Immobilien in Tirol
Preise, Lagen und Freizeitwohnsitz-Regeln im Westen Österreichs — mit belegten Zahlen zu allen neun Bezirken, Stand Juli 2026.

Der Tiroler Immobilienmarkt im Überblick
Tirol ist der drittteuerste Häusermarkt und der viertteuerste Wohnungsmarkt Österreichs. Im Jahr 2025 lag der Medianpreis für eine Eigentumswohnung bei 4.965 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, jener für ein Wohnhaus bei 4.828 Euro (Statistik Austria). Zum Vergleich: Der Österreich-Median liegt bei 4.162 Euro für Wohnungen und 2.836 Euro für Häuser. Ein Quadratmeter Haus kostet in Tirol also rund 70 Prozent mehr als im Bundesschnitt.
Der wesentliche Treiber ist nicht die Kaufkraft, sondern die Knappheit an bebaubarer Fläche. Tirol besteht grösstenteils aus Gebirge; nutzbares Bauland konzentriert sich auf wenige Talachsen. Entsprechend deutlich zeigt sich der Effekt beim Grundstückspreis: Bebaubare Grundstücke kosteten 2025 im Median 391 Euro je Quadratmeter gegenüber 135 Euro im Bundesschnitt — und damit rund 80 Prozent mehr als noch 2021 (218 Euro).
Diese Seite fasst zusammen, was den Tiroler Markt ausmacht:
- Preisniveau und Preisentwicklung 2021 bis 2025 auf Basis amtlicher Transaktionsdaten
- Der Vergleich der Objektarten von der gebrauchten Wohnung bis zum freistehenden Einfamilienhaus
- Die Spreizung zwischen den neun Bezirken — vom Bezirk Kitzbühel bis nach Osttirol
- Das Tiroler Freizeitwohnsitzrecht, das den Markt stärker prägt als in jedem anderen Bundesland
- Kaufnebenkosten nach österreichischem Recht — inklusive der zum 1. Juli 2026 ausgelaufenen Gebührenbefreiung
Tirol in Zahlen
Marktlage 2025 und 2026
Der Tiroler Markt hat sich stabilisiert, entwickelt sich aber nach Objektart auseinander. Eigentumswohnungen verteuerten sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent (von 4.764 auf 4.965 Euro je Quadratmeter), Wohnhäuser verbilligten sich im selben Zeitraum um 2,8 Prozent (von 4.967 auf 4.828 Euro). Beide Segmente liegen weiterhin unter dem Rekordniveau von 2022 — Wohnungen um rund 4,7 Prozent, Häuser um rund 4,5 Prozent.
Der Immobilienpreisspiegel 2026 der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder Tirol, der die Transaktionen des Jahres 2025 auswertet, zeigt für alle Wohnkategorien moderate Zuwächse: Eigentum im Erstbezug 4.256,27 Euro je Quadratmeter (plus 1,46 Prozent), gebrauchtes Eigentum 2.931,42 Euro (plus 1,67 Prozent), Reihenhäuser 2.640,23 Euro (plus 1,50 Prozent), Einfamilienhäuser 3.086,10 Euro (plus 1,37 Prozent) und Baugrundstücke 608,30 Euro (plus 1,28 Prozent). Am kräftigsten stiegen die Mieten mit plus 2,24 Prozent auf 11,39 Euro je Quadratmeter netto.
Deutlich stärker als die Preise bewegte sich das Volumen. Österreichweit wurden 2025 rund 91.000 Immobilientransaktionen verbüchert, ein Plus von 8,98 Prozent gegenüber 2024. Das Wohnungssegment legte mit 20,96 Prozent am kräftigsten zu, Wohngebäude um 9,10 Prozent; Bauland ging als einzige Kategorie um 3,66 Prozent zurück. Nach der Zinswende von 2022 und dem Einbruch der Jahre 2023 und 2024 ist der Markt damit wieder in Bewegung, ohne in eine neue Preisdynamik zu kippen.
Für die Finanzierungsseite hat sich der Rahmen 2025 geändert: Die KIM-Verordnung ist mit 30. Juni 2025 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. An ihre Stelle trat ein Rundschreiben der Finanzmarktaufsicht, das dieselben Kennzahlen als aufsichtliche Erwartung fortführt — im Regelfall also höchstens 90 Prozent Beleihungsquote, höchstens 40 Prozent Schuldendienstquote und maximal 35 Jahre Laufzeit. Die Vorgaben sind damit nicht mehr rechtlich bindend, in der Praxis der Banken aber weitgehend erhalten geblieben.
Medianpreise in Tirol 2021 bis 2025
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025 (Medianwerte in Euro je m² Wohnfläche)
Wohnung oder Haus? Die Objektarten im Vergleich
Die gebrauchte Eigentumswohnung ist in Tirol mit Abstand der günstigste Einstieg. Mit 2.931 Euro je Quadratmeter kostet sie nur rund 69 Prozent des Neubaupreises von 4.256 Euro — die Differenz zwischen Bestand und Erstbezug ist damit grösser als in den meisten anderen Bundesländern. Wer Wohnfläche und nicht Lage priorisiert, fährt mit dem Reihenhaus am günstigsten: Es liegt mit 2.640 Euro je Quadratmeter noch unter der gebrauchten Wohnung, weil der Grundanteil bei dichterer Bebauung geringer ausfällt.
Ein Hinweis zur Doppelhaushälfte: Der Immobilienpreisspiegel führt sie nicht als eigene Kategorie. Ihr Preisniveau liegt der Bauform nach zwischen Reihenhaus und freistehendem Einfamilienhaus, eine belegte Durchschnittszahl für Tirol existiert jedoch nicht. Wir verzichten deshalb bewusst auf eine Schätzung.
Die Einstiegspreise in der folgenden Tabelle sind rechnerische Werte: Durchschnittspreis multipliziert mit der Referenzfläche, die der Preisspiegel der jeweiligen Kategorie zugrunde legt. Sie ersetzen keine Bewertung eines konkreten Objekts.
Objektarten in Tirol im Vergleich
| Objektart | Ø Preis €/m² | Einstieg rechnerisch | Merkmal |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung, Erstbezug | 4.256 | rd. 319.000 € (75 m²) | Neubau, ohne Stellplatz |
| Eigentumswohnung, gebraucht | 2.931 | rd. 205.000 € (70 m²) | 3 Zimmer, gute Wohnlage |
| Reihenhaus | 2.640 | rd. 317.000 € (120 m²) | Grundanteil enthalten |
| Doppelhaushälfte | keine eigene Kategorie | zwischen Reihen- und Einfamilienhaus | im Preisspiegel nicht getrennt |
| Einfamilienhaus, freistehend | 3.086 | rd. 463.000 € (150 m²) | mit Garage und Garten |
Quelle: WKO Immobilienpreisspiegel 2026 (Transaktionen 2025); Einstiegspreise rechnerisch aus Preis mal Referenzfläche.
Tirol im Vergleich zum Bundesschnitt
Quelle: WKO, Immobilienpreisspiegel 2026 (Durchschnittspreise in Euro je m²)
Lagen und Bezirke
Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Tiroler Bezirk liegt beim Wohnungspreis der Faktor 2,3: Im Bezirk Kitzbühel werden 8.446 Euro je Quadratmeter aufgerufen, im Bezirk Lienz 3.608 Euro. Bei Häusern ist die Spreizung mit 10.299 zu 3.403 Euro noch grösser — ein Faktor von 3,0. Tirol ist damit kein einheitlicher Markt, sondern eine Abfolge sehr unterschiedlicher Teilmärkte.
Grob lassen sich fünf Zonen unterscheiden:
- Inntal-Achse (Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land): Der Kernmarkt mit Universität, Verwaltung und Arbeitsplätzen. Die Nachfrage wird von Zuzug und Studierenden getragen, das Angebot durch Hanglagen und Bauland-Knappheit begrenzt.
- Kitzbüheler Alpen (Bezirk Kitzbühel): Das internationale Luxussegment Österreichs. Ein- und Zweifamilienhäuser wechseln laut Engel & Völkers 2025 im Schnitt für rund 2,2 Millionen Euro den Besitzer, in Spitzenlagen ein Vielfaches davon.
- Unterland (Kufstein, Schwaz): Industrie, Gewerbe und Pendlerlagen Richtung Innsbruck und Bayern, dazu die Tourismusorte im Zillertal und am Wilden Kaiser mit deutlich höherem Niveau.
- Oberland (Imst, Landeck, Reutte): Insgesamt günstiger, mit starken lokalen Ausreissern in den Skiorten. In Landeck reicht die Spanne von 2.758 Euro in Tösens bis 9.189 Euro in St. Anton am Arlberg.
- Osttirol (Bezirk Lienz): Geografisch vom übrigen Tirol getrennt und mit Abstand der günstigste Teilmarkt. Wohnungen kosten hier rund 45 Prozent weniger als im Landesschnitt.
Die folgenden Werte sind Angebotspreise aus Inseraten, nicht beurkundete Kaufpreise. Sie liegen systematisch über den Transaktionswerten von Statistik Austria und dem Preisspiegel und eignen sich vor allem für den Vergleich der Bezirke untereinander.
Angebotspreise nach Bezirken
| Bezirk | Wohnung €/m² | Haus €/m² |
|---|---|---|
| Kitzbühel | 8.446 | 10.299 |
| Innsbruck-Stadt | 7.354 | 7.077 |
| Innsbruck-Land | 6.616 | 6.160 |
| Landeck | 6.305 | 5.582 |
| Kufstein | 5.808 | 6.229 |
| Schwaz | 5.625 | 5.269 |
| Imst | 4.924 | 4.995 |
| Reutte | 4.785 | 5.004 |
| Lienz | 3.608 | 3.403 |
Quelle: ohne-makler.at, Angebotspreise 2026 (Auswertung von Inseraten; keine amtlich anerkannten Preisspiegel)
Freizeitwohnsitze: Tirols schärfste Marktregel
Wer in Tirol eine Wohnimmobilie kauft, erwirbt in aller Regel einen Hauptwohnsitz — kein Ferienobjekt. Die Nutzung als Freizeitwohnsitz ist nach dem Tiroler Raumordnungsgesetz 2022 grundsätzlich untersagt. Zulässig ist sie nur bei Objekten, die im amtlichen Freizeitwohnsitzverzeichnis eingetragen sind, über eine entsprechende Baubewilligung verfügen oder eine Ausnahmebewilligung besitzen. Kein anderes österreichisches Bundesland reguliert diesen Punkt so streng, und keine andere Regelung beeinflusst die Preisbildung in Tirol so stark.
Wie viele Freizeitwohnsitze es gibt
Das Land Tirol führt ein öffentlich einsehbares Verzeichnis. Mit Stand 28. Mai 2026 sind darin über 16.500 Freizeitwohnsitze erfasst — allerdings äusserst ungleich verteilt. Die Spitzenwerte:
- Kitzbühel: 1.274 Freizeitwohnsitze, das sind 16,4 Prozent aller Wohnungen der Gemeinde
- Kirchberg in Tirol: 873 (18,8 Prozent)
- Seefeld in Tirol: 631 (21,2 Prozent)
- Westendorf: 620 (23,0 Prozent)
- St. Anton am Arlberg: 368 (19,3 Prozent)
- Innsbruck dagegen: 203 Freizeitwohnsitze bei rund 78.000 Wohnungen — eine Quote von 0,3 Prozent
Die Acht-Prozent-Grenze und die Vorbehaltsgemeinden
Nach § 13 Abs. 4 des Tiroler Raumordnungsgesetzes 2022 darf der Anteil der Freizeitwohnsitze acht Prozent aller Wohnungen einer Gemeinde nicht überschreiten. Nach dem aktuellen Verzeichnis liegen bereits mehr als 60 Tiroler Gemeinden über dieser Marke. Neue Freizeitwohnsitze sind dort faktisch ausgeschlossen.
Seit 1. September 2022 kommt ein zweites Instrument hinzu: In den rund 148 als Vorbehaltsgemeinden ausgewiesenen Kommunen müssen Käuferinnen und Käufer beim Erwerb von Baugrundstücken oder Wohnobjekten nach § 14a des Tiroler Grundverkehrsgesetzes 1996 schriftlich erklären, dass kein neuer Freizeitwohnsitz geschaffen wird. Die Bezirkshauptmannschaften überwachen die Einhaltung. Verstösse können mit Geldstrafen bis 40.000 Euro geahndet werden; im Extremfall droht die Zwangsversteigerung der Liegenschaft.
Was das für die Preise bedeutet
Faktisch existieren in Tirol zwei getrennte Preisniveaus. Objekte mit rechtsgültiger Freizeitwohnsitz-Widmung sind ein knappes, praktisch nicht vermehrbares Gut und erzielen in den Tourismusgemeinden ein Vielfaches vergleichbarer Hauptwohnsitz-Objekte. Diese Spreizung erklärt einen erheblichen Teil des Abstands zwischen dem Bezirk Kitzbühel und dem übrigen Land. Für Kaufinteressierte ist die Widmung deshalb der erste Prüfpunkt — noch vor Lage, Zustand und Preis.
Vom Freizeitwohnsitzrecht zu trennen ist der Ausländergrundverkehr. Staatsangehörige von EU- und EWR-Staaten sowie Gesellschaften mit Sitz in einem EU- oder EWR-Mitgliedstaat sind österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt und benötigen keine Erwerbsgenehmigung. Für Angehörige von Drittstaaten ist eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde erforderlich. Die Beschränkungen zur Freizeitwohnsitz-Nutzung gelten unabhängig von der Staatsangehörigkeit für alle Erwerber gleichermassen.
Kaufnebenkosten in Österreich
Kalkulieren Sie in Tirol mit rund 6,8 bis 9,2 Prozent Kaufnebenkosten ohne Makler und mit rund 10,4 bis 12,8 Prozent, wenn eine Maklerprovision anfällt. Die Spanne entsteht fast ausschliesslich bei der Vertragserrichtung, die üblicherweise zwischen einem und drei Prozent des Kaufpreises kostet.
Wichtige Änderung seit 1. Juli 2026: Die temporäre Befreiung von der Grundbucheintragungsgebühr und der Pfandrechtseintragungsgebühr aus dem Wohnbaupaket 2024 ist ausgelaufen. Sie galt für Anträge, die zwischen 1. Juli 2024 und 1. Juli 2026 beim Grundbuchsgericht eingelangt sind, bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro und nur bei Begründung eines dringenden Wohnbedürfnisses mit Hauptwohnsitzmeldung. Für alle Anträge danach fallen die 1,1 Prozent Eintragungsgebühr und die 1,2 Prozent Pfandrechtsgebühr wieder in voller Höhe an. Die nachfolgende Kalkulation berücksichtigt das bereits.
Kaufnebenkosten bei 500.000 Euro Kaufpreis
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 17.500 € |
| Grundbucheintragungsgebühr | 1,1 % | 5.500 € |
| Vertragserrichtung, inkl. USt | 1–3 % + 20 % USt | 6.000–18.000 € |
| Pfandrechtseintragung | 1,2 % der Pfandsumme | 4.800 € |
| Summe ohne Makler | 6,8–9,2 % | 33.800–45.800 € |
| Maklerprovision, falls anfällt | max. 3 % + 20 % USt | 18.000 € |
| Summe mit Makler | 10,4–12,8 % | 51.800–63.800 € |
Quelle: Stand Juli 2026, nach Auslaufen der Gebührenbefreiung. Pfandrecht gerechnet auf 400.000 Euro Kredit.
Grundbuch und Erwerb
Eigentum an einer Liegenschaft entsteht in Österreich nicht mit der Unterschrift unter den Kaufvertrag, sondern erst mit der Einverleibung im Grundbuch. Der Kaufvertrag begründet lediglich den Anspruch auf Übertragung. Bis zur Eintragung sichert üblicherweise eine Rangordnung für die beabsichtigte Veräusserung die Position der Käuferseite ab.
Der Kaufvertrag wird von einer Notarin, einem Notar oder einer Rechtsanwältin beziehungsweise einem Rechtsanwalt errichtet; die Beglaubigung der Unterschriften ist für die Einverleibung zwingend. Der Kaufpreis läuft in der Regel über ein Treuhandkonto und wird erst freigegeben, wenn die Eintragungsvoraussetzungen vorliegen und die Liegenschaft lastenfrei gestellt ist.
In Tirol kommt ein zusätzlicher Schritt hinzu: Vor der Einverleibung muss der grundverkehrsbehördliche Nachweis vorliegen — je nach Fall eine Genehmigung, eine Negativbestätigung oder die Erklärung nach § 14a Tiroler Grundverkehrsgesetz in einer Vorbehaltsgemeinde. Ohne diesen Nachweis nimmt das Grundbuchsgericht die Eintragung nicht vor. Planen Sie diesen Schritt zeitlich mit ein.
Erhoben am 29. Juli 2026. Quellen: Statistik Austria, Immobilienpreisspiegel 2026 der WKO-Fachgruppe Tirol, Freizeitwohnsitzverzeichnis des Landes Tirol. Diese Seite informiert und ersetzt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Tirol
Was kostet eine Eigentumswohnung in Tirol?
Der Medianpreis lag 2025 bei 4.965 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (Statistik Austria). Der Immobilienpreisspiegel 2026 unterscheidet feiner: Erstbezug 4.256 Euro, gebrauchte Wohnungen 2.931 Euro je Quadratmeter.
Was kostet ein Haus in Tirol?
Wohnhäuser kosteten 2025 im Median 4.828 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Damit liegt Tirol österreichweit auf Platz drei hinter Wien (5.376 Euro) und Vorarlberg (5.077 Euro).
Wie teuer ist Tirol im Vergleich zum Bundesschnitt?
Deutlich teurer. Wohnungen kosten rund 19 Prozent mehr als im Österreich-Median (4.965 gegenüber 4.162 Euro), Häuser rund 70 Prozent mehr (4.828 gegenüber 2.836 Euro). Der Abstand ist bei Häusern also weit grösser als bei Wohnungen.
In welchem Tiroler Bezirk sind Immobilien am teuersten?
Im Bezirk Kitzbühel. Dort werden 2026 im Schnitt 8.446 Euro je Quadratmeter für Wohnungen und 10.299 Euro für Häuser aufgerufen — deutlich mehr als in Innsbruck-Stadt mit 7.354 beziehungsweise 7.077 Euro.
Wo ist Tirol am günstigsten?
Im Bezirk Lienz in Osttirol. Wohnungen liegen dort bei 3.608 Euro je Quadratmeter, Häuser bei 3.403 Euro — rund 45 beziehungsweise 48 Prozent unter dem Tiroler Durchschnitt.
Was kostet eine Wohnung in Innsbruck?
Nach dem Immobilienpreisspiegel 2026 kostet Erstbezug in Innsbruck 6.104,80 Euro je Quadratmeter (plus 0,82 Prozent) und gebrauchtes Eigentum 4.231,76 Euro (plus 2,40 Prozent). Angebotspreise auf Portalen liegen mit rund 7.354 Euro spürbar darüber.
Was kostet ein Reihenhaus in Tirol?
Im Landesschnitt 2.640 Euro je Quadratmeter, bei 120 Quadratmetern also rechnerisch rund 317.000 Euro. In Innsbruck liegt der Wert mit 3.540,94 Euro je Quadratmeter um etwa ein Drittel höher.
Was kostet eine Doppelhaushälfte in Tirol?
Dafür gibt es keine belastbare Durchschnittszahl. Der Immobilienpreisspiegel führt die Doppelhaushälfte nicht als eigene Kategorie; ihr Preisniveau liegt bauformbedingt zwischen Reihenhaus (2.640 Euro/m²) und freistehendem Einfamilienhaus (3.086 Euro/m²).
Was kostet ein freistehendes Einfamilienhaus in Tirol?
3.086 Euro je Quadratmeter im Landesschnitt, inklusive Grundanteil. Bei den 150 Quadratmetern Wohnfläche, die der Preisspiegel als Referenz ansetzt, entspricht das rechnerisch rund 463.000 Euro.
Warum weichen Portalpreise so stark vom Preisspiegel ab?
Weil sie Unterschiedliches messen. Statistik Austria und der Immobilienpreisspiegel werten beurkundete Kaufverträge aus, Portale werten Inserate aus. Angebotspreise liegen systematisch über den tatsächlich erzielten Preisen und reagieren träger auf Marktwenden.
Was kostet Bauland in Tirol?
Bebaubare Grundstücke lagen 2025 im Median bei 391 Euro je Quadratmeter — fast das Dreifache des Österreichwerts von 135 Euro. Der Immobilienpreisspiegel weist für Tiroler Baugrundstücke 608,30 Euro aus, für Innsbruck 1.241,62 Euro.
Sind die Grundstückspreise in Tirol weiter gestiegen?
Ja, und zwar gegen den Trend bei Wohnraum. Der Median stieg von 218 Euro je Quadratmeter im Jahr 2021 auf 391 Euro 2025 — ein Plus von rund 80 Prozent. Die teuersten Baugrundstücke Österreichs liegen in Reith bei Kitzbühel (2.742 Euro) und in der Stadt Kitzbühel (2.617 Euro).
Wie hoch sind die Mieten in Tirol?
Neuwertige Mietwohnungen kosten im Landesschnitt 11,39 Euro je Quadratmeter Nettomiete pro Monat, ohne Betriebskosten und Umsatzsteuer. Das ist ein Plus von 2,24 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der zweithöchste Wert aller Bundesländer.
Was kostet Miete in Innsbruck?
Der Immobilienpreisspiegel 2026 weist für neuwertige Mietwohnungen in Innsbruck 15,70 Euro je Quadratmeter aus (plus 3,56 Prozent). Die Arbeiterkammer Tirol ermittelte für 2025 über 677 ausgewertete Mietobjekte einen durchschnittlichen Hauptmietzins von 21,13 Euro je Quadratmeter.
Wie stark sind die Innsbrucker Mieten gestiegen?
Um 34 Prozent in fünf Jahren. Der durchschnittliche Hauptmietzins stieg laut AK Tirol von 15,79 Euro je Quadratmeter im Jahr 2021 auf 21,13 Euro im Jahr 2025.
Wie hat sich der Tiroler Markt seit 2022 entwickelt?
2022 markierte den Höchststand mit 5.210 Euro je Quadratmeter für Wohnungen und 5.055 Euro für Häuser. 2023 und 2024 folgte die Korrektur; 2025 zogen Wohnungen mit 4,2 Prozent wieder an, während Häuser um 2,8 Prozent nachgaben. Beide liegen weiter unter dem Rekordniveau.
Ziehen die Preise in Tirol wieder an?
Bei Wohnungen ja, bei Häusern derzeit nicht. Der Immobilienpreisspiegel 2026 zeigt für alle Wohnkategorien Zuwächse zwischen 1,3 und 1,7 Prozent, die Transaktionsdaten von Statistik Austria zeichnen für Häuser jedoch ein rückläufiges Bild. Eine Prognose lässt sich daraus nicht ableiten.
Wie viele Immobilien wurden zuletzt verkauft?
Österreichweit rund 91.000 Transaktionen im Jahr 2025, ein Plus von 8,98 Prozent gegenüber 2024. Wohnungen legten mit 20,96 Prozent am stärksten zu, Wohngebäude um 9,10 Prozent; Bauland ging um 3,66 Prozent zurück.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Österreich?
3,5 Prozent der Gegenleistung, also in der Regel des Kaufpreises. Bei Übertragungen im engen Familienkreis gilt ein ermässigter Stufentarif ab 0,5 Prozent. Der Satz ist bundesweit einheitlich und in Tirol nicht abweichend geregelt.
Was kostet die Eintragung ins Grundbuch?
Die Grundbucheintragungsgebühr beträgt 1,1 Prozent der Bemessungsgrundlage. Wird der Kauf über ein Darlehen finanziert, kommen 1,2 Prozent Pfandrechtseintragungsgebühr auf die Pfandsumme hinzu.
Gilt die Befreiung von der Grundbuchgebühr noch?
Nein. Die temporäre Befreiung aus dem Wohnbaupaket 2024 ist mit 1. Juli 2026 ausgelaufen. Massgeblich war das Einlangen des Grundbuchantrags bei Gericht, nicht das Vertragsdatum. Für alle späteren Anträge fallen 1,1 und 1,2 Prozent wieder in voller Höhe an.
Welche Grenzen galten für diese Gebührenbefreiung?
Die Befreiung galt bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro und setzte ein dringendes Wohnbedürfnis mit Hauptwohnsitzmeldung voraus. Wird das Eigentum innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung aufgegeben, fällt die Befreiung nachträglich weg.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Tirol insgesamt?
Rund 6,8 bis 9,2 Prozent ohne Makler und rund 10,4 bis 12,8 Prozent mit Makler. Bei 500.000 Euro Kaufpreis sind das etwa 33.800 bis 45.800 Euro beziehungsweise 51.800 bis 63.800 Euro.
Wie hoch darf die Maklerprovision beim Kauf sein?
Höchstens 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer, also effektiv 3,6 Prozent je Vertragspartei. Das Bestellerprinzip gilt in Österreich nur für die Vermietung von Wohnungen, nicht für den Kauf.
Darf ich in Tirol eine Ferienwohnung kaufen?
Nur eingeschränkt. Die Nutzung als Freizeitwohnsitz ist nach dem Tiroler Raumordnungsgesetz 2022 grundsätzlich untersagt. Zulässig ist sie ausschliesslich bei Objekten mit Eintragung im Freizeitwohnsitzverzeichnis, entsprechender Baubewilligung oder Ausnahmebewilligung.
Wie viele Freizeitwohnsitze gibt es in Tirol?
Über 16.500, Stand 28. Mai 2026 nach dem amtlichen Verzeichnis des Landes Tirol. Die Verteilung ist extrem ungleich: Kitzbühel führt mit 1.274 Objekten, Innsbruck kommt bei rund 78.000 Wohnungen auf nur 203.
Was bedeutet die Acht-Prozent-Grenze?
Nach § 13 Abs. 4 Tiroler Raumordnungsgesetz 2022 darf der Anteil der Freizeitwohnsitze acht Prozent aller Wohnungen einer Gemeinde nicht übersteigen. Mehr als 60 Tiroler Gemeinden liegen bereits darüber; neue Freizeitwohnsitze sind dort faktisch ausgeschlossen.
Was ist eine Vorbehaltsgemeinde?
Eine Gemeinde mit besonderem Druck auf den Wohnungsmarkt, in der Wohnraum der ansässigen Bevölkerung vorbehalten bleiben soll. Rund 148 Tiroler Gemeinden sind seit 2022 so ausgewiesen. Beim Erwerb ist dort eine schriftliche Erklärung nach § 14a Tiroler Grundverkehrsgesetz abzugeben.
Was passiert bei einem Verstoss gegen die Freizeitwohnsitz-Regeln?
Die Bezirkshauptmannschaft kann die unzulässige Nutzung sofort untersagen und Geldstrafen bis 40.000 Euro verhängen. Bei fortgesetztem Verstoss droht bis hin zur Zwangsversteigerung der Liegenschaft.
Dürfen Deutsche oder Schweizer in Tirol kaufen?
Staatsangehörige von EU- und EWR-Staaten sind österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt und benötigen keine Erwerbsgenehmigung — das gilt etwa für Deutschland. Die Schweiz gehört nicht zum EWR; die Einordnung sollte deshalb vorab mit der zuständigen Grundverkehrsbehörde geklärt werden. Die Freizeitwohnsitz-Beschränkungen gelten unabhängig von der Staatsangehörigkeit.
Wann werde ich rechtlich Eigentümerin oder Eigentümer?
Erst mit der Einverleibung im Grundbuch, nicht mit der Vertragsunterzeichnung. In Tirol muss vor der Eintragung zusätzlich der grundverkehrsbehördliche Nachweis vorliegen, was den Zeitplan gegenüber anderen Bundesländern verlängern kann.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Finanzierung?
In der Praxis rund 20 Prozent des Kaufpreises: etwa 10 Prozent für die Beleihungsgrenze und rund 10 Prozent für die Kaufnebenkosten. Die KIM-Verordnung ist zwar am 30. Juni 2025 ausgelaufen, ein Rundschreiben der Finanzmarktaufsicht führt ihre Kennzahlen seither aber als aufsichtliche Erwartung fort.
Lohnt sich die Vermietung einer Wohnung in Tirol?
Die Bruttomietrendite fällt rechnerisch niedrig aus. Bei 11,39 Euro Monatsmiete je Quadratmeter und 4.256 Euro Kaufpreis für einen Erstbezug ergeben sich rund 3,2 Prozent brutto vor Nebenkosten, Leerstand und Instandhaltung. In Innsbruck liegt der Wert mit 15,70 zu 6.104,80 Euro bei rund 3,1 Prozent.
Was ist Ihre Immobilie in Tirol wert?
Landesdurchschnitte beantworten nicht die Frage nach Ihrem Objekt. Lage, Zustand und — gerade in Tirol — die Widmung entscheiden über den Preis.
Weiterführende Seiten
Quellen
- Statistik Austria: Durchschnittliche Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen · abgerufen 29.7.2026
- WKO Fachgruppe Tirol: Immobilienpreisspiegel 2026 (Pressekonferenz) · abgerufen 29.7.2026
- WKO Tirol: Immobilienpreisspiegel 2026 präsentiert · abgerufen 29.7.2026
- Land Tirol: Freizeitwohnsitzverzeichnis (Stand 28.05.2026) · abgerufen 29.7.2026
- Land Tirol: Grundverkehr — Genehmigung und Erklärung · abgerufen 29.7.2026
- ohne-makler.at: Immobilienpreise Tirol nach Bezirken 2026 · abgerufen 29.7.2026
- Arbeiterkammer Tirol: Mieterhebung Innsbruck 2025 · abgerufen 29.7.2026
- BMJ: Befreiung von der Grundbuch-Eintragungsgebühr · abgerufen 29.7.2026
- WKO: Befreiung von Grundbuch- und Pfandeintragungsgebühr · abgerufen 29.7.2026
- FMA: Solide Wohnkreditvergabe nach Ende der KIM-V · abgerufen 29.7.2026
- Engel & Völkers: Immobilienpreise Tirol · abgerufen 29.7.2026


