Immobilienmarkt Salzburg
Salzburg ist nach Wien der teuerste Wohnungsmarkt Österreichs – und der am strengsten regulierte. Was Eigentum hier kostet, wo die Unterschiede liegen und welche Zweitwohnsitz-Regeln gelten.

Salzburg im Überblick
Eine Eigentumswohnung kostete im Bundesland Salzburg 2025 typischerweise 318.657 Euro beziehungsweise 5.040 Euro je Quadratmeter. Damit liegt Salzburg beim Quadratmeterpreis österreichweit auf Rang zwei hinter Wien (5.512 Euro/m²) und beim Gesamtpreis auf Rang drei hinter Vorarlberg und Tirol. Die Zahlen stammen aus dem RE/MAX-ImmoSpiegel, der sämtliche im amtlichen Grundbuch verbücherten Kaufverträge auswertet – es sind also tatsächlich bezahlte Preise, keine Angebotspreise.
Das Bundesland umfasst rund 7.150 Quadratkilometer und gliedert sich in die Landeshauptstadt Salzburg sowie fünf Bezirke, die im Sprachgebrauch nach ihren Gauen benannt sind: Flachgau (Salzburg-Umgebung), Tennengau (Hallein), Pongau (St. Johann), Pinzgau (Zell am See) und Lungau (Tamsweg). Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bezirk liegt beim Quadratmeterpreis fast der Faktor zwei.
Zwei Eigenheiten prägen diesen Markt stärker als jeden anderen österreichischen: die extreme Knappheit an Bauland im Salzburger Becken und ein Zweitwohnsitzrecht, das in 82 der 119 Gemeinden greift. Wer in Salzburg kauft, muss in aller Regel nachweisen, dass er dort auch wohnt.
Salzburg in Zahlen
Marktlage 2025/2026: viel mehr Käufe, kaum mehr Preis
Der Salzburger Markt hat 2025 deutlich an Bewegung gewonnen, ohne dass die Preise mitgezogen hätten. 3.178 Eigentumswohnungen wechselten die Eigentümer – ein Plus von 19,4 Prozent gegenüber 2024 und erstmals seit 2022 wieder ein vierstelliger Wert in der Landeshauptstadt allein. Der Transaktionswert stieg um 18,7 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro. Gleichzeitig blieb der Quadratmeterpreis mit plus 0,5 Prozent praktisch unverändert, der Gesamtpreis stieg um 1,6 Prozent – der schwächste Zuwachs aller neun Bundesländer.
Die amtliche Statistik zeichnet dasselbe Bild aus anderer Perspektive: Nach dem Häuserpreisindex der Statistik Austria gingen die Preise in Salzburg 2025 sogar leicht zurück – Häuser um 0,6 Prozent, Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent. Salzburg war damit neben Wien das einzige Bundesland mit rückläufigen Häuserpreisen, während österreichweit ein Plus von 2,6 Prozent zu Buche stand. In der Stadt Salzburg registrierte die Statistik keine messbare Veränderung bei Wohnungen.
Vom Boom über die Zinswende zur Seitwärtsbewegung
Der Median für Wohnhäuser in Salzburg stieg von 3.632 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (2019) auf den Höchststand von 5.333 Euro (2022) und liegt 2025 bei 4.766 Euro – rund elf Prozent unter dem Spitzenwert. Bei Eigentumswohnungen verlief die Kurve flacher: von 4.002 Euro (2019) über 5.012 Euro (2023) auf 4.968 Euro (2025). Ausgelöst hat die Zäsur die Zinswende ab Mitte 2022 in Kombination mit der KIM-Verordnung, die die Kreditvergabe verschärfte.
Beide Bremsen sind gelöst: Die KIM-Verordnung lief am 30. Juni 2025 aus, und das Zinsniveau hat sich seither stabilisiert. Österreichweit wurden 2025 um 18,3 Prozent mehr Wohnimmobilien gekauft – der stärkste Anstieg seit über einem Jahrzehnt. Für die kommenden Jahre zeichnet sich in Salzburg allerdings ein Angebotsproblem ab: Nach 1.420 geplanten neuen Wohneinheiten für 2026 sinkt die Pipeline auf 1.170 (2027) und rund 800 (2028). Zum Vergleich: 2017 wurden im Land Salzburg noch 4.388 Wohnungen fertiggestellt, 2024 waren es 3.370.
Preisentwicklung Salzburg: Median je m² Wohnfläche
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025 (Median je m²)
Wohnung oder Haus? Die Objekttypen im Vergleich
In Salzburg kostet der Quadratmeter Wohnung mehr als der Quadratmeter Haus – 4.968 gegenüber 4.766 Euro im Median. Das wirkt paradox, hat aber zwei nüchterne Gründe: Wohnungen liegen häufiger in nachgefragten Zentrumslagen, und ein grösserer Teil von ihnen wird als Neubau gekauft, während Häuser oft aus dem Bestand kommen. Beim Gesamtpreis kehrt sich das Verhältnis deutlich um.
Ein Einfamilienhaus kostete im Bundesland Salzburg im ersten Halbjahr 2025 typischerweise 627.181 Euro – bei gleichzeitig kräftig gestiegener Nachfrage: 236 Verkäufe bedeuteten ein Plus von 31,8 Prozent. In der Stadt Salzburg selbst liegt das Niveau auf einer anderen Stufe; dort werden für Einfamilienhäuser über 1,2 Millionen Euro aufgerufen, bei rund 100 Verbücherungen im Jahr.
Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind in Salzburg die klassische Kompromissform zwischen Wohnung und freistehendem Haus – vor allem im Flachgau und Tennengau, wo Bauland knapp und verdichtete Bauweise die Regel ist. Eine eigene amtliche Preisreihe wird für diese beiden Typen auf Landesebene nicht veröffentlicht; sie sind im Häuser-Median der Statistik Austria enthalten. Die folgende Tabelle weist deshalb für sie die Bandbreite der Bezirkswerte aus statt einer Scheingenauigkeit.
Objekttypen in Salzburg im Vergleich
| Objekttyp | Preis je m² | Typischer Preis | Merkmal |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | ≈ 5.040 €/m² | ≈ 318.700 € | Einstieg ab ≈ 200.000 € |
| Reihenhaus | ≈ 2.900–4.800 €/m² | Bandbreite je Bezirk | Verdichtet, v. a. Flachgau |
| Doppelhaushälfte | ≈ 2.900–4.800 €/m² | Bandbreite je Bezirk | Umland, knappes Bauland |
| Einfamilienhaus | ≈ 4.766 €/m² (Median) | ≈ 627.200 € | Stadt Salzburg über 1,2 Mio. € |
Quelle: Statistik Austria 2025, RE/MAX-ImmoSpiegel 2025, Team Rauscher 2026
Wohnungspreis je m² nach Bezirk (2025)
Quelle: RE/MAX-ImmoSpiegel 2025, alle Grundbuchseintragungen
Lagen und Bezirke: wo Salzburg wie teuer ist
2025 hat sich das Ranking an der Spitze verschoben: Nicht die Landeshauptstadt, sondern der Flachgau war der teuerste Salzburger Bezirk. Der Grund ist eine Ausweichbewegung – wer sich die Stadt nicht mehr leisten kann, kauft im direkt angrenzenden Umland, wo die Anbindung gut und das Bauland ähnlich knapp ist.
- Flachgau (Salzburg-Umgebung): 337.964 Euro je Wohnung (+3,4 %), 5.006 Euro/m², 724 Kaufakte (+31,9 %). Teuerster Bezirk des Landes. Anif zählt mit 1.851 Euro/m² Baugrund zu den zehn teuersten Grundstücksgemeinden Österreichs.
- Stadt Salzburg: 328.122 Euro (−3,2 %), aber mit 5.413 Euro/m² weiterhin der höchste Quadratmeterpreis. 1.343 Verkäufe (+37,0 %). Baugrund kostete rund 1.345 Euro/m².
- Tennengau (Hallein): 323.428 Euro (+2,8 %) – so viel wie nie zuvor –, 4.758 Euro/m². Mit 141 Verkäufen (−12,4 %) zugleich der schwächste Mengenwert seit Jahren.
- Pongau (St. Johann): 307.628 Euro (+9,0 %), 4.809 Euro/m², 465 Verkäufe (+7,1 %). Erstmals über der Marke von 300.000 Euro – der stärkste Preisanstieg aller Salzburger Bezirke.
- Pinzgau (Zell am See): 289.955 Euro (−4,6 %), 4.748 Euro/m², 437 Verkäufe (−8,4 %) – weniger als die Hälfte des Werts von 2021 (901).
- Lungau (Tamsweg): 199.366 Euro (−1,3 %), 2.875 Euro/m², 68 Verkäufe (+11,5 %). Der mit Abstand günstigste Bezirk; im unteren Preisviertel waren Wohnungen bis 113.750 Euro zu haben.
Innerhalb der Stadt Salzburg ist die Spreizung ebenfalls erheblich. Im Neubau überschreiten Aigen und Morzg regelmässig die Marke von 10.000 Euro je Quadratmeter, im Bestand werden in Leopoldskron bis zu 8.000 Euro erzielt. Eine gebrauchte Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern kostete 2025 im Schnitt rund 330.000 Euro (+5,6 %), dieselbe Wohnung im Neubau knapp 620.000 Euro.
Die Salzburger Besonderheit: Zweitwohnsitz und Grundverkehr
Kein anderes österreichisches Bundesland reguliert den privaten Wohnungserwerb so streng wie Salzburg. Wer hier kauft, sollte die Zweitwohnsitzfrage vor der Objektsuche klären, nicht danach – sie entscheidet darüber, ob eine Immobilie für den geplanten Zweck überhaupt in Frage kommt.
82 von 119 Gemeinden sind Beschränkungsgemeinden
Nach dem Salzburger Raumordnungsgesetz gilt eine Gemeinde als Zweitwohnung-Beschränkungsgemeinde, sobald der Anteil der Zweitwohnungen 16 Prozent des Wohnungsbestands übersteigt. Seit 1. Jänner 2019 trifft das auf 82 der 119 Salzburger Gemeinden zu – einschliesslich der Landeshauptstadt und praktisch aller Tourismusorte in Pinzgau und Pongau. Zweitwohnungen dürfen dort nur noch in eigens ausgewiesenen Zeitwohngebieten begründet werden. Die übrigen 37 Gemeinden können solche Beschränkungen freiwillig festlegen.
Von der Negativ- zur Positiverklärung
Die entscheidende Verschärfung brachte das Salzburger Grundverkehrsgesetz 2023. Früher genügte die Erklärung, das Objekt nicht als Zweitwohnsitz zu nutzen. Heute verlangt die Positiverklärung den aktiven Nachweis, dass tatsächlich ein Hauptwohnsitz begründet wird – üblicherweise innerhalb einer gesetzlichen Frist und über mehrere Jahre aufrechtzuerhalten. Die Grundverkehrsbehörde prüft das; ohne die Erklärung kommt die Eintragung im Grundbuch nicht zustande.
Verstösse werden empfindlich sanktioniert: Das Raumordnungsgesetz sieht Geldbussen von bis zu 25.000 Euro vor, bei unzulässiger Zweitwohnsitznutzung oder ungenehmigter touristischer Vermietung bis zu 50.000 Euro. Im Extremfall droht ein Nutzungsverbot und in der Folge die Zwangsversteigerung der Liegenschaft. Diese Regeln gelten für inländische wie ausländische Käufer gleichermassen; für Erwerber ausserhalb der EU und des EWR kommt zusätzlich eine Genehmigung nach dem Ausländergrundverkehr hinzu.
Was das für den Markt bedeutet
Die Regulierung erklärt einen guten Teil der Salzburger Preisdynamik. Sie hält Ferienwohnungs-Nachfrage aus dem regulären Wohnungsmarkt heraus, verknappt aber zugleich das Angebot in den Tourismusregionen: Im Pinzgau sind die Verkaufsmengen seit 2021 um mehr als die Hälfte gefallen. Gleichzeitig sorgt die Baulandknappheit im Salzburger Becken – eingeklemmt zwischen Stadtbergen, Salzach und Landesgrenze – dafür, dass Grundstückspreise stärker steigen als Objektpreise: 383 Euro je Quadratmeter im Landesschnitt 2025 gegenüber 308 Euro im Vorjahr, bei einem Österreichwert von 135 Euro.
Kaufnebenkosten in Österreich
Rechnen Sie in Österreich mit rund 10 bis 12 Prozent Kaufnebenkosten, wenn ein Makler beteiligt ist, und mit etwa 6 bis 7 Prozent beim Direkterwerb. Die beiden fixen Positionen sind die Grunderwerbsteuer von 3,5 Prozent und die Grundbucheintragungsgebühr von 1,1 Prozent des Kaufpreises. Wird die Finanzierung besichert, kommt die Pfandrechtseintragungsgebühr von 1,2 Prozent des Pfandbetrags hinzu.
Wichtig für 2026: Die befristete Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr für Käufe bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro zur Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses ist mit 30. Juni 2026 ausgelaufen. Für Anträge, die danach beim Grundbuchsgericht eingelangt sind, fallen die 1,1 und 1,2 Prozent wieder regulär an – eine Ersparnis von bis zu rund 11.500 Euro entfällt damit.
Kaufnebenkosten – Beispiel für 400.000 Euro Kaufpreis
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 14.000 € |
| Grundbucheintragungsgebühr | 1,1 % | 4.400 € |
| Vertragserrichtung (netto) | 1–3 % | 4.000–12.000 € |
| Pfandrechtseintragung | 1,2 % des Pfandbetrags | 3.840 € bei 320.000 € |
| Maklerprovision Käufer | max. 3 % + 20 % USt | bis 14.400 € |
| Summe ohne Makler | ≈ 6–7 % | ≈ 24.000–28.000 € |
| Summe mit Makler | ≈ 10–12 % | ≈ 40.000–48.000 € |
Quelle: Österreichisches Recht, Stand Juli 2026, 80 % Fremdfinanzierung
Grundbuch und Erwerb: der Ablauf
Eigentum an einer österreichischen Liegenschaft entsteht erst mit der Eintragung im Grundbuch, nicht mit der Unterschrift unter dem Kaufvertrag. Den Vertrag errichtet ein Rechtsanwalt oder Notar, der zugleich als Treuhänder den Kaufpreis verwahrt und die Selbstberechnung der Grunderwerbsteuer vornimmt. Die Unterschriften sind zu beglaubigen.
In Salzburg schiebt sich zwischen Vertrag und Eintragung ein zusätzlicher Schritt: die Erklärung beziehungsweise Genehmigung nach dem Grundverkehrsgesetz. Erst wenn diese vorliegt, kann das Grundbuchsgericht einverleiben. Rechnen Sie deshalb mit einer längeren Abwicklung als in Bundesländern ohne vergleichbare Beschränkungen. Vor Vertragsunterzeichnung empfiehlt sich zudem der Blick in den aktuellen Grundbuchsauszug und in den Flächenwidmungsplan der Gemeinde – Letzterer zeigt, ob ein Objekt in einem Zeitwohngebiet liegt.
Stand der Daten: Juli 2026, Quellen sind unten ausgewiesen. Regionale Einzelwerte können erheblich von Median- und Mittelwerten abweichen. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Salzburg
Was kostet eine Eigentumswohnung in Salzburg?
Im Bundesland Salzburg kostete eine Eigentumswohnung 2025 typischerweise 318.657 Euro beziehungsweise 5.040 Euro je Quadratmeter. Das ist der höchste Wert seit Beginn der RE/MAX-Auswertung im Jahr 2009, der Anstieg gegenüber 2024 fiel mit 1,6 Prozent aber am schwächsten aller Bundesländer aus.
Ist Salzburg das teuerste Bundesland Österreichs?
Nein, aber es liegt im Spitzenfeld. Beim Quadratmeterpreis für Wohnungen ist Salzburg mit 5.040 Euro/m² die Nummer zwei hinter Wien (5.512 Euro/m²). Beim Gesamtpreis pro Wohnung liegt Salzburg auf Rang drei hinter Vorarlberg und Tirol – aber vor Wien.
Welcher Salzburger Bezirk ist der teuerste?
2025 war es der Flachgau mit 337.964 Euro je Wohnung – erstmals vor der Landeshauptstadt (328.122 Euro). Beim Quadratmeterpreis führt weiterhin die Stadt Salzburg mit 5.413 Euro/m² vor dem Flachgau mit 5.006 Euro/m².
Wo kauft man in Salzburg am günstigsten?
Im Lungau. Eine Eigentumswohnung kostete dort 2025 im Schnitt 199.366 Euro und 2.875 Euro je Quadratmeter – rund 47 Prozent weniger als in der Stadt Salzburg. Im unteren Preisviertel waren Wohnungen bis 113.750 Euro zu haben.
Was kostet ein Haus in Salzburg?
Der Median liegt bei 4.766 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (Statistik Austria, 2025). Ein Einfamilienhaus kostete im Bundesland im ersten Halbjahr 2025 typischerweise 627.181 Euro; in der Stadt Salzburg liegen die Preise bei über 1,2 Millionen Euro.
Warum ist der Quadratmeter Wohnung teurer als der Quadratmeter Haus?
Weil Wohnungen häufiger in nachgefragten Zentrumslagen liegen und öfter als Neubau gekauft werden, während Häuser meist aus dem Bestand stammen. Beim Gesamtpreis dreht sich das Verhältnis: Ein Haus kostet in Salzburg rund doppelt so viel wie eine Wohnung.
Lohnt sich ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte in Salzburg?
Beide sind im Flachgau und Tennengau die gängige Antwort auf knappes Bauland – sie bieten Hausqualität zu einem Preis unterhalb des freistehenden Einfamilienhauses. Eine eigene amtliche Preisreihe wird für Salzburg nicht veröffentlicht; die Werte liegen innerhalb der Bezirksbandbreite von rund 2.900 bis 4.800 Euro je Quadratmeter.
Was kostet Bauland in Salzburg?
2025 lag der Landesschnitt bei 383 Euro je Quadratmeter – fast das Dreifache des Österreichwerts von 135 Euro. In der Stadt Salzburg kostete der Quadratmeter rund 1.345 Euro, in Anif im Flachgau 1.851 Euro. Damit zählt Anif zu den zehn teuersten Grundstücksgemeinden Österreichs.
Wie hoch sind die Mieten in Salzburg?
Das Bundesland Salzburg hat mit durchschnittlich 11,90 Euro je Quadratmeter inklusive Betriebskosten die höchsten Mieten Österreichs, vor Tirol (11,50 Euro) und Vorarlberg (11,30 Euro). Der Österreichschnitt lag 2024 bei 9,80 Euro.
Was kostet eine Mietwohnung in der Stadt Salzburg?
Für neue Mietwohnungen über 50 Quadratmeter werden in Standardlage rund 12,47 Euro je Quadratmeter Nettomiete verlangt, in Toplagen 14,50 bis 17,00 Euro (Stand Juni 2026). Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern kostet warm über 1.500 Euro im Monat.
Sind die Mieten im Salzburger Umland günstiger?
Ja, deutlich. In Flachgau und Tennengau liegen die Nettomieten in Standardlage bei 9,00 bis 10,60 Euro je Quadratmeter, im Pinzgau bei 8,90 bis 10,30 Euro – gegenüber 12,47 Euro in der Stadt. Die Steigerungsraten waren 2025/2026 mit bis zu fünf Prozent allerdings ähnlich hoch.
Wie hat sich der Salzburger Markt 2025 entwickelt?
Die Mengen zogen kräftig an, die Preise kaum. 3.178 Wohnungen wurden verbüchert – 19,4 Prozent mehr als 2024 –, während der Quadratmeterpreis nur um 0,5 Prozent stieg. Nach dem amtlichen Häuserpreisindex gingen die Preise in Salzburg 2025 sogar leicht zurück.
Sind die Immobilienpreise in Salzburg 2025 gestiegen oder gefallen?
Das hängt von der Datenquelle ab. Nach Grundbuchauswertung des RE/MAX-ImmoSpiegels stieg der typische Wohnungspreis um 1,6 Prozent. Der qualitätsbereinigte Häuserpreisindex der Statistik Austria weist dagegen minus 0,8 Prozent bei Wohnungen und minus 0,6 Prozent bei Häusern aus – Salzburg war damit neben Wien das einzige Bundesland mit sinkenden Häuserpreisen.
Wie weit liegen die Preise unter dem Höchststand von 2022?
Bei Häusern rund elf Prozent: Der Median fiel von 5.333 Euro je Quadratmeter (2022) auf 4.766 Euro (2025). Bei Eigentumswohnungen ist der Abstand gering – 4.968 gegenüber 4.950 Euro, das Niveau von 2022 ist praktisch wieder erreicht.
Wie ist der Ausblick für den Salzburger Markt?
Mittelfristig spricht die Angebotsseite für steigende Preise. Die Zahl der geplanten neuen Wohneinheiten sinkt von 1.420 (2026) über 1.170 (2027) auf rund 800 (2028), während 2017 im Land noch 4.388 Wohnungen fertiggestellt wurden. Wird die Nachfrage nicht schwächer, dürfte die Verknappung ab Ende 2026 auf die Preise durchschlagen.
Welche Rolle spielte die KIM-Verordnung?
Sie war neben der Zinswende der zweite Bremsklotz der Konsolidierungsphase ab 2022, weil sie Eigenmittel- und Quotenvorgaben für Wohnbaukredite verschärfte. Die Verordnung lief am 30. Juni 2025 aus; seither haben Banken wieder mehr Spielraum, was 2025 österreichweit zu 18,3 Prozent mehr Wohnimmobilienkäufen beitrug.
In welche Bezirke gliedert sich das Bundesland Salzburg?
In die Landeshauptstadt Salzburg und fünf Bezirke, die üblicherweise nach ihren Gauen benannt werden: Flachgau (Salzburg-Umgebung), Tennengau (Hallein), Pongau (St. Johann im Pongau), Pinzgau (Zell am See) und Lungau (Tamsweg).
Welche Stadtteile in Salzburg sind am teuersten?
Aigen und Morzg. Dort überschreiten Neubaupreise regelmässig 10.000 Euro je Quadratmeter. Im Bestand werden in Leopoldskron bis zu 8.000 Euro je Quadratmeter erzielt, während in den günstigsten Stadtteilen einfache Drei-Zimmer-Wohnungen ab etwa 200.000 Euro beginnen.
Warum ist der Flachgau so gefragt?
Weil er die Ausweichlage für die zu teuer gewordene Landeshauptstadt ist – bei guter Anbindung und ähnlich knappem Bauland. 2025 stiegen die Kaufakte dort um 31,9 Prozent auf 724, und der Bezirk löste die Stadt als teuersten Salzburger Bezirk ab.
Was ist im Pinzgau anders als im Rest des Landes?
Der Pinzgau ist die am stärksten touristisch geprägte Region – und die am stärksten von der Zweitwohnsitzregulierung betroffene. Die Verkaufsmengen sind von 901 (2021) auf 437 (2025) gefallen, mehr als eine Halbierung, bei zuletzt sinkenden Preisen von 289.955 Euro je Wohnung (−4,6 %).
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Österreich?
Sie beträgt 3,5 Prozent der Gegenleistung bei entgeltlichem Erwerb zwischen Fremden. Innerhalb des engen Familienkreises gilt ein günstigerer Stufentarif ab 0,5 Prozent. Anders als in Deutschland ist der Satz bundeseinheitlich und nicht je Bundesland verschieden.
Was kostet die Eintragung im Grundbuch?
Die Grundbucheintragungsgebühr beträgt 1,1 Prozent der Bemessungsgrundlage, üblicherweise des Kaufpreises. Wird die Finanzierung besichert, kommt die Pfandrechtseintragungsgebühr von 1,2 Prozent des Pfandbetrags hinzu.
Gibt es noch die Befreiung von der Grundbucheintragungsgebühr?
Nein. Die befristete Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr für Käufe bis 500.000 Euro Bemessungsgrundlage zur Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses ist mit 30. Juni 2026 ausgelaufen. Sie brachte zuvor eine Ersparnis von bis zu rund 11.500 Euro.
Mit wie viel Kaufnebenkosten muss ich in Salzburg rechnen?
Mit rund 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises, wenn ein Makler beteiligt ist, und mit etwa 6 bis 7 Prozent beim Direkterwerb. Bei 400.000 Euro Kaufpreis sind das grob 40.000 bis 48.000 Euro beziehungsweise 24.000 bis 28.000 Euro.
Wie hoch ist die Maklerprovision in Österreich?
Maximal 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer je Partei, also bis zu 3,6 Prozent brutto. Anders als in Deutschland gibt es beim Wohnungs- und Einfamilienhauskauf keine gesetzlich vorgeschriebene hälftige Teilung zwischen Käufer und Verkäufer.
Darf ich in Salzburg eine Ferienwohnung kaufen?
Nur eingeschränkt. In 82 der 119 Salzburger Gemeinden dürfen Zweitwohnungen ausschliesslich in eigens ausgewiesenen Zeitwohngebieten begründet werden. Ausserhalb dieser Zonen ist die Nutzung als Freizeitwohnsitz unzulässig – unabhängig davon, ob der Käufer Inländer oder Ausländer ist.
Was ist die Positiverklärung nach dem Grundverkehrsgesetz?
Seit dem Salzburger Grundverkehrsgesetz 2023 muss der Käufer in einer Beschränkungsgemeinde aktiv erklären und nachweisen, dass er am Objekt einen Hauptwohnsitz begründet. Die frühere Negativerklärung – die blosse Zusicherung, es nicht als Zweitwohnsitz zu nutzen – genügt nicht mehr.
Welche Strafen drohen bei unzulässiger Zweitwohnsitznutzung?
Das Salzburger Raumordnungsgesetz sieht Geldbussen bis 25.000 Euro vor, bei unzulässiger Zweitwohnsitznutzung oder ungenehmigter touristischer Vermietung bis zu 50.000 Euro. Im Extremfall kann ein Nutzungsverbot und in der Folge die Zwangsversteigerung der Liegenschaft verhängt werden.
Können Ausländer in Salzburg Immobilien kaufen?
Ja. Käufer aus der EU und dem EWR sind Inländern gleichgestellt und unterliegen denselben Zweitwohnsitzbeschränkungen. Für Erwerber aus Drittstaaten ist zusätzlich eine Genehmigung nach dem Ausländergrundverkehr erforderlich, die bei der Grundverkehrsbehörde des Landes einzuholen ist.
Wie lange dauert ein Immobilienkauf in Salzburg?
Länger als in Bundesländern ohne Grundverkehrsbeschränkungen, weil sich zwischen Kaufvertrag und Grundbuchseintragung die Erklärung beziehungsweise Genehmigung nach dem Grundverkehrsgesetz schiebt. Erst wenn diese vorliegt, kann das Grundbuchsgericht einverleiben – und erst mit der Einverleibung entsteht Eigentum.
Ihre Immobilie in Salzburg einschätzen
Ob Stadt Salzburg, Flachgau oder Pinzgau: Lassen Sie Ihre Immobilie mit aktuellen Vergleichswerten aus dem Grundbuch einordnen.
Passend dazu
Quellen
- Statistik Austria: Durchschnittliche Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen · abgerufen 29.7.2026
- Statistik Austria: Wohnimmobilien 2025 um 2,6 % teurer (Häuserpreisindex Q4/2025) · abgerufen 29.7.2026
- RE/MAX Austria: ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025 auf Grundbuchbasis · abgerufen 29.7.2026
- RE/MAX Austria via OTS: ImmoSpiegel 1. Halbjahr 2025, Einfamilienhäuser · abgerufen 29.7.2026
- Land Salzburg: Grundverkehr und Grundverkehrsbehörden · abgerufen 29.7.2026
- meinbezirk.at: 82 Orte sind ab Jänner Zweitwohnung-Beschränkungsgemeinden · abgerufen 29.7.2026
- Brandauer Rechtsanwälte: Zweitwohnsitz Salzburg – Positiverklärung und Geldbusse · abgerufen 29.7.2026
- Brandauer Rechtsanwälte: Kaufnebenkosten 2025/2026 in Österreich · abgerufen 29.7.2026
- ORF Salzburg: Steigende Privat-Mieten, weniger neue Wohnungen · abgerufen 29.7.2026
- ORF Salzburg: Salzburg hat höchste Mietpreise Österreichs · abgerufen 29.7.2026
- Echo Salzburg: So entwickelt sich der Salzburger Immobilienmarkt · abgerufen 29.7.2026
- Team Rauscher Immobilien: Wohnmarktbericht 2026 Stadt Salzburg · abgerufen 29.7.2026


