkeit 25 %

Ein erneuter Zinsanstieg oder eine schwächere Konjunktur in der Schweiz und in Liechtenstein dämpfen die Pendlernachfrage.

Einflussfaktoren

  • Zinsniveau · stützend · Sinkende, gut kalkulierbare Zinsen verbessern die Leistbarkeit.
  • Pendlereinkommen CH/FL · stützend · Hohe Löhne in CH/FL stützen die Kaufkraft im Rheintal.
  • Fertigstellungs-Gap · neutral · Ab 2026/27 dürfte weniger Neubau fertiggestellt als nötig.
  • Freizeitwohnsitz-Beschränkung · neutral · Begrenzt Ferienimmobilien, nicht die Nachfrage nach Hauptwohnsitzen.
  • KIM-Verordnung · stützend · Gelockerte Eigenmittelvorschriften erleichtern die Finanzierung.

Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Eigentumswohnung in Vorarlberg?

Eine Eigentumswohnung kostet in Vorarlberg im Juli 2026 durchschnittlich 5.100 € je Quadratmeter (ohne-makler.at/finanz.at). Die Spanne reicht von rund 3.400 € in ländlichen Regionen bis 8.900 € in gefragten Lagen am Bodensee.

Was kostet ein Haus in Vorarlberg?

Ein Haus kostet in Vorarlberg im Schnitt 5.077 € je Quadratmeter (Stand Mai 2026). Damit liegt Vorarlberg bei Häusern nach Wien auf Platz zwei unter allen österreichischen Bundesländern, vor Tirol und Salzburg.

Welche Region ist am teuersten, welche am günstigsten?

Am teuersten sind Bregenz am Bodensee sowie die Bezirke Bludenz und Bregenz mit Hauspreisen um 5.750 bis 5.850 € je Quadratmeter. Am günstigsten sind ländliche Regionen wie der Bregenzerwald und das Grosse Walsertal.

Steigen oder fallen die Immobilienpreise in Vorarlberg?

Nach dem Höchststand 2022 und einem Rückgang 2023/24 steigen die Preise seit 2025 wieder: Für 2026 wird mit weiteren moderaten Anstiegen gerechnet, unterstützt durch sinkende Zinsen und eine gelockerte KIM-Verordnung.

Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in Vorarlberg?

Die durchschnittliche Angebotsmiete in Vorarlberg liegt bei 14,00 € je Quadratmeter. In Bregenz werden im Schnitt 18,18 € aufgerufen, in Dornbirn rund 15 €.

Lohnt sich eine Kapitalanlage in Vorarlberg?

Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und liegt in Vorarlberg angesichts hoher Kaufpreise landesweit eher im niedrigeren Bereich. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung und ist keine Anlageempfehlung.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in Vorarlberg rechnen?

In Vorarlberg fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer an, dazu rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, Vertragserrichtungskosten von rund 1,5 % sowie üblicherweise 3,6 % Maklerprovision. Insgesamt sind das mit Makler rund 9 bis 10 % des Kaufpreises.

Gilt in Vorarlberg eine Mietpreisbremse?

Eine flächendeckende Mietpreisbremse wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht. Für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes, meist vor 1945 errichtet, gilt stattdessen der Richtwertmietzins.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Vorarlberg?

Banken verlangen üblicherweise mindestens die Kaufnebenkosten von rund 9 bis 10 % als Eigenkapital, häufig zusätzlich 10 bis 20 % des Kaufpreises. Bei vorarlbergischen Durchschnittspreisen bedeutet das meist einen sechsstelligen Betrag.

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf in Vorarlberg?

Die Vermarktungsdauer hängt stark von Lage und Preissegment ab: In gefragten Lagen am Bodensee und im Rheintal finden sich häufig zügig Käufer, in ländlichen Bergtälern kann sich der Prozess länger hinziehen.

Warum sind die Immobilienpreise in Vorarlberg so hoch?

Vorarlberg profitiert von hohen Pendlereinkommen aus der Schweiz und Liechtenstein, starken regionalen Arbeitgebern, knappem Bauland und der attraktiven Lage am Bodensee. Das treibt die Preise über den österreichischen Durchschnitt.

Was ist das Grundverkehrsgesetz und wen betrifft es?

Das Grundverkehrsgesetz verlangt von Käuferinnen und Käufern ausserhalb der EU/des EWR eine Genehmigung der Grundverkehrs-Landeskommission für den Grundstückserwerb. EU- und EWR-Bürger sind Inländern gleichgestellt.

Darf ich in Vorarlberg eine Ferienwohnung kaufen und nutzen?

Das Raumplanungsgesetz schränkt die Nutzung als Freizeitwohnsitz stark ein, wenn der Wohnraum für den ganzjährigen Bedarf benötigt wird. Widerrechtliche Nutzung kann mit bis zu 40.000 € Strafe und Zwangsversteigerung geahndet werden.

Gibt es in Vorarlberg eine Zweitwohnsitzabgabe?

Ja, mehrere vorarlbergische Gemeinden erheben eine kommunale Abgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz. Höhe und Ausgestaltung sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Vorarlberg?

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Vorarlberg wie in ganz Österreich 3,5 % des Kaufpreises – anders als in Deutschland gibt es hier keine Länder-Unterschiede.

Wie viele Menschen leben in Vorarlberg?

Zum 31. Dezember 2025 lebten rund 412.647 Menschen in Vorarlberg (Land Vorarlberg). Damit ist Vorarlberg das zweitkleinste Bundesland Österreichs.

Was unterscheidet das Rheintal preislich vom Rest Vorarlbergs?

Das dicht besiedelte Rheintal von Feldkirch bis Lustenau liegt durch Industriearbeitsplätze und Grenznähe zur Schweiz und zu Liechtenstein spürbar über dem Preisniveau der ländlichen Bergregionen wie Bregenzerwald oder Grossem Walsertal.

Welche Gemeinden in Vorarlberg haben ein hohes Preiswachstum?

Feldkirch verzeichnet laut Marktbeobachtern weiter steigende Preise, unter anderem wegen der Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein. In Lustenau und Hohenems zeigte sich zuletzt eher eine rückläufige Tendenz.

Wie unterscheiden sich Bodenseeraum und Bergtäler preislich?

Bregenz und der Bodenseeraum erzielen durch Seelage und Tourismus die höchsten Preise Vorarlbergs, während der Bregenzerwald und das Grosse Walsertal zu den günstigeren, ländlich geprägten Regionen zählen.

Welche Rolle spielt die Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein?

Viele Beschäftigte pendeln zu deutlich höheren Löhnen in die Schweiz oder nach Liechtenstein und bringen dieses Einkommen in den vorarlbergischen Immobilienmarkt ein – ein Preistreiber ohne Vergleich in anderen Bundesländern.

Welche Arbeitgeber prägen die Nachfrage in Vorarlberg?

Zumtobel, Julius Blum, Alpla, Doppelmayr und Rauch zählen zu den grossen regionalen Arbeitgebern. Hinzu kommt der Tourismus in Bregenzerwald, Montafon und Kleinwalsertal.

Für wen lohnt sich der Kauf einer Immobilie in Vorarlberg eher als die Miete?

Das hängt stark von Region, Eigenkapital und Nutzungsdauer ab. Am Bodensee mit sehr hohen Kauf- und Mietpreisen fällt die Abwägung anders aus als in ländlichen Regionen. Eine pauschale Empfehlung ist nicht möglich.

Wie wirkt sich die Zinsentwicklung 2026 auf die Preise in Vorarlberg aus?

Ein gut kalkulierbares und tendenziell sinkendes Zinsniveau dürfte die Nachfrage in Vorarlberg 2026 moderat stützen, ohne die Preise stark zu treiben.

Was ist der Richtwertmietzins und wann gilt er?

Der Richtwertmietzins gilt für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes, meist vor 1945 errichtet. Neubauten und viele andere Objekte sind davon ausgenommen und frei vermietbar.

Wie stark ist der Neubau in Vorarlberg?

Die Leerstandsquote liegt vor allem in Dornbirn und im Rheintal auf einem historischen Tiefstand. Ab 2026/27 wird ein Fertigstellungs-Gap erwartet, der die Nachfrage zusätzlich auf Bestandsobjekte lenken dürfte.

Sind die Immobilienpreise in Vorarlberg im bundesweiten Vergleich hoch?

Ja, Vorarlberg ist nach Wien das zweitteuerste Bundesland Österreichs, sowohl bei Wohnungen als auch bei Häusern, noch vor Tirol und Salzburg.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

Datenstand

Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand Juli 2026 (ohne-makler.at / finanz.at). Sie werden quartalsweise überprüft.

  • Q3/2026 · Erstveröffentlichung mit Marktdaten Stand Juli 2026 (ohne-makler.at, Land Vorarlberg, Statistik Austria).
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Weiterführend

Quellen

  1. ORF Vorarlberg – Immobilienpreise auf Rekordniveau · abgerufen 31.7.2026
  2. ohne-makler.at – Immobilienpreise Vorarlberg 2026 · abgerufen 31.7.2026
  3. Land Vorarlberg – Bevölkerungsstand · abgerufen 31.7.2026
  4. selfimmo.at – Grunderwerbsteuer Österreich 2026 · abgerufen 31.7.2026
  5. capitalo.at – Nebenkosten Hauskauf Österreich 2026 · abgerufen 31.7.2026
  6. ImmobilienScout24 AT – Mietpreise Vorarlberg · abgerufen 31.7.2026
  7. Land Vorarlberg – Grundverkehr · abgerufen 31.7.2026
  8. RIS – Raumplanungsgesetz Vorarlberg · abgerufen 31.7.2026
  9. Hypo Vorarlberg – Marktbericht · abgerufen 31.7.2026
  10. Sparkasse Vorarlberg – ImmoGuide 2026 · abgerufen 31.7.2026
  11. exxpress – Preisentwicklung Vorarlberg · abgerufen 31.7.2026
  12. Statistik Austria – Immobiliendurchschnittspreise 2024 · abgerufen 31.7.2026
  13. WKO – Immobilienpreisspiegel 2026 · abgerufen 31.7.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ - keine Anlageberatung.
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