Immobilienmarkt Luzern
Eigentumswohnungen im Kanton Luzern kosten im Median rund 8'460 CHF/m², Häuser 8'290 CHF/m². Preise, Gemeinden, Nebenkosten und Zweitwohnungsrecht im Überblick.

Immobilienmarkt Kanton Luzern im Überblick
Der Kanton Luzern zählt zu den teuersten Wohneigentumsmärkten der Deutschschweiz ausserhalb der Zentren Zürich und Zug. Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton im Median rund 8'460 CHF pro Quadratmeter, ein Haus rund 8'290 CHF pro Quadratmeter (Stand Juli 2026). Für ein mittleres Objekt entspricht das rund 939'000 CHF bei einer Wohnung und rund 1'393'000 CHF bei einem Haus.
Die Spannweite ist gross: Die günstigsten Lagen im Luzerner Hinterland beginnen bei rund 4'968 CHF pro Quadratmeter, die teuersten Seelagen erreichen über 17'500 CHF. Zwischen Meggen am rechten Seeufer (13'668 CHF/m² bei Eigentumswohnungen) und Reiden im Kantonswesten (6'793 CHF/m²) liegt der Faktor zwei.
Drei Kräfte prägen diesen Markt:
- Ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum — 2024 wuchs die Bevölkerung im Kanton Luzern um 1,2 Prozent gegenüber 1,0 Prozent in der Schweiz.
- Ein sehr knappes Angebot — die Leerwohnungsziffer lag 2025 bei 0,78 Prozent und damit im vierten Jahr in Folge unter einem Prozent.
- Tiefe Hypothekarzinsen, die die Zahlungsbereitschaft für Wohneigentum stützen.
Die Folge sind Preissteigerungen, die seit 2024 durchgehend über dem Schweizer Durchschnitt liegen.
Kennzahlen Kanton Luzern
Marktlage 2025 und 2026
Nach der Zinswende 2022 und 2023 hat sich der Luzerner Markt nicht abgekühlt, sondern beschleunigt. Im vierten Quartal 2023 lagen Eigentumswohnungen 3,4 Prozent und Einfamilienhäuser 3,7 Prozent über dem Vorjahr — bereits damals mehr als im Schweizer Mittel von 3,0 beziehungsweise 1,5 Prozent. Ein Jahr später waren es bei den Eigentumswohnungen schon 6,6 Prozent, in der Stadt Luzern und den Seegemeinden sogar 8,5 Prozent.
Über das Gesamtjahr 2025 verteuerten sich Eigentumswohnungen im Kanton Luzern um 5,5 Prozent und Einfamilienhäuser um 6,4 Prozent — in beiden Segmenten mehr als im Schweizer Durchschnitt (4,5 respektive 5,3 Prozent). Im ersten Quartal 2026 zog das Tempo nochmals an: 6,0 Prozent bei Eigentumswohnungen und 8,6 Prozent bei Einfamilienhäusern, während der Schweizer Durchschnitt bei rund 4,5 Prozent verharrte.
Der Treiber ist das Angebot, nicht die Nachfrage. Nur 2,1 Prozent des Bestands an Eigentumswohnungen und 1,3 Prozent des Bestands an Einfamilienhäusern waren Anfang 2026 ausgeschrieben; schweizweit sind es 3,9 Prozent. Wer im Kanton Luzern kauft, konkurriert mit vielen Interessenten um wenige Objekte.
Auch der Mietmarkt ist angespannt. Die Angebotsquote für Mietwohnungen lag Anfang 2026 bei 2,3 Prozent; auf ein Inserat kommen im Kanton Luzern knapp sechs Bewerber gegenüber 3,4 in der Schweiz. Die qualitätsbereinigten Angebotsmieten stiegen im ersten Quartal 2026 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, eine 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnung kostete Ende 2025 im Mittel rund 1'750 CHF pro Monat. Pro Jahr werden im Kanton rund 1'550 Mietwohnungen bewilligt, im Zehnjahresschnitt waren es 1'650.
Für den weiteren Verlauf 2026 erwarten LUKB und Wüest Partner weiter steigende Preise, allerdings mit etwas verlangsamtem Tempo.
Preiswachstum im Jahresvergleich, Kanton Luzern
Quelle: LUKB / Wüest Partner, Luzerner Immobilienmarkt. Werte in Prozent gegenüber Vorjahr.
Wohnung oder Haus — was kostet was?
Der Unterschied pro Quadratmeter ist im Kanton Luzern gering: 8'460 CHF bei Eigentumswohnungen gegenüber 8'290 CHF bei Häusern. Entscheidend ist die Fläche. Weil Häuser deutlich grösser sind, liegt ihr mittlerer Kaufpreis mit rund 1'393'000 CHF um knapp 50 Prozent über jenem einer Eigentumswohnung mit rund 939'000 CHF.
In der Stadt Luzern verschiebt sich das Niveau nach oben: Eigentumswohnungen kosten dort im Median 11'116 CHF pro Quadratmeter, Häuser 10'655 CHF. Ein mittleres Stadthaus liegt nach Angebotsdaten bei rund 1'705'000 CHF; LUKB und Wüest Partner weisen für mittlere Einfamilienhäuser in der Stadt Luzern rund 2,2 Millionen CHF aus. Die Differenz erklärt sich durch unterschiedliche Erhebungsmethoden — Angebotsdaten gegenüber ausgewerteten Transaktionen.
Zwischen den Haustypen unterscheidet die kantonale Statistik nicht. Als Orientierung gilt: Ein Doppeleinfamilienhaus verursacht bis zu 10 Prozent, ein Reiheneinfamilienhaus bis zu 15 Prozent tiefere Erstellungskosten als ein freistehendes Einfamilienhaus, weil Land-, Erschliessungs- und Umgebungskosten geteilt werden. In einem Kanton mit knappem Bauland zwischen See und Voralpen ist das der wesentliche Hebel für den Einstiegspreis.
Objekttypen im Vergleich, Kanton Luzern
| Objekttyp | CHF/m2 | Mittlerer Preis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 8'460 | 939'087 CHF | Tiefster Einstieg, Stockwerkeigentum |
| Reiheneinfamilienhaus | 8'290 (Häuser gesamt) | unter EFH-Niveau | Bis 15 % tiefere Erstellungskosten |
| Doppeleinfamilienhaus | 8'290 (Häuser gesamt) | unter EFH-Niveau | Bis 10 % tiefere Erstellungskosten |
| Freistehendes Einfamilienhaus | 8'290 | 1'392'791 CHF | Höchste Bau- und Unterhaltskosten |
Quelle: RealAdvisor, Juli 2026; hausinfo.ch, Kosten der Haustypen.
Lagen und Regionen im Kanton Luzern
Der Kanton gliedert sich in sechs Wahlkreise: Luzern-Stadt, Luzern-Land, Hochdorf, Sursee, Willisau und Entlebuch. Der Immobilienmarkt folgt dieser Einteilung nur teilweise — preisbestimmend sind die Nähe zum Vierwaldstättersee, die Erreichbarkeit der Stadt und die kommunale Steuerbelastung.
- Seegemeinden — Meggen (13'668 CHF/m²) und Vitznau (12'386 CHF/m²) führen das Ranking an. Seeanstoss, Südlage und tiefe Gemeindesteuern treffen hier auf ein sehr knappes Angebot; bei Häusern erreicht Meggen 15'064 CHF/m².
- Stadt Luzern — 11'116 CHF/m² bei Eigentumswohnungen, 10'655 CHF/m² bei Häusern. Spitzenlagen wie Leumattstrasse und Rebstockhalde liegen bei über 16'600 CHF/m², einfachere Quartiere beginnen bei rund 6'100 CHF/m².
- Agglomeration — Horw (11'391 CHF/m²), Ebikon (9'396 CHF/m²), Kriens (9'274 CHF/m²), Adligenswil (9'226 CHF/m²) und Emmen (8'160 CHF/m²). Gute ÖV-Anbindung, 2025 ein Preisplus von 5,3 Prozent bei Wohnungen.
- Sursee und Sempachersee — Sursee liegt bei 8'830 CHF/m². Die Region verzeichnete 2025 mit 8,2 Prozent das stärkste Preiswachstum bei Einfamilienhäusern im Kanton.
- Seetal und Hochdorf — Hochdorf 7'389 CHF/m², Beromünster 7'754 CHF/m², Hitzkirch 6'810 CHF/m². Bei Einfamilienhäusern legten Beromünster um rund 8 und Hitzkirch um rund 9 Prozent zu.
- Willisau und Entlebuch — die günstigsten Regionen: Willisau 7'338 CHF/m², Dagmersellen 7'080 CHF/m², Reiden 6'793 CHF/m². Im Entlebuch stiegen die Preise 2025 dennoch um über 7 Prozent in beiden Segmenten.
Eigentumswohnungen: CHF pro m² nach Gemeinde
Quelle: RealAdvisor, Median Eigentumswohnungen nach Gemeinde, Stand Juli 2026.
Was den Luzerner Markt unverwechselbar macht
Zweitwohnungsgesetz: Baustopp in drei Gemeinden
Der Kanton Luzern ist kein klassischer Zweitwohnungskanton — mit drei Ausnahmen. Weggis (24,6 Prozent), Vitznau (32,1 Prozent) und Flühli mit Sörenberg (39,0 Prozent) liegen über der Schwelle von 20 Prozent, die das Zweitwohnungsgesetz seit dem 1. Januar 2016 setzt. In diesen Gemeinden dürfen grundsätzlich keine neuen Zweitwohnungen mehr bewilligt werden.
Damit ist der Bestand an altrechtlichen Wohnungen — gebaut oder bewilligt vor dem 11. März 2012 — zu einem eigenen Marktsegment geworden. Diese Wohnungen sind in der Art der Nutzung frei und dürfen weiterhin als Zweitwohnung verkauft und vermietet werden. Seit dem 1. Oktober 2024 sind zudem Erweiterungen und Umnutzungen altrechtlicher Bauten erleichtert. Wer am Rigi-Südhang in Weggis oder Vitznau oder in Sörenberg eine Ferienwohnung sucht, kauft faktisch aus einem geschlossenen Bestand — mit entsprechender Preiswirkung.
Seeufer, Steuerwettbewerb und Pendlerdruck
Am rechten Seeufer verbindet sich die Südlage mit dem innerkantonalen Steuerwettbewerb — Meggen ist die teuerste Gemeinde des Kantons und liegt beim Quadratmeterpreis für Häuser rund 40 Prozent über der Stadt Luzern. Gleichzeitig zieht die Stadt als Arbeits-, Bildungs- und Tourismusstandort Nachfrage an, und die kurzen Wege nach Zug und Zürich machen den Kanton für Pendler attraktiv.
Diese Nachfrage trifft auf eine Topografie, die zwischen Vierwaldstättersee und Voralpen kaum Bauland zulässt. Die Knappheit löst sich absehbar nicht auf: LUSTAT Statistik Luzern rechnet im mittleren Szenario bis 2055 mit einem Bevölkerungswachstum von 31,5 Prozent, während die Bautätigkeit unter dem Zehnjahresschnitt liegt. Das erklärt, weshalb selbst die peripheren Regionen Willisau und Entlebuch 2025 Preissteigerungen von über 7 Prozent verzeichneten.
Kaufnebenkosten im Kanton Luzern
Beim Kauf einer Immobilie im Kanton Luzern fällt eine Handänderungssteuer von 1,5 Prozent des Handänderungswertes an. Steuerpflichtig ist der Erwerber, die Steuer wird mit dem Eintrag im Grundbuch fällig (SRL Nr. 645). Dazu kommen Notariatsgebühren von rund 0,3 Prozent und Grundbuchgebühren von rund 0,2 Prozent.
Insgesamt sollten Käufer rund 2,0 Prozent des Kaufpreises einplanen, je nach Vertragsgestaltung und Errichtung von Grundpfandrechten bis zu 3,5 Prozent. Anders als in Deutschland oder Österreich kennt die Schweiz weder eine Grunderwerbsteuer noch eine Grundbucheintragungsgebühr im dortigen Sinn — die Begriffe sind nicht übertragbar. Die Handänderungssteuer ist kantonal geregelt, einzelne Kantone erheben sie gar nicht.
Die Maklerprovision trägt in der Schweiz in der Regel die verkaufende Partei. In der Deutschschweiz sind 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises üblich; eine gesetzliche Teilungspflicht zwischen Käufer und Verkäufer besteht nicht, die Höhe ist frei verhandelbar.
Nebenkosten beim Kauf, Beispiel 1 Mio. CHF
| Position | Satz | Wer zahlt | Bei 1 Mio. CHF |
|---|---|---|---|
| Handänderungssteuer | 1,5 % | Käufer | 15'000 CHF |
| Notariatsgebühren | ≈ 0,3 % | Käufer | ≈ 3'000 CHF |
| Grundbuchgebühren | ≈ 0,2 % | Käufer | ≈ 2'000 CHF |
| Summe ohne Makler | ≈ 2,0 % | Käufer | ≈ 20'000 CHF |
| Maklerprovision | 2–3 % | i. d. R. Verkäufer | 20'000–30'000 CHF |
| Grundstückgewinnsteuer | 5–32 % | Verkäufer | auf den Gewinn |
Quelle: Kanton Luzern, Grundbuchämter (SRL 645/647); RealAdvisor.
Grundbuch, Beurkundung und Erwerb aus dem Ausland
Jeder Kaufvertrag über ein Grundstück im Kanton Luzern bedarf der öffentlichen Beurkundung. Das Eigentum geht erst mit dem Eintrag im Grundbuch über; zuständig sind die kantonalen Grundbuchämter.
Beim Verkauf fällt die Grundstückgewinnsteuer an. Sie belastet den Gewinn, nicht den Erlös, und bewegt sich je nach Gewinnhöhe und Besitzesdauer zwischen rund 5 und 32 Prozent. Der Kanton Luzern kennt einen Freibetrag von 13'000 CHF. Ab acht Jahren Besitzesdauer sinkt die Steuer um ein Prozent je weiteres volles Jahr, höchstens um 25 Prozent; bei kurzer Haltedauer kommt ein Zuschlag hinzu. Wertvermehrende Investitionen, Maklerkosten sowie Notariats- und Grundbuchgebühren sind abzugsfähig (SRL Nr. 647).
Personen im Ausland ohne Wohnsitz in der Schweiz benötigen für den Erwerb von Wohneigentum eine Bewilligung nach dem Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, der sogenannten Lex Koller. Luzern gehört zu den Kantonen mit einem Kontingent für Ferienwohnungen; schweizweit werden jährlich rund 1'500 Bewilligungen erteilt. Die Wohnfläche ist dabei auf rund 200 Quadratmeter, die Grundstücksfläche auf rund 1'000 Quadratmeter begrenzt, und die Wohnung muss überwiegend selbst genutzt werden.
Alle Angaben beziehen sich auf den Stand Juli 2026 und stammen aus den im Quellenverzeichnis genannten Erhebungen. Immobilienpreise, Steuersätze und Gebühren ändern sich laufend; massgebend sind stets die aktuellen kantonalen und kommunalen Bestimmungen sowie die Auskunft der zuständigen Ämter. Dieser Beitrag ist informativ und ersetzt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Luzern
Was kostet eine Eigentumswohnung im Kanton Luzern?
Im Median rund 8'460 CHF pro Quadratmeter, ein mittleres Objekt liegt bei rund 939'000 CHF (Stand Juli 2026). Die Spanne reicht von rund 4'968 bis 17'511 CHF pro Quadratmeter.
Was kostet ein Haus im Kanton Luzern?
Rund 8'290 CHF pro Quadratmeter, der mittlere Kaufpreis liegt bei rund 1'393'000 CHF (Juli 2026). Die Spanne reicht von 4'379 bis 19'558 CHF pro Quadratmeter.
Wie teuer ist Wohneigentum in der Stadt Luzern?
Eigentumswohnungen kosten in der Stadt Luzern im Median 11'116 CHF pro Quadratmeter, Häuser 10'655 CHF. Der mittlere Wohnungspreis beträgt rund 1'178'000 CHF.
Welche Gemeinde im Kanton Luzern ist die teuerste?
Meggen am rechten Seeufer mit 13'668 CHF pro Quadratmeter bei Eigentumswohnungen und 15'064 CHF bei Häusern. Es folgt Vitznau mit 12'386 CHF pro Quadratmeter.
Wo sind Immobilien im Kanton Luzern am günstigsten?
Im Westen und im Entlebuch: Reiden liegt bei 6'793 CHF pro Quadratmeter, Hitzkirch bei 6'810 CHF und Willisau bei 7'338 CHF (Eigentumswohnungen, Juli 2026).
Wie stark sind die Immobilienpreise 2025 gestiegen?
Eigentumswohnungen verteuerten sich im Kanton Luzern 2025 um 5,5 Prozent, Einfamilienhäuser um 6,4 Prozent. Der Schweizer Durchschnitt lag bei 4,5 beziehungsweise 5,3 Prozent.
Wie entwickeln sich die Preise 2026?
Im ersten Quartal 2026 lagen Eigentumswohnungen 6,0 Prozent und Einfamilienhäuser 8,6 Prozent über dem Vorjahr — deutlich über dem Schweizer Mittel von rund 4,5 Prozent.
Werden die Preise im Kanton Luzern weiter steigen?
LUKB und Wüest Partner erwarten für 2026 weiter steigende Preise bei etwas verlangsamtem Tempo. Getragen wird die Entwicklung von tiefen Zinsen, hoher Nachfrage und geringer Neubautätigkeit.
Warum steigen die Preise in Luzern stärker als im Schweizer Schnitt?
Wegen des Angebotsmangels. Nur 2,1 Prozent des Bestands an Eigentumswohnungen standen Anfang 2026 zum Verkauf, schweizweit 3,9 Prozent. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerung 2024 um 1,2 Prozent gegenüber 1,0 Prozent in der Schweiz.
Wie hoch ist die Leerwohnungsziffer im Kanton Luzern?
Sie lag 2025 bei 0,78 Prozent, im vierten Jahr in Folge unter einem Prozent. Am 1. Juni 2025 standen im Kanton 1'665 Wohnungen leer.
Was kostet Miete im Kanton Luzern?
Rund 28 CHF pro Quadratmeter und Monat für Wohnungen, das entspricht 333 CHF pro Quadratmeter und Jahr. Häuser liegen bei rund 21 CHF pro Quadratmeter und Monat.
Wie hoch sind die Mieten in der Stadt Luzern?
Rund 31 CHF pro Quadratmeter und Monat für Wohnungen, das entspricht 374 CHF pro Quadratmeter und Jahr. Die Spanne reicht von 220 bis 774 CHF pro Quadratmeter und Jahr.
Was kostet eine 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnung zur Miete?
Ende 2025 im Mittel rund 1'750 CHF pro Monat im Kanton Luzern. Die qualitätsbereinigten Angebotsmieten stiegen im ersten Quartal 2026 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wie schwierig ist die Wohnungssuche im Kanton Luzern?
Sehr schwierig: Auf ein Inserat kommen knapp sechs Bewerber gegenüber 3,4 im Schweizer Durchschnitt. Die Angebotsquote für Mietwohnungen lag Anfang 2026 bei 2,3 Prozent.
Ist eine Wohnung oder ein Haus im Kanton Luzern günstiger?
Pro Quadratmeter sind beide fast gleich teuer (8'460 gegenüber 8'290 CHF). Der Unterschied entsteht über die Fläche: Der mittlere Hauspreis liegt knapp 50 Prozent über jenem einer Eigentumswohnung.
Was ist günstiger: Reihenhaus oder freistehendes Einfamilienhaus?
Ein Reiheneinfamilienhaus verursacht bis zu 15 Prozent, ein Doppeleinfamilienhaus bis zu 10 Prozent tiefere Erstellungskosten als ein freistehendes Einfamilienhaus, weil Land- und Erschliessungskosten geteilt werden.
Mit welchen Nebenkosten muss ich beim Kauf rechnen?
Mit rund 2,0 Prozent des Kaufpreises, je nach Vertrag und Grundpfandrechten bis zu 3,5 Prozent. Bei einem Kaufpreis von 1 Million CHF sind das rund 20'000 CHF.
Wie hoch ist die Handänderungssteuer im Kanton Luzern?
Sie beträgt 1,5 Prozent des Handänderungswertes und wird vom Erwerber getragen. Fällig wird sie mit dem Eintrag im Grundbuch (SRL Nr. 645).
Gibt es im Kanton Luzern eine Grunderwerbsteuer?
Nein. Die Schweiz kennt keine Grunderwerbsteuer nach deutschem oder österreichischem Muster. Stattdessen erheben die Kantone eine Handänderungssteuer, im Kanton Luzern 1,5 Prozent.
Was kosten Notariat und Grundbuch in Luzern?
Notariatsgebühren liegen bei rund 0,3 Prozent, Grundbuchgebühren bei rund 0,2 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit der Handänderungssteuer ergibt das rund 2,0 Prozent.
Wer zahlt in Luzern die Maklerprovision?
In der Regel die verkaufende Partei. Üblich sind in der Deutschschweiz 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises; eine gesetzliche Teilungspflicht besteht nicht, die Höhe ist frei verhandelbar.
Was ist die Grundstückgewinnsteuer und wer zahlt sie?
Sie besteuert beim Verkauf den Gewinn, nicht den Erlös, und wird vom Verkäufer getragen. Im Kanton Luzern bewegt sie sich je nach Gewinn und Besitzesdauer zwischen rund 5 und 32 Prozent.
Gibt es bei der Grundstückgewinnsteuer einen Freibetrag?
Ja, der Kanton Luzern kennt einen Freibetrag von 13'000 CHF auf den Gewinn. Erst darüber hinausgehende Gewinne werden besteuert.
Wie wirkt sich die Besitzesdauer auf die Grundstückgewinnsteuer aus?
Ab acht Jahren Besitzesdauer sinkt die Steuer um ein Prozent je weiteres volles Jahr, maximal um 25 Prozent. Bei einer Haltedauer unter sechs Jahren kommt stattdessen ein Zuschlag hinzu.
Welche Kosten kann ich von der Grundstückgewinnsteuer abziehen?
Wertvermehrende Investitionen, Maklerkosten sowie Notariats- und Grundbuchgebühren sind abzugsfähig. Werterhaltender Unterhalt zählt nicht dazu.
Dürfen Ausländer im Kanton Luzern eine Immobilie kaufen?
Personen im Ausland ohne Wohnsitz in der Schweiz brauchen eine Bewilligung nach der Lex Koller. Luzern gehört zu den Kantonen mit einem Kontingent für Ferienwohnungen; schweizweit werden jährlich rund 1'500 Bewilligungen erteilt.
Welche Grössenbeschränkungen gelten für Ferienwohnungen nach Lex Koller?
Die Wohnfläche ist auf rund 200 Quadratmeter und die Grundstücksfläche auf rund 1'000 Quadratmeter begrenzt. Die Wohnung muss überwiegend selbst genutzt werden, eine dauerhafte Vollvermietung ist nicht zulässig.
In welchen Luzerner Gemeinden gilt der Zweitwohnungs-Baustopp?
In Weggis, Vitznau und Flühli mit Sörenberg. Ihre Zweitwohnungsanteile liegen bei 24,6, 32,1 und 39,0 Prozent und damit über der 20-Prozent-Schwelle des Zweitwohnungsgesetzes.
Kann ich in Weggis oder Sörenberg noch eine Ferienwohnung kaufen?
Ja, aber nur aus dem Bestand. Altrechtliche Wohnungen, die vor dem 11. März 2012 gebaut oder bewilligt wurden, sind in der Nutzung frei und dürfen als Zweitwohnung verkauft und vermietet werden; seit dem 1. Oktober 2024 sind Erweiterungen erleichtert.
Wie entwickelt sich die Nachfrage im Kanton Luzern langfristig?
LUSTAT Statistik Luzern rechnet im mittleren Szenario bis 2055 mit einem Bevölkerungswachstum von 31,5 Prozent, im Mittel 0,9 Prozent pro Jahr. Die Bautätigkeit liegt derzeit unter dem Zehnjahresschnitt.
Ihre Immobilie in Luzern einordnen
Sie besitzen eine Wohnung oder ein Haus im Kanton Luzern oder prüfen einen Kauf? Die Veris Redaktion ordnet Ihr Objekt anhand aktueller Gemeinde- und Regionsdaten ein — diskret, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.
Weiterführende Seiten
Quellen
- RealAdvisor — Immobilienpreise pro m², Kanton Luzern · abgerufen 29.7.2026
- RealAdvisor — Immobilienpreise pro m², Stadt Luzern · abgerufen 29.7.2026
- LUKB / Wüest Partner — Luzerner Immobilienmarkt, Kennzahlen 1. Quartal 2026 · abgerufen 29.7.2026
- LUKB — Luzerner Immobilienmarkt 2026, Medienmitteilung vom 12.03.2026 · abgerufen 29.7.2026
- LUKB — Luzerner Immobilienmarkt im 3. Quartal 2025, Medienmitteilung vom 05.12.2025 · abgerufen 29.7.2026
- LUKB — Luzerner Immobilienmarkt, 4. Quartal 2023, Medienmitteilung vom 03.04.2024 · abgerufen 29.7.2026
- Kanton Luzern, Grundbuchämter — Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern · abgerufen 29.7.2026
- LUSTAT Statistik Luzern — Leerwohnungen 2025 · abgerufen 29.7.2026
- LUSTAT Statistik Luzern — Bevölkerungsszenarien 2025–2055 · abgerufen 29.7.2026
- Bundesamt für Raumentwicklung ARE — Zweitwohnungen und Wohnungsinventar · abgerufen 29.7.2026
- bauimmorecht.ch — Gemeinden mit Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent · abgerufen 29.7.2026
- hausinfo.ch — Was kosten die verschiedenen Haustypen? · abgerufen 29.7.2026
- RealAdvisor — Grundstückgewinnsteuer im Kanton Luzern · abgerufen 29.7.2026
- RealAdvisor — Maklerprovision in der Schweiz · abgerufen 29.7.2026


