Immobilienmarkt Zug
Der teuerste und knappste Wohnungsmarkt der Deutschschweiz. Preise nach Gemeinde, Mieten, Markttrend und die Zuger Besonderheit: keine Handänderungssteuer.

Immobilienmarkt Kanton Zug im Überblick
Der Kanton Zug ist der teuerste Wohnungsmarkt der Deutschschweiz. Eine Eigentumswohnung kostet im Kantonsmedian rund 15'693 CHF pro Quadratmeter, ein Haus rund 15'505 CHF pro Quadratmeter (RealAdvisor, Stand Juli 2026). Der Medianpreis einer Eigentumswohnung liegt bei rund 1'741'919 CHF, jener eines Hauses bei rund 2'728'843 CHF. Zum Vergleich: der gesamtschweizerische Durchschnitt lag im Juni 2026 bei rund 8'480 CHF pro Quadratmeter.
Hinter diesen Werten steht kein kurzfristiger Ausschlag, sondern ein struktureller Nachfrageüberhang. Im Juni 2025 lag die kantonale Leerwohnungsziffer bei 0,42 Prozent – der zweittiefste Wert der Schweiz. Nur 1,6 Prozent des Eigentumswohnungsbestands waren Mitte 2025 ausgeschrieben, gegenüber 4,4 Prozent im Landesmittel (Zuger Kantonalbank / Wüest Partner, Oktober 2025).
Der Kanton zählte 2024 rund 133'700 Einwohner bei einem Wachstum von 0,9 Prozent. Das Bruttoinlandprodukt pro Kopf betrug 2022 rund 193'000 CHF gegenüber 90'100 CHF im Schweizer Mittel; 54,0 Prozent der Einwohner ab 25 Jahren haben einen Tertiärabschluss (Schweiz: 39,2 Prozent). Diese Kaufkraft trifft auf ein sehr begrenztes Angebot – das erklärt das Preisniveau besser als jede einzelne Marktkennzahl.
Der Kanton gliedert sich in elf Einwohnergemeinden, die die Zuger Kantonalbank vier Marktregionen zuordnet:
- Marktregion Zug: Zug und Walchwil – Seelagen und das höchste Preisniveau des Kantons.
- Marktregion Lorzenebene: Baar und Steinhausen – sehr gut erschlossen, hohe Nachfrage von Familien.
- Marktregion Ennetsee: Cham, Hünenberg und Risch-Rotkreuz – mittleres Preisniveau, rege Bautätigkeit.
- Marktregion Berg: Unterägeri, Oberägeri, Menzingen und Neuheim – die grösste Preisspanne im Kanton.
Kennzahlen Kanton Zug
Marktlage 2025 und 2026
Zwischen dem zweiten Quartal 2024 und dem zweiten Quartal 2025 stiegen die Transaktionspreise für eine mittlere Eigentumswohnung im Kanton Zug um 7,0 Prozent – knapp das Doppelte des Vorjahreswerts. Sämtliche vier Marktregionen verzeichneten überdurchschnittliche Zuwächse. Besonders deutlich verteuerten sich Eigentumswohnungen in Steinhausen und Hünenberg mit mehr als 8,0 Prozent. In der Stadt Zug liegt der Quadratmeterpreis für eine standardmässig ausgestattete Eigentumswohnung inzwischen über 20'000 CHF (Zuger Kantonalbank / Wüest Partner).
Auf der Angebotsseite hat sich die Dynamik zuletzt etwas beruhigt: Über die zwölf Monate bis Juli 2026 legten die inserierten Preise für Wohnungen um 2,7 Prozent und für Häuser um 2,3 Prozent zu (RealAdvisor). Die Differenz zu den Transaktionsdaten ist kein Widerspruch – Angebotspreise reagieren träger und decken einen anderen Zeitraum ab. Beide Reihen zeigen in dieselbe Richtung: weiter steigend, aber gebremst.
Entscheidend bleibt die Knappheit. In den zwölf Monaten bis Mitte 2025 wurden im Kanton lediglich 200 neue Eigentumswohnungen baubewilligt – deutlich weniger als im Vorjahr. Die wenigen Objekte, die auf den Markt gelangen, werden rasch absorbiert: Im zweiten Quartal 2025 lag die mittlere Insertionsdauer bei weniger als 40 Tagen. In keinem anderen Kanton werden Eigentumswohnungen schneller vermarktet.
Verstärkt wird die Nachfrage durch das Zinsumfeld. Die Nutzungskosten von Wohneigentum lagen 2025 rund 20 Prozent unter den Kosten einer vergleichbaren Miete. Wer die Eigenmittel und die Tragbarkeit erfüllt, fährt rechnerisch mit dem Kauf günstiger – was den Wettbewerb um jedes Objekt zusätzlich verschärft.
Langfristig betrachtet ist Zug ein aussergewöhnlich stetiger Markt: Seit der Jahrtausendwende sind die Transaktionspreise für eine mittlere Wohnung in jedem einzelnen Jahr nominal gestiegen und haben sich mehr als verdreifacht. Real entspricht das einem jährlichen Preiswachstum von durchschnittlich 4,8 Prozent über knapp 25 Jahre. Über die vergangenen 25 Jahre legten Wohnungen um 159,5 Prozent und Häuser um 153,8 Prozent zu.
Für 2026 zeichnet sich keine Entspannung ab. Die Bautätigkeit schwächt sich nach einer kurzen Zunahme bereits wieder ab, während die Kaufkraft der Nachfrager unverändert hoch bleibt.
Quadratmeterpreise nach Gemeinde (CHF/m²)
Quelle: RealAdvisor, Immobilienpreise pro m² im Kanton Zug, Stand Juli 2026
Wohnung oder Haus?
Im Kanton Zug liegen die Quadratmeterpreise von Eigentumswohnungen und Häusern praktisch gleichauf: 15'693 CHF gegenüber 15'505 CHF. Das ist untypisch – in den meisten Schweizer Regionen sind Wohnungen pro Quadratmeter spürbar teurer. In Zug ist nicht der Quadratmeterpreis der Unterschied, sondern die Fläche und damit der Gesamtpreis.
Bei Eigentumswohnungen beginnt der Markt praktisch bei rund 1,4 bis 1,5 Millionen CHF für Studios und 2-Zimmer-Objekte. Eine 4-Zimmer-Wohnung kostet im Median rund 2,0 Millionen CHF, eine 5-Zimmer-Wohnung rund 2,4 Millionen CHF. Bei Häusern liegt der Einstieg bei rund 2,2 Millionen CHF für 4 Zimmer; 6 Zimmer kosten rund 3,3 Millionen, 8 Zimmer rund 5,1 Millionen CHF.
Reihen- und Doppeleinfamilienhäuser sind im Kanton besonders knapp und werden meist ohne breite Vermarktung gehandelt. Wo sie angeboten werden – etwa in Baar, Cham und Hünenberg –, bewegen sich 5,5-Zimmer-Reihenhäuser im Sommer 2026 in einer Spanne von rund 2'990'000 bis 3'590'000 CHF. Freistehende Einfamilienhäuser an Seelagen in Walchwil oder in der Stadt Zug erreichen Quadratmeterpreise bis rund 29'562 CHF.
Wer flexibel bleiben will, sollte den Objekttyp nicht vor der Gemeinde festlegen. Der Preisunterschied zwischen Menzingen und der Stadt Zug beträgt bei Wohnungen rund 6'000 CHF pro Quadratmeter – mehr als jeder Unterschied zwischen Wohnung und Haus innerhalb derselben Gemeinde.
Objekttypen im Vergleich (Kanton Zug)
| OBJEKTTYP | CHF/M² | TYPISCHER PREIS | MERKMAL |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung, 2 Zimmer | ≈ 15'693 | ≈ 1'500'000 | Markteinstieg im Kanton |
| Eigentumswohnung, 4 Zimmer | ≈ 15'693 | ≈ 2'000'000 | Meistgesuchtes Segment |
| Reihenhaus, 5,5 Zimmer | ≈ 15'505 | 2'990'000–3'590'000 | Sehr knapp, v. a. Baar/Cham |
| Haus, 6 Zimmer | ≈ 15'505 | ≈ 3'300'000 | Häuser-Median: 2'728'843 |
| Freistehendes EFH, 8 Zimmer | bis 29'562 | ≈ 5'100'000 | Seelagen Walchwil und Zug |
Quelle: RealAdvisor, Stand Juli 2026; Reihenhaus-Spanne: ImmoScout24-Angebote Kanton Zug, Juli 2026
Lagen und Gemeinden
Elf Gemeinden auf rund 239 Quadratkilometern – der Kanton ist klein genug, dass jede Gemeinde eine eigene Marktlogik hat. Die Werte beziehen sich auf Eigentumswohnungen beziehungsweise Häuser, Stand Juli 2026.
- Zug (18'834 / 18'020 CHF/m²): Kantonshauptort, Bahnknoten und Sitz zahlreicher internationaler Gesellschaften. Teuerster Wohnungsmarkt des Kantons.
- Walchwil (18'654 / 19'215 CHF/m²): Südhanglage am Zugersee, teuerster Häusermarkt des Kantons, sehr geringes Angebot.
- Oberägeri (16'428 / 17'269 CHF/m²): Ägerisee-Lage mit Naherholungswert, im Berg-Segment das höchste Niveau.
- Baar (15'504 / 15'273 CHF/m²): Grösste Gemeinde nach Zug, tiefster Steuerfuss des Kantons, starke Familiennachfrage.
- Risch-Rotkreuz (15'383 / 15'209 CHF/m²): Wachstumsgemeinde mit Hochschulstandort und guter Anbindung Richtung Luzern.
- Cham (14'781 / 14'773 CHF/m²): Seeanstoss am Zugersee, umfangreiche Arealentwicklungen.
- Steinhausen (14'189 / 14'354 CHF/m²): Eine der beiden Gemeinden mit den stärksten Preisanstiegen 2024/25.
- Unterägeri (14'090 / 15'018 CHF/m²): Ägerital, Häuser deutlich teurer als Wohnungen.
- Hünenberg (13'827 / 14'412 CHF/m²): Ennetsee, ebenfalls mit über 8 Prozent Preiszuwachs 2024/25.
- Neuheim (12'902 / 12'067 CHF/m²): Kleinste Gemeinde, günstigster Häusermarkt, höchster Steuerfuss.
- Menzingen (12'774 / 12'547 CHF/m²): Günstigster Wohnungsmarkt des Kantons, ländlich geprägt.
Auffällig ist, dass die Preisrangfolge nur teilweise der Steuerbelastung folgt. Baar hat den tiefsten Steuerfuss des Kantons, liegt preislich aber im Mittelfeld – Erreichbarkeit, Seelage und Bestandsqualität wiegen im Zuger Markt schwerer als der letzte Steuerprozentpunkt.
Die Zuger Besonderheit: tiefe Steuern, knapper Boden
Kein anderer Schweizer Kanton verbindet so konsequent tiefe Steuern mit so wenig verfügbarem Wohnraum. Der gesetzliche Steuerfuss für die Kantonssteuer beträgt für die Steuerjahre 2026 bis 2029 78 Prozent der einfachen Steuer – nach 82 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 (§ 2 Abs. 2b Steuergesetz, BGS 632.1).
Auf Gemeindeebene reichte die Bandbreite 2025 von 51 Prozent in Baar und 52,11 Prozent in der Stadt Zug bis zu 65 Prozent in Neuheim (Finanzdirektion Kanton Zug). Für Zuziehende ist das ein doppelter Effekt: Die tiefe Belastung erhöht das verfügbare Einkommen und damit die Zahlungsbereitschaft – und treibt so genau jene Preise, die den Zuzug wieder erschweren.
Verstärkt wird die Nachfrage durch die Wirtschaftsstruktur. Zug ist mit rund 715 Unternehmen der wichtigste Standort des Schweizer Blockchain-Ökosystems; 2025 entfielen auf das Crypto Valley 47 Prozent des in Europa eingesammelten Blockchain-Risikokapitals. Der Kanton hat zudem die Forschungsinitiative «Blockchain Zug» mit 39,35 Millionen CHF über fünf Jahre lanciert. Dazu kommen Rohstoffhandel, Pharma und Industrie – eine breite Basis, die den Arbeitsmarkt stabil hält (Arbeitslosenquote August 2025: 2,6 Prozent).
Der Mietmarkt zeigt die Knappheit am deutlichsten. Im zweiten Quartal 2025 waren nur 2,3 Prozent aller Wohnungen zur Vermietung ausgeschrieben (Schweiz: 3,7 Prozent). Auf eine angebotene Wohnung entfielen im Schnitt knapp 14 Interessenten – schweizweit der höchste Wert. Die mittlere Insertionsdauer betrug 15 Tage gegenüber 23 Tagen im Landesmittel. Die Abschlussmieten lagen 4,5 Prozent über dem Vorjahr, gegenüber 3,0 Prozent gesamtschweizerisch. Für eine gängige 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnung werden rund 2'600 CHF pro Monat verlangt, ein Jahr zuvor waren es 2'400 CHF.
Politisch ist die Lage erkannt: Der Regierungsrat verabschiedete im Oktober 2024 die «Wohnpolitische Strategie 2030» mit 19 Massnahmen und drei Zielen – mehr Wohnungen, bezahlbarere Wohnungen und mehr Wohnungen für die ansässige Bevölkerung. Der Ansatz setzt überwiegend auf Anreize und flexiblere Bauvorschriften wie Aufstockungen und gelockerte Hochhausregeln. Bis solche Massnahmen am Markt spürbar werden, dürften Jahre vergehen.
Knappheit in Zahlen: Zug im Vergleich (in %)
Quelle: Zuger Kantonalbank / Wüest Partner, Oktober 2025; Bundesamt für Wohnungswesen, Leerwohnungszählung 2025
Kaufnebenkosten im Kanton Zug
Zug erhebt keine Handänderungssteuer. Anders als in Luzern (1,5 Prozent) oder Nidwalden (1,0 Prozent) fällt beim Eigentumsübergang kein wertabhängiger Steuerbetrag an. Der Kanton hat 2007 auf ein reines Gebührenmodell umgestellt: Massgebend sind seither Aufwand und Bedeutung des Geschäfts, nicht der Kaufpreis (§ 2 Abs. 2 Grundbuchgebührentarif, BGS 215.35).
Konkret beträgt der Stundenansatz des Amts für Grundbuch und Geoinformation 180 CHF, geschuldet für jede angebrochene Viertelstunde (§ 13 Abs. 2). Der Bedeutung des Geschäfts wird über Multiplikatoren mit gesetzlich fixierten Obergrenzen Rechnung getragen (§ 14 Abs. 1). Bei Handänderungen tragen Verkäufer und Käufer die Gebühr je zur Hälfte, soweit Gesetz oder Vertrag nichts anderes vorsehen (§ 4 Abs. 1 lit. a).
Für den Käufer bedeutet das eine gesetzlich gedeckelte Belastung: Im rechnerischen Maximum sind es rund 3'000 CHF als hälftiger Anteil an der Handänderungsgebühr plus bis zu 4'500 CHF für die Errichtung des Grundpfands, also rund 7'500 CHF zuzüglich Beurkundung und Auslagen. Bei einem Kaufpreis von 2 Millionen CHF entspricht das etwa 0,4 Prozent – und der Anteil sinkt mit steigendem Kaufpreis weiter, weil die Obergrenzen absolut wirken.
Kaufnebenkosten Kanton Zug
| POSITION | HÖHE | WER ZAHLT |
|---|---|---|
| Handänderungssteuer | keine | — |
| Handänderungsgebühr Grundbuch | 180 CHF/Std. × 4, max. 6'000 | Käufer und Verkäufer je hälftig |
| Pfanderrichtung (Schuldbrief) | 180 CHF/Std. × 3, max. 4'500 | Pfandbesteller (Käufer) |
| Begründung Stockwerkeigentum | 180 CHF/Std. × 4, max. 13'500 | Auftraggeber |
| Öffentliche Beurkundung | nach kantonalem Gebührenbeschluss | Parteien |
| Summe für den Käufer | rechnerisch max. ≈ 7'500 CHF | zzgl. Beurkundung und Auslagen |
Quelle: Grundbuchgebührentarif Kanton Zug (BGS 215.35), Stand 1. Januar 2019
Recht: Grundbuch, Grundstückgewinnsteuer und Lex Koller
Der Eigentumsübergang wird beim Amt für Grundbuch und Geoinformation (AGG) vollzogen; der Kaufvertrag bedarf der öffentlichen Beurkundung. Für Gebühren und Auslagen besteht ein gesetzliches Pfandrecht, das allen privatrechtlichen Belastungen vorgeht (§ 8 BGS 215.35).
Die Grundstückgewinnsteuer erheben in Zug nicht der Kanton, sondern die Einwohnergemeinden (§ 1 Abs. 3 Steuergesetz). Der Tarif ist schweizweit einzigartig: Der Steuersatz entspricht dem auf ein Jahr umgerechneten prozentualen Verhältnis des Grundstückgewinns zu den Anlagekosten (§ 199 Abs. 1). Er beträgt mindestens 10 und höchstens 60 Prozent, ermässigt sich ab einer anrechenbaren Besitzesdauer von 12 Jahren um jährlich 2,5 Prozentpunkte und liegt nach 25 und mehr Jahren bei 25 Prozent. Gewinne unter 5'000 CHF bleiben steuerfrei (§ 199 Abs. 3 und 4).
Für Käufer relevant: Sie haften solidarisch für die Grundstückgewinnsteuer des Verkäufers, und bei der öffentlichen Beurkundung ist ein Depot in Höhe des mutmasslichen Steuerbetrags zu leisten oder eine Sicherheit zu erbringen (§ 202). Wer selbstgenutztes Wohneigentum verkauft und den Erlös in der Regel innert zwei Jahren in ein gleichgenutztes Ersatzobjekt in der Schweiz investiert, kann einen Steueraufschub beanspruchen (§ 191 Abs. 1 lit. b).
Für Käufer ohne Schweizer Bürgerrecht gilt das Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (Lex Koller). Zuständige kantonale Behörde ist die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug. Wer in der Schweiz Wohnsitz hat und eine entsprechende Aufenthaltsbewilligung besitzt, kann Wohneigentum am Wohnsitz in der Regel bewilligungsfrei erwerben; für Erwerber ohne Schweizer Wohnsitz ist eine Bewilligung erforderlich.
Alle Zahlen beziehen sich auf den Stand Juli 2026 und sind mit Quelle ausgewiesen. Marktdaten sind Median- oder Durchschnittswerte und ersetzen keine objektbezogene Bewertung. Steuerfüsse und Gebührentarife können sich ändern. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.
Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Zug
Was kostet eine Eigentumswohnung im Kanton Zug?
Im Kantonsmedian rund 15'693 CHF pro Quadratmeter (Stand Juli 2026). Der Medianpreis einer Eigentumswohnung liegt bei rund 1'741'919 CHF, die Spanne reicht von rund 9'154 bis 25'940 CHF pro Quadratmeter.
Was kostet ein Haus im Kanton Zug?
Rund 15'505 CHF pro Quadratmeter im Median, was einem Gesamtmedian von rund 2'728'843 CHF entspricht. Die Spanne reicht von 7'964 bis 29'562 CHF pro Quadratmeter.
Was kostet eine 4-Zimmer-Eigentumswohnung in Zug?
Im Kantonsmedian rund 2,0 Millionen CHF. Eine 3-Zimmer-Wohnung liegt bei rund 1,7 Millionen, eine 5-Zimmer-Wohnung bei rund 2,4 Millionen CHF.
Warum kosten Wohnung und Haus pro Quadratmeter fast gleich viel?
Weil beide Segmente gleichermassen knapp sind: 15'693 CHF gegenüber 15'505 CHF pro Quadratmeter. Der Unterschied liegt im Gesamtpreis – Häuser starten bei rund 2,2 Millionen CHF, Wohnungen bei rund 1,4 Millionen.
Was kostet ein Reihenhaus im Kanton Zug?
Angebotene 5,5-Zimmer-Reihenhäuser lagen im Juli 2026 in einer Spanne von rund 2'990'000 bis 3'590'000 CHF, vorwiegend in Baar und der Lorzenebene. Das Segment ist sehr knapp.
Welche Zuger Gemeinde ist die teuerste?
Bei Eigentumswohnungen die Stadt Zug mit 18'834 CHF pro Quadratmeter, bei Häusern Walchwil mit 19'215 CHF pro Quadratmeter.
Welche Zuger Gemeinde ist die günstigste?
Bei Wohnungen Menzingen mit 12'774 CHF pro Quadratmeter, bei Häusern Neuheim mit 12'067 CHF pro Quadratmeter.
Wie stark sind die Immobilienpreise in Zug zuletzt gestiegen?
Die Transaktionspreise für mittlere Eigentumswohnungen stiegen zwischen dem zweiten Quartal 2024 und dem zweiten Quartal 2025 um 7,0 Prozent. Über die zwölf Monate bis Juli 2026 legten die Angebotspreise um 2,7 Prozent (Wohnungen) und 2,3 Prozent (Häuser) zu.
Wie haben sich die Zuger Preise langfristig entwickelt?
Seit dem Jahr 2000 sind die Transaktionspreise für eine mittlere Wohnung in jedem Jahr nominal gestiegen und haben sich mehr als verdreifacht – real durchschnittlich 4,8 Prozent pro Jahr.
Zahlt man im Kanton Zug eine Handänderungssteuer?
Nein. Zug erhebt keine Handänderungssteuer. Stattdessen fallen aufwandbasierte Grundbuchgebühren nach dem Grundbuchgebührentarif (BGS 215.35) an.
Wie hoch ist die Grundbuchgebühr beim Eigentumsübergang?
180 CHF pro Stunde, geschuldet je angebrochene Viertelstunde, multipliziert mit Faktor 4 und begrenzt auf höchstens 6'000 CHF (§§ 13 und 14 BGS 215.35).
Wer trägt die Handänderungsgebühr in Zug?
Verkäufer und Käufer je zur Hälfte, soweit Gesetz oder Vertrag nichts anderes vorsehen (§ 4 Abs. 1 lit. a BGS 215.35). Die Parteien haften solidarisch.
Mit welchen Kaufnebenkosten muss ein Käufer in Zug rechnen?
Rechnerisch höchstens rund 7'500 CHF – rund 3'000 CHF hälftige Handänderungsgebühr plus bis zu 4'500 CHF Pfanderrichtung –, zuzüglich Beurkundung und Auslagen. Bei 2 Millionen CHF Kaufpreis sind das etwa 0,4 Prozent.
Was kostet die Errichtung eines Schuldbriefs?
Der Stundenansatz von 180 CHF wird mit Faktor 3 multipliziert, die Obergrenze liegt bei 4'500 CHF (§ 14 Abs. 1 lit. e). Gebührenpflichtig ist der Pfandbesteller.
Was kostet die Begründung von Stockwerkeigentum?
Faktor 4 auf den Stundenansatz mit einer Obergrenze von 13'500 CHF (§ 14 Abs. 1 lit. c BGS 215.35).
Wie funktioniert die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zug?
Renditebasiert und damit schweizweit einzigartig: Der Steuersatz entspricht dem auf ein Jahr umgerechneten prozentualen Verhältnis des Grundstückgewinns zu den Anlagekosten (§ 199 Abs. 1 Steuergesetz), mindestens 10 und höchstens 60 Prozent.
Sinkt die Grundstückgewinnsteuer mit der Besitzesdauer?
Ja. Ab einer anrechenbaren Besitzesdauer von 12 Jahren ermässigt sich der Maximalsatz jährlich um 2,5 Prozentpunkte und beträgt nach 25 und mehr Jahren 25 Prozent (§ 199 Abs. 3).
Gibt es eine Freigrenze bei der Grundstückgewinnsteuer?
Ja. Grundstückgewinne unter 5'000 CHF werden nicht besteuert (§ 199 Abs. 4 Steuergesetz).
Wer erhebt die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zug?
Die Einwohnergemeinden (§ 1 Abs. 3 Steuergesetz). Vorbereitung und Veranlagung erfolgen ebenfalls durch die Gemeinde, nicht durch den Kanton.
Haftet der Käufer für die Grundstückgewinnsteuer des Verkäufers?
Ja, solidarisch. Bei der öffentlichen Beurkundung ist ein Depot in Höhe des mutmasslichen Steuerbetrags oder eine entsprechende Sicherheit zu leisten (§ 202 Steuergesetz).
Kann die Grundstückgewinnsteuer aufgeschoben werden?
Ja, bei Ersatzbeschaffung: Wird der Erlös aus dauernd selbstgenutztem Wohneigentum in der Regel innert zwei Jahren in ein gleichgenutztes Objekt in der Schweiz investiert, besteht Anspruch auf Steueraufschub (§ 191 Abs. 1 lit. b).
Wie hoch ist der kantonale Steuerfuss in Zug?
Für die Steuerjahre 2026 bis 2029 beträgt er 78 Prozent der einfachen Steuer, nach 82 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 (§ 2 Abs. 2b Steuergesetz).
Welche Zuger Gemeinde hat den tiefsten Steuerfuss?
Baar mit 51 Prozent (2025), gefolgt von der Stadt Zug mit 52,11 Prozent. Am höchsten liegt Neuheim mit 65 Prozent.
Wie knapp ist der Wohnraum im Kanton Zug?
Sehr knapp: Im Juni 2025 lag die Leerwohnungsziffer bei 0,42 Prozent – der zweittiefste Wert der Schweiz, wo das Mittel bei rund 1,0 Prozent lag.
Wie schnell werden Eigentumswohnungen in Zug verkauft?
Im zweiten Quartal 2025 lag die mittlere Insertionsdauer bei weniger als 40 Tagen. In keinem anderen Kanton werden Eigentumswohnungen schneller vermarktet.
Wie hoch sind die Mieten im Kanton Zug?
Der Median liegt bei rund 4'005 CHF pro Monat für eine Wohnung, das entspricht rund 433 CHF pro Quadratmeter und Jahr. In der Stadt Zug sind es rund 4'759 CHF pro Monat.
Wie stark steigen die Mieten in Zug?
Die Abschlussmieten lagen im zweiten Quartal 2025 um 4,5 Prozent über dem Vorjahr, gegenüber 3,0 Prozent gesamtschweizerisch. Eine 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnung wird für rund 2'600 CHF pro Monat angeboten.
Lohnt sich in Zug der Kauf gegenüber der Miete?
Rechnerisch ja: Die Nutzungskosten von Wohneigentum lagen 2025 rund 20 Prozent unter den Kosten einer vergleichbaren Miete. Voraussetzung bleiben Eigenmittel und Tragbarkeit.
Wie viel wird im Kanton Zug neu gebaut?
In den zwölf Monaten bis Mitte 2025 wurden 200 Eigentumswohnungen und 550 Mietwohnungen baubewilligt. Bei den Mietwohnungen liegt das rund 40 Prozent über dem Zehnjahresschnitt, bei Eigentumswohnungen deutlich unter dem Vorjahr.
Können Personen aus dem Ausland im Kanton Zug Immobilien kaufen?
Es gilt die Lex Koller; zuständige kantonale Behörde ist die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug. Wer in der Schweiz Wohnsitz und eine entsprechende Aufenthaltsbewilligung hat, kann Wohneigentum am Wohnsitz in der Regel bewilligungsfrei erwerben.
Ihre Immobilie in Zug einordnen
Kantonsmediane beantworten nicht, was Ihre Liegenschaft in Baar, Walchwil oder Rotkreuz wert ist. Wir ordnen Objekt, Lage und Zustand in den aktuellen Zuger Markt ein – diskret und unverbindlich.
Weiterführend
Quellen
- Zuger Kantonalbank / Wüest Partner — Immobilienmarkt Kanton Zug, Oktober 2025 · abgerufen 29.7.2026
- RealAdvisor — Immobilienpreise pro m² im Kanton Zug · abgerufen 29.7.2026
- Kanton Zug — Steuergesetz (BGS 632.1), Stand 1. Januar 2026 · abgerufen 29.7.2026
- Kanton Zug — Grundbuchgebührentarif (BGS 215.35), Stand 1. Januar 2019 · abgerufen 29.7.2026
- Finanzdirektion Kanton Zug — Steuerfüsse der Gemeinden 2022–2025 · abgerufen 29.7.2026
- Kanton Zug — Wohnpolitische Strategie 2030 · abgerufen 29.7.2026
- Bundesamt für Wohnungswesen — Leerwohnungsziffer 2025 · abgerufen 29.7.2026
- Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zug — Informationen Lex Koller · abgerufen 29.7.2026
- Netzwoche — Crypto Valley zieht weiterhin Blockchain-Risikokapital an · abgerufen 29.7.2026
- Homegate — Immobilienpreise pro m² Kanton Zug · abgerufen 29.7.2026
- Wikimedia Commons — Bildquelle Altstadt Zug (Roy Egloff, CC BY-SA 4.0) · abgerufen 29.7.2026


