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Immobilienpreise in Zug

Der Kanton Zug ist der teuerste Wohnungsmarkt der Schweiz und zugleich derjenige mit dem knappsten Angebot. Diese Seite bündelt Preise, Mieten, Steuern und Rechtsrahmen für alle elf Zuger Gemeinden.

15'693CHF/m²
Eigentumswohnung
15'505CHF/m²
Haus
36.10CHF/m²
Miete je Monat
2.8%
Bruttomietrendite
134'977
Einwohner

Stand August 2026 · Quelle: RealAdvisor, Wüest Partner/ZugerKB · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in Zug im Überblick

Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton Zug im August 2026 im Median 15'693 CHF je Quadratmeter, bei einer Spanne von 9'154 bis 25'940 CHF/m² (RealAdvisor, Stand August 2026). Damit führt Zug die Rangliste der teuersten Schweizer Kantone an. Häuser liegen mit einem Median von 15'505 CHF/m² praktisch gleichauf – eine Konstellation, die man in der Schweiz selten antrifft. In den meisten Kantonen liegen die Quadratmeterpreise für Häuser deutlich unter denen für Wohnungen, weil Häuser grössere Flächen in peripheren Lagen abbilden. In Zug ist der Boden auch in den Randgemeinden so knapp, dass sich dieser Effekt weitgehend aufhebt.

Hinter diesen Zahlen steht ein Markt von überschaubarer Grösse. Ende 2025 lebten 134'977 Menschen im Kanton Zug, verteilt auf elf Gemeinden zwischen Zugersee, Ägerital und Reussebene. Flächenmässig gehört Zug zu den kleinsten Kantonen der Schweiz, wirtschaftlich zu den stärksten: Das Bruttoinlandprodukt je Einwohner lag 2022 bei 193'000 Franken gegenüber 90'100 Franken im Landesmittel, und 54,0 Prozent der über 25-Jährigen verfügten über einen Tertiärabschluss gegenüber 39,2 Prozent schweizweit (Zuger Kantonalbank, Oktober 2025). Diese Struktur erklärt mehr über das Preisniveau als jede einzelne Marktzahl.

Wie knapp ist das Angebot wirklich?

Ausserordentlich knapp. Am Stichtag 1. Juni 2025 standen im gesamten Kanton 261 Wohnungen leer. Das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,42 Prozent – nach Genf mit 0,34 Prozent der zweittiefste Wert der Schweiz. Innerhalb des Kantons reicht die Spanne von 0,21 Prozent in Steinhausen bis 0,93 Prozent in Menzingen und 0,9 Prozent in Walchwil. Selbst der höchste Zuger Wert liegt damit noch unter dem, was andere Kantone als angespannt bezeichnen.

Auf der Angebotsseite zeigt sich dasselbe Bild. Mitte 2025 waren im Kanton Zug 1,6 Prozent des Eigentumswohnungsbestands ausgeschrieben, im Schweizer Mittel waren es 4,4 Prozent. Bei Mietwohnungen lag die Angebotsquote bei 2,3 gegenüber 3,7 Prozent. Was auf den Markt kommt, wird rasch absorbiert: Die mittlere Insertionsdauer für Eigentumswohnungen lag im zweiten Quartal 2025 unter 40 Tagen, und in keinem anderen Kanton werden Eigentumswohnungen schneller vermarktet. Mietwohnungen sind im Schnitt nach 15 Tagen vergeben, schweizweit dauert es 23 Tage. Auf eine ausgeschriebene Mietwohnung entfallen knapp 14 Interessenten – der höchste Wert aller Kantone.

Die Bautätigkeit federt das nur teilweise ab. In den zwölf Monaten bis Mitte 2025 wurden im Kanton lediglich 200 neue Eigentumswohnungen bewilligt – deutlich weniger als im Vorjahr. Bei Mietwohnungen waren es 550 Einheiten, rund 40 Prozent über dem Zehnjahresmittel, aber unter dem Spitzenwert von über 800 aus dem Jahr 2020. Der Kanton hat im Herbst 2024 die Wohnpolitische Strategie 2030 verabschiedet, die zusätzlichen Wohnraum schaffen soll. Bis Projekte bewilligt, gebaut und bezugsbereit sind, vergehen erfahrungsgemäss mehrere Jahre.

Wer kauft und wer mietet im Kanton Zug?

Die Nachfrage speist sich aus drei Strömen. Erstens aus Eigennutzern mit hohem Einkommen, die bereits im Kanton wohnen und ihre Wohnsituation verbessern wollen – sie treffen auf ein Angebot, das kaum Auswahl lässt. Zweitens aus Zuzügern: Zwischen 2020 und 2025 wuchs Zug mit 7,2 Prozent prozentual am schnellsten aller Kantone, vor Zürich mit 6,8 Prozent. Ein erheblicher Teil davon sind international mobile Fach- und Führungskräfte aus Rohstoffhandel, Pharma, Industrie und der Blockchain-Branche. Drittens aus Kapitalanlegern, die das nahezu nicht vorhandene Leerstandsrisiko höher gewichten als die tiefe laufende Rendite.

Neu zugezogene Haushalte mieten in der Regel zuerst. Weil viele davon international besetzte Positionen mit befristeten Verträgen einnehmen, ist der Zuger Mietmarkt im gehobenen Segment ungewöhnlich tief. Das verändert die Rechnung für Vermieter: Objekte mit hoher Ausstattungsqualität und guter Anbindung finden hier zuverlässiger Abnehmer als in vergleichbar teuren Lagen anderer Kantone.

Wie hoch sind die Mieten im Kanton Zug?

Die Angebotsmiete liegt bei rund 36 CHF je Quadratmeter und Monat, also etwa 433 CHF je Quadratmeter und Jahr (RealAdvisor, August 2026). Konkreter wird es mit den Zahlen der Zuger Kantonalbank: Für eine gängige 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnung verlangen Vermieter mittlerweile rund 2'600 Franken im Monat, ein Jahr zuvor waren es 2'400 Franken. Im hochwertigen Segment beginnen die Angebotsmieten für dieselbe Wohnungsgrösse bei über 4'000 Franken, in der Stadt Zug und an besonders begehrten Seelagen deutlich darüber. Die Abschlussmieten lagen im zweiten Quartal 2025 um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert, während das schweizweite Plus 3,0 Prozent betrug.

Was bedeutet das Preisniveau für die Rendite?

Die Bruttomietrendite fällt in Zug wegen des hohen Kaufpreisniveaus vergleichsweise tief aus; die rechnerische Zahl finden Sie in den Kennzahlen am Kopf dieser Seite. Sie beschreibt allerdings nur eine Seite. Dem tiefen Renditewert steht ein Leerstandsrisiko gegenüber, das mit 0,4 Prozent bei Mietwohnungen praktisch bei null liegt, und eine Wiedervermietungsdauer von 15 Tagen. Die Zuger Kantonalbank beziffert die Nutzungskosten von Wohneigentum beim aktuellen Zinsniveau auf rund 20 Prozent unter der vergleichbaren Miete. Das ist eine Beschreibung der Marktlage und ausdrücklich keine Anlage- oder Kaufempfehlung.

Wie verlässlich sind die genannten Zahlen?

Die Quellen weichen spürbar voneinander ab, und das soll hier nicht verwischt werden. RealAdvisor weist für August 2026 einen Median von 15'693 CHF/m² und ein Plus von 2,7 Prozent in zwölf Monaten aus. Neho kommt für Mai 2026 auf einen Median von 16'212 CHF/m² und ein Plus von 5,4 Prozent. Die Zuger Kantonalbank meldet auf Basis von Transaktionsdaten – nicht von Inseraten – ein Plus von 7,0 Prozent für das Jahr bis Mitte 2025. Eine Übersicht auf Grundlage von Fahrländer Partner, Wüest Partner und dem Homegate-Index nennt für Zug eine Bandbreite von 13'000 bis 17'500 CHF/m². Wir führen den konservativeren Medianwert von RealAdvisor als Leitzahl, weil er auf einer breiten Basis beruht und in die Bandbreite der übrigen Quellen fällt, und benennen die Abweichung, statt sie stillschweigend zu mitteln.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Seit der Jahrtausendwende sind die Transaktionspreise für eine mittlere Wohnung im Kanton Zug in jedem einzelnen Jahr nominal gestiegen. Sie haben sich in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht; real entspricht das einem durchschnittlichen jährlichen Preiswachstum von 4,8 Prozent über knapp 25 Jahre (Zuger Kantonalbank, Oktober 2025). Eine ununterbrochene Aufwärtsbewegung über ein Vierteljahrhundert ist selbst für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlich.

Was zeigt der längere Verlauf?

Der Transaktionspreisindex für Zuger Eigentumswohnungen stand Anfang 2015 bei 100 und erreichte Mitte 2025 rund 172 Punkte. Der gesamtschweizerische Vergleichsindex kam im selben Zeitraum auf etwa 137 Punkte. Zug ist also nicht nur teuer, sondern hat sich auch schneller verteuert als das Land insgesamt – und das über eine Periode, die eine Negativzinsphase, eine Pandemie und eine Zinswende umfasst. Der Referenzwert dieses Index ist eine mittlere Eigentumswohnung mit 110 Quadratmetern Wohnfläche, fünf Jahren Alter und leicht überdurchschnittlicher Lage.

Wie hat die Zinswende von 2022 gewirkt?

Weniger stark als in vielen anderen Märkten. Die Leitzinserhöhungen der Schweizerischen Nationalbank in den Jahren 2022 und 2023 haben die Nachfrage spürbar gedämpft, die Preise aber kaum zurückgeführt. Der Grund liegt in der Angebotsseite: Wo faktisch nichts leer steht und jährlich nur einige hundert Einheiten dazukommen, führt ein Rückgang der Zahlungsbereitschaft nicht zu Preiszugeständnissen, sondern schlicht zu weniger Transaktionen. Zwischen dem zweiten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2023 verteuerte sich ein durchschnittliches Zuger Objekt gleichwohl um rund 10 Prozent.

Mit dem Rückgang der Hypothekarzinsen ab 2024 kehrte die Nachfrage zurück. Zwischen dem zweiten Quartal 2024 und dem zweiten Quartal 2025 stiegen die Transaktionspreise für mittlere Eigentumswohnungen um 7,0 Prozent – fast doppelt so stark wie in der Vorjahresperiode. Sämtliche vier Zuger Marktregionen verzeichneten in diesen zwölf Monaten überdurchschnittliche Preissteigerungen. Besonders markant fiel der Anstieg in Steinhausen und Hünenberg aus, wo die Preise um mehr als 8,0 Prozent zulegten – zwei Gemeinden, die von einem vergleichsweise tiefen Ausgangsniveau starteten. Aber auch dort, wo das Niveau bereits hoch war, gab es Aufschläge: In der Stadt Zug liegt der Quadratmeterpreis für eine standardmässig ausgestattete Eigentumswohnung inzwischen über 20'000 Franken.

Wo steht der Markt im Jahr 2026?

Die Dynamik hat sich beruhigt, ohne zu kippen. In den zwölf Monaten bis August 2026 legten die Wohnungspreise um 2,7 Prozent und die Hauspreise um 2,3 Prozent zu (RealAdvisor). Das ist deutlich weniger als die 7,0 Prozent des Vorjahreszeitraums, aber immer noch klar positiv. Der hypothekarische Referenzzinssatz liegt seit Dezember 2025 unverändert bei 1,25 Prozent; das Bundesamt für Wohnungswesen hat dies zuletzt am 1. Juni 2026 bestätigt. Ein Umfeld also, in dem die Finanzierungskosten nicht gegen den Markt arbeiten.

Wie haben sich die Mieten entwickelt?

Langsamer als die Kaufpreise, zuletzt aber beschleunigt. Der Index der Abschlussmieten im Kanton Zug bewegte sich zwischen Anfang 2020 und Anfang 2023 nur wenig, seither zieht er spürbar an und lag Mitte 2025 rund elf Prozent über dem Ausgangswert. Die Abschlussmieten stiegen im zweiten Quartal 2025 um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der landesweite Wert bei 3,0 Prozent lag. Anders als bei den Kaufpreisen ist der Treiber hier nicht das Zinsniveau, sondern die schiere Zahl der Interessenten je Objekt.

Eine methodische Anmerkung zum Diagramm oben: Die dargestellten Jahreswerte sind auf die Indexreihen von Wüest Partner und der Zuger Kantonalbank gestützt und auf die aktuellen Medianwerte umbasiert. Es handelt sich um gerundete Näherungswerte für den Kantonsschnitt, nicht um erhobene Einzelpreise. Wer eine Bewertung für ein konkretes Objekt braucht, kommt an einer Einzelbetrachtung nicht vorbei.

Preisentwicklung

Preisentwicklung im Kanton Zug

Kaufpreis (CHF/m²)Miete (CHF/m²)
10'70011'40012'60013'60014'30015'30015'700323233333436362020202120222023202420252026

Jahreswerte auf Basis der Indexreihen von Wüest Partner und der Zuger Kantonalbank, umbasiert auf aktuelle Medianpreise. 2020 bis 2026: Preise rund +47 Prozent, Mieten rund +13 Prozent.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: ZugerKB/Wüest Partner, RealAdvisor

Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus?

Die Wahl der Objektart entscheidet im Kanton Zug weniger über den Quadratmeterpreis als über die Verfügbarkeit. Wohnungen kosten im Median 15'693 CHF/m², Häuser 15'505 CHF/m² – ein Unterschied von gut einem Prozent. Wer ein Haus sucht, zahlt in Zug also kaum mehr je Quadratmeter, benötigt aber ein Vielfaches an Fläche und trifft auf ein weit dünneres Angebot.

Was unterscheidet Wohnung und Haus in Zug konkret?

Vor allem die Streuung. Die Preisspanne bei Eigentumswohnungen reicht von 9'154 bis 25'940 CHF/m², bei Häusern von 7'964 bis 29'562 CHF/m². Der Hausmarkt ist also nach unten wie nach oben offener: Am unteren Ende stehen ältere, sanierungsbedürftige Objekte in den Berggemeinden, am oberen Ende Seelagen in Walchwil und der Stadt Zug. Der Wohnungsmarkt ist enger gefasst, weil der Neubau der vergangenen Jahre überwiegend im mittleren bis gehobenen Segment stattfand.

In absoluten Beträgen bedeutet das: Eine Eigentumswohnung mit 100 Quadratmetern liegt beim Medianpreis bei rund 1,57 Millionen Franken. Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche kommt auf rund 2,3 Millionen Franken, wobei Grundstücksgrösse und Lage die Bandbreite stark aufziehen.

Warum sind Reihen- und Doppelhäuser so selten?

Weil die Zuger Bauzonen die verdichtete Bauweise seit Jahren in Richtung Mehrfamilienhaus lenken. Reihenhäuser und Doppelhaushälften stammen überwiegend aus den Bauperioden der 1970er- bis 1990er-Jahre und konzentrieren sich auf die Ennetsee-Gemeinden Cham, Hünenberg und Risch-Rotkreuz sowie auf die Lorzenebene mit Baar und Steinhausen. Neu entstehen sie kaum noch. Die Folge ist ein Segment, das am Markt so selten auftaucht, dass es keine eigene statistische Reihe trägt.

Deshalb ein Hinweis zur Tabelle oben: Für Reihenhäuser und Doppelhaushälften weist keine der ausgewerteten Quellen für den Kanton Zug getrennte Medianwerte aus. Die dort genannten Bandbreiten sind aus dem Gesamthausmarkt abgeleitet und als Orientierung zu lesen, nicht als erhobene Werte. Wir tragen lieber eine gekennzeichnete Spanne ein als eine Scheingenauigkeit.

Wo liegt der Einstieg in den Zuger Markt?

Realistisch bei rund 900'000 Franken für eine kleinere Bestandswohnung in einer der Berggemeinden oder in Hünenberg, wo der Quadratmeterpreis mit 13'827 CHF/m² am tiefsten liegt. Wer ein Haus sucht, sollte mit mindestens rund zwei Millionen Franken rechnen. Der begrenzende Faktor ist dabei häufig nicht der Preis selbst, sondern die Tragbarkeit: Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 4,5 bis 5 Prozent, zuzüglich einem Prozent für Nebenkosten und Unterhalt sowie der Amortisation. Bei einer Wohnung zu 1,57 Millionen Franken und 20 Prozent Eigenmitteln führt das zu einem erforderlichen Bruttoeinkommen im Bereich von 260'000 bis 280'000 Franken.

Was gilt für Neubau gegenüber Bestand?

Belastbare kantonale Zahlen zur Differenz zwischen Neubau und Bestand liegen für Zug nicht getrennt vor, weshalb wir hier keine Prozentzahl nennen. Beobachtbar ist, dass das obere Drittel der Preisspanne überwiegend Neubauten an See- und Hanglagen abbildet, während das untere Drittel Bestandsobjekte aus den Bauperioden vor 1990 umfasst. Bei diesen älteren Objekten spielt der energetische Zustand eine wachsende Rolle: Unsanierte Liegenschaften mit hohem Heizenergiebedarf finden spürbar schwerer Abnehmer, und der zu erwartende Sanierungsaufwand wird bei Preisverhandlungen zunehmend explizit gemacht. Wertvermehrende Investitionen sind bei der späteren Grundstückgewinnsteuer abzugsfähig – ein Punkt, den Eigentümer früh dokumentieren sollten.

Objektarten im Kanton Zug im Vergleich

ObjektartPreis je m²EinstiegspreisMerkmal
Eigentumswohnung9'150 – 25'940 CHF/m²ab rund 900'000 CHFMedian 15'693 CHF/m²
Reihenhausrund 13'000 – 17'000 CHF/m²ab rund 1,6 Mio. CHFVor allem Ennetsee, Lorzenebene
Doppelhaushälfterund 13'500 – 18'000 CHF/m²ab rund 1,9 Mio. CHFSehr selten am Markt
Einfamilienhaus7'960 – 29'560 CHF/m²ab rund 2,0 Mio. CHFMedian 15'505 CHF/m²

Quelle: RealAdvisor 08/2026, ZugerKB/Wüest Partner 10/2025

Welche Lagen und Regionen gibt es?

Der Kanton Zug umfasst elf Gemeinden, die sich in vier Marktregionen gliedern lassen: Zug mit der Kantonshauptstadt und Walchwil, die Lorzenebene mit Baar und Steinhausen, den Ennetsee mit Cham, Hünenberg und Risch-Rotkreuz sowie die Bergregion mit Unterägeri, Oberägeri, Menzingen und Neuheim. Diese Einteilung stammt von der Zuger Kantonalbank und bildet die tatsächlichen Marktzusammenhänge besser ab als die politische Gemeindegrenze.

Wie gross ist das Preisgefälle im Kanton?

Erstaunlich gering. Zwischen der teuersten Gemeinde – Zug mit 18'834 CHF/m² für Eigentumswohnungen – und der günstigsten – Hünenberg mit 13'827 CHF/m² – liegen rund 36 Prozent (RealAdvisor, August 2026). Zum Vergleich: In grösseren Kantonen erreicht der Faktor zwischen Spitzen- und Randgemeinde regelmässig das Zwei- bis Dreifache. In Zug gibt es schlicht keine günstige Peripherie, weil der ganze Kanton innerhalb eines Pendlerradius von zwanzig Minuten um die Kantonshauptstadt liegt und die Steuervorteile überall gelten.

Was zeichnet die Marktregion Zug aus?

Die Stadt Zug ist das teuerste Pflaster des Kantons und zugleich sein wirtschaftliches Zentrum. Mit rund 30'000 Einwohnern beherbergt sie mehrere hundert Blockchain-Stiftungen und Betriebsgesellschaften sowie die Zentralen zahlreicher Rohstoffhandels- und Industrieunternehmen. Wohnungen kosten hier im Median 18'834 CHF/m², Häuser 18'020 CHF/m², mit Spitzenwerten über 31'000 beziehungsweise 34'000 CHF/m² an den besten Seelagen. Der Büroflächenmarkt der Stadt zeigte im zweiten Quartal 2025 mit einer Angebotsquote von 5,1 Prozent eine tiefere Leerstandsquote als der Schweizer Durchschnitt von 6,3 Prozent.

Walchwil gehört derselben Marktregion an, funktioniert aber anders. Die Gemeinde liegt am Osthang des Zugersees mit Südlage und Seesicht; Eigentumswohnungen kosten dort 18'654 CHF/m² und Häuser 19'215 CHF/m² – die höchsten Hauspreise des Kantons. Mit 0,9 Prozent weist Walchwil zugleich eine der höheren Leerwohnungsziffern im Kanton auf, was auf ein enger gefasstes Käufersegment und längere Vermarktungswege im Hochpreisbereich hindeutet.

Was bietet die Lorzenebene?

Baar ist die bevölkerungsstärkste Gemeinde nach der Stadt Zug und wuchs zwischen 2024 und 2025 um 2,0 Prozent. Eigentumswohnungen kosten hier 15'504 CHF/m², Häuser 15'273 CHF/m² – beides sehr nahe am Kantonsmedian. Baar hat 2026 mit rund 47,5 Prozent den tiefsten Gemeindesteuerfuss des Kantons, ein Umstand, der in der Zahlungsbereitschaft von Zuziehenden regelmässig auftaucht. Steinhausen liegt mit 14'189 CHF/m² etwas darunter, verzeichnete aber im Jahr bis Mitte 2025 einen der kräftigsten Preisanstiege des Kantons von über 8,0 Prozent und weist mit 0,21 Prozent die tiefste Leerwohnungsziffer aller Zuger Gemeinden auf.

Wofür steht der Ennetsee?

Der Ennetsee westlich des Zugersees ist die Familienregion des Kantons. Cham liegt bei 14'781 CHF/m² für Wohnungen, Risch mit dem Ortsteil Rotkreuz bei 15'383 CHF/m² und Hünenberg bei 13'827 CHF/m². Rotkreuz ist Bahnknotenpunkt Richtung Luzern und Innerschweiz und hat sich mit dem Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern zu einem eigenständigen Zentrum entwickelt. Die Gemeinde Risch wuchs zwischen 2024 und 2025 um 1,3 Prozent. Hünenberg verzeichnete zusammen mit Steinhausen die stärksten Preisaufschläge des Kantons – ein klassisches Aufholmuster, wenn das Zentrum für einen Teil der Nachfrage unerschwinglich wird.

Was findet man in der Bergregion?

Die Bergregion umfasst Unterägeri, Oberägeri, Menzingen und Neuheim. Oberägeri liegt mit 16'428 CHF/m² für Wohnungen und 17'269 CHF/m² für Häuser über dem Kantonsmedian – die Lage am Ägerisee mit Blick auf die Voralpen ist ein eigenständiges Preisargument. Menzingen wuchs 2024 bis 2025 mit 2,6 Prozent am stärksten aller Zuger Gemeinden, weist mit 0,93 Prozent aber auch die höchste Leerwohnungsziffer auf. Neuheim hat mit 59 Prozent den höchsten Gemeindesteuerfuss des Kantons – der im interkantonalen Vergleich noch immer sehr tief liegt.

Wie gut ist die Verkehrsanbindung?

Zug liegt auf der Nord-Süd-Achse zwischen Zürich und Luzern. Vom Bahnhof Zug erreichen Pendler den Zürcher Hauptbahnhof in rund 20 bis 25 Minuten und Luzern in etwa 25 Minuten. Die Stadtbahn Zug verbindet Baar, Steinhausen, Cham und Rotkreuz im Viertelstundentakt mit der Kantonshauptstadt und macht die Ennetsee-Gemeinden zu vollwertigen Alternativen zur Stadt. Über die Autobahn A4 besteht Anschluss an die A14 Richtung Luzern und die A3 Richtung Zürich. Diese Anbindung ist der Grund, weshalb auch Gemeinden ohne Seelage ein Preisniveau von rund 14'000 bis 15'400 CHF/m² halten – Werte, die andernorts nur Zentrumslagen erreichen. In der Bergregion sind die Fahrzeiten länger; Oberägeri und Menzingen sind über Buslinien an Zug und Baar angebunden, was sich in der etwas höheren Leerstandsquote niederschlägt.

Was ist in Zug anders als anderswo?

Kein anderer Schweizer Kanton verbindet ein so hohes Preisniveau mit so tiefen Transaktionskosten. Wer in Zug kauft, zahlt den teuersten Quadratmeterpreis des Landes – und die mit Abstand tiefsten Kaufnebenkosten. Diese Kombination ist der Kern dessen, was den Zuger Markt von seinen Nachbarn unterscheidet.

Wie stark wirkt die Steuerlast auf die Preise?

Sie ist der wichtigste einzelne Preistreiber. Der kantonale Steuerfuss sinkt für die Jahre 2026 bis 2029 von 82 auf 78 Prozent der einfachen Steuer. Die Gemeindesteuerfüsse liegen 2026 zwischen rund 47,5 Prozent in Baar und 59 Prozent in Neuheim. Bei der Einkommenssteuer natürlicher Personen gehört Zug damit weiterhin zu den günstigsten Kantonen der Schweiz. Eine gebräuchliche Faustregel lautet, dass ein tieferer Steuerfuss die Zahlungsbereitschaft für Wohneigentum erhöht, weil das verfügbare Einkommen steigt – in Zug hat sich dieser Effekt über zwei Jahrzehnte in die Preise eingeschrieben.

Eine häufig wiederholte Aussage ist zu präzisieren: Bei den Unternehmenssteuern ist Zug 2026 nicht mehr der günstigste Kanton. Luzern hat seinen effektiven Gewinnsteuersatz auf 11,66 Prozent gesenkt und liegt damit knapp vor Zug mit 11,71 Prozent (PwC Steuervergleich 2026). Am Standortprofil ändert das wenig – die Differenz beträgt fünf Hundertstel eines Prozentpunkts –, aber die Formulierung «tiefste Unternehmenssteuern der Schweiz» trifft für Zug im laufenden Jahr nicht mehr zu.

Was heisst «keine Handänderungssteuer» konkret?

Zug gehört zu den acht Kantonen, die auf eine Handänderungssteuer verzichten – neben Zürich, Schwyz, Uri, Glarus, Schaffhausen, Aargau und Tessin. Beim Eigentumsübergang fallen nur Beurkundungs- und Grundbuchgebühren an. Diese liegen zusammen in der Grössenordnung von rund 0,35 Prozent des Kaufpreises; bei einem Kaufpreis von einer Million Franken sind das etwa 3'500 Franken, üblicherweise hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Der Kaufvertrag bedarf der öffentlichen Beurkundung, und erst der Eintrag im Grundbuch überträgt das Eigentum.

Der Unterschied wird an einem Beispiel greifbar. Bei einer Wohnung zu 1,57 Millionen Franken fallen in Zug rund 5'500 Franken an Handänderungskosten an. Im Nachbarkanton Luzern kämen 1,5 Prozent Handänderungssteuer hinzu, also rund 23'500 Franken zusätzlich. Die Maklerprovision trägt in der Schweiz üblicherweise die Verkäuferschaft; marktüblich sind 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises zuzüglich Mehrwertsteuer, bei hochpreisigen Objekten häufig degressiv oder pauschal vereinbart.

Warum ist die Grundstückgewinnsteuer hier anders?

Weil Zug als einziger Kanton nicht die Höhe des Gewinns, sondern die erzielte jährliche Rendite auf den Anlagekosten zum Massstab nimmt. Der Satz reicht von 10 bis 60 Prozent des steuerbaren Gewinns. Wer innerhalb weniger Jahre eine hohe Wertsteigerung realisiert, zahlt deutlich mehr als wer über Jahrzehnte hält und eine moderate Jahresrendite erzielt. Ab dem zwölften Besitzjahr sinkt die Steuer zusätzlich um 2,5 Prozent je weiteres Jahr, maximal um 35 Prozent, ohne je unter 10 Prozent zu fallen. Gewinne unter 5'000 Franken bleiben steuerfrei, und die Steuererklärung ist innert 30 Tagen nach der Handänderung einzureichen.

Wer den Erlös aus einer selbst bewohnten Liegenschaft innert zwei Jahren in eine gleich genutzte Ersatzimmobilie in der Schweiz investiert, kann die Steuer aufschieben. Der Aufschub ist keine Befreiung: Die latente Last wandert auf das neue Objekt und wird bei dessen späterem Verkauf fällig. Abzugsfähig sind wertvermehrende Investitionen, die Maklerprovision und die Grundbuchgebühren – ein Grund, Belege über die gesamte Besitzdauer aufzubewahren.

Wie unterscheidet sich Zug von den Nachbarkantonen?

Zürich ist der grössere und tiefere Markt und erhebt seit 2005 ebenfalls keine Handänderungssteuer, liegt beim Preisniveau für Eigentumswohnungen mit rund 11'000 bis 15'000 CHF/m² aber unter Zug. Schwyz teilt mit Zug die tiefe Steuerlast und den Zugang zum Zugersee, kommt jedoch nur auf etwa 7'500 bis 10'500 CHF/m² – hier zeigt sich, dass Steuervorteile allein das Zuger Niveau nicht erklären. Luzern erhebt 1,5 Prozent Handänderungssteuer und liegt bei 6'000 bis 9'000 CHF/m². Aargau verzichtet ebenfalls auf die Handänderungssteuer und ist mit 5'500 bis 8'000 CHF/m² der günstigste der vier Nachbarn (Statistik-Journal auf Basis Fahrländer Partner, Wüest Partner und Homegate-Index).

Was Zug heraushebt, ist die Verdichtung mehrerer Faktoren auf sehr kleiner Fläche: eine international ausgerichtete Wirtschaftsstruktur aus Rohstoffhandel, Pharma, Industrie und dem seit 2013 gewachsenen Crypto Valley mit über 1'100 Unternehmen und Organisationen, eine Bevölkerung mit einem Tertiärbildungsanteil von 54,0 Prozent, ein Firmenbestand, der im zweiten Quartal 2025 um 3,0 Prozent zunahm, und dazu Bauzonen, die zwischen See, Berg und Kantonsgrenze schlicht nicht erweiterbar sind.

Welche Regeln gelten für Käufer aus dem Ausland?

Massgebend ist die Lex Koller. Wer als Angehöriger eines EU- oder EFTA-Staates seinen Wohnsitz in der Schweiz hat, kann eine selbst bewohnte Wohnung oder ein Haus ohne Bewilligung erwerben. Drittstaatsangehörige benötigen dafür in der Regel eine Niederlassungsbewilligung C. Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz sind bewilligungspflichtig, und der Kanton Zug führt kein Ferienwohnungskontingent, weil er nicht als Fremdenverkehrsort im Sinne des Gesetzes gilt. Betriebsstätten und gewerblich genutzte Flächen sind vom Bewilligungserfordernis ausgenommen. Daraus ergibt sich eine Zuger Eigenheit: Internationale Gesellschaften können sich frei ansiedeln, ihre entsandten Mitarbeitenden aber nicht ohne Weiteres Wohneigentum erwerben – was einen Teil des Drucks vom Kauf- auf den Mietmarkt verlagert.

Das Zweitwohnungsgesetz spielt in Zug dagegen keine Rolle. Es untersagt neue Zweitwohnungen nur in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent; nach dem jährlich Ende März publizierten Wohnungsinventar des Bundesamts für Raumentwicklung liegt keine Zuger Gemeinde über dieser Schwelle. Der Nachfragedruck entsteht hier aus Erstwohnsitz-, nicht aus Ferienwohnungsnachfrage.

Was ändert sich beim Eigenmietwert?

Die Stimmberechtigten haben den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung am 28. September 2025 mit 57,7 Prozent Ja angenommen. Der Bundesrat hat am 1. April 2026 kommuniziert, dass die Abschaffung des Eigenmietwerts nach heutigem Stand auf den 1. Januar 2029 erfolgt; verschiedene Verbände fordern eine Vorverlegung auf 2028. Bis Ende 2028 bleibt der Eigenmietwert steuerbar, und die Abzüge für Schuldzinsen und Unterhaltskosten bleiben zulässig. Für Zuger Eigentümer mit tiefer Hypothek und gepflegtem Objekt dürfte der Wechsel per Saldo entlasten, für hoch verschuldete Haushalte und für Sanierungsvorhaben eher nicht. Da die konkrete kantonale Umsetzung noch aussteht, verstehen Sie diese Einordnung als Beschreibung des Diskussionsstands und nicht als Steuerberatung.

Wie funktioniert die Finanzierung in der Schweiz?

Banken verlangen mindestens 20 Prozent Eigenmittel, wovon höchstens die Hälfte aus der zweiten Säule stammen darf. Mindestens 10 Prozent des Kaufpreises müssen also aus echtem Eigenkapital, Säule 3a oder Schenkung kommen. Die Tragbarkeit wird nicht mit dem tatsächlichen, sondern mit einem kalkulatorischen Zinssatz von banküblich 4,5 bis 5 Prozent gerechnet, zuzüglich rund einem Prozent des Kaufpreises für Nebenkosten und Unterhalt sowie der Amortisation. Die Summe soll ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Die Belehnung ist binnen 15 Jahren auf zwei Drittel des Verkehrswerts zurückzuführen.

Bei der Zinsbindung stehen SARON-Hypotheken mit variabler, an den Geldmarkt gekoppelter Verzinsung den Festhypotheken mit fixer Laufzeit gegenüber. Die SARON-Variante war in den vergangenen Jahren im Schnitt günstiger, verlangt aber die Bereitschaft, Zinsschwankungen zu tragen; die Festhypothek kauft Planungssicherheit gegen eine Prämie. Welche Variante zu einem Haushalt passt, hängt von Einkommensstabilität, Anlagehorizont und Risikotragfähigkeit ab – eine Frage, die im Einzelfall mit der finanzierenden Bank zu klären ist. Die tiefen Zuger Kaufnebenkosten ändern an diesen Anforderungen nichts: Der eigentliche Engpass des Zuger Marktes ist nicht die Transaktionsgebühr, sondern das Eigenkapital.

Regionale Besonderheiten

Was den Zuger Markt prägt

Steuern & Abgaben

Keine Handänderungssteuer, sehr tiefe Steuerlast

Zug erhebt keine Handänderungssteuer, nur Grundbuch- und Beurkundungsgebühren von rund 0,35 Prozent. Der kantonale Steuerfuss sinkt 2026 bis 2029 von 82 auf 78 Prozent.

Marktstruktur

Tiefste Leerstände und kürzeste Vermarktungszeiten

Am 1. Juni 2025 standen 261 Wohnungen leer, eine Leerwohnungsziffer von 0,42 Prozent. Eigentumswohnungen sind in unter 40 Tagen vermarktet, Mietwohnungen in 15 Tagen.

Nachfrage & Zielgruppen

Rohstoffhandel, Pharma und Crypto Valley

Rohstoffhandel, Pharma und seit 2013 das Crypto Valley mit über 1'100 Unternehmen prägen die Nachfrage. Das BIP je Einwohner lag 2022 bei 193'000 Franken, im Landesmittel bei 90'100.

Bauzonen & Raumplanung

Knappe Bauzonen und Wohnpolitische Strategie 2030

Die Bauzonen zwischen Zugersee, Ägerital und Zugerberg sind eng begrenzt. In zwölf Monaten bis Mitte 2025 wurden nur 200 Eigentumswohnungen und 550 Mietwohnungen bewilligt.

Recht & Bewilligungen

Formularpflicht statt Mietpreisbremse

Weil die Leerwohnungsziffer unter 1,5 Prozent liegt, gilt die Formularpflicht für den Anfangsmietzins. Der bisherige Mietzins ist bei Neuvermietung offenzulegen, anfechtbar innert 30 Tagen.

Infrastruktur & Erreichbarkeit

Pendlerachse Zug–Zürich und Stadtbahn

Vom Bahnhof Zug erreichen Pendler Zürich in 20 bis 25 Minuten, Luzern in etwa 25 Minuten. Die Stadtbahn verbindet Baar, Steinhausen, Cham und Rotkreuz im Viertelstundentakt.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: ZugerKB/Wüest Partner, PwC, BFS

Recht & Kosten

Recht, Steuern und Nebenkosten im Kanton Zug

Mietpreisbremse
Gilt in Zug. Formularpflicht für den Anfangsmietzins (Art. 270 Abs. 2 OR); Referenzzinssatz 1,25 Prozent.
Bodenrichtwerte
ZugMap Geoportal
Grundstückgewinnsteuer nach Rendite statt nach Gewinn
Zug bemisst die Grundstückgewinnsteuer an der jährlichen Rendite: 10 bis 60 Prozent des Gewinns. Ab dem zwölften Besitzjahr sinkt sie um 2,5 Prozent je Jahr, maximal 35 Prozent.
Amtliche Beurkundung und Grundbucheintrag
Der Kaufvertrag bedarf der öffentlichen Beurkundung; erst der Grundbucheintrag überträgt das Eigentum. Die Gebühren liegen zusammen bei rund 0,35 Prozent, üblicherweise hälftig geteilt.
Maklerprovision trägt in der Regel der Verkäufer
In der Schweiz beauftragt üblicherweise die Verkäuferschaft den Makler. Marktüblich sind 2 bis 3 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer, abzugsfähig bei der Grundstückgewinnsteuer.
Tragbarkeit und Eigenmittel nach Schweizer Regeln
Banken verlangen mindestens 20 Prozent Eigenmittel, höchstens die Hälfte aus der zweiten Säule. Die Tragbarkeit wird mit 4,5 bis 5 Prozent kalkulatorischem Zins gerechnet.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Miet- und Kaufmarkt

Mieten oder kaufen im Kanton Zug

Mietmarkt

Mietmarkt

Angebotsquote Q2 2025
2,3 % (CH 3,7 %)
Leerstand Mietwohnungen
0,4 % (CH 1,3 %)
Abschlussmieten
+4,5 % / 12 Mte.
Insertionsdauer
15 Tage (CH 23)
Kaufmarkt

Kaufmarkt

Angebotsquote Mitte 2025
1,6 % (CH 4,4 %)
Transaktionspreise
+7,0 % / 12 Mte.
Insertionsdauer
unter 40 Tage
Bewilligte Wohnungen
200 in 12 Mte.

Beide Teilmärkte sind ausgeprägt knapp. Die Zuger Kantonalbank beziffert die Nutzungskosten von Wohneigentum auf rund 20 Prozent unter der Miete. Der Engpass sind die Eigenmittel.

Stand: 2025-06-30 · Quelle: ZugerKB/Wüest Partner, Immobilienmarkt Oktober 2025

Marktprognose

Ausblick für den Zuger Wohnungsmarkt

Grundtendenz: steigendHorizont: 12–24 Monate

Die Zuger Kantonalbank erwartet 2026 in allen vier Marktregionen steigende Preise für Eigentumswohnungen. Begrenzender Faktor bleibt das Angebot: 200 bewilligte Wohnungen in zwölf Monaten.

Basisszenario
+2 bis +4 %
Wahrscheinlichkeit rund 60 %

Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent, Zuwanderung und Firmenzuzüge halten an, die Bautätigkeit bleibt verhalten. Die Preise steigen weiter, aber langsamer als 2022 bis 2025.

Optimistisch
+5 bis +7 %
Wahrscheinlichkeit rund 25 %

Weiter sinkende Hypothekarzinsen und anhaltender Zuzug einkommensstarker Haushalte treffen auf ein Angebot, das sich nicht ausweiten lässt. Eine Wiederholung der 7 Prozent wäre möglich.

Konservativ
-2 bis 0 %
Wahrscheinlichkeit rund 15 %

Ein deutlicher Zinsanstieg oder eine Eintrübung im Rohstoffhandel würden die Zahlungsbereitschaft dämpfen. Wegen des Angebotsdefizits bleiben grössere Rückgänge wenig wahrscheinlich.

Einflussfaktoren

  • Leerwohnungsziffer 0,42 Prozent · stützend · Zweittiefster Wert der Schweiz, Stand 1. Juni 2025
  • Zuwanderung und Firmenzuzüge · stützend · Firmenbestand Q2 2025 um 3,0 Prozent gewachsen
  • Referenzzinssatz 1,25 Prozent · stützend · Unverändert, nächste Bekanntgabe 1. September 2026
  • Schwache Neubautätigkeit im Eigentum · belastend · Nur 200 bewilligte Eigentumswohnungen in 12 Monaten
  • Wohnpolitische Strategie 2030 · neutral · Wirkung am Markt erst mittelfristig spürbar
  • Preisniveau und Tragbarkeit · belastend · Über 20'000 CHF/m² in der Stadt Zug grenzen ein

Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: ZugerKB/Wüest Partner, BWO, BFS

Häufige Fragen zum Immobilienmarkt im Kanton Zug

Was kostet eine Eigentumswohnung im Kanton Zug?

Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton Zug im August 2026 im Median 15'693 CHF je Quadratmeter, bei einer Spanne von 9'154 bis 25'940 CHF/m² (RealAdvisor). Damit ist Zug der teuerste Kanton der Schweiz. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung entspricht das rund 1,57 Millionen Franken. Die Zuger Kantonalbank hält fest, dass der Quadratmeterpreis für eine standardmässig ausgestattete Eigentumswohnung in der Stadt Zug bereits über 20'000 Franken liegt.

Was kostet ein Haus im Kanton Zug?

Häuser kosten im Kanton Zug im August 2026 im Median 15'505 CHF je Quadratmeter, mit einer Spanne von 7'964 bis 29'562 CHF/m² (RealAdvisor). Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche liegt damit bei rund 2,3 Millionen Franken. Am höchsten sind die Werte in Walchwil mit 19'215 CHF/m² und Zug mit 18'020 CHF/m², am tiefsten in Hünenberg mit 14'412 CHF/m² und Steinhausen mit 14'354 CHF/m².

Welche Zuger Gemeinde ist am teuersten, welche am günstigsten?

Am teuersten sind Zug mit 18'834 CHF/m² und Walchwil mit 18'654 CHF/m² für Eigentumswohnungen; am günstigsten sind Hünenberg mit 13'827 CHF/m² und Steinhausen mit 14'189 CHF/m² (RealAdvisor, August 2026). Der Abstand zwischen der teuersten und der günstigsten Gemeinde beträgt damit rund 36 Prozent – für Schweizer Verhältnisse ein enges Feld. Dazwischen liegen Oberägeri, Baar, Risch und Cham.

Steigen oder fallen die Immobilienpreise im Kanton Zug?

Sie steigen. In den zwölf Monaten bis August 2026 legten die Wohnungspreise um 2,7 Prozent und die Hauspreise um 2,3 Prozent zu (RealAdvisor). Die Zuger Kantonalbank meldet für den Zeitraum zweites Quartal 2024 bis zweites Quartal 2025 sogar 7,0 Prozent bei den Transaktionspreisen mittlerer Eigentumswohnungen. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Transaktionspreise mehr als verdreifacht, real entspricht das rund 4,8 Prozent pro Jahr.

Wie hoch ist die Miete je Quadratmeter im Kanton Zug?

Die Angebotsmiete liegt im Kanton Zug bei rund 36 CHF je Quadratmeter und Monat, also etwa 433 CHF je Quadratmeter und Jahr (RealAdvisor, August 2026). Für eine gängige 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnung verlangen Vermieter laut Zuger Kantonalbank rund 2'600 Franken im Monat, ein Jahr zuvor waren es 2'400 Franken. Im gehobenen Segment beginnen die Angebotsmieten für diese Wohnungsgrösse bei über 4'000 Franken.

Lohnt sich eine Kapitalanlage im Kanton Zug?

Die Bruttomietrendite fällt in Zug wegen des hohen Kaufpreisniveaus vergleichsweise tief aus; die berechnete Zahl finden Sie in den Kennzahlen oben auf dieser Seite. Dem stehen ein Leerstandsrisiko nahe null – 0,4 Prozent bei Mietwohnungen gegenüber 1,3 Prozent schweizweit – und eine Insertionsdauer von 15 Tagen gegenüber. Auf eine ausgeschriebene Wohnung entfallen knapp 14 Interessenten. Das ist eine Beschreibung der Marktlage, keine Anlageempfehlung.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich im Kanton Zug rechnen?

Mit sehr tiefen. Zug erhebt keine Handänderungssteuer; es fallen nur Beurkundungs- und Grundbuchgebühren an, zusammen rund 0,35 Prozent des Kaufpreises. Bei einer Million Franken Kaufpreis sind das etwa 3'500 Franken, üblicherweise hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Zum Vergleich: Im Nachbarkanton Luzern kommen 1,5 Prozent Handänderungssteuer hinzu. Nutzen Sie den Nebenkostenrechner auf dieser Seite für Ihren konkreten Kaufpreis.

Gibt es im Kanton Zug eine Mietpreisbremse?

Nein, eine Mietpreisbremse nach deutschem Vorbild kennt die Schweiz nicht. Im Kanton Zug gilt aber die Formularpflicht für den Anfangsmietzins nach Art. 270 Abs. 2 OR: Weil die Leerwohnungsziffer mit 0,42 Prozent unter der gesetzlichen Schwelle von 1,5 Prozent liegt, muss der Vermieter bei jeder Neuvermietung den bisherigen Mietzins auf amtlichem Formular offenlegen. Die Mieterschaft kann den Anfangsmietzins innert 30 Tagen bei der Schlichtungsbehörde anfechten.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung im Kanton Zug?

Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises, wovon höchstens die Hälfte aus der zweiten Säule stammen darf. Bei einer Wohnung zum Zuger Medianpreis von 15'693 CHF/m² und 100 Quadratmetern – rund 1,57 Millionen Franken – sind das mindestens 314'000 Franken, davon 157'000 Franken aus echtem Eigenkapital oder Säule 3a. Weil Zug keine Handänderungssteuer erhebt, kommen nur rund 5'500 Franken Nebenkosten hinzu.

Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung im Kanton Zug?

Sehr kurz: Im zweiten Quartal 2025 lag die mittlere Insertionsdauer für Eigentumswohnungen im Kanton Zug bei unter 40 Tagen – in keinem anderen Kanton werden Eigentumswohnungen schneller vermarktet (Zuger Kantonalbank). Mietwohnungen sind im Schnitt nach 15 Tagen vergeben, schweizweit dauert es 23 Tage. Der Verhandlungsspielraum liegt entsprechend meist beim Verkäufer.

Wie hoch ist die Handänderungssteuer im Kanton Zug?

Sie beträgt null. Zug gehört zu den acht Kantonen ohne Handänderungssteuer – neben Zürich, Schwyz, Uri, Glarus, Schaffhausen, Aargau und Tessin. Stattdessen fallen Grundbuch- und Beurkundungsgebühren an, die zu den tiefsten der Schweiz zählen. Wer aus dem Kanton Luzern oder Bern zuzieht, spart beim Kauf 1,5 Prozent des Kaufpreises, in Zug also rund 23'000 Franken bei einem Objekt zu 1,57 Millionen.

Wie funktioniert die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zug?

Zug besteuert Grundstückgewinne nach einem schweizweit einzigartigen renditebasierten Modell: Nicht die Gewinnhöhe, sondern die erzielte jährliche Rendite auf den Anlagekosten bestimmt den Satz. Er reicht von 10 bis 60 Prozent des steuerbaren Gewinns. Ab dem zwölften Besitzjahr sinkt die Steuer um 2,5 Prozent je zusätzliches Jahr, maximal um 35 Prozent. Gewinne unter 5'000 Franken bleiben steuerfrei. Die Steuererklärung ist innert 30 Tagen einzureichen.

Wie tief ist die Leerwohnungsziffer im Kanton Zug?

Am 1. Juni 2025 standen im Kanton Zug 261 Wohnungen leer, das entspricht 0,42 Prozent des Bestands – nach Genf mit 0,34 Prozent der zweittiefste Wert der Schweiz (BFS). Innerhalb des Kantons reicht die Spanne von 0,21 Prozent in Steinhausen bis 0,93 Prozent in Menzingen und 0,9 Prozent in Walchwil. Zum Vergleich: Der schweizweite Durchschnitt lag bei rund 1,1 Prozent.

Warum ist Zug so teuer?

Drei Faktoren treffen zusammen. Erstens die Steuerlast: Der kantonale Steuerfuss sinkt 2026 bis 2029 von 82 auf 78 Prozent, die Unternehmenssteuer liegt bei 11,71 Prozent. Zweitens die Kaufkraft: Das BIP je Einwohner betrug 2022 rund 193'000 Franken gegenüber 90'100 Franken im Landesmittel. Drittens das Angebot: Bauzonen zwischen Zugersee und Zugerberg sind knapp, in zwölf Monaten wurden nur 200 Eigentumswohnungen bewilligt.

Hat Zug wirklich die tiefsten Steuern der Schweiz?

Bei den Unternehmenssteuern nicht mehr ganz. Luzern hat Zug 2026 knapp überholt: 11,66 gegenüber 11,71 Prozent effektiver Gewinnsteuerbelastung (PwC Steuervergleich 2026). Bei der Einkommenssteuer natürlicher Personen bleibt Zug schweizweit an der Spitze der günstigsten Kantone. Der kantonale Steuerfuss sinkt für 2026 bis 2029 von 82 auf 78 Prozent; die Gemeindesteuerfüsse reichen von rund 47,5 Prozent in Baar bis 59 Prozent in Neuheim.

Welche Rolle spielt das Crypto Valley für den Wohnungsmarkt?

Es ist einer von mehreren Nachfragetreibern. Anfang 2026 umfasste das Crypto Valley über 1'100 Unternehmen und Organisationen mit schätzungsweise 6'200 Beschäftigten im Raum Zug bis Zürich. Zusammen mit dem seit den 1970er-Jahren gewachsenen Rohstoffhandel und der Pharmabranche sorgt es für einen stetigen Zuzug einkommensstarker Haushalte. Der Firmenbestand wuchs im zweiten Quartal 2025 um 3,0 Prozent gegenüber 2,5 Prozent schweizweit.

Wie viele Menschen leben im Kanton Zug?

Ende 2025 zählte der Kanton Zug 134'977 Einwohnerinnen und Einwohner, ein Plus von 1'238 Personen oder 0,9 Prozent gegenüber 2024 (Fachstelle für Statistik Kanton Zug). Zwischen 2020 und 2025 wuchs Zug mit 7,2 Prozent prozentual am schnellsten aller Kantone, vor Zürich mit 6,8 Prozent. Am stärksten legten zuletzt Menzingen mit 2,6 Prozent, Baar mit 2,0 Prozent und Risch mit 1,3 Prozent zu.

Gilt im Kanton Zug das Zweitwohnungsgesetz?

Nein. Das Zweitwohnungsgesetz untersagt neue Zweitwohnungen nur in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent. Nach dem Wohnungsinventar des Bundesamts für Raumentwicklung, das jeweils Ende März aktualisiert wird, liegt keine Zuger Gemeinde über dieser Schwelle – auch nicht Walchwil oder Oberägeri. Der Nachfragedruck in Zug entsteht aus Erstwohnsitz-, nicht aus Ferienwohnungsnachfrage.

Dürfen Ausländer im Kanton Zug eine Wohnung kaufen?

Das hängt vom Wohnsitz ab. Wer als EU- oder EFTA-Angehöriger seinen Wohnsitz in der Schweiz hat, kann eine selbst bewohnte Wohnung ohne Bewilligung nach der Lex Koller erwerben. Drittstaatsangehörige benötigen dafür in der Regel eine Niederlassungsbewilligung C. Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz sind bewilligungspflichtig, und Zug führt kein Ferienwohnungskontingent, weil der Kanton nicht als Fremdenverkehrsort gilt.

Wie hoch ist der Referenzzinssatz und was heisst das für Zuger Mieter?

Der hypothekarische Referenzzinssatz liegt seit Dezember 2025 unverändert bei 1,25 Prozent; das Bundesamt für Wohnungswesen hat dies am 1. Juni 2026 bestätigt, die nächste Bekanntgabe erfolgt am 1. September 2026. Solange er stabil bleibt, besteht in bestehenden Mietverhältnissen kein Anspruch auf Senkung. Der Druck kommt in Zug nicht aus dem Referenzzinssatz, sondern aus Neuvermietungen: Die Abschlussmieten stiegen im zweiten Quartal 2025 um 4,5 Prozent.

Wann fällt der Eigenmietwert weg?

Nach heutigem Stand am 1. Januar 2029. Die Stimmberechtigten haben den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung am 28. September 2025 mit 57,7 Prozent Ja angenommen; der Bundesrat hat am 1. April 2026 den Termin kommuniziert. Bis Ende 2028 bleiben der Eigenmietwert steuerbar und die Abzüge für Schuldzinsen und Unterhalt anwendbar. Für Zuger Eigentümer mit tiefer Hypothek dürfte der Wechsel per Saldo entlasten, für hoch verschuldete eher nicht.

Welche Zuger Gemeinden wachsen am stärksten?

Zwischen 2024 und 2025 wuchsen Menzingen mit 2,6 Prozent, Baar mit 2,0 Prozent und Risch mit 1,3 Prozent am stärksten (Fachstelle für Statistik Kanton Zug). Bei den Preisen legten laut Zuger Kantonalbank zuletzt Steinhausen und Hünenberg mit über 8,0 Prozent am kräftigsten zu – beides Gemeinden mit vergleichsweise tiefem Ausgangsniveau von 14'189 beziehungsweise 13'827 CHF/m².

Wie sind die Pendlerzeiten von Zug nach Zürich und Luzern?

Vom Bahnhof Zug erreichen Sie Zürich Hauptbahnhof in rund 20 bis 25 Minuten und Luzern in etwa 25 Minuten. Die Stadtbahn Zug verbindet Baar, Steinhausen, Cham und Rotkreuz im Viertelstundentakt mit der Kantonshauptstadt. Rotkreuz in der Gemeinde Risch ist zusätzlich Bahnknoten Richtung Innerschweiz. Diese Anbindung erklärt, weshalb auch die Ennetsee-Gemeinden ein Preisniveau von rund 14'000 bis 15'400 CHF/m² halten.

Wie stark unterscheiden sich die Quellen bei den Zuger Preisen?

Deutlich. RealAdvisor weist für August 2026 einen Median von 15'693 CHF/m² und ein Plus von 2,7 Prozent aus, Neho für Mai 2026 einen Median von 16'212 CHF/m² und ein Plus von 5,4 Prozent. Die Zuger Kantonalbank meldet auf Basis von Transaktionsdaten 7,0 Prozent für das Jahr bis Mitte 2025. Wir führen den konservativeren Medianwert und benennen die Abweichung, statt zu mitteln.

Wie wird die Tragbarkeit einer Zuger Immobilie gerechnet?

Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 4,5 bis 5 Prozent, zuzüglich 1 Prozent Nebenkosten und der Amortisation auf zwei Drittel Belehnung binnen 15 Jahren. Die Summe soll ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Bei einer Zuger Wohnung zu 1,57 Millionen Franken und 20 Prozent Eigenmitteln bedeutet das ein Bruttoeinkommen im Bereich von rund 260'000 bis 280'000 Franken – der eigentliche Engpass des Marktes.

Was kostet ein Neubau gegenüber einer Bestandswohnung in Zug?

Belastbare kantonale Zahlen zur Differenz zwischen Neubau und Bestand liegen für Zug nicht getrennt vor; wir tragen deshalb keine ein. Die Zuger Kantonalbank stützt sich auf eine mittlere Eigentumswohnung von 110 Quadratmetern, fünf Jahren Alter und leicht überdurchschnittlicher Lage. Als Orientierung dient die kantonale Spanne von 9'154 bis 25'940 CHF/m², deren oberes Drittel überwiegend Neubauten an Seelagen abbildet.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

Datenstand

Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand August 2026 (RealAdvisor, Wüest Partner/ZugerKB). Sie werden quartalsweise überprüft.

  • Q3/2026 · Ersterhebung: Wohnungspreise 15'693 CHF/m², +2,7 % in 12 Monaten
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Quellen

  1. RealAdvisor – Immobilienpreise pro m², Kanton Zug · abgerufen 16.8.2026
  2. RealAdvisor – Immobilienpreise pro m², Stadt Zug · abgerufen 16.8.2026
  3. Zuger Kantonalbank / Wüest Partner – Immobilienmarkt, Oktober 2025 · abgerufen 16.8.2026
  4. Zuger Kantonalbank – Immobilienmarkt Mietwohnungen · abgerufen 16.8.2026
  5. Fachstelle für Statistik Kanton Zug – Bevölkerungsstand · abgerufen 16.8.2026
  6. Bundesamt für Wohnungswesen – Hypothekarischer Referenzzinssatz · abgerufen 16.8.2026
  7. Bundesamt für Wohnungswesen – Verzeichnis Formularpflicht Anfangsmietzins · abgerufen 16.8.2026
  8. Neho – Quadratmeterpreis Kanton Zug · abgerufen 16.8.2026
  9. Engel & Völkers – Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zug · abgerufen 16.8.2026
  10. Grundheim – Handänderungssteuer nach Kanton · abgerufen 16.8.2026
  11. Eidg. Finanzdepartement – Systemwechsel Wohneigentumsbesteuerung · abgerufen 16.8.2026
  12. Bundesamt für Raumentwicklung – Zweitwohnungen · abgerufen 16.8.2026
  13. PwC – Schweizer Steuervergleich 2026 · abgerufen 16.8.2026
  14. ZugMap – Geoportal des Kantons Zug · abgerufen 16.8.2026
  15. Statistik-Journal – Immobilienpreise Schweiz nach Kanton 2026 · abgerufen 16.8.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ - keine Anlageberatung.
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