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Veris MarktRadar

Immobilienpreise in Zürich

Der Kanton Zürich ist der teuerste Grossraum der Deutschschweiz: 11'461 CHF je Quadratmeter im Median für Eigentumswohnungen. Diese Seite bündelt Preise, Recht und Kaufnebenkosten.

11'461CHF/m²
Eigentumswohnung
10'746CHF/m²
Haus
31.00CHF/m²
Miete je Monat
3.2%
Bruttomietrendite
1'628'081
Einwohner

Stand August 2026 · Quelle: RealAdvisor · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in Zürich im Überblick

Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton Zürich im August 2026 im Median 11'461 CHF je Quadratmeter, bei einer Spanne von 6'796 bis 22'822 CHF je Quadratmeter (RealAdvisor, Stand August 2026). Häuser liegen mit einem Median von 10'746 CHF je Quadratmeter etwas darunter, weil in den Quadratmeterpreis eines Hauses mehr Fläche und mehr Land eingehen. In absoluten Beträgen kehrt sich das Verhältnis um: Das Statistische Amt des Kantons Zürich weist für 2025 einen Medianpreis von 1,2 Millionen Franken für eine verkaufte Eigentumswohnung und rund 1,6 Millionen Franken für ein Einfamilienhaus aus.

Der Kanton zählte Ende 2025 1'628'081 Einwohnerinnen und Einwohner und wuchs damit innert Jahresfrist um knapp 13'000 Personen oder 0,8 Prozent. Getragen wird dieses Wachstum zu rund vier Fünfteln von der Zuwanderung aus dem Ausland. Auf dem Wohnungsmarkt trifft es auf ein Angebot, das seit Jahren kaum wächst — und genau diese Kombination erklärt das Preisniveau besser als jede einzelne Kennzahl.

Wie gross ist das Preisgefälle innerhalb des Kantons?

Zwischen der teuersten und der günstigsten grösseren Zürcher Gemeinde liegt ungefähr der Faktor zwei. Am oberen Ende stehen die Seegemeinden: Kilchberg mit rund 19'886 CHF je Quadratmeter, Erlenbach mit 18'649, Küsnacht mit 17'579, Zollikon mit 17'435 und Meilen mit 17'137 CHF (RealAdvisor, August 2026). Die Stadt Zürich folgt mit 16'858 CHF. Am unteren Ende liegen Dietikon im Limmattal mit rund 9'894 CHF, Winterthur mit 10'094 CHF und Uster mit 10'761 CHF. Über die gesamte Kantonsspanne von 6'796 bis 22'822 CHF je Quadratmeter beträgt der Abstand sogar mehr als das Dreifache.

Diese Spreizung ist kein Zufall der Statistik, sondern folgt der Topografie. Der Zürichsee bildet eine Preisachse, die sich beidseits vom Wasser her abbaut: Am rechten Ufer, dem Pfannenstiel, und am linken, dem Zimmerberg, zahlen Käuferinnen und Käufer für Seesicht, Südhang und Steuerfuss. Je weiter man sich nach Norden ins Weinland oder nach Osten ins Oberland bewegt, desto flacher wird die Kurve.

Wer kauft im Kanton Zürich?

Der Markt wird von Eigennutzern getragen. Von knapp 120'000 Einfamilienhäusern im Kanton wechseln jährlich rund 2'200 die Hand — ein Umschlag von etwa 1,8 Prozent, der zeigt, wie selten ein Haus überhaupt auf den Markt kommt. Bei Eigentumswohnungen ist das Transaktionsvolumen mehr als doppelt so hoch; allein in der Stadt Zürich werden jährlich zwischen 500 und 700 Handänderungen registriert (Statistisches Amt Kanton Zürich).

Auffällig ist die Gegenbewegung bei der Eigentumsquote: Der Anteil der Familienhaushalte mit Wohneigentum ist von 35 Prozent im Jahr 2010 auf 28 Prozent gesunken. Nicht weil weniger Menschen kaufen wollten, sondern weil die Tragbarkeitsrechnung mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 4,5 bis 5 Prozent den Kreis derer, die kaufen können, schneller verengt hat, als die Einkommen gestiegen sind.

Wie knapp ist das Angebot wirklich?

Am 1. Juni 2025 standen im Kanton Zürich 3'815 Wohnungen leer. Das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,48 Prozent und dem tiefsten Wert seit über zwanzig Jahren; ein Jahr zuvor waren es noch 0,56 Prozent, vor fünf Jahren 0,90 Prozent. In der Stadt Zürich liegt die Quote bei 0,10 Prozent, in Winterthur bei 0,18 Prozent. Am höchsten — und selbst dort noch tief — ist sie am Pfannenstiel mit 0,85 Prozent und im Oberland mit 0,82 Prozent. Erstmals seit 2003 blieb keine Zürcher Region über einem Prozent.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei Mietwohnungen: Standen 2020 noch rund 6'000 leer, waren es 2025 noch 2'900 — und das bei einem gewachsenen Wohnungsbestand. Die kantonale Raumplanung beschreibt die Wohnbautätigkeit selbst als stagnierend; Ersatzneubauten treten zunehmend an die Stelle von Neubauten auf unbebautem Land.

Was heisst das für Mieterinnen und Mieter?

Im Mittel werden im Kanton Zürich rund 31 CHF je Quadratmeter und Monat verlangt (RealAdvisor, August 2026). In der Stadt Zürich liegt der Median der Angebotsmieten bei rund 41 CHF je Quadratmeter. Der Angebotsmietindex von SMG und homegate stand im Juni 2026 bei 134 Punkten; im Kanton Zürich legten die Angebotsmieten gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent zu, schweizweit um 2,5 Prozent.

Bemerkenswert ist der Gegensatz zu den Bestandsmieten. Der Altbestandesmietindex der Zürcher Kantonalbank, der die qualitätsbereinigte Entwicklung der Nettomieten ohne Mieterwechsel misst, lag im zweiten Quartal 2026 bei 105,2 Punkten und damit 1,1 Prozent unter dem Vorjahr. Wer in seiner Wohnung bleibt, zahlt also tendenziell weniger; wer umzieht, mehr. Der hypothekarische Referenzzinssatz, an dem sich Mietzinsanpassungen orientieren, beträgt seit dem 2. Juni 2026 unverändert 1,25 Prozent (BWO).

Gemeinden

Gemeinden im Kanton Zürich

Auf- und Absteiger

Gemeinden mit der stärksten Bewegung

Eigentumswohnungen

Aufsteiger

  1. 1
    Zürich

    Leerwohnungsziffer von 0,11 % und anhaltender Zuzug halten die Preise im Anstieg.

    +3.0 %16'858 CHF/m²
Häuser

Aufsteiger

  1. 1
    Zürich

    Leerwohnungsziffer von 0,11 % und anhaltender Zuzug halten die Preise im Anstieg.

    +2.9 %16'185 CHF/m²

Veränderung der Angebotspreise über zwölf Monate. Beschreibt beobachtete Entwicklung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Vergleich

Gemeinden im Vergleich

Zürich452'42116'85816'18541.10+3.0 % (steigend)2.9 %Ja

Quelle: Veris MarktRadar, Stand 08/2026

Die Bruttomietrendite wird berechnet: Jahresmiete je m² geteilt durch den Kaufpreis je m².

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Der Zürcher Wohneigentumsindex ZWEX der Zürcher Kantonalbank stieg im zweiten Quartal 2026 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Index ist hedonisch, also qualitätsbereinigt, und stützt sich auf tatsächliche Handänderungen — er ist damit die belastbarste Trendgrösse für den Kanton.

Wie unterschiedlich entwickeln sich die Regionen?

Der ZWEX wird in drei Teilindizes geführt. Der Teilindex «See» für die Seegemeinden und die Stadt Zürich legte im zweiten Quartal 2026 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, «Regio» für die suburbanen Gemeinden um 1,2 Prozent und «Land» für die ländlichen Gemeinden um 3,2 Prozent. Gemessen an der Basis des ersten Quartals 2006 mit Indexstand 100 steht «See» heute bei 279,93 Punkten, «Regio» bei 237,77 und «Land» bei 222,77. In zwanzig Jahren haben sich die Preise an den Seeufern also nahezu verdreifacht.

Der Befund ist wichtig für die Einordnung: Nicht die teuersten Lagen legen derzeit am stärksten zu, sondern die günstigsten. Wo die Tragbarkeit bindet, weicht die Nachfrage aus — ins Weinland, ins Oberland, ins Limmattal.

Was hat die Zinswende 2022 bewirkt?

Weniger, als viele erwartet hatten. Anders als in Deutschland, wo die Preise nach der Zinswende deutlich korrigierten, kam der Schweizer Markt mit einer Verlangsamung davon. Über fünf Jahre — also einschliesslich der Zinswende — sind die Wohnungspreise im Kanton Zürich um 23,6 Prozent gestiegen, über zehn Jahre um 49,2 Prozent, über zwanzig Jahre um 109,1 Prozent und über fünfundzwanzig Jahre um 128,8 Prozent (RealAdvisor, August 2026). Die amtliche Sicht bestätigt die Richtung: Der Medianpreis einer Eigentumswohnung liegt heute mehr als 35 Prozent, jener eines Einfamilienhauses 45 Prozent über dem Wert von vor zehn Jahren.

Warum weichen die Quellen voneinander ab?

Für die letzten zwölf Monate nennt RealAdvisor 3,3 Prozent bei Wohnungen und 2,7 Prozent bei Häusern, der ZWEX dagegen 2,2 Prozent. Der Unterschied ist methodisch: Der ZWEX bereinigt Qualitätsunterschiede und beruht auf beurkundeten Handänderungen, die Portalzahlen bilden Angebots- und Bewertungsdaten ab und reagieren schneller. Wir mitteln die beiden Werte nicht, sondern nennen sie getrennt — für das Preisniveau je Quadratmeter ist die Portalsicht brauchbarer, für den Trend die hedonische.

Und wie haben sich die Mieten entwickelt?

Bei den Mieten laufen die beiden Messgrössen sogar in verschiedene Richtungen. Die Angebotsmieten im Kanton Zürich stiegen im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent, während der Altbestandesmietindex der Zürcher Kantonalbank im zweiten Quartal 2026 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr nachgab. Beides stimmt: Neu ausgeschriebene Wohnungen werden teurer, bestehende Mietverhältnisse folgen dem Referenzzinssatz, der seit Jahren tief liegt. Der Abstand zwischen Bestands- und Angebotsmiete ist damit der eigentliche Kostenfaktor eines Umzugs im Kanton Zürich.

Welche Rolle spielt die Bautätigkeit?

Die kantonale Raumplanung beschreibt die Wohnbautätigkeit seit mehreren Jahren als stagnierend. Wo gebaut wird, ersetzt der Neubau immer häufiger einen Abbruch, statt zusätzliche Wohnungen auf freiem Land zu schaffen. Weil die Zahl der Haushalte weiter wächst, verschiebt sich die Anpassung vom Angebot auf den Preis. Bewilligungs- und Rechtsmittelverfahren verlängern diesen Zusammenhang zusätzlich: Ein heute aufgezontes Areal verändert das Angebot frühestens in fünf bis zehn Jahren.

Für die Preisreihe auf dieser Seite gilt eine methodische Einschränkung: Eine fortlaufende amtliche Jahresreihe in Franken je Quadratmeter existiert für den Kanton nicht. Die Punkte im Diagramm sind deshalb aus dem aktuellen Medianpreis und den publizierten Veränderungsraten über ein, fünf, zehn, zwanzig und fünfundzwanzig Jahre zurückgerechnet; die Abstände zwischen den Jahren sind entsprechend ungleich.

Preisentwicklung

Preisentwicklung im Kanton Zürich

5'0095'4817'6829'27311'09511'461200120062016202120252026

Zurückgerechnet aus dem Medianpreis von 11'461 CHF/m² (August 2026) und den von RealAdvisor publizierten Veränderungen über 1, 5, 10, 20 und 25 Jahre. Die Jahresabstände sind deshalb ungleich; eine fortlaufende Jahresreihe wird nicht publiziert.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: RealAdvisor, Stand 08/2026

Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus?

Die Wahl der Objektart entscheidet im Kanton Zürich weniger über den Quadratmeterpreis als über die Verfügbarkeit. Eigentumswohnungen kosten im Median 11'461 CHF je Quadratmeter, Häuser 10'746 CHF (RealAdvisor, August 2026) — ein Unterschied von rund sieben Prozent. In absoluten Kaufpreisen liegen Häuser mit einem Median von 1,6 Millionen Franken jedoch deutlich über den 1,2 Millionen Franken einer Eigentumswohnung, weil mehr Fläche und Umschwung im Preis stecken.

Was unterscheidet Stockwerkeigentum vom Haus?

Wer eine Eigentumswohnung kauft, erwirbt Stockwerkeigentum: einen Miteigentumsanteil an der Liegenschaft, verbunden mit dem Sonderrecht an der eigenen Wohnung. Die Wertquote bestimmt Stimmkraft und Kostenanteil, der Erneuerungsfonds finanziert Dach, Fassade und Haustechnik. Für Käuferinnen und Käufer sind deshalb zwei Dokumente wichtiger als der Quadratmeterpreis: das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft und der Stand des Erneuerungsfonds. Ein dünn dotierter Fonds verschiebt anstehende Sanierungen in künftige Sonderbeiträge.

Warum sind Einfamilienhäuser so knapp?

Der Bestand an Einfamilienhäusern im Kanton liegt bei etwas weniger als 120'000, und davon werden jährlich rund 2'200 verkauft. Neu entstehen kaum welche: Die Raumplanung setzt auf Verdichtung nach innen, und wo eine Einfamilienhausparzelle in einer aufgezonten Zone liegt, wird sie eher zum Mehrfamilienhaus als zum nächsten Einfamilienhaus. Das Angebot ist damit strukturell rückläufig, während die Nachfrage von Familien stabil bleibt — der Grund, weshalb Hauspreise über zehn Jahre mit 45 Prozent stärker gestiegen sind als Wohnungspreise mit gut 35 Prozent.

Wo stehen Reihen- und Doppeleinfamilienhäuser?

Reihen- und Doppeleinfamilienhäuser sind die Kompromissform der Agglomeration: eigener Eingang, kleiner Garten, aber kompakte Parzelle. Sie finden sich vor allem im Glattal, im Limmattal, im Furttal sowie rund um Winterthur und Uster. Die kantonale wie die portalseitige Statistik führt sie nicht getrennt, sondern gemeinsam mit den Einfamilienhäusern; für diese Objektarten ist der Hausmedian von 10'746 CHF je Quadratmeter deshalb die einzige belastbare Referenz. Die Vergleichstabelle auf dieser Seite weist das entsprechend aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, die die Datenlage nicht hergibt.

Was bedeutet der Sanierungsstand für den Preis?

Ein erheblicher Teil des Zürcher Wohnungsbestands stammt aus den Jahrzehnten vor den heutigen Energievorschriften. Bei diesen Objekten fallen Fenster, Dach, Fassade und Heizung häufig innerhalb weniger Jahre gemeinsam an. Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) macht diesen Nachholbedarf sichtbar und wird in Verhandlungen zunehmend zum Preisargument. Faustregeln zum Abschlag gibt es nicht — der Betrag hängt vom Bauteilzustand ab und ist eine Frage der Objektbewertung, nicht der Marktstatistik.

Neubau oder Bestand?

Neubauwohnungen erzielen im Kanton Zürich regelmässig einen Aufschlag gegenüber vergleichbaren Bestandsobjekten, weil sie Energiestandard, Grundriss und Ausbau ohne Investitionsstau liefern. Belastbare kantonsweite Zahlen zu dieser Differenz publizieren weder das Statistische Amt noch die grossen Indexanbieter getrennt; wir verzichten deshalb bewusst auf eine Prozentangabe. Praktisch relevanter ist ohnehin die Verfügbarkeit: Bei einer Leerwohnungsziffer von 0,48 Prozent kommen Neubauprojekte in den zentralen Lagen häufig bereits vor Baubeginn zur Vermarktung.

Objektarten im Kanton Zürich

ObjektartPreis je m²EinstiegspreisMerkmal
Eigentumswohnung11'461 CHF/m² (Median)ab 6'796 CHF/m²Median-Kaufpreis 1,2 Mio. CHF (2025)
Reiheneinfamilienhaus10'746 CHF/m² (alle Häuser)ab 6'045 CHF/m²Kompakte Parzelle, meist Agglomeration
Doppeleinfamilienhaus10'746 CHF/m² (alle Häuser)ab 6'045 CHF/m²Zwischen Reihen- und Einzelhaus
Einfamilienhaus10'746 CHF/m² (alle Häuser)ab 6'045 CHF/m²Median-Kaufpreis 1,6 Mio. CHF

Quelle: RealAdvisor / Statistik ZH, 08/2026

Welche Lagen und Regionen gibt es?

Der Kanton Zürich lässt sich in wenige, klar unterscheidbare Teilmärkte gliedern: die Stadt Zürich, die beiden Seeufer, den Agglomerationsgürtel aus Glattal, Limmattal, Furttal und Unterland, den Raum Winterthur, das Zürcher Oberland, das Knonaueramt und das Weinland. Das Preisgefälle zwischen diesen Räumen ist grösser als der Unterschied zwischen manchen Kantonen.

Was macht die Seegemeinden so teuer?

Am rechten Ufer, der Region Pfannenstiel, liegen Zollikon mit rund 17'435 CHF je Quadratmeter, Küsnacht mit 17'579 CHF, Erlenbach mit 18'649 CHF und Meilen mit 17'137 CHF. Am linken Ufer, dem Zimmerberg, führt Kilchberg mit rund 19'886 CHF; Horgen liegt mit 14'199 CHF bereits merklich darunter (RealAdvisor, August 2026). Drei Faktoren kommen hier zusammen: Seesicht und Südhanglage, kurze Fahrzeiten ins Stadtzentrum und ein historisch tiefer Steuerfuss. Bemerkenswert ist, dass gerade der Pfannenstiel mit 0,85 Prozent die höchste Leerwohnungsziffer des Kantons aufweist — im obersten Preissegment ist der Käuferkreis eben schmal.

Wie ordnet sich die Stadt Zürich ein?

Die Stadt Zürich liegt mit rund 16'858 CHF je Quadratmeter unterhalb der teuersten Seegemeinden, ist mit 0,10 Prozent Leerstand aber der am stärksten angespannte Teilmarkt des Kantons. Sie ist Arbeitsort für den Finanzplatz, die Versicherungswirtschaft und einen wachsenden Technologiesektor und beherbergt mit ETH und Universität zwei Hochschulen, deren Angehörige den Mietmarkt zusätzlich beanspruchen. Auf 500 bis 700 Handänderungen bei Eigentumswohnungen pro Jahr trifft eine Nachfrage, die sich über den Preis und nicht über die Wartezeit reguliert.

Welche Rolle spielt Winterthur?

Winterthur ist die zweitgrösste Stadt des Kantons und mit rund 10'094 CHF je Quadratmeter für Wohnungen und 9'911 CHF für Häuser um gut 40 Prozent günstiger als die Stadt Zürich. Der frühere Industriestandort hat sich zum Bildungs- und Dienstleistungszentrum gewandelt und ist über Fern- und S-Bahn-Verkehr eng mit Zürich verbunden. Dass der Leerstand mit 0,18 Prozent fast so tief liegt wie in der Stadt Zürich, zeigt, wie stark der Preisunterschied inzwischen Nachfrage anzieht.

Wo liegen die Agglomerationsgemeinden?

Dübendorf im Glattal kostet rund 11'744 CHF je Quadratmeter, Uster im Oberland 10'761 CHF, Dietikon im Limmattal 9'894 CHF (RealAdvisor, August 2026). Alle drei sind über die S-Bahn direkt an die Stadt angebunden; Dübendorf profitiert zusätzlich von der Nähe zum Flughafen und zur Glattalbahn, Dietikon liegt an der Limmattalbahn. Diese Gemeinden bilden den eigentlichen Suchraum der Familien, die aus der Stadt herauswachsen — und der ZWEX-Teilindex «Regio» zeigt mit 1,2 Prozent Jahreswachstum, dass sich das Preisniveau dort zuletzt am ruhigsten entwickelt hat.

Wo ist der Kanton am günstigsten?

Am günstigsten sind das Zürcher Weinland im Norden und die östlichen Teile des Oberlands. Im Bezirk Andelfingen bewegen sich aktuelle Bewertungen zwischen rund 7'455 und 9'468 CHF je Quadratmeter. Die untere Kantonsspanne beginnt bei 6'796 CHF für Wohnungen und 6'045 CHF für Häuser. Der Preis dafür ist Fahrzeit: Wer im Weinland kauft, rechnet mit deutlich längeren Pendelwegen und einem dünneren Angebot an Kinderbetreuung und Nahversorgung. Der ZWEX-Teilindex «Land» wuchs zuletzt mit 3,2 Prozent am stärksten — ein Hinweis darauf, dass genau dieser Kompromiss zunehmend eingegangen wird.

Wo entsteht neuer Wohnraum?

Neuer Wohnraum entsteht überwiegend dort, wo Infrastruktur bereits vorhanden ist: entlang der S-Bahn-Achsen im Glattal und im Limmattal sowie auf ehemaligen Industrie- und Gewerbearealen in der Stadt Zürich, in Winterthur und in Dietikon. Die Wohnbautätigkeit im Kanton stagniert insgesamt, und der Anteil des Ersatzneubaus nimmt zu. Für Käuferinnen und Käufer heisst das: Neubauangebote konzentrieren sich räumlich stark, und wer ausserhalb dieser Achsen sucht, kauft fast immer im Bestand.

Was ist in Zürich anders als anderswo?

Der Kanton Zürich ist beim Kauf einer der günstigsten Kantone der Schweiz — und beim Verkauf einer der anspruchsvollsten. Diese Doppelnatur erklärt mehr über den Zürcher Markt als jede Preistabelle.

Warum ist der Kauf hier so günstig zu verurkunden?

Seit dem 1. Januar 2005 erhebt der Kanton Zürich keine Handänderungssteuer mehr. Übrig bleiben die Beurkundungsgebühr des Notariats von rund 0,1 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer und die Grundbuchgebühr von rund 0,1 Prozent — zusammen also etwa zwei Promille. Bei einem Kaufpreis von einer Million Franken sind das rund 2'000 Franken. In Kantonen mit Handänderungssteuer liegt der entsprechende Betrag um ein Vielfaches höher. Käuferschaft und Verkäuferschaft haften solidarisch für die Gebühren; wer sie wirtschaftlich trägt, regelt der Kaufvertrag. Wird zur Finanzierung ein Schuldbrief errichtet, kommen nochmals je rund 0,1 Prozent der Pfandsumme dazu.

Die im Grundbuchverkehr gebräuchliche Bezeichnung «Handänderungsgebühr» sorgt regelmässig für Verwirrung. Sie meint die Grundbuchgebühr und nicht eine Steuer — eine Unterscheidung, die beim Vergleich von Kaufnebenkosten über Kantonsgrenzen hinweg entscheidend ist.

Was bedeutet das Amtsnotariat für den Ablauf?

Im Kanton Zürich beurkunden ausschliesslich staatliche Notariate. Zuständig ist das Notariat am Ort des Grundstücks; eine freie Notarwahl wie in Bern, Genf oder im Tessin gibt es nicht. Das nimmt den Parteien eine Entscheidung ab und den Notariaten den Preiswettbewerb: Die Gebühren sind kantonal festgelegt und damit im Voraus kalkulierbar. Weil das Notariat in Zürich zugleich das Grundbuchamt führt, laufen Beurkundung und Eintragung über dieselbe Stelle.

Wie funktioniert die Grundstückgewinnsteuer?

Anders als in vielen Kantonen besteuert in Zürich die Gemeinde den Grundstückgewinn, nicht der Kanton — das sogenannte monistische System nach §§ 216 ff. des kantonalen Steuergesetzes. Der Tarif ist progressiv: Die ersten 4'000 Franken Gewinn werden mit 10 Prozent belastet, Gewinnanteile über 100'000 Franken mit 40 Prozent. Gewinne unter 5'000 Franken bleiben steuerfrei.

Entscheidend ist die Besitzdauer. Wer innert eines Jahres weiterverkauft, zahlt einen Zuschlag von 50 Prozent, wer innert zweier Jahre verkauft, einen von 25 Prozent — die Spekulationsbremse des Systems. Umgekehrt sinkt die Steuer ab fünf vollen Besitzjahren für jedes weitere Jahr um 3 Prozent, bis zu einer Ermässigung von 50 Prozent ab zwanzig Jahren. Für eine selbstbewohnte Liegenschaft, die eine Generation lang gehalten wurde, halbiert sich die Belastung damit. Wer den Erlös innert angemessener Frist in ein neues, ebenfalls selbstbewohntes Objekt in der Schweiz investiert, kann die Steuer über die Ersatzbeschaffung aufschieben — aufgeschoben ist allerdings nicht erlassen.

Was gilt auf dem Mietmarkt?

Seit dem 1. November 2013 gilt im ganzen Kanton die Formularpflicht für den Anfangsmietzins. Grundlage sind § 229b des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch und der Regierungsratsbeschluss vom 11. September 2013: Solange der Leerwohnungsbestand höchstens 1,5 Prozent beträgt, müssen Vermieterinnen und Vermieter den bisherigen Mietzins bei jedem neuen Vertrag auf einem amtlichen Formular offenlegen. Mit 0,48 Prozent per 1. Juni 2025 ist eine Aufhebung nicht absehbar. Mieterinnen und Mieter können den Anfangsmietzins innert 30 Tagen bei der Schlichtungsbehörde anfechten. Eine Mietpreisbremse deutscher Prägung ist das nicht — die Regel schafft Transparenz, keine Obergrenze.

Was gilt für Käuferinnen und Käufer aus dem Ausland?

Personen mit Wohnsitz im Ausland benötigen für den Erwerb von Wohnraum eine Bewilligung nach der Lex Koller. Wer dagegen als EU- oder EFTA-Bürgerin beziehungsweise -Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C im Kanton wohnt, kauft ohne Bewilligung und ist Schweizer Käufern gleichgestellt. Ferienwohnungskontingente kennt der Kanton Zürich nicht. Auch vom Bauverbot des Zweitwohnungsgesetzes ist er nicht betroffen: Die 331 Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent liegen nach dem Wohnungsinventar des ARE vom 31. März 2026 fast ausschliesslich im Alpen- und Voralpenraum.

Was ändert sich beim Eigenmietwert?

Nach der Volksabstimmung vom 28. September 2025 hat der Bundesrat am 1. April 2026 festgelegt, dass der Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung nach heutigem Stand am 1. Januar 2029 in Kraft treten soll. Bis Ende 2028 bleibt der Eigenmietwert steuerbar, und die Abzüge für Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten gelten unverändert. Für Zürcher Eigentümerinnen und Eigentümer wird damit der Zeitpunkt grösserer Unterhaltsarbeiten zur Steuerfrage — eine Planung, die den Einbezug der eigenen Steuerberatung verlangt und nicht Gegenstand dieser Seite ist.

Warum ist Zürich anders als seine Nachbarkantone?

Aargau, Thurgau und Schaffhausen bieten spürbar günstigeres Wohneigentum, aber keinen vergleichbaren Arbeitsmarkt; Zug übertrifft Zürich beim Preisniveau, ist mit einem Bruchteil der Bevölkerung aber ein ganz anderer Markt. Was Zürich innerhalb der Deutschschweiz einzigartig macht, ist die Kombination aus einem grossen, hochbezahlten Arbeitsmarkt, einem ausserordentlich dichten S-Bahn-Netz, das Pendeln über weite Teile des Kantons praktikabel macht, und einem Angebot, das seit Jahren nicht mitwächst. Solange diese drei Faktoren bestehen, ist der Preisdruck weniger eine Frage der Konjunktur als eine der Struktur.

Regionale Besonderheiten

Was den Kanton Zürich auszeichnet

Steuern & Abgaben

Keine Handänderungssteuer seit 2005

Zürich gehört zu den wenigen Kantonen ohne Handänderungssteuer. Beim Kauf bleiben rund 0,2 Prozent des Kaufpreises für Beurkundung und Grundbucheintrag — ein Bruchteil dessen, was in Kantonen mit Handänderungssteuer anfällt. Der Kaufpreis selbst ist dafür der höchste der Deutschschweiz.

Steuern & Abgaben

Grundstückgewinnsteuer der Gemeinde

Beim Verkauf greift die kommunale Grundstückgewinnsteuer mit 10 bis 40 Prozent des Gewinns. Kurze Haltedauern werden mit 50 Prozent (unter einem Jahr) beziehungsweise 25 Prozent (unter zwei Jahren) Zuschlag belastet, lange Haltedauern ab fünf Jahren jährlich um 3 Prozent entlastet, maximal um die Hälfte.

Recht & Bewilligungen

Amtsnotariat und Grundbuchamt aus einer Hand

Beurkundet wird ausschliesslich durch staatliche Notariate, zuständig nach Lage des Grundstücks. Das schliesst die Notarwahl aus, macht die Gebühren aber vorhersehbar und verkürzt den Weg zwischen Beurkundung und Grundbucheintrag.

Recht & Bewilligungen

Formularpflicht für den Anfangsmietzins

Seit dem 1. November 2013 müssen Vermieterinnen und Vermieter im ganzen Kanton den bisherigen Mietzins auf einem amtlichen Formular offenlegen. Die Pflicht gilt, solange der Leerwohnungsbestand höchstens 1,5 Prozent beträgt — er lag am 1. Juni 2025 bei 0,48 Prozent.

Nachfrage & Zielgruppen

Leerstand auf dem tiefsten Stand seit über 20 Jahren

Am 1. Juni 2025 standen im Kanton 3'815 Wohnungen leer, das entspricht 0,48 Prozent. In der Stadt Zürich waren es 0,10 Prozent, in Winterthur 0,18 Prozent. Erstmals seit 2003 lag keine Zürcher Region über einem Prozent.

Bauzonen & Raumplanung

Verdichtung nach innen statt Einzonung

Die Wohnbautätigkeit stagniert seit Jahren, und Ersatzneubauten ersetzen zunehmend Neubauten auf unbebautem Land. Wo aufgezont wird, entstehen Wohnungen dort, wo bereits Infrastruktur besteht — vor allem im Glatt- und Limmattal sowie entlang der S-Bahn-Achsen.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: Kanton Zürich, BWO, ARE

Recht & Kosten

Recht und Kosten kompakt

Mietpreisbremse
Gilt in Zürich. Keine Mietpreisbremse. Es gilt die Formularpflicht für den Anfangsmietzins (Art. 270 Abs. 2 OR) seit 1. November 2013; Referenzzinssatz 1,25 Prozent.
Grundstückgewinnsteuer beim Verkauf
Progressiv von 10 bis 40 Prozent des steuerbaren Gewinns, erhoben durch die Gemeinde. Freigrenze 5'000 Franken, Zuschlag von 50 beziehungsweise 25 Prozent bei Verkauf innert einem oder zwei Jahren, Ermässigung von 3 Prozent je Jahr ab fünf Jahren Besitzdauer bis maximal 50 Prozent.
Formularpflicht Anfangsmietzins
Nach § 229b EG ZGB und dem Regierungsratsbeschluss vom 11. September 2013 ist bei jedem neuen Mietvertrag das Formular nach Art. 270 Abs. 2 OR zu verwenden. Der Anfangsmietzins kann innert 30 Tagen bei der Schlichtungsbehörde angefochten werden.
Lex Koller
Personen mit Wohnsitz im Ausland brauchen für den Erwerb von Wohnraum eine Bewilligung. Wer als EU/EFTA-Bürgerin oder -Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B oder C im Kanton wohnt, kauft dagegen ohne Bewilligung.
Eigenmietwert-Systemwechsel
Nach heutigem Stand tritt der Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung am 1. Januar 2029 in Kraft. Bis dahin bleiben Eigenmietwert, Schuldzinsabzug und Unterhaltsabzug in der bisherigen Form bestehen.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Budget

Was bekomme ich wo für mein Budget?

Wohnfläche zum Durchschnittspreis der einzelnen Gemeinden.

  1. Zürich30

Wohnfläche zum jeweiligen Durchschnittspreis, ohne Kaufnebenkosten. Orientierungswert, keine Objektbewertung.

Miet- und Kaufmarkt

Mieten oder kaufen im Kanton Zürich

Mietmarkt

Mietmarkt

Angebotsmiete im Mittel
≈ 31 CHF/m²
Angebotsmieten
+3,3 % / 12 Mte.
Bestandsmieten (ZKB)
−1,1 % / 12 Mte.
Leerwohnungsziffer
0,48 %
Kaufmarkt

Kaufmarkt

Eigentumswohnung Median
11'461 CHF/m²
Spanne Wohnungen
6'796–22'822 CHF
Wohnungspreise
+3,3 % / 12 Mte.
Referenzzinssatz
1,25 %

Der Mietmarkt ist mit 0,48 Prozent Leerstand stärker angespannt als der Kaufmarkt, das Kaufpreisniveau ist zugleich das höchste der Deutschschweiz. Welche Variante günstiger ist, hängt stark von Gemeinde, Eigenmittelquote und Haltedauer ab.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: RealAdvisor, SMG, ZKB, Statistik ZH

Marktprognose

Ausblick für den Kanton Zürich

Grundtendenz: steigendHorizont: 12–24 Monate

Knappes Angebot prägt die Ausgangslage: Leerstand auf dem tiefsten Stand seit über 20 Jahren, stagnierende Bautätigkeit, Bevölkerung 2025 plus 0,8 Prozent. Der ZWEX legte im 2. Quartal 2026 um 2,2 Prozent zum Vorjahr zu. Bremse bleibt die Tragbarkeit.

Basisszenario
+1 bis +3 %
Wahrscheinlichkeit rund 60 %

Angebot bleibt knapp, Zinsen bleiben tief, die Preise steigen weiter im Tempo der letzten Quartale. Ländliche Regionen wie das Weinland und das Oberland holen anteilig stärker auf als die Seegemeinden.

Optimistisch
+3 bis +5 %
Wahrscheinlichkeit rund 20 %

Sinkende Hypothekarzinsen und anhaltende Zuwanderung verschärfen den Nachfrageüberhang. Die Bautätigkeit reagiert wegen langer Bewilligungsverfahren erst mit mehreren Jahren Verzögerung.

Konservativ
−2 bis 0 %
Wahrscheinlichkeit rund 20 %

Steigende Kapitalmarktzinsen oder eine konjunkturelle Eintrübung im Finanz- und Industriesektor dämpfen die Zahlungsbereitschaft. Zuerst betroffen wären die obersten Preissegmente am Zürichsee.

Einflussfaktoren

  • Zuwanderung und Bevölkerungswachstum · stützend · 1'628'081 Personen Ende 2025, plus 0,8 Prozent
  • Leerwohnungsziffer auf 20-Jahres-Tief · stützend · 0,48 Prozent, Stadt Zürich nur 0,10 Prozent
  • Stagnierende Bautätigkeit · stützend · Ersatzneubau verdrängt Neubau auf freiem Land
  • Tragbarkeit und kalkulatorischer Zins · belastend · 4,5 bis 5 Prozent begrenzen den Käuferkreis
  • Referenzzinssatz stabil bei 1,25 Prozent · neutral · Seit 2. Juni 2026 unverändert (BWO)
  • Eigenmietwert-Systemwechsel · neutral · Nach heutigem Stand ab 1. Januar 2029

Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.

Stand: 2026-08-01 · Quelle: ZKB, Statistik ZH, BWO

Häufige Fragen zum Immobilienmarkt im Kanton Zürich

Was kostet eine Eigentumswohnung im Kanton Zürich?

Im August 2026 kostet eine Eigentumswohnung im Kanton Zürich im Median 11'461 CHF je Quadratmeter, mit einer Spanne von 6'796 bis 22'822 CHF (RealAdvisor). Der Medianpreis einer verkauften Eigentumswohnung lag 2025 laut Statistischem Amt des Kantons Zürich bei 1,2 Millionen Franken. Zwischen Kilchberg mit rund 19'900 CHF/m² und Dietikon mit rund 9'900 CHF/m² liegt ein Faktor von etwa zwei.

Was kostet ein Haus im Kanton Zürich?

Häuser kosten im Kanton Zürich im August 2026 im Median 10'746 CHF je Quadratmeter, die Spanne reicht von 6'045 bis 22'164 CHF (RealAdvisor). Der Medianpreis eines verkauften Einfamilienhauses beträgt rund 1,6 Millionen Franken und liegt damit 45 Prozent über dem Wert von vor zehn Jahren (Statistisches Amt Kanton Zürich). Jährlich wechseln rund 2'200 Einfamilienhäuser die Hand, bei einem Bestand von knapp 120'000 Objekten.

Welche Gemeinde im Kanton Zürich ist am teuersten?

Die höchsten Quadratmeterpreise werden am Zürichsee erzielt: Kilchberg liegt bei rund 19'886 CHF/m², Erlenbach bei 18'649 CHF/m², Küsnacht bei 17'579 CHF/m² und Zollikon bei 17'435 CHF/m² (RealAdvisor, August 2026). Die Stadt Zürich folgt mit 16'858 CHF/m². Der ZWEX-Teilindex «See» der Zürcher Kantonalbank stieg im zweiten Quartal 2026 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wo ist Wohneigentum im Kanton Zürich am günstigsten?

Am günstigsten ist Wohneigentum im Zürcher Weinland und in Teilen des Oberlands. Im Bezirk Andelfingen bewegen sich aktuelle Bewertungen zwischen rund 7'455 und 9'468 CHF je Quadratmeter (RealAdvisor, August 2026). Auch im Limmattal ist das Niveau moderat: Dietikon liegt bei rund 9'894 CHF/m², Winterthur bei 10'094 CHF/m². Die untere Kantonsspanne beginnt bei 6'796 CHF/m² für Wohnungen.

Steigen oder fallen die Preise im Kanton Zürich?

Die Preise steigen. Der Wohneigentumsindex ZWEX der Zürcher Kantonalbank legte im zweiten Quartal 2026 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu. RealAdvisor weist für Wohnungen ein Plus von 3,3 Prozent und für Häuser von 2,7 Prozent über zwölf Monate aus. Über fünf Jahre beträgt der Anstieg bei Wohnungen 23,6 Prozent, über zehn Jahre 49,2 Prozent.

Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter im Kanton Zürich?

Für Mietwohnungen werden im Kanton Zürich im Mittel rund 31 CHF je Quadratmeter und Monat verlangt (RealAdvisor, August 2026; 372 CHF je Quadratmeter und Jahr). In der Stadt Zürich liegen die Angebotsmieten deutlich höher, bei rund 41 CHF/m² im Median. Die Angebotsmieten im Kanton stiegen im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent, schweizweit um 2,5 Prozent (SMG/homegate).

Lohnt sich eine Kapitalanlage im Kanton Zürich?

Der Kanton Zürich verbindet die höchsten Kaufpreise der Deutschschweiz mit dem knappsten Angebot: Bei 11'461 CHF/m² Kaufpreis und rund 31 CHF/m² Monatsmiete ist die Bruttomietrendite entsprechend tief, das Wiedervermietungsrisiko bei 0,48 Prozent Leerstand aber ebenfalls gering. Zu berücksichtigen sind die Grundstückgewinnsteuer beim Verkauf, die Formularpflicht beim Anfangsmietzins und der Sanierungsbedarf im Altbestand. Dies ist keine Anlageempfehlung.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich im Kanton Zürich rechnen?

Rund 0,2 Prozent des Kaufpreises. Der Kanton Zürich erhebt seit dem 1. Januar 2005 keine Handänderungssteuer; es fallen lediglich die Beurkundungsgebühr des Notariats von etwa 0,1 Prozent (zuzüglich MWST) und die Grundbuchgebühr von etwa 0,1 Prozent an. Bei einem Kaufpreis von einer Million Franken sind das rund 2'000 Franken. Wird ein Schuldbrief errichtet, kommen nochmals je rund 0,1 Prozent der Pfandsumme dazu.

Gibt es im Kanton Zürich eine Handänderungssteuer?

Nein. Der Kanton Zürich hat die Handänderungssteuer per 1. Januar 2005 abgeschafft und erhebt nur noch Grundbuch- und Beurkundungsgebühren. Die im Grundbuchverkehr gebräuchliche Bezeichnung «Handänderungsgebühr» meint diese Gebühr und nicht eine Steuer. Beim Verkauf fällt dagegen die kommunale Grundstückgewinnsteuer an, die von der Verkäuferschaft getragen wird.

Gilt im Kanton Zürich eine Mietpreisbremse?

Eine Mietpreisbremse nach deutschem Vorbild gibt es in der Schweiz nicht. Im Kanton Zürich gilt seit dem 1. November 2013 die Formularpflicht für den Anfangsmietzins nach Art. 270 Abs. 2 OR: Der bisherige Mietzins muss auf einem amtlichen Formular offengelegt werden, solange der Leerwohnungsbestand höchstens 1,5 Prozent beträgt. Am 1. Juni 2025 lag er bei 0,48 Prozent. Der Anfangsmietzins kann innert 30 Tagen angefochten werden.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung im Kanton Zürich?

Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises, wovon höchstens die Hälfte aus der zweiten Säule stammen darf; 10 Prozent müssen also aus echten Eigenmitteln oder der Säule 3a kommen. Bei einer Wohnung von 100 Quadratmetern zum Medianpreis, rund 1,15 Millionen Franken, sind das etwa 230'000 Franken Eigenmittel, davon mindestens 115'000 Franken ohne Pensionskassenbezug. Dazu kommen rund 0,2 Prozent Kaufnebenkosten.

Wie wird die Tragbarkeit einer Hypothek berechnet?

Banken rechnen nicht mit dem tatsächlichen, sondern mit einem kalkulatorischen Zinssatz von banküblich 4,5 bis 5 Prozent. Zusammen mit rund einem Prozent Unterhalt und Nebenkosten sowie der Amortisation auf zwei Drittel der Belehnung binnen 15 Jahren dürfen die Wohnkosten ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Für eine Wohnung zu 1,15 Millionen Franken sind damit rund 200'000 Franken Jahreseinkommen nötig.

Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung im Kanton Zürich?

Belastbare kantonale Zahlen zur Vermarktungsdauer werden nicht amtlich publiziert. Als Indikator dient der Leerstand: Mit 0,48 Prozent im Kanton, 0,10 Prozent in der Stadt Zürich und 0,18 Prozent in Winterthur ist das Angebot so knapp wie seit über 20 Jahren nicht mehr (Statistisches Amt Kanton Zürich, 1. Juni 2025). In den Seegemeinden begrenzt allerdings die Tragbarkeit den Käuferkreis, was die Vermarktung im obersten Preissegment verlängern kann.

Wie hoch ist die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zürich?

Sie beträgt 10 bis 40 Prozent des steuerbaren Gewinns und wird von der Gemeinde erhoben, nicht vom Kanton. Die ersten 4'000 Franken Gewinn werden mit 10 Prozent besteuert, Gewinnanteile über 100'000 Franken mit 40 Prozent; Gewinne unter 5'000 Franken bleiben steuerfrei. Bei Verkauf innert eines Jahres kommt ein Zuschlag von 50 Prozent dazu, innert zwei Jahren 25 Prozent. Ab fünf Besitzjahren sinkt die Steuer um 3 Prozent je Jahr, maximal um 50 Prozent.

Kann ich die Grundstückgewinnsteuer aufschieben?

Ja, bei einer Ersatzbeschaffung. Wer den Erlös aus dem Verkauf des selbstbewohnten Eigenheims innert angemessener Frist in ein neues, ebenfalls selbstbewohntes Objekt in der Schweiz investiert, kann die Steuer aufschieben (§§ 216 ff. Steuergesetz des Kantons Zürich). Aufgeschoben heisst nicht erlassen: Die Steuer wird beim späteren Verkauf fällig. Den Einzelfall klärt das Gemeindesteueramt.

Wer zahlt im Kanton Zürich die Maklerprovision?

In der Regel die Verkäuferschaft. Marktüblich sind 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Anders als in Deutschland gibt es keine gesetzliche hälftige Teilung; für Käuferinnen und Käufer entstehen daher meist keine zusätzlichen Maklerkosten. Vereinbart wird die Provision im Maklervertrag, der Höhe und Erfolgsfall regelt.

Was kostet der Notar beim Hauskauf im Kanton Zürich?

Rund 0,1 Prozent des Kaufpreises für die Beurkundung, zuzüglich Mehrwertsteuer, plus rund 0,1 Prozent Grundbuchgebühr. Im Kanton Zürich beurkunden ausschliesslich staatliche Notariate; zuständig ist das Notariat am Ort des Grundstücks, eine freie Notarwahl gibt es nicht. Käuferschaft und Verkäuferschaft haften solidarisch für die Gebühren, die Aufteilung regelt der Kaufvertrag.

Wie hoch ist die Leerwohnungsziffer im Kanton Zürich?

Am 1. Juni 2025 standen im Kanton Zürich 3'815 Wohnungen leer, das entspricht einer Leerwohnungsziffer von 0,48 Prozent und dem tiefsten Wert seit über 20 Jahren (Statistisches Amt Kanton Zürich). Ein Jahr zuvor waren es 0,56 Prozent. Am tiefsten liegen die Werte in der Stadt Zürich mit 0,10 Prozent und in Winterthur mit 0,18 Prozent, am höchsten am Pfannenstiel mit 0,85 Prozent und im Oberland mit 0,82 Prozent.

Was kostet eine Wohnung in Winterthur?

In Winterthur kostet eine Eigentumswohnung im August 2026 rund 10'094 CHF je Quadratmeter, ein Haus rund 9'911 CHF/m² (RealAdvisor). Das sind gut 40 Prozent weniger als in der Stadt Zürich mit 16'858 CHF/m². Der Leerstand lag in Winterthur am 1. Juni 2025 bei 0,18 Prozent und damit ebenfalls sehr tief.

Was kostet eine Wohnung in Küsnacht oder Zollikon?

In Küsnacht liegt der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen im August 2026 bei rund 17'579 CHF, in Zollikon bei rund 17'435 CHF (RealAdvisor). Häuser kosten in Küsnacht rund 18'101 CHF/m², in Zollikon rund 17'346 CHF/m². Beide Gemeinden gehören zum ZWEX-Teilindex «See», der im zweiten Quartal 2026 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegte.

Wie teuer sind Uster und Dübendorf im Vergleich zur Stadt Zürich?

Deutlich günstiger: Uster liegt bei rund 10'761 CHF je Quadratmeter, Dübendorf bei rund 11'744 CHF/m², die Stadt Zürich dagegen bei 16'858 CHF/m² (RealAdvisor, August 2026). Wer von der Stadt nach Uster ausweicht, zahlt je Quadratmeter rund ein Drittel weniger. Dübendorf profitiert von der Nähe zum Flughafen und zur Glattalbahn, Uster ist das Zentrum des Zürcher Oberlands.

Können Personen aus dem Ausland im Kanton Zürich eine Wohnung kaufen?

Nur mit Bewilligung, sofern kein Wohnsitz in der Schweiz besteht (Lex Koller). Wer als EU- oder EFTA-Bürgerin beziehungsweise -Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C im Kanton wohnt, kauft dagegen ohne Bewilligung und ist Schweizer Käufern gleichgestellt. Ferienwohnungskontingente kennt der Kanton Zürich nicht; er ist auch vom Zweitwohnungsgesetz nicht betroffen.

Wann wird der Eigenmietwert abgeschafft?

Nach heutigem Stand am 1. Januar 2029. Die Stimmberechtigten nahmen die Vorlage am 28. September 2025 an, und der Bundesrat legte am 1. April 2026 das Inkrafttreten des Systemwechsels bei der Wohneigentumsbesteuerung auf diesen Termin fest. Bis Ende 2028 bleibt der Eigenmietwert steuerbar, und die Abzüge für Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten gelten weiter. Für Zürcher Eigentümerinnen und Eigentümer wird damit der Zeitpunkt grösserer Unterhaltsarbeiten zur Steuerfrage.

Wie hoch ist der Referenzzinssatz und was heisst das für meine Miete?

Der hypothekarische Referenzzinssatz beträgt seit dem 2. Juni 2026 unverändert 1,25 Prozent (BWO). Er ändert sich erst, wenn der Durchschnittszinssatz unter 1,13 oder über 1,37 Prozent liegt. Solange er stabil bleibt, besteht kein Anspruch auf eine Mietzinssenkung aus diesem Grund. Publiziert wird er vierteljährlich, 2026 am 2. März, 1. Juni, 1. September und 1. Dezember.

SARON- oder Festhypothek: Was ist im Kanton Zürich üblich?

Beide Modelle sind verbreitet, und die Wahl ist eine Frage der Risikotragfähigkeit, nicht des Kantons. Die SARON-Hypothek folgt dem kurzfristigen Geldmarktsatz und schwankt vierteljährlich; die Festhypothek sichert den Zins für zwei bis zehn Jahre. Für die Tragbarkeitsrechnung spielt das keine Rolle: Banken kalkulieren unabhängig vom Modell mit 4,5 bis 5 Prozent. Dies ist keine Finanzierungsempfehlung.

Wie viele Menschen leben im Kanton Zürich?

Ende 2025 umfasste die zivilrechtliche Wohnbevölkerung des Kantons Zürich 1'628'081 Personen, rund 13'000 oder 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Statistisches Amt Kanton Zürich, Februar 2026). Das ist einer der niedrigsten Zuwächse der vergangenen 20 Jahre; getragen wird er zu etwa vier Fünfteln von der Zuwanderung aus dem Ausland. Im Referenzszenario der kantonalen Prognose steigt die Bevölkerung bis 2055 auf 1,9 Millionen.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

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Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand August 2026 (RealAdvisor). Sie werden quartalsweise überprüft.

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Weiterführende Seiten

Quellen

  1. Statistisches Amt Kanton Zürich – Immobilienpreise · abgerufen 16.8.2026
  2. Kanton Zürich – Leerwohnungsziffer fällt unter 0,5 Prozent · abgerufen 16.8.2026
  3. Kanton Zürich – Bevölkerungsentwicklung 2025 · abgerufen 16.8.2026
  4. Zürcher Kantonalbank – Wohneigentumsindex ZWEX · abgerufen 16.8.2026
  5. Zürcher Kantonalbank – Altbestandesmietindex · abgerufen 16.8.2026
  6. RealAdvisor – Immobilienpreise Kanton Zürich · abgerufen 16.8.2026
  7. SMG / homegate – Angebotsmietindex Juni 2026 · abgerufen 16.8.2026
  8. BWO – Hypothekarischer Referenzzinssatz · abgerufen 16.8.2026
  9. BWO – Formularpflicht Anfangsmietzins, Verzeichnis 2026 · abgerufen 16.8.2026
  10. ARE – Wohnungsinventar und Zweitwohnungsanteile 2026 · abgerufen 16.8.2026
  11. EFD – Systemwechsel Wohneigentumsbesteuerung · abgerufen 16.8.2026
  12. Notariate des Kantons Zürich – Gebühren · abgerufen 16.8.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ - keine Anlageberatung.
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