Immobilienpreise Zell am See
Die Pinzgauer Bezirkshauptstadt am Zeller See gehört zu den teuersten Gemeinden Salzburgs. Zweitwohnsitze, Tourismus und knappes Bauland prägen den Markt für Wohnungen und Häuser.

Stand August 2026 · Quelle: ohne-makler.at · Mietpreisbremse
Der Immobilienmarkt in Zell am See im Überblick
Eine Eigentumswohnung kostet in Zell am See im Jahresdurchschnitt 2026 rund 6.124 € je Quadratmeter, mit einer Spanne von 3.250 € in einfachen Lagen bis 12.000 € in Bestlage am Zeller See (ohne-makler.at, Engel & Völkers, Stand August 2026). Häuser liegen im Schnitt bei 7.734 € je Quadratmeter, wobei der durchschnittliche Verkaufspreis für Ein- und Zweifamilienhäuser mit über 740.000 € das zweithöchste Niveau der weiteren Region nach Kitzbühel erreicht (Engel & Völkers). Die Bezirkshauptstadt des Pinzgaus verbindet Verwaltungssitz, Tourismusdrehscheibe und Wohnort für rund 10.200 Menschen – auf engem Raum zwischen Zeller See und den Hängen der Schmittenhöhe.
Getragen wird der Markt vor allem von drei Käufergruppen: einheimischen Familien und Berufstätigen, die trotz hoher Preise in ihrer Heimatgemeinde bleiben wollen, Kapitalanlegern mit Blick auf die touristische Vermietung sowie in- und ausländischen Käufern von Zweitwohnsitzen, die Zell am See wegen der Seelage und der kurzen Wege zu Schmittenhöhe und Kitzsteinhorn schätzen. Diese Nachfrage nach Ferienimmobilien treibt vor allem das obere Preissegment – Wohnungen und Häuser in unmittelbarer Seenähe erzielen regelmässig die Spitzenpreise der Stadt.
Wie unterscheiden sich Neubau und Bestand in Zell am See?
Neubauprojekte wie jene an der Porscheallee oder in Schüttdorf erzielen wegen aktueller energetischer Standards und geringer Instandhaltungskosten in der Regel einen spürbaren Aufschlag gegenüber unsaniertem Bestand aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. Zugleich bleibt das Angebot an Neubauwohnungen im Stadtgebiet begrenzt, da Bauland rund um den See rar ist und ein grosser Teil der Gemeindefläche durch Hanglagen, Naturschutz und die Seeuferzone nicht bebaubar ist.
Wie wirkt sich der Tourismus auf Wohnraum und Bevölkerung aus?
Die Einwohnerzahl der Stadt liegt mit rund 10.200 Personen seit Jahren nahezu konstant, während die Zahl der touristischen Betten ein Vielfaches davon beträgt. Dieses Missverhältnis zwischen Dauer- und Feriennutzung erschwert es vor allem jungen Familien und Berufseinsteigern, in der Stadt selbst bezahlbaren Wohnraum zu finden, und drängt einen Teil der Nachfrage in die Umlandgemeinden des Pinzgaus.
Welcher Stadtteil passt wozu?
Formale Stadtteil-Seiten mit eigenen Marktdaten führt der MarktRadar für Zell am See noch nicht – dafür sind die Lageunterschiede innerhalb der Gemeinde bereits heute deutlich spürbar. Die Zeller Altstadt und die Seepromenade rund um den Vogtturm bilden das historische und touristische Zentrum; Wohnungen hier erzielen wegen der fussläufigen Nähe zu See, Bahnhof und Fussgängerzone die höchsten Quadratmeterpreise der Stadt.
Schüttdorf im Süden, seit den 1960er-Jahren gewachsen und heute Wohnort für rund ein Drittel der Bevölkerung, bietet mehr Neubau, Nahversorgung und tendenziell günstigere Einstiegspreise – ein Schwerpunkt aktueller Wohnbauprojekte wie an der Porscheallee und der Karl-Vogt-Strasse. Thumersbach am Ostufer des Zeller Sees gilt als ruhige, von Villen und Ferienhäusern geprägte Lage mit direktem Seezugang, ist vom Zentrum aus aber nur über eine längere Strassenverbindung oder saisonal per Boot erreichbar. Die Hanglagen von Erlberg und Segenau oberhalb der Stadt punkten mit Panoramablick auf See und Kitzsteinhorn und sind vor allem bei Käuferinnen und Käufern gefragt, die Ruhe und Weitblick einer zentralen Lage vorziehen.
Für wen eignet sich welche Lage?
Familien mit Schulkindern finden in Schüttdorf kurze Wege zu Kindergärten, Schulen und Nahversorgung. Kapitalanlegerinnen und Feriendomizil-Käufer orientieren sich meist an der Seepromenade oder an Thumersbach, wo touristische Vermietung und Wiederverkaufswert am stabilsten gelten. Wer Ruhe und Aussicht sucht und auf ein eigenes Auto nicht verzichten will, wird eher in Erlberg oder Segenau fündig.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
Nach dem Zinsanstieg 2022 hat sich die Preisdynamik in Zell am See wie im gesamten Bundesland Salzburg zunächst abgeschwächt; die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften vor allem die Nachfrage nach Häusern. Bei Eigentumswohnungen zeigte sich 2024 und 2025 zunächst eine leichte Erholung: Der Quadratmeterpreis stieg von rund 6.099 € (2024) auf 6.358 € (2025), bevor er 2026 wieder auf 6.124 € zurückging – ein Minus von rund 3,7 % gegenüber dem Vorjahr (ohne-makler.at).
Bei Häusern verlief die Entwicklung 2026 gegenläufig: Der Durchschnittspreis kletterte von 6.424 € auf 7.734 € je Quadratmeter, ein Plus von rund 20,4 % (ohne-makler.at). Ein derart grosser Sprung innerhalb eines Jahres deutet auch auf die geringe Zahl gehandelter Häuser und einzelne hochpreisige Verkäufe in Bestlage hin – belastbarer als der reine Jahresvergleich ist deshalb die Einordnung, dass Häuser in Zell am See strukturell knapp und im Bezirksvergleich weit überdurchschnittlich teuer sind. Für eine längere Zeitreihe auf Gemeindeebene liegen keine amtlichen Daten vor; einen mehrjährigen Überblick für ganz Salzburg bietet die MarktRadar-Seite des Bundeslands.
Zur Bautätigkeit auf Gemeindeebene liegen keine flächendeckenden amtlichen Zahlen vor; sichtbar ist aber, dass Neubauprojekte fast ausschliesslich in Schüttdorf und an wenigen Nachverdichtungsflächen im Zentrum entstehen, während am Seeufer selbst kaum neue Objekte hinzukommen. Das begrenzte Neubauvolumen ist neben der Nachfrage ein wesentlicher Grund, warum sich Preisrückgänge – anders als in manchen städtischen Zentren Österreichs – bislang nicht auf breiter Front durchgesetzt haben.
Preisentwicklung
Wohnungen pendelten seit 2024 zwischen rund 6.100 und 6.400 €/m², Häuser zogen 2026 auf durchschnittlich 7.734 €/m² an. Für Jahre vor 2024 liegen keine belastbaren Gemeindedaten vor.
Quelle: ohne-makler.at (Wohnungen & Häuser), Aug 2026
Wohnung oder Haus?
Wer in Zell am See kauft, wägt meist zwischen einer Eigentumswohnung im Ortszentrum oder in Schüttdorf und einem freistehenden Haus in den Hanglagen oder in Thumersbach ab. Wohnungen sind mit durchschnittlich 6.124 € je Quadratmeter günstiger im Einstieg, bieten aber wenig Grundstücksfläche und unterliegen in Eigentümergemeinschaften häufig Vorgaben zur touristischen Vermietung. Häuser kosten im Schnitt 7.734 € je Quadratmeter und durchschnittlich über 740.000 € im Gesamtpreis – nach Kitzbühel das zweithöchste Niveau der weiteren Region (Engel & Völkers) – bieten dafür aber Grundstück, Privatsphäre und oft die Möglichkeit einer Einliegerwohnung.
Was ist bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften zu beachten?
Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind im Stadtgebiet von Zell am See selten im Angebot; entsprechende Bauträgerprojekte entstehen eher in Schüttdorf und den angrenzenden Gemeinden des Bezirks. Preislich bewegen sich beide Objektarten meist zwischen dem Niveau von Eigentumswohnungen und freistehenden Einfamilienhäusern.
| OBJEKTART | PREIS JE M² | EINSTIEGSPREIS | MERKMAL |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 3.250–12.000 €/m² (Ø 6.124) | ab ca. 115.000 € | Seenahe Neubauten stark gefragt |
| Reihenhaus | rund 6.000–7.500 €/m² | ab ca. 420.000 € | Angebot im Stadtgebiet knapp |
| Doppelhaushälfte | rund 6.500–8.000 €/m² | ab ca. 520.000 € | Häufig in Schüttdorf, familientauglich |
| Einfamilienhaus | Ø 7.734 €/m² (bis 12.000 Bestlage) | ab ca. 330.000 € | Ø-Preis 740.000 €, Platz 2 nach Kitzbühel |
Quelle: ohne-makler.at, Engel & Völkers, Aug 2026
Was ist in Zell am See zu beachten?
Wie in ganz Österreich fallen beim Kauf 3,5 % Grunderwerbsteuer, rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr sowie Kosten für Vertragserrichtung und in der Regel 3,6 % Maklerprovision an. Salzburgspezifisch kommt hinzu, dass Zell am See zu den Gemeinden mit besonders hohem Zweitwohnsitz-Anteil zählt: Nach der Landesverordnung 2024 gelten Gemeinden mit einem Nebenwohnsitz-Anteil über 16 % des Wohnungsbestands als Zweitwohnung-Beschränkungsgemeinden, in denen der Neuerwerb als Zweitwohnsitz grundsätzlich untersagt ist. Für Zell am See existiert – anders als etwa in Maria Alm – kein eigens ausgewiesenes Zweitwohnsitzgebiet; praktisch alle nach 1993 errichteten Zweitwohnsitze bedurften daher einer gesonderten Legalisierung, ältere Bestände geniessen Bestandsschutz.
Käuferinnen und Käufer von ausserhalb der EU oder des EWR benötigen für den Erwerb von Grundstücken zudem eine grundverkehrsbehördliche Genehmigung, für die die Bezirkshauptmannschaft Zell am See zuständig ist. Am Zeller See selbst gelten darüber hinaus Baubeschränkungen zum Erhalt der Seeuferzone, die Neubauten in erster Reihe zum See deutlich einschränken – ein Grund, warum bestehende Objekte in dieser Lage kaum auf den Markt kommen und entsprechend hohe Preise erzielen.
Für die energetische Sanierung von älterem Bestand stehen die bundesweite Sanierungsoffensive sowie ergänzende Landesförderungen Salzburgs zur Verfügung; sie richten sich in Zell am See wie im übrigen Bundesland an Eigentümerinnen und Eigentümer von vor 1980 errichteten Gebäuden ohne aktuellen Wärmeschutz. Wer ein unsaniertes Objekt kauft, sollte diese Kosten bei der Kalkulation der Gesamtinvestition berücksichtigen, da Banken sie zunehmend in die Finanzierungsprüfung einbeziehen.
Regionale Besonderheiten
Zweitwohnsitze treiben die Nachfrage
Zell am See gehört zu den gefragtesten Adressen Salzburgs für Zweitwohnsitze. Internationale Käuferinnen und Käufer konkurrieren mit Einheimischen um das knappe Angebot, was das Preisniveau spürbar über den Bezirksdurchschnitt hebt.
Zweitwohnsitz-Beschränkungsgemeinde ohne eigenes Zweitwohnsitzgebiet
Anders als Nachbargemeinden mit ausgewiesenem Zweitwohnsitzgebiet erlaubt Zell am See den Neuerwerb als Zweitwohnsitz grundsätzlich nicht. Nur rund 500 von rund 700 bestehenden Zweitwohnsitzen wurden im Zuge einer Übergangsregelung legalisiert.
Grosses Preisgefälle zwischen Wohnungen und Häusern
Während Eigentumswohnungen 2026 leicht nachgaben, verteuerten sich Häuser um rund 20 % – ein Hinweis auf das extrem knappe Angebot an freistehenden Häusern innerhalb des Stadtgebiets.
Hagleitner als industrieller Ankerarbeitgeber
Mit dem Hygienehersteller Hagleitner Hygiene International hat Zell am See einen der grössten privaten Arbeitgeber der Region direkt im Stadtgebiet, was die Nachfrage nach Wohnraum abseits des Tourismus stützt.
Seeuferschutz begrenzt Neubau am Wasser
Bauliche Eingriffe in der Uferzone des Zeller Sees sind stark reglementiert. Neubauten in erster Reihe zum See sind praktisch ausgeschlossen, wodurch Bestandsobjekte in dieser Lage besonders wertstabil bleiben.
Recht und Kosten kompakt
- Grunderwerbsteuer
- 3,5 % des Kaufpreises — Satz von Salzburg. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,6 % zu Buche.
- Mietpreisbremse
- Gilt in Zell am See. Richtwertmietzins gilt nur für Altbauten im Vollanwendungsbereich des MRG (meist vor 1945 errichtet); ab 1. April 2026 9,31 €/m² in Salzburg.
- Bodenrichtwerte
- WKÖ-Immobilienpreisspiegel ↗
- Zweitwohnsitz-Beschränkungsgemeinde
- Zell am See gilt als Zweitwohnsitz-Beschränkungsgemeinde; der Neuerwerb als Zweitwohnsitz ist grundsätzlich untersagt, Bestände von vor 1993 geniessen Bestandsschutz.
- Grundverkehr für Käufer ausserhalb der EU/des EWR
- Zuständig für die grundverkehrsbehördliche Genehmigung ist die Bezirkshauptmannschaft Zell am See.
- Seeuferschutz
- Neubauten in erster Reihe zum Zeller See sind durch Bauverbote in der Uferzone stark eingeschränkt.
Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet der Kauf zusätzlich?
| Kaufpreis | 500.000 € | |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 17.500 € |
| Notar & Grundbuch | 2,6 % | 13.000 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 3,6 % | 18.000 € |
| Nebenkosten gesamt | 9,7 % | 48.500 € |
| Gesamtaufwand | 548.500 € |
Richtwerte für Salzburg. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.
Miet- und Kaufmarkt Zell am See
Mietmarkt Zell am See
- Ø Miete Wohnungen
- 15,75 €/m²
- Veränderung ggü. 2025
- −14,1 %
- im Vergleich Salzburg (Land)
- Ø 11,50 €/m²
Kaufmarkt Zell am See
- Ø Wohnung
- 6.124 €/m²
- Ø Haus
- 7.734 €/m²
- Entwicklung Wohnung ggü. Vorjahr
- −3,7 %
- Entwicklung Haus ggü. Vorjahr
- +20,4 %
Zell am See ist sowohl bei Mieten als auch bei Kaufpreisen deutlich teurer als der Salzburger Landesschnitt. Die Seelage und die touristische Nachfrage bleiben die zentralen Preistreiber, während das Angebot strukturell knapp ist.
Quelle: ohne-makler.at, Aug 2026
Verkaufschancen
- Nachfrage
- höher als Angebot
- Preis Häuser
- +20,4 %
- Preis Wohnungen
- −3,7 %
- Käuferherkunft
- regional + Ausland
Quelle: ohne-makler.at, Engel & Völkers, Aug 2026
Für Eigentümer
Das Angebot an Eigentumswohnungen und Häusern in Zell am See bleibt knapp, während die Nachfrage von Einheimischen, Feriendomizil-Käufern und Kapitalanlegern konstant hoch ist. Bei marktgerechter Preisstellung finden Objekte in gefragten Lagen wie der Seepromenade oder Thumersbach in der Regel innerhalb weniger Monate einen Käufer.
Ersteinschätzung anfordernHäufige Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in Zell am See?
Eine Eigentumswohnung kostet in Zell am See im Jahresdurchschnitt 2026 rund 6.124 € je Quadratmeter (ohne-makler.at, Stand August 2026). Je nach Lage reicht die Spanne von rund 3.250 € in einfachen Lagen bis 12.000 € in Bestlage am Zeller See.
Was kostet ein Haus in Zell am See?
Ein Haus kostet in Zell am See im Schnitt rund 7.734 € je Quadratmeter, der durchschnittliche Gesamtverkaufspreis für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt bei über 740.000 € (Engel & Völkers). Damit erreicht Zell am See nach Kitzbühel das zweithöchste Preisniveau der weiteren Region.
Welche Lage ist in Zell am See am teuersten, welche am günstigsten?
Am teuersten sind Lagen in unmittelbarer Seenähe rund um die Altstadt und Thumersbach, wo Wohnungen bis zu 12.000 € je Quadratmeter erreichen. Günstiger im Einstieg ist Schüttdorf im Süden der Stadt, wo einfache Lagen ab rund 3.250 € je Quadratmeter zu finden sind.
Steigen oder fallen die Immobilienpreise in Zell am See?
Die Entwicklung fällt 2026 je nach Objektart unterschiedlich aus: Eigentumswohnungen verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr um rund 3,7 % auf 6.124 €/m², während Häuser um rund 20,4 % auf 7.734 €/m² zulegten (ohne-makler.at). Der starke Ausschlag bei Häusern spiegelt auch die geringe Zahl gehandelter Objekte wider.
Wie hoch ist die Miete je Quadratmeter in Zell am See?
Die durchschnittliche Miete für Wohnungen liegt in Zell am See 2026 bei rund 15,75 € je Quadratmeter und Monat, nach 18,33 € im Vorjahr (ohne-makler.at). Das liegt weiterhin deutlich über dem Salzburger Landesschnitt von rund 11,50 €.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Zell am See?
Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und fällt angesichts der hohen Kaufpreise in Zell am See eher moderat aus. Für Kapitalanleger spricht die konstant hohe touristische Nachfrage, dagegen sprechen Auflagen für die touristische Vermietung in manchen Eigentümergemeinschaften – eine pauschale Kaufempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in Zell am See rechnen?
Wie in ganz Österreich fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer, rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, Kosten der Vertragserrichtung sowie üblicherweise 3,6 % Maklerprovision an – insgesamt etwa 9 bis 10 % des Kaufpreises. Bei einer Wohnung für 500.000 € entspricht das rund 45.000 bis 50.000 € Nebenkosten.
Gilt in Zell am See die Mietpreisbremse?
Eine flächendeckende Mietpreisbremse wie in Deutschland gibt es nicht. Für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes, meist vor 1945 errichtet, gilt in Salzburg ab 1. April 2026 ein Richtwertmietzins von 9,31 € je Quadratmeter; Neubauten und die meisten Ferienwohnungen sind frei vermietbar.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Zell am See?
Banken verlangen üblicherweise mindestens 20 % Eigenkapital des Kaufpreises plus die Kaufnebenkosten. Bei einer durchschnittlichen Eigentumswohnung von rund 75 m² und 6.124 €/m² entspricht das einem Kaufpreis von knapp 460.000 € und einem Eigenkapitalbedarf von grob 135.000 bis 140.000 € inklusive Nebenkosten.
Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung in Zell am See?
Belastbare Statistiken zur durchschnittlichen Vermarktungsdauer liegen für Zell am See nicht vor. Maklerinnen und Makler berichten aber übereinstimmend von einer Nachfrage, die das Angebot übersteigt – bei marktgerechter Preisstellung finden Objekte in gefragten Lagen in der Regel innerhalb weniger Monate einen Käufer.
Was ist eine Zweitwohnsitz-Beschränkungsgemeinde und gilt das für Zell am See?
Zell am See zählt zu den Salzburger Zweitwohnung-Beschränkungsgemeinden, weil der Nebenwohnsitz-Anteil am Wohnungsbestand die Landesschwelle von 16 % überschreitet. Der Neuerwerb als Zweitwohnsitz ist damit grundsätzlich untersagt, Bestände von vor 1993 sind über eine Übergangsregelung geschützt.
Dürfen Ausländer in Zell am See eine Immobilie kaufen?
Käuferinnen und Käufer aus der EU oder dem EWR sind Inländern beim Grundverkehr weitgehend gleichgestellt. Personen ausserhalb der EU/des EWR benötigen eine grundverkehrsbehördliche Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft Zell am See und stossen zusätzlich auf die Beschränkungen für Zweitwohnsitze.
Welche Stadtteile gibt es in Zell am See?
Zu Zell am See gehören unter anderem die Altstadt und Seepromenade als Zentrum, Schüttdorf im Süden mit rund einem Drittel der Bevölkerung, das ruhigere Thumersbach am Ostufer des Sees sowie die Hanglagen Erlberg und Segenau. Eigene MarktRadar-Seiten mit separaten Kennzahlen für diese Lagen gibt es aktuell noch nicht.
Wie viele Menschen leben in Zell am See?
Zell am See hat mit Stand Januar 2026 rund 10.217 Einwohnerinnen und Einwohner (citypopulation.de nach Statistik Austria) und ist damit die bevölkerungsreichste Stadt und Bezirkshauptstadt des Pinzgaus.
Warum sind Immobilien in Zell am See so teuer?
Die hohen Preise ergeben sich aus der Kombination von knappem Bauland rund um den Zeller See, Bauverboten in der Uferzone, starker touristischer Nachfrage und der Attraktivität als Zweitwohnsitzstandort. Diese Faktoren treffen auf ein begrenztes Angebot, da ein grosser Teil der Gemeindefläche durch Hanglagen und Naturschutz nicht bebaubar ist.
Wie ist Zell am See verkehrstechnisch angebunden?
Zell am See liegt an der Giselabahn mit Zugverbindungen nach Salzburg in rund eineinhalb Stunden sowie an der Pinzgauer Lokalbahn Richtung Krimml. Über die Tauern Autobahn (A10) ist die Stadt zudem gut an Salzburg und den süddeutschen Raum angebunden.
Welche Rolle spielt der Tourismus für den Immobilienmarkt in Zell am See?
Tourismus ist der grösste Wirtschaftszweig der Stadt und treibt über Ferienimmobilien, Zweitwohnsitze und die touristische Vermietung einen erheblichen Teil der Nachfrage. Das führt zu Zielkonflikten mit dem Wohnraum für Einheimische, weshalb die Gemeinde als Zweitwohnsitz-Beschränkungsgemeinde reagiert hat.
Was kostet ein Baugrundstück in Zell am See?
Bebaubare Grundstücke für Ein- oder Zweifamilienhäuser werden in Zell am See im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich gehandelt; einzelne Angebote reichen von rund 700 m² Hanglage für 875.000 € bis zu deutlich kleineren, voll erschlossenen Parzellen. Verlässliche Durchschnittswerte je Quadratmeter auf Gemeindeebene liegen aktuell nicht vor.
Gibt es in Zell am See Neubauprojekte?
Ja, unter anderem entstehen in Schüttdorf und an der Porscheallee neue Eigentumswohnungen, teils mit Balkon, Terrasse oder Privatgarten und aktuellen energetischen Standards. Im benachbarten Kaprun wurde im Juni 2026 zudem ein gefördertes Wohnbauprojekt mit 17 Einheiten begonnen, das die Nachfrage im gesamten Talboden mitprägt.
Wer sind die grössten Arbeitgeber in Zell am See?
Grösster industrieller Arbeitgeber am Standort ist der Hygienehersteller Hagleitner Hygiene International mit rund 1.300 Beschäftigten konzernweit sowie Forschung, Entwicklung und Produktion direkt in Zell am See. Daneben prägt der Tourismus mit Hotellerie, Gastronomie und den Bergbahnen einen Grossteil der lokalen Arbeitsplätze.
Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Datenstand
Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand August 2026 (ohne-makler.at). Sie werden quartalsweise überprüft.
- Q3/2026 · Wohnungspreise -3,7 %, Häuser +20,4 % gegenüber Vorjahr
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Weiterführend
Quellen
- ohne-makler.at – Immobilienpreise Zell am See 2026 · abgerufen 1.8.2026
- ohne-makler.at – Mietspiegel Zell am See 2026 · abgerufen 1.8.2026
- WKÖ – Immobilienpreisspiegel 2026 · abgerufen 1.8.2026
- citypopulation.de – Zell am See (Einwohner) · abgerufen 1.8.2026
- Land Salzburg – Gemeindeportrait Zell am See · abgerufen 1.8.2026
- Engel & Völkers – Immobilienpreise Zell am See · abgerufen 1.8.2026
- meinbezirk.at – Top-Arbeitgeber im Tourismus, Pinzgau · abgerufen 1.8.2026
- Hagleitner Hygiene International – Unternehmen · abgerufen 1.8.2026
- Pinzgauer Lokalbahn – Streckeninformationen · abgerufen 1.8.2026


