Immobilienpreise Kärnten
Vom Wörthersee bis ins Lavanttal: Was Eigentum in Kärnten 2026 kostet, wie sich die zehn Bezirke unterscheiden und welche Regeln beim Erwerb gelten.

Kärnten im Überblick
Kärnten ist das südlichste Bundesland Österreichs und gliedert sich in zehn politische Bezirke: die Statutarstädte Klagenfurt am Wörthersee und Villach sowie die Bezirke Klagenfurt-Land, Villach-Land, Feldkirchen, Hermagor, Sankt Veit an der Glan, Spittal an der Drau, Völkermarkt und Wolfsberg. Für den Immobilienmarkt ist dabei eine Eigenheit entscheidend: Nicht die Landeshauptstadt bildet die Preisspitze, sondern ihr Umland – der Bezirk Klagenfurt-Land mit den Seegemeinden am Wörthersee.
Im Landesschnitt kostete eine Eigentumswohnung zuletzt 2.613 Euro je Quadratmeter, ein Haus 2.148 Euro je Quadratmeter und Bauland 69 Euro je Quadratmeter. Diese Werte stammen aus den im Grundbuch erfassten Kaufpreisen, die Statistik Austria auswertet – es sind also tatsächlich bezahlte Preise über den gesamten Bestand hinweg.
Angebotspreise liegen deutlich höher. In Klagenfurt lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen im Juli 2026 bei 5.312 Euro je Quadratmeter. Der Abstand ist kein Widerspruch, sondern eine Folge der Datenbasis: Inserate bilden das aktuell vermarktete, häufig neuwertige oder sanierte Segment ab, Grundbuchdaten dagegen alle Transaktionen einschliesslich älterer und einfacher Objekte. Auf dieser Seite sind beide Perspektiven durchgehend getrennt ausgewiesen.
Drei Faktoren erklären die regionalen Unterschiede:
- Seenlage: Wörthersee, Ossiacher See, Faaker See und Millstätter See heben ganze Gemeinden weit über den Landesschnitt.
- Erreichbarkeit: Der Korridor Klagenfurt–Villach bündelt Arbeitsplätze, Zuzug und damit Nachfrage.
- Struktur: In Oberkärnten und im Lavanttal bleibt Wohneigentum vergleichsweise erschwinglich – dort liegen die Einstiegspreise am niedrigsten.
Kärnten in Zahlen
Marktlage 2025 und 2026
Der österreichische Wohnimmobilienmarkt hat die Korrektur nach der Zinswende hinter sich gelassen. Zwischen dem dritten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2024 fielen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen ausserhalb Wiens um 6,5 Prozent, in Wien um 9,4 Prozent. Seit der ersten Leitzinssenkung am 12. Juni 2024 steigen sie wieder.
Der Wohnimmobilienpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank lag 2024 bei 264,3 Punkten und 2025 bei 266,9 Punkten. Im ersten Quartal 2026 erreichte er mit 272,2 Punkten einen neuen Höchstwert. Nominell legten Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser 2025 um 2,1 Prozent zu – bei einer Inflationsrate von 3,8 Prozent bedeutet das real erneut einen leichten Rückgang.
In Kärnten verlief die Entwicklung zuletzt dynamischer als im Bundesschnitt. Raiffeisen Research weist für das erste Quartal 2026 ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus; seit Juli 2022 summiert sich der Anstieg auf rund 4 Prozent. Die Zahl der Transaktionen bleibt dagegen deutlich unter dem Boom: rund 7.300 Kaufakte im Jahr 2025 gegenüber 10.000 bis 12.000 in der Hochphase 2022.
Der Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer Kärnten – im März 2026 zum 37. Mal erhoben und auf reale Transaktionsdaten gestützt – zeigt für Klagenfurt am Wörthersee ein enges Band moderater Zuwächse:
- Baugrundstücke: plus 1,40 Prozent
- Eigentumswohnungen, Erstbezug: plus 1,99 Prozent
- Eigentumswohnungen, gebraucht: plus 2,02 Prozent
- Einfamilienhäuser: plus 2,29 Prozent
- Reihenhäuser: minus 0,04 Prozent
- Mietwohnungen, neuwertig: plus 2,18 Prozent
Auf der Angebotsseite fällt die Bewegung kräftiger aus: Eine Auswertung der Inserate auf willhaben ergab, dass 2025 in über 80 Prozent der untersuchten Bezirke die geforderten Preise stiegen; in Villach betrug das Plus 21,1 Prozent. Für 2026 wird österreichweit ein Preisanstieg von 3,4 Prozent erwartet, für Kärnten 2,9 Prozent bei einer um 4,3 Prozent steigenden Nachfrage. Wegen der geringen Neubautätigkeit der vergangenen Jahre wird gegen Ende 2026 und Anfang 2027 mit einem knapperen Angebot gerechnet.
Das Zinsumfeld stützt diese Entwicklung: Der Einlagesatz der Europäischen Zentralbank liegt bei 2,25 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent. Für ein durchschnittliches Kärntner Einfamilienhaus mit Gesamtkosten von rund 650.000 Euro ergibt sich daraus eine monatliche Kreditbelastung von etwa 2.200 Euro bei 35 Jahren Laufzeit.
Kaufpreise je Bezirk – realisierte Preise
Quelle: Finanz.at auf Basis von Grundbuchdaten der Statistik Austria, Juli 2026
Wohnimmobilienpreisindex Österreich
Quelle: Oesterreichische Nationalbank, Wohnimmobilienpreisindex
Wohnung oder Haus?
Je Quadratmeter ist das Haus in Kärnten günstiger als die Wohnung: 2.148 gegenüber 2.613 Euro im Grundbuchschnitt. Der Grund liegt in der Geografie – Häuser stehen überwiegend ausserhalb der Zentren, Wohnungen konzentrieren sich auf Klagenfurt, Villach und die Seegemeinden. Für den Kapitalbedarf gilt das Gegenteil: Ein Einfamilienhaus kostet in Kärnten im Durchschnitt rund 650.000 Euro Gesamtkosten, während eine 70-Quadratmeter-Wohnung in Wolfsberg rechnerisch bereits ab rund 135.000 Euro beginnt.
Zwischen beiden Polen liegen Reihenhaus und Doppelhaushälfte. Für Kärnten wird für diese beiden Typen kein eigener Landesschnitt veröffentlicht – belastbar ist jedoch die Richtung: In Klagenfurt bewegten sich Reihenhauspreise 2026 mit minus 0,04 Prozent seitwärts, während freistehende Einfamilienhäuser um 2,29 Prozent zulegten. Wer Fläche und Aussenraum zum kleineren Preis sucht, findet im Reihenhaussegment derzeit die stabilste Preisbasis.
Bei den derzeit gefragtesten Objekten zeichnet sich ein klares Muster ab: Eigentumswohnungen mit Freiflächen, Einfamilienhäuser bis 350.000 Euro, Mietwohnungen mit zwei bis drei Zimmern in zentraler Lage sowie Grundstücke in gut erreichbaren Randlagen. Energieeffizienz wirkt dabei zunehmend preisbildend – sanierungsbedürftige Objekte in schwächeren Lagen müssen Abschläge hinnehmen.
Objekttypen im Vergleich
| OBJEKTTYP | PREIS JE m² | EINSTIEG GESAMT | MERKMAL |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 2.613 € (Grundbuch-Ø Kärnten) | ab rund 135.000 € (70 m², Wolfsberg) | Wohnungseigentum, geringster Einsatz |
| Reihenhaus | 2026 seitwärts (−0,04 % Klagenfurt) | kein Landeswert ausgewiesen | Eigengarten, kleine Grundfläche |
| Doppelhaushälfte | rund 2.660 € (Neubau, Österreich) | rund 345.800 € für 130 m², ohne Grund | eine gemeinsame Wand, halber Grund |
| Freistehendes Einfamilienhaus | 3.179 € (Kärnten, Q1 2026) | Ø 650.000 € Gesamtkosten | volle Grundfläche, höchster Bedarf |
Quelle: Statistik Austria, Raiffeisen Research, WKO, fertighaus.at
Lagen und Bezirke
Über alle Objektarten hinweg beträgt die Spanne zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bezirk rund 1.075 Euro je Quadratmeter: Klagenfurt-Land führt mit 2.959 Euro, Wolfsberg bildet mit 1.884 Euro das untere Ende. Die folgende Übersicht nennt jeweils Wohnung und Haus in realisierten Kaufpreisen:
- Klagenfurt-Land: 3.715 €/m² Wohnung, 2.203 €/m² Haus – die Seegemeinden am Wörthersee machen ihn zum teuersten Bezirk Kärntens.
- Villach-Land: 3.196 €/m² Wohnung, 2.444 €/m² Haus – Faaker und Ossiacher See, dazu die Grenznähe zu Italien und Slowenien.
- Spittal an der Drau: 3.141 €/m² Wohnung, 2.121 €/m² Haus – Millstätter See und Oberkärnten mit starker Zweitwohnsitznachfrage.
- Klagenfurt Stadt: 2.714 €/m² Wohnung, 2.477 €/m² Haus – Landeshauptstadt mit 129,90 €/m² Bauland.
- Villach Stadt: 2.545 €/m² Wohnung, 2.622 €/m² Haus – mit 147,00 €/m² das teuerste Bauland des Landes.
- Hermagor: 2.356 €/m² Wohnung, 2.017 €/m² Haus – Gailtal und Nassfeld, touristisch geprägt.
- Feldkirchen: 2.289 €/m² Wohnung, 2.138 €/m² Haus – Pendlerlage zwischen Klagenfurt und Villach.
- Völkermarkt: 2.269 €/m² Wohnung, 1.732 €/m² Haus – mit 32,22 €/m² das günstigste Bauland Kärntens.
- Sankt Veit an der Glan: 1.962 €/m² Wohnung, 1.897 €/m² Haus – Zentralkärnten, beim Einfamilienhaus seit 2022 um 10,8 Prozent teurer.
- Wolfsberg: 1.938 €/m² Wohnung, 1.829 €/m² Haus – das Lavanttal ist der günstigste Bezirk des Landes.
Innerhalb der Bezirke sind die Unterschiede noch grösser. Im Bezirk Klagenfurt-Land reicht die Spanne bei Wohnungen von 2.090 Euro je Quadratmeter in Ferlach bis 7.732 Euro in Keutschach am See, bei Häusern von 1.600 Euro in St. Margareten im Rosental bis 5.163 Euro in Krumpendorf am Wörthersee. Eine Preisangabe für Kärnten sollte deshalb immer auf die Gemeinde heruntergebrochen werden – die Differenz innerhalb eines einzigen Bezirks übersteigt die Differenz zwischen den Bezirken deutlich.
Kärntens Besonderheit: Seen, Grundverkehr und Freizeitwohnsitze
Kärnten ist der alpine Landesmarkt Österreichs, der beim Grundverkehr bewusst zurückhaltend reguliert. Nach dem Kärntner Grundverkehrsgesetz 2002 (K-GVG), zuletzt geändert durch LGBl Nr 47/2025, benötigen österreichische Staatsangehörige sowie Bürgerinnen und Bürger der EU und des EWR für den Erwerb von Baugrundstücken keine Genehmigung – und anders als in Tirol oder Salzburg auch keine allgemeine Erklärung, dass kein Freizeitwohnsitz begründet wird. Das erklärt einen Teil der Nachfrage aus dem übrigen Österreich und aus Deutschland.
Zwei Ausnahmen sind für Käufer wesentlich:
- Land- und forstwirtschaftliche Grundstücke sind stets genehmigungspflichtig, unabhängig davon, wer erwirbt. Erfasst sind nicht nur Eigentumsübertragungen, sondern auch Pachtverträge, Dienstbarkeiten und Baurechte; zuständig ist die Grundverkehrskommission (§ 8 K-GVG).
- Drittstaatsangehörige benötigen für jeden Grundstückserwerb eine Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde (§ 13 K-GVG). Ein Freizeitwohnsitz ist für sie nicht genehmigungsfähig – die Behörde verlangt einen echten Hauptwohnsitz.
Ist eine Genehmigung nötig, muss der Antrag binnen vier Wochen nach Vertragsabschluss gestellt werden (§ 9 Abs 2 bzw. § 14 Abs 2 K-GVG). Entscheidet die Behörde nicht innerhalb von sechs Monaten, gilt die Genehmigung als erteilt (§ 31 Abs 2). Wird ein versäumter Antrag zwei Jahre lang nicht nachgeholt, ist das Rechtsgeschäft endgültig unwirksam (§ 19 Abs 2). Bis zur Genehmigung darf der Vertrag nicht vollzogen werden – in der Praxis wird deshalb mit Treuhandabwicklung und aufschiebender Bedingung gearbeitet.
Unabhängig vom Grundverkehr regelt das Raumordnungsrecht, ob eine Freizeitwohnnutzung an einem Standort überhaupt zulässig ist. Hinzu kommt die kommunale Abgabe: Nach dem Kärntner Zweitwohnsitzabgabegesetz können Gemeinden per Verordnung des Gemeinderates eine Zweitwohnsitzabgabe ausschreiben. 2026 liegen die Sätze je nach Wohnungsgrösse zwischen 11,60 und 64,80 Euro; ab 1. Jänner 2027 verdoppelt sich der Landesrahmen auf 24 bis 130 Euro. Ausnahmen bestehen unter anderem für berufsbedingte Zweitwohnsitze, pflegebedingte Abwesenheit und Wohnungen, die für eine betreuungsbedürftige Person bereitgehalten werden.
Das Seesegment folgt eigenen Regeln. Eigenheime am Wörthersee und am Ossiacher See kosteten 2025 im Schnitt rund 535.000 Euro, in Oberkärnten und am Millstätter See rund 340.000 Euro – bei einem Kärntner Landesschnitt von knapp 350.000 Euro. Im Luxussegment werden für gehobene Wohnfläche mit Seezugang 10.000 Euro je Quadratmeter und mehr bezahlt, im Penthousebereich deutlich darüber; für Grund direkt am Wasser sind mindestens 3.000 Euro je Quadratmeter anzusetzen. Das Angebot an echten Uferparzellen ist begrenzt und wird durch Uferschutz- und Raumordnungsbestimmungen nicht erweitert – ein struktureller Knappheitsfaktor, den kein Konjunkturzyklus auflöst.
Kaufnebenkosten in Kärnten
Die Kaufnebenkosten sind in ganz Österreich einheitlich geregelt; Kärnten kennt keine landesspezifischen Zuschläge. Ohne Makler liegen sie bei rund 7 bis 8 Prozent des Kaufpreises, mit Makler bei rund 10 bis 12 Prozent. Einzuplanen sind sie aus Eigenmitteln, weil Banken sie in der Regel nicht mitfinanzieren.
Seit 1. Juli 2026 gilt eine Verschärfung. Die befristete Befreiung von der Grundbucheintragungsgebühr für die Schaffung von Wohnraum bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro ist ausgelaufen: Anträge mussten bis 30. Juni 2026 beim Grundbuchsgericht einlangen. Für Käufe danach fällt die Eintragungsgebühr wieder in voller Höhe an – bei Eigentumsrecht und Pfandrecht zusammen ein Unterschied von bis zu rund 11.500 Euro je Person.
Kaufnebenkosten bei 400.000 Euro Kaufpreis
| POSITION | SATZ | BETRAG | HINWEIS |
|---|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 14.000 € | bundesweit einheitlich |
| Grundbucheintragung Eigentum | 1,1 % | 4.400 € | Befreiung seit 1. Juli 2026 entfallen |
| Vertragserrichtung, Treuhand | 1,5–3 % zzgl. USt | rund 9.600 € | Rechtsanwalt oder Notar |
| Pfandrechtseintragung | 1,2 % der Pfandsumme | 3.600 € bei 300.000 € | nur bei Fremdfinanzierung |
| Maklerprovision | 3 % netto, 3,6 % brutto | 14.400 € | je Auftraggeber, verhandelbar |
| Summe ohne Makler | rund 7 % | rund 28.000 € | zzgl. Pfandrecht bei Kredit |
| Summe mit Makler | rund 10,6 % | rund 42.400 € | aus Eigenmitteln zu tragen |
Quelle: GrEStG und GGG; Beispielrechnung, Stand Juli 2026
Grundbuch und Erwerb
Eigentum an einer Liegenschaft entsteht in Österreich erst mit der Eintragung im Grundbuch, nicht bereits mit dem Kaufvertrag. Der übliche Ablauf: Kaufvertrag mit beglaubigten Unterschriften, Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Veräusserung, Hinterlegung des Kaufpreises auf dem Treuhandkonto des Vertragserrichters, Selbstberechnung und Abfuhr der Grunderwerbsteuer durch den Parteienvertreter, anschliessend Verbücherung und Auszahlung an die verkaufende Partei.
Vor der Unterfertigung gehören der Grundbuchsauszug samt C-Blatt mit allen Lasten, der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, bei Wohnungen der Wohnungseigentumsvertrag mit Nutzwertgutachten sowie Höhe und Entwicklung der Rücklage und der Energieausweis auf den Tisch. Bei genehmigungspflichtigen Erwerben nach dem K-GVG ist der Vertrag unter der aufschiebenden Bedingung der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung abzuschliessen.
Preisstand Juli 2026. Grundbuchwerte sind realisierte Kaufpreise, Angebotspreise stammen aus Inseraten – beide Reihen sind nicht direkt vergleichbar. Dieser Beitrag informiert und ersetzt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Kärnten
Was kostet eine Eigentumswohnung in Kärnten?
Im Landesschnitt 2.613 Euro je Quadratmeter an realisierten Kaufpreisen. Die Spanne reicht von 1.938 Euro in Wolfsberg bis 3.715 Euro im Bezirk Klagenfurt-Land. Angebotspreise in Inseraten liegen deutlich darüber – in Klagenfurt bei 5.312 Euro je Quadratmeter (Juli 2026).
Was kostet ein Haus in Kärnten?
Realisiert 2.148 Euro je Quadratmeter im Landesschnitt. Für freistehende Einfamilienhäuser weist Raiffeisen Research für das erste Quartal 2026 3.179 Euro je Quadratmeter aus; die durchschnittlichen Gesamtkosten eines Einfamilienhauses liegen bei rund 650.000 Euro.
Welcher Bezirk in Kärnten ist der teuerste?
Klagenfurt-Land mit durchschnittlich 2.959 Euro je Quadratmeter über alle Objektarten. Bei Eigentumswohnungen erreicht der Bezirk 3.715 Euro je Quadratmeter – Ursache sind die Seegemeinden am Wörthersee wie Keutschach, Krumpendorf und Pörtschach.
Welcher Bezirk in Kärnten ist der günstigste?
Wolfsberg mit 1.884 Euro je Quadratmeter über alle Objektarten. Eine Wohnung kostet dort 1.938 Euro, ein Haus 1.829 Euro je Quadratmeter. Das Lavanttal bietet damit den niedrigsten Einstieg in Kärntner Wohneigentum.
Was kostet Bauland in Kärnten?
Im Landesschnitt 69 Euro je Quadratmeter. Am teuersten ist Villach Stadt mit 147,00 Euro, gefolgt von Klagenfurt Stadt mit 129,90 Euro. Am günstigsten ist Völkermarkt mit 32,22 Euro je Quadratmeter.
Wohnung oder Haus – was ist je Quadratmeter günstiger?
Das Haus: 2.148 gegenüber 2.613 Euro je Quadratmeter im Grundbuchschnitt. Häuser stehen überwiegend ausserhalb der Zentren, Wohnungen konzentrieren sich auf Klagenfurt, Villach und die Seelagen. Beim Gesamtkapitalbedarf kehrt sich das Verhältnis um.
Was kostet ein Reihenhaus in Kärnten?
Für Kärnten wird kein eigener Landesschnitt für Reihenhäuser veröffentlicht. Belegt ist die Preisrichtung: In Klagenfurt am Wörthersee bewegten sich Reihenhauspreise 2026 mit minus 0,04 Prozent seitwärts, während Einfamilienhäuser um 2,29 Prozent zulegten.
Was kostet eine Doppelhaushälfte?
Für einen schlüsselfertigen Neubau sind österreichweit rund 2.660 Euro je Quadratmeter Wohnfläche anzusetzen; für 130 Quadratmeter ergibt das rund 345.800 Euro ohne Grundstück. In Kärnten kommen je nach Bezirk 32 bis 147 Euro je Quadratmeter Bauland hinzu.
Was kostet ein freistehendes Einfamilienhaus in Kärnten?
3.179 Euro je Quadratmeter im Landesschnitt (erstes Quartal 2026). Die Spanne reicht von 2.428 Euro in Wolfsberg über 2.525 Euro in Völkermarkt und 2.696 Euro in St. Veit an der Glan bis 4.125 Euro in Klagenfurt.
Wie hoch sind die Mieten in Klagenfurt?
Im privaten Sektor 14,60 Euro je Quadratmeter inklusive Betriebskosten – der höchste Wert Kärntens (Erhebung der AK Kärnten mit Joanneum Research, 2025). Bei den Angebotsmieten in Inseraten lag Klagenfurt von Januar bis April 2026 bei 16,99 Euro je Quadratmeter.
Wie hoch sind die Mieten in Villach?
14,00 Euro je Quadratmeter im privaten Sektor inklusive Betriebskosten und damit knapp hinter Klagenfurt. Neuwertige Mietwohnungen verteuerten sich im Kärntner Preisspiegel 2026 um 2,18 Prozent.
Wo ist Mieten in Kärnten am günstigsten?
In Sankt Veit an der Glan mit 9,40 Euro je Quadratmeter, gefolgt von Spittal an der Drau mit 9,80 Euro und Völkermarkt mit 10,10 Euro – jeweils privat und inklusive Betriebskosten. Feldkirchen liegt bei 12,10 Euro, Hermagor bei 11,30 Euro.
Wie stark sind die Wohnkosten in Kärnten zuletzt gestiegen?
Um 12,37 Prozent gegenüber der Vorerhebung 2023. Die Auswertung der AK Kärnten mit Joanneum Research beruht auf 1.050 befragten Kärntner Haushalten. In niedrigen Einkommensgruppen entfällt teils mehr als die Hälfte des Budgets auf das Wohnen.
Steigen die Immobilienpreise in Kärnten 2026?
Ja, moderat. Im ersten Quartal 2026 lagen die Preise 4,6 Prozent über dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2026 wird für Kärnten ein Plus von 2,9 Prozent erwartet, österreichweit 3,4 Prozent, bei einer um 4,3 Prozent steigenden Nachfrage.
Wie hat sich der Markt seit der Zinswende entwickelt?
Zwischen dem dritten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2024 fielen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen ausserhalb Wiens um 6,5 Prozent. Seit der ersten Leitzinssenkung am 12. Juni 2024 steigen sie wieder; in Kärnten summiert sich der Anstieg seit Juli 2022 auf rund 4 Prozent.
Wie viele Immobilien werden in Kärnten gehandelt?
Rund 7.300 Transaktionen im Jahr 2025. In der Hochphase 2022 waren es 10.000 bis 12.000. Die Preise haben sich also erholt, das Handelsvolumen liegt weiterhin klar unter dem Boomniveau.
Was zeigt der WKO-Immobilienpreisspiegel 2026 für Klagenfurt?
Moderate Zuwächse auf breiter Front: Baugrundstücke plus 1,40 Prozent, gebrauchte Eigentumswohnungen plus 2,02 Prozent, Erstbezug plus 1,99 Prozent, Einfamilienhäuser plus 2,29 Prozent. Nur Reihenhäuser stagnierten mit minus 0,04 Prozent.
Welche Objekte sind in Kärnten derzeit am stärksten nachgefragt?
Eigentumswohnungen mit Freiflächen, Einfamilienhäuser bis 350.000 Euro, Mietwohnungen mit zwei bis drei Zimmern in zentraler Lage sowie Grundstücke in gut erreichbaren Randlagen. Energieeffiziente Objekte erzielen dabei Aufschläge, sanierungsbedürftige Abschläge.
Was kostet eine Immobilie am Wörthersee?
Eigenheime am Wörthersee und Ossiacher See kosteten 2025 im Schnitt rund 535.000 Euro. Im Luxussegment werden für Wohnfläche mit Seezugang 10.000 Euro je Quadratmeter und mehr bezahlt, für Ufergrundstücke mindestens 3.000 Euro je Quadratmeter.
Welche Gemeinde in Kärnten ist die teuerste?
Im Bezirk Klagenfurt-Land führt Keutschach am See mit 7.732 Euro je Quadratmeter bei Wohnungen. Bei Häusern liegt Krumpendorf am Wörthersee mit 5.163 Euro je Quadratmeter vorn – beides Angebotswerte aus Inseraten für 2026.
Wo finde ich in Seenähe noch günstigere Lagen?
In Oberkärnten rund um den Millstätter See: Dort lagen Eigenheime 2025 bei durchschnittlich rund 340.000 Euro gegenüber rund 535.000 Euro am Wörthersee. Auch Hermagor im Gailtal bleibt mit 2.356 Euro je Quadratmeter bei Wohnungen unter dem Landesniveau.
Wie ist Kärnten verwaltungsmässig gegliedert?
In zehn politische Bezirke: die Statutarstädte Klagenfurt am Wörthersee und Villach sowie Klagenfurt-Land, Villach-Land, Feldkirchen, Hermagor, Sankt Veit an der Glan, Spittal an der Drau, Völkermarkt und Wolfsberg.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Kärnten?
Rund 7 bis 8 Prozent des Kaufpreises ohne Makler, rund 10 bis 12 Prozent mit Makler. Bei 400.000 Euro Kaufpreis sind das rund 28.000 beziehungsweise rund 42.400 Euro. Kärnten kennt keine landesspezifischen Zuschläge.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Österreich?
3,5 Prozent des Kaufpreises, bundesweit einheitlich – anders als in Deutschland, wo der Satz je Bundesland variiert. Hinzu kommt die Grundbucheintragungsgebühr von 1,1 Prozent für das Eigentumsrecht.
Gibt es die Befreiung von der Grundbucheintragungsgebühr noch?
Nein. Die befristete Befreiung bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro ist ausgelaufen – Anträge mussten bis 30. Juni 2026 beim Grundbuchsgericht einlangen. Wer danach kauft, zahlt die Gebühr wieder in voller Höhe.
Brauche ich in Kärnten eine Grundverkehrsgenehmigung?
Für Baugrundstücke nicht, wenn Sie österreichische Staatsangehörige oder EU- beziehungsweise EWR-Bürgerin sind; Kärnten kennt hier auch keine allgemeine Erklärungspflicht. Land- und forstwirtschaftliche Grundstücke sind dagegen immer genehmigungspflichtig, ebenso Pacht, Dienstbarkeiten und Baurechte daran.
Was gilt beim Kauf durch Drittstaatsangehörige?
Jeder Grundstückserwerb bedarf einer Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde nach § 13 K-GVG, unabhängig von der Art des Grundstücks. Ein Freizeitwohnsitz ist nicht genehmigungsfähig; die Behörde verlangt einen echten Hauptwohnsitz.
Welche Fristen gelten im Grundverkehrsverfahren?
Der Antrag ist binnen vier Wochen nach Vertragsabschluss zu stellen. Entscheidet die Behörde nicht innerhalb von sechs Monaten, gilt die Genehmigung als erteilt. Wird ein versäumter Antrag zwei Jahre lang nicht nachgeholt, ist das Rechtsgeschäft endgültig unwirksam.
Gibt es in Kärnten eine Zweitwohnsitzabgabe?
Ja, sofern die Gemeinde sie per Verordnung ausschreibt. 2026 liegen die Sätze je nach Wohnungsgrösse zwischen 11,60 und 64,80 Euro. Ab 1. Jänner 2027 verdoppelt sich der Landesrahmen auf 24 bis 130 Euro. Ausnahmen bestehen unter anderem für berufsbedingte Zweitwohnsitze.
Wie hoch ist die typische Kreditbelastung für ein Einfamilienhaus?
Rund 2.200 Euro monatlich bei durchschnittlichen Gesamtkosten von 650.000 Euro und 35 Jahren Laufzeit. Das Zinsumfeld stützt derzeit: Der Einlagesatz der EZB liegt bei 2,25 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent.
Welche Bruttomietrendite ist in Klagenfurt rechnerisch möglich?
Rechnerisch rund 3,8 Prozent: 16,99 Euro Angebotsmiete je Quadratmeter und Monat stehen 5.312 Euro Angebotskaufpreis je Quadratmeter gegenüber. Das ist ein Indikator vor Kaufnebenkosten, nicht umlagefähigen Betriebskosten, Instandhaltung und Leerstand – und keine Anlageberatung.
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Weiterführend
Quellen
- Finanz.at – Immobilienpreise Kärnten nach Bezirk (Grundbuchdaten) · abgerufen 29.7.2026
- immopreise.at – Preisspiegel Kärnten, Angebotspreise Juli 2026 · abgerufen 29.7.2026
- WKO Kärnten – Immobilienpreisspiegel 2026, 37. Erhebung · abgerufen 29.7.2026
- Raiffeisen Research – Kärntens Immobilienmarkt erholt sich · abgerufen 29.7.2026
- OeNB – Wohnimmobilienpreisindex, 29. Jänner 2026 · abgerufen 29.7.2026
- ORF Kärnten – Langsame Erholung auf Immobilienmarkt · abgerufen 29.7.2026
- 5 Minuten – willhaben-Angebotspreise Kärnten, März 2026 · abgerufen 29.7.2026
- 5 Minuten – Wohnkostenerhebung AK Kärnten und Joanneum Research · abgerufen 29.7.2026
- OTS / ImmoScout24 – Angebotsmieten der Landeshauptstädte · abgerufen 29.7.2026
- RIS – Kärntner Grundverkehrsgesetz 2002 (K-GVG) · abgerufen 29.7.2026
- RIS – Kärntner Zweitwohnsitzabgabegesetz (K-ZWAG) · abgerufen 29.7.2026
- BMJ – Befreiung von der Grundbuch-Eintragungsgebühr · abgerufen 29.7.2026
- Engel & Völkers – Immobilienpreise Kärnten · abgerufen 29.7.2026
- trend.at – Preise für Luxusimmobilien am Wörthersee · abgerufen 29.7.2026
- ohne-makler.at – Immobilienpreise Bezirk Klagenfurt-Land 2026 · abgerufen 29.7.2026
- fertighaus.at – Doppelhaus Kosten und Preisvergleich 2026 · abgerufen 29.7.2026


