Immobilienpreise in Burgenland
Das Burgenland ist Österreichs günstigstes Bundesland – vom Speckgürtel um Wien bis zu den ruhigen Weinbauorten im Süden. Der Veris MarktRadar zeigt Preise, Mieten und regionale Unterschiede im Überblick.

Stand Juni 2026 · Quelle: WKO Immobilienpreisspiegel / finanz.at · Mietpreisbremse
Der Immobilienmarkt in Burgenland im Überblick
Eine Eigentumswohnung kostet im Burgenland im Juni 2026 durchschnittlich 1.859 € je Quadratmeter – der günstigste Wert aller österreichischen Bundesländer (WKO Immobilienpreisspiegel 2026). Die Spanne reicht von rund 1.700 € in den südlichen Bezirken bis 6.400 € in Spitzenlagen am Neusiedler See und im Speckgürtel um Wien. Ein Haus kostet im Landesschnitt rund 1.791 € je Quadratmeter (finanz.at, 2026).
Wie gross und wie unterschiedlich ist der burgenländische Markt?
Mit rund 301.674 Einwohnerinnen und Einwohnern zu Jahresbeginn 2026 ist das Burgenland das bevölkerungsärmste Bundesland Österreichs – und das einzige, das gegenüber dem Vorjahr sogar leicht schrumpfte, um 116 Personen bzw. 0,04 % (Statistik Austria). Das Land gliedert sich in die sieben Bezirke Eisenstadt-Umgebung, Neusiedl am See, Mattersburg, Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf sowie die Statutarstädte Eisenstadt und Rust. Mit rund 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Eisenstadt die kleinste Landeshauptstadt Österreichs; ein dominierendes urbanes Zentrum wie München in Bayern oder Bregenz in Vorarlberg fehlt dem Burgenland.
Das Bild ist geprägt vom Nord-Süd-Gefälle: Der Speckgürtel um Wien sowie die Ufergemeinden am Neusiedler See wachsen und ziehen preislich deutlich an, während Mittel- und Südburgenland – die Bezirke Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf – eher schrumpfen und zu den günstigsten Wohnregionen ganz Österreichs zählen. Wer im Burgenland arbeitet und wohnt, pendelt häufig: Die Nähe zu Wien über die A4 sowie die gute Bahnanbindung machen den Norden für Berufspendlerinnen und -pendler nach Wien und Wien-Schwechat attraktiv.
Wie verhalten sich Mieten und Kaufpreise zueinander?
Mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 11,72 € je Quadratmeter im ersten Quartal 2026 ist das Burgenland auch beim Wohnen zur Miete das günstigste Bundesland Österreichs (ImmoScout24-Analyse via meinbezirk.at). Der amtliche Richtwertmietzins für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes liegt seit April 2026 bei 6,15 € je Quadratmeter; frei vermietbare Neubauten liegen deutlich darüber. Bemerkenswert: Während die Angebotsmieten österreichweit im Jahresvergleich um rund acht Prozent stiegen, gaben sie im Burgenland als einzigem Bundesland leicht nach – ein Effekt, der laut ImmoScout24 auch daran liegt, dass im Vorjahr einzelne teure Neubauprojekte den Schnitt nach oben gezogen hatten.
Wie sieht es bei Nachfrage, Bautätigkeit und Leistbarkeit aus?
Käuferinnen und Käufer im Burgenland sind überdurchschnittlich oft Eigennutzer: Familien, die im Speckgürtel um Wien ein Einfamilienhaus mit Garten suchen, sowie Erstkäuferinnen und -käufer, die sich anderswo in Österreich kein Eigentum mehr leisten können. 2025 beanspruchte der Erwerb eines Einfamilienhauses auf Kredit im Burgenland im Schnitt nur rund ein Viertel des monatlichen Haushaltseinkommens für Zins und Tilgung – der mit Abstand niedrigste Wert aller Bundesländer, verglichen mit rund 68 % in Vorarlberg und rund 72 % in Salzburg (Raiffeisen Research). Diese hohe Leistbarkeit macht das Land auch für Zuzüglerinnen und Zuzügler aus Wien interessant, ohne dass daraus bislang ein flächendeckender Nachfrageüberhang entstanden wäre.
Verlässliche, landesweit einheitlich erhobene Zahlen zu Fertigstellungen und Leerstandsquote liegen für diese Seite nicht in ausreichender Tiefe vor und werden deshalb bewusst nicht beziffert. Erkennbar ist aber: Im Speckgürtel um Wien und in den Seegemeinden entstehen laufend neue Siedlungsgebiete, während im Mittel- und Südburgenland der Bestand überwiegt und Sanierungen häufiger sind als Neubauten.
Welche Infrastruktur und Freizeitangebote prägen das Land?
Neben dem Neusiedler See mit seinen Segel-, Rad- und Naturschutzangeboten prägen Thermen wie St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen sowie die Weinbauregionen rund um Rust und Deutschkreutz das Freizeitangebot. Kinderbetreuung und Nahversorgung sind in den grösseren Orten wie Eisenstadt, Neusiedl am See und Oberwart gut ausgebaut, dünnen in den kleinsten Gemeinden des Südburgenlands jedoch spürbar aus – ein Faktor, den Familien beim Immobilienkauf berücksichtigen.
Wie beeinflusst die Nähe zu Ungarn den Markt?
Das Burgenland grenzt auf rund 340 Kilometern an Ungarn – mehr als jedes andere österreichische Bundesland. Seit dem EU-Beitritt Ungarns 2004 und dem Wegfall der Grenzkontrollen im Schengen-Raum hat sich der Grenzverkehr deutlich intensiviert, ohne dass dies bislang zu einem spürbaren Preisdruck durch ungarische Käuferinnen und Käufer geführt hätte. Umgekehrt nutzen manche Burgenländerinnen und Burgenländer das günstigere Preisniveau jenseits der Grenze, etwa im Grossraum Sopron, für Zweitwohnsitze oder Gewerbeflächen.
Wer sich für das Burgenland als Wohnort entscheidet, wägt oft zwischen kürzeren Pendelwegen im Norden und günstigeren, ruhigeren Lagen im Süden ab – eine Abwägung, die sich in den nachfolgenden Kapiteln dieser Seite in konkreten Zahlen niederschlägt.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
Amtliche Zahlen von Statistik Austria zeichnen für das Burgenland ein differenziertes Bild: Die Preise für Eigentumswohnungen erreichten ihren bisherigen Höchststand bereits 2021 mit 1.890 € je Quadratmeter – ein Jahr früher als im österreichischen Durchschnitt, der erst 2022 seinen Gipfel erreichte. 2022 und 2023 gaben die Wohnungspreise im Burgenland leicht nach, auf 1.815 bzw. 1.806 €, ehe sie 2024 wieder auf 1.921 € anzogen (Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Mai 2025 veröffentlicht).
Bei Häusern verlief die Entwicklung klassischer: Nach einem Anstieg von 1.340 € (2019) auf den Höchststand von 1.929 € im Jahr 2022 folgte mit der Zinswende eine Korrektur auf 1.818 € (2023) und 1.804 € (2024) – ein Rückgang von rund 6,5 % gegenüber dem Höchststand, deutlich moderater als etwa in Vorarlberg oder Tirol. Marktbeobachter von s REAL beschreiben die Preise für Einfamilienhäuser seit Mitte 2022 entsprechend als „nur moderat um 1,7 % gesunken" und insgesamt als stabil.
Aktuelle Portaldaten für 2026 bestätigen dieses Bild der Stabilität: Der WKO-Immobilienpreisspiegel weist für Eigentumswohnungen einen Medianpreis von 1.859 € je Quadratmeter aus, finanz.at nennt für Häuser 1.791 €. Auch bei Baugrundstücken zeigt sich die Diskrepanz zwischen amtlicher und privater Erhebung: Statistik Austria bezifferte den burgenländischen Durchschnitt 2024 mit 70 € je Quadratmeter, während Raiffeisen Research für 2026 bereits rund 127 € nennt, ein Plus von 5,7 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Seite folgt bei den Kennzahlen oben den aktuellen Portalwerten und weist auf die amtlichen Vergleichswerte im Text hin, statt sie stillschweigend zu mitteln.
Welche Rolle spielen Zinsen und Finanzierung?
Die Zinswende ab 2022 traf auch das Burgenland, allerdings gedämpfter als westliche Bundesländer mit höherem Ausgangsniveau: Die Bauzinsen stiegen von rund 1 % Anfang 2022 auf zwischenzeitlich über 4 %, bevor die Europäische Zentralbank zwischen September 2024 und Juni 2025 acht Mal senkte. Im März 2026 lagen Hypothekarzinsen bei rund 3,25 %, mit einer Zinserhöhung Anfang Juni 2026 (selfimmo.at). Die im Sommer 2025 gelockerten Eigenmittelvorschriften der KIM-Verordnung erleichtern seither die Finanzierung zusätzlich – ein Effekt, der sich angesichts des ohnehin niedrigen Einstiegspreisniveaus im Burgenland besonders bemerkbar macht.
Wie geht es 2026/27 weiter?
Nach der Konsolidierung 2022 bis 2024 gilt das Burgenland unter Maklerinnen und Maklern von s REAL als „insgesamt preislich attraktiv" mit regional geteiltem Bild: In Oberwart und Jennersdorf ziehen die Preise an, in Mattersburg und Rust geben sie nach, während der Neusiedler See zu den stärksten Lagen zählt. Für Sie als Käuferin oder Käufer heisst das: Der burgenländische Gesamtmarkt ist im Vergleich zu Wien oder den westlichen Bundesländern bemerkenswert ruhig geblieben, ohne die dramatischen Ausschläge, die etwa Vorarlberg oder Tirol seit 2022 durchlaufen haben. Diese Gemengelage aus stabilen amtlichen Zahlen, leicht positiven Portalmeldungen und ausgeprägten regionalen Unterschieden bildet die Grundlage für die Marktprognose weiter unten auf dieser Seite.
Preisentwicklung
Höchststand bereits 2021, milde Korrektur 2022/23, seit 2024 wieder leicht steigend – deutlich ruhiger als in den westlichen Bundesländern.
Quelle: Statistik Austria (2019–24); WKO (2026)
Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus?
Die Objektart entscheidet im Burgenland stärker über den Preis als in den meisten anderen Bundesländern: Eigentumswohnungen kosten im Landesschnitt rund 1.859 € je Quadratmeter, Häuser mit rund 1.791 € nur unwesentlich weniger – ein im bundesweiten Vergleich sehr geringer Abstand, der die burgenländische Eigenheimkultur widerspiegelt. Anders als etwa in Wien oder Vorarlberg ist das freistehende Einfamilienhaus mit Garten im Burgenland für viele Haushalte ohne grossen Preisaufschlag erreichbar.
Reihenhäuser und Doppelhaushälften positionieren sich meist zwischen den beiden Werten und sind vor allem in den neu erschlossenen Siedlungsgebieten im Speckgürtel um Wien verbreitet, wo Grund zunehmend knapper wird. Freistehende Einfamilienhäuser dominieren dagegen in den ländlich geprägten Bezirken Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf, wo Baugrundstücke laut Statistik Austria mit teils unter 30 € je Quadratmeter zu den günstigsten Österreichs zählen – im Bezirk Jennersdorf etwa mit durchschnittlich 23,6 €.
Welche Objektart passt zu welchem Budget?
Für kleinere Budgets bleibt die Eigentumswohnung in den Zentren Eisenstadt und Neusiedl am See der zugänglichste Einstieg, auch wenn beide Städte längst über dem Landesschnitt liegen. Wer ein Haus mit Garten sucht, findet im Mittel- und Südburgenland deutlich günstigere Einstiegspreise als im Norden – muss dafür aber oft weitere Pendelwege nach Wien oder in die Bezirkshauptorte in Kauf nehmen. Für Kapitalanlegerinnen und -anleger, die auf niedrige Einstiegspreise setzen, sind kleinere Eigentumswohnungen in Eisenstadt oder Neusiedl am See oft die liquideste Wahl, da sie sich leichter vermieten und weiterverkaufen lassen als freistehende Häuser in abgelegeneren Gemeinden.
Was kostet ein Baugrundstück im Burgenland?
Wer selbst bauen möchte, findet im Burgenland die günstigsten Baugrundstücke Österreichs: Der amtliche Durchschnitt lag 2024 bei 70 € je Quadratmeter (Statistik Austria), mit einer Spanne von rund 24 € in Jennersdorf bis zu deutlich dreistelligen Beträgen in Nordburgenland und am Neusiedler See. Private Marktbeobachter wie Raiffeisen Research nennen für 2026 bereits einen Landesschnitt von rund 127 €, ein Plus von 5,7 % gegenüber dem Vorjahr – ein Hinweis darauf, dass die Baulandpreise zuletzt stärker anzogen als die Preise für bestehende Objekte.
Wie unterscheiden sich Neubau und Bestand?
Bei Eigentumswohnungen macht das Baujahr einen spürbaren Unterschied: Neubauten in Eisenstadt, Neusiedl am See oder den Seegemeinden erzielen wegen aktueller Energiestandards und moderner Grundrisse deutliche Aufschläge gegenüber unsaniertem Altbestand, wie er etwa in den Kellergassenorten des Südburgenlands verbreitet ist. Unsanierte Altbauten aus der Zeit vor 1980 sind im Ankauf zwar günstiger, erfordern aber oft substanzielle Investitionen in Heizung, Dämmung und Fenster, um heutige energetische Anforderungen zu erfüllen. Grundsätzlich gilt: Wer flexibel bei der Lage ist, profitiert im Burgenland stärker von Preisunterschieden zwischen Objektarten als in dichter besiedelten Bundesländern, wo das Angebot an freistehenden Häusern ohnehin knapp ist.
Die folgende Übersicht ordnet die vier gängigen Objektarten mit ihren typischen Preisniveaus ein. Da die verfügbaren Portaldaten Reihenhäuser und Doppelhaushälften statistisch nicht getrennt von freistehenden Häusern ausweisen, sind die Werte für diese Segmente als Spannen innerhalb der burgenländischen Hauspreise zu verstehen, nicht als eigenständig erhobene Durchschnittswerte.
Objektartenvergleich Burgenland
| Objektart | Preis je m² | Einstiegspreis | Merkmal |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 1.859 € | ab ca. 90.000 € | Günstigstes Bundesland Österreichs |
| Reihenhaus | 1.300–2.500 € | ab ca. 140.000 € | Verbreitet im Speckgürtel Wien |
| Doppelhaushälfte | 1.500–2.800 € | ab ca. 170.000 € | Mittleres Segment |
| Einfamilienhaus | 1.791 € (Ø) | ab ca. 200.000 € | Dominierende Wohnform im Süden |
Quelle: finanz.at, immobilien-verkaeuferportal.at, 2026
Welche Lagen und Regionen gibt es?
Das Burgenland gliedert sich in die sieben Bezirke Eisenstadt-Umgebung, Neusiedl am See, Mattersburg, Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf sowie die Statutarstädte Eisenstadt und Rust. Wirtschaftlich und preislich prägender als die Verwaltungsgrenzen ist jedoch die Zweiteilung in ein wachsendes Nordburgenland im Speckgürtel Wiens und rund um den Neusiedler See sowie ein eher schrumpfendes Mittel- und Südburgenland.
Wo ist Wohneigentum im Burgenland am teuersten?
Am teuersten ist der Bezirk Neusiedl am See: Rund um den als Weltnaturerbe geschützten Neusiedler See erzielen Eigentumswohnungen laut Portaldaten bis zu 6.400 € je Quadratmeter, Häuser bis zu 5.000 € (immobilien-verkaeuferportal.at, Q1/Q2 2026). Auch Eisenstadt und Eisenstadt-Umgebung liegen mit rund 3.360 bis 3.576 € je Quadratmeter für Wohnungen deutlich über dem Landesschnitt (ohne-makler.at, 2026) – getragen von der Nähe zu Wien, dem Status als Landeshauptstadt und der touristischen Anziehungskraft des Sees.
Wo ist Wohneigentum im Burgenland günstiger?
Am unteren Ende der Preisskala liegen die südlichen Bezirke: In Güssing wurden 2025 im Schnitt nur rund 952 € je Quadratmeter für Wohnungen aufgerufen, ein Rückgang von rund 36 % gegenüber dem Vorjahr (ohne-makler.at). Auch Oberwart zählt mit einer Spanne von 1.700 bis 2.700 € je Quadratmeter zu den günstigeren Lagen. Für Baugrundstücke sind die Bezirke Güssing und Oberpullendorf laut Statistik Austria unter den günstigsten ganz Österreichs; im Bezirk Jennersdorf kostete Bauland 2024 im Schnitt nur 23,6 € je Quadratmeter.
Wie gross ist der Preisunterschied zwischen den Bezirken?
Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bezirk liegt beim Wohnungskauf ein Faktor von rund 3,5 bis 4: Während in Neusiedl am See Spitzenpreise bis 6.400 € je Quadratmeter erzielt werden, lagen sie in Güssing 2025 im Schnitt bei nur 952 €. Zum Vergleich: In Mattersburg und Oberpullendorf, den beiden Bezirken zwischen Nord und Süd, bewegen sich die Wohnungspreise 2026 bei rund 2.985 bzw. 2.988 € je Quadratmeter (ohne-makler.at) – ein Hinweis darauf, dass sich das Preisgefälle nicht abrupt, sondern über mehrere Zwischenstufen vollzieht.
Was macht die Lage am Neusiedler See so besonders?
Der Neusiedler See ist seit 2001 gemeinsam mit der ungarischen Kulturlandschaft Fertő als UNESCO-Welterbe geschützt. Das Regionale Entwicklungsprogramm Neusiedler See – Parndorfer Platte hält die Seeufer deshalb weitgehend von Bebauung frei; verbleibende Flächen sind vorrangig dem Tourismus vorbehalten. Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das: Objekte in erster Reihe zum See sind rar und entsprechend hochpreisig, während das Hinterland der Seegemeinden – etwa Podersdorf, Rust oder Oggau – noch Potenzial für Wertsteigerungen bietet.
Welche Arbeitsmärkte und welche Infrastruktur prägen die Regionen?
Im Norden dominiert der Pendlereffekt Richtung Wien und Wien-Schwechat über die Autobahn A4 und die Bahn. Im übrigen Burgenland stützen der Weinbau – mit über 13.000 Hektar Rebfläche eine der bedeutendsten Weinbauregionen Österreichs –, der Tourismus rund um den Neusiedler See und die Thermenregion sowie die Windenergie die regionale Wirtschaft: Seit 2013 deckt das Burgenland bilanziell seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen, vor allem Windkraft, und beherbergt mit dem Windpark Andau/Halbturn eine der grössten Windkraft-Konzentrationen Europas. Die Nord-Süd-Teilung zeigt sich auch bei der Infrastruktur: Der Norden profitiert von dichten Bahnverbindungen nach Wien und der Nähe zum Flughafen, während im Mittel- und Südburgenland die Wege zu Zentren wie Oberwart oder Güssing länger und öffentliche Verkehrsmittel dünner getaktet sind – ein Faktor, der die Preise dort zusätzlich dämpft.
Für Kaufinteressentinnen und -interessenten lohnt sich deshalb immer der Blick auf die einzelne Gemeinde statt nur auf den Landesschnitt – die Unterschiede innerhalb des Burgenlands sind grösser als in den meisten anderen österreichischen Bundesländern.
Was ist in Burgenland anders als anderswo?
Das Burgenland unterscheidet sich in mehreren rechtlichen und wirtschaftlichen Punkten von anderen österreichischen Bundesländern und von Deutschland.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer im Burgenland?
Wie in ganz Österreich beträgt die Grunderwerbsteuer auch im Burgenland einheitlich 3,5 % des Kaufpreises – anders als in Deutschland, wo die Sätze je Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % liegen. Hinzu kommen rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr sowie die Kosten der Vertragserrichtung.
Was regelt das Burgenländische Grundverkehrsgesetz?
Käuferinnen und Käufer, die nicht EU- oder EWR-Bürgerinnen und -Bürgern gleichgestellt sind, benötigen nach dem Bgld. Grundverkehrsgesetz 2007 für den Erwerb von Grundstücken eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde. Diese wird nur erteilt, wenn keine landespolitischen Interessen entgegenstehen; eine Ausnahme von der Genehmigungspflicht gilt erst nach zehn Jahren durchgehendem, rechtmässigem Aufenthalt in Österreich. Für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke gelten zusätzliche Genehmigungsvorbehalte, unabhängig von der Staatsangehörigkeit.
Warum bleibt der Neusiedler See weitgehend unbebaut?
Das Regionale Entwicklungsprogramm Neusiedler See – Parndorfer Platte aus dem Jahr 2011 hält die Ufer des Sees bewusst von privater Bebauung frei: Die wenigen verbleibenden erschliessbaren Flächen sind vorrangig für touristische Nutzung vorgesehen, nicht für private Freizeitwohnsitze. Der See selbst und grosse Teile des Schilfgürtels stehen zusätzlich als Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel unter strengem Naturschutz, mit Ruhezonen, die nur auf markierten Wegen betreten werden dürfen. Wer sich für den Kauf am Neusiedler See interessiert, sollte zusätzlich klären, ob eine Widmung als Freizeitwohnsitz überhaupt möglich ist oder ob das Objekt einem Hauptwohnsitz vorbehalten bleibt – eine Frage, die im Burgenland Gemeinde für Gemeinde unterschiedlich geregelt ist.
Was ist bei den historischen Kellergassen zu beachten?
In den Weinbauregionen rund um den Neusiedler See und im Südburgenland prägen historische Kellergassen das Landschaftsbild. In Heiligenbrunn im Bezirk Güssing stehen mehr als 100 strohgedeckte Presshäuser auf rund zwei Kilometern unter Denkmalschutz. Wer ein solches Objekt erwirbt oder saniert, muss mit besonderen denkmalschutzrechtlichen Auflagen rechnen, die über die üblichen Bauvorschriften hinausgehen.
Was ändert sich bei den energetischen Vorgaben?
Seit der EAVG-Novelle vom 30. Mai 2026 müssen Immobilieninserate österreichweit – auch im Burgenland – die Energieeffizienzklasse (A++ bis G) sowie den Energieausweis-Wert (EEB) ausweisen; Verstösse können mit Verwaltungsstrafen bis 1.450 € geahndet werden. Für den burgenländischen Bestand, der überdurchschnittlich viele unsanierte Altbauten in den Kellergassenorten und den Ortskernen des Südburgenlands umfasst, macht das energetische Sanierungen zu einem zunehmend wichtigen Preisfaktor.
Gibt es eine Zweitwohnsitzabgabe im Burgenland?
Mehrere burgenländische Gemeinden, insbesondere am Neusiedler See, erheben eine kommunale Abgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz. Höhe und Ausgestaltung unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde und sollten vor dem Kauf einer Zweitwohnung direkt bei der jeweiligen Gemeinde erfragt werden.
Warum ist das Burgenland das günstigste Bundesland?
Neben der Grenzlage abseits der grossen Ballungsräume trägt die Kleinteiligkeit der Siedlungsstruktur zur hohen Leistbarkeit bei: Ohne eine grosse, nachfragestarke Landeshauptstadt wie Salzburg oder Innsbruck bleibt der Preisdruck im Landesdurchschnitt gering, auch wenn einzelne Lagen am Neusiedler See und im Wiener Speckgürtel längst Grossstadtniveau erreichen. Für den Verkauf einer Immobilie im Burgenland bedeutet das Zusammenspiel aus niedrigem Preisniveau, hoher Leistbarkeit und den beschriebenen rechtlichen Besonderheiten: Eine sorgfältige Objektbeschreibung mit korrektem Energieausweis und, bei Lagen am Neusiedler See oder in Kellergassenorten, ein Hinweis auf allfällige Bau- oder Denkmalschutzauflagen erleichtert häufig eine zügige Vermarktung.
Regionale Besonderheiten
Grunderwerbsteuer bundesweit einheitlich
Wie in ganz Österreich beträgt die Grunderwerbsteuer im Burgenland 3,5 % des Kaufpreises – anders als in Deutschland mit Länder-Unterschieden von 3,5 bis 6,5 %.
Grundverkehrsgesetz mit zehnjähriger Wartefrist
Käufer ausserhalb der EU/des EWR benötigen eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde; eine Ausnahme gilt erst nach zehn Jahren durchgehendem Aufenthalt in Österreich.
Neusiedler See bleibt weitgehend baufrei
Das Regionale Entwicklungsprogramm Neusiedler See – Parndorfer Platte hält die Seeufer von privater Bebauung frei und reserviert verbleibende Flächen für den Tourismus.
Günstigstes Bundesland Österreichs
Eigentumswohnungen, Häuser und Baugrundstücke sind im Burgenland landesweit am günstigsten; 2025 beanspruchte der Immobilienerwerb im Schnitt nur rund 25 % des Haushaltseinkommens.
Ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle
Der Speckgürtel um Wien und der Neusiedler See wachsen und verteuern sich, während Mittel- und Südburgenland an Einwohnern verlieren und zu den günstigsten Regionen Österreichs zählen.
Kellergassen unter Denkmalschutz
In Heiligenbrunn im Bezirk Güssing stehen mehr als 100 historische Presshäuser unter Denkmalschutz; Sanierungen unterliegen besonderen Auflagen.
Recht und Kosten kompakt
- Grunderwerbsteuer
- 3,5 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,6 % zu Buche.
- Mietpreisbremse
- Gilt in Burgenland. Richtwertmietzins nur für Altbauten im Vollanwendungsbereich des MRG; Richtwert 6,15 €/m² (April 2026). Neubauten frei vermietbar.
- Bodenrichtwerte
- WKÖ-Immobilienpreisspiegel ↗
- Grundverkehrsgesetz
- Genehmigungspflicht der Grundverkehrsbehörde für Käufer ausserhalb der EU/des EWR; Ausnahme erst nach zehn Jahren Aufenthalt.
- Neusiedler-See-Bauverbot
- Das Regionale Entwicklungsprogramm hält die Seeufer weitgehend baufrei; verbleibende Flächen sind für Tourismus vorgesehen.
- Kellergassen unter Denkmalschutz
- In Heiligenbrunn und weiteren Weinbauorten stehen historische Presshäuser unter Denkmalschutz mit besonderen Sanierungsauflagen.
- Zweitwohnsitzabgabe
- Mehrere Gemeinden am Neusiedler See erheben eine kommunale Abgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz.
Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet der Kauf zusätzlich?
| Kaufpreis | 500.000 € | |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 17.500 € |
| Notar & Grundbuch | 2,6 % | 13.000 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 3,6 % | 18.000 € |
| Nebenkosten gesamt | 9,7 % | 48.500 € |
| Gesamtaufwand | 548.500 € |
Richtwerte für Burgenland. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.
Miet- und Kaufmarkt
Mietmarkt Burgenland
- Ø Miete
- 11,72 €/m²
- Richtwertmietzins 2026
- 6,15 €/m²
- Rang im Bundesländervergleich
- Platz 9 von 9
Kaufmarkt Burgenland
- Ø Wohnung
- 1.859 €/m²
- Ø Haus
- 1.791 €/m²
- Baugrundstück (amtlich)
- 70 €/m² (2024)
Kauf- und Mietpreise liegen im Burgenland landesweit am niedrigsten, mit dem grössten Preisgefälle zwischen Neusiedler See und Südburgenland. Ob Kauf oder Miete näherliegt, hängt stark von Lage, Eigenkapital und Nutzungsdauer ab – eine pauschale Einordnung ersetzt das nicht.
Quelle: WKO Immopreisspiegel / ohne-makler.at
Marktprognose
Nach der Konsolidierung seit 2022 bleibt der burgenländische Immobilienmarkt insgesamt stabil. Getragen wird die Preisentwicklung vor allem vom Speckgürtel um Wien und dem Neusiedler See, während der Süden des Landes eher moderat bis rückläufig tendiert.
Seitwärtsbewegung bei stabiler Nachfrage im Speckgürtel Wien und moderatem Rückgang im Süden.
Steigende Zuzugszahlen aus Wien und weiter sinkende Zinsen beschleunigen die Preisentwicklung vor allem im Norden und am Neusiedler See.
Anhaltende Bevölkerungsabwanderung im Mittel- und Südburgenland sowie ein erneuter Zinsanstieg dämpfen die Nachfrage landesweit.
Einflussfaktoren
- Zinsniveau · stützend · Gesunkene, gut kalkulierbare Zinsen verbessern die Leistbarkeit.
- Pendlernachfrage Wien · stützend · Der Speckgürtel profitiert von Zuzug aus der Bundeshauptstadt.
- Bevölkerungsrückgang Süden · belastend · Bevölkerungsrückgang im Süden dämpft dort die Nachfrage.
- Neusiedler-See-Bauverbot · neutral · Begrenzt das Angebot am Ufer, nicht die Gesamtnachfrage.
- KIM-Verordnung · stützend · Gelockerte Eigenmittelvorschriften erleichtern die Finanzierung.
Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung im Burgenland?
Eine Eigentumswohnung kostet im Burgenland im Juni 2026 durchschnittlich 1.859 € je Quadratmeter – der günstigste Wert aller österreichischen Bundesländer (WKO Immobilienpreisspiegel 2026). Die Spanne reicht von rund 1.700 € im Süden bis 6.400 € am Neusiedler See.
Was kostet ein Haus im Burgenland?
Ein Haus kostet im Burgenland im Schnitt rund 1.791 € je Quadratmeter (finanz.at, 2026). Amtlich erhob Statistik Austria für 2024 einen Medianpreis von 1.804 € – beide Werte bestätigen das Burgenland als günstigstes Bundesland für Häuser.
Welche Lage ist am teuersten, welche am günstigsten?
Am teuersten ist der Bezirk Neusiedl am See mit Wohnungspreisen bis 6.400 € je Quadratmeter, am günstigsten der Bezirk Güssing mit rund 952 € (2025). Dazwischen liegen Eisenstadt mit rund 3.360 € sowie Mattersburg und Oberpullendorf mit je knapp 3.000 €.
Steigen oder fallen die Immobilienpreise im Burgenland?
Die Preise bewegen sich seitwärts: Nach dem amtlichen Höchststand 2021/22 pendelten sich Wohnungen und Häuser 2023/24 auf niedrigerem Niveau ein und legten 2024 bei Wohnungen wieder leicht zu. Für 2026 melden Makler wie s REAL eine insgesamt stabile Lage mit regionalen Unterschieden.
Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter im Burgenland?
Die durchschnittliche Angebotsmiete im Burgenland liegt bei 11,72 € je Quadratmeter (Q1/2026) – der günstigste Wert unter allen Bundesländern. Der amtliche Richtwertmietzins für Altbauten beträgt seit April 2026 6,15 €.
Lohnt sich eine Kapitalanlage im Burgenland?
Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete; angesichts niedriger Kaufpreise bei ebenfalls niedrigen Mieten bewegt sie sich im Burgenland im landesweiten Mittelfeld. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung und ist keine Anlageempfehlung.
Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich im Burgenland rechnen?
Im Burgenland fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer an, dazu rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, Vertragserrichtungskosten von rund 1,5 % sowie üblicherweise 3,6 % Maklerprovision. Insgesamt sind das mit Makler rund 9 bis 10 % des Kaufpreises.
Gilt im Burgenland die Mietpreisbremse?
Eine flächendeckende Mietpreisbremse wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht. Für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes, meist vor 1945 errichtet, gilt stattdessen der Richtwertmietzins von 6,15 € je Quadratmeter (April 2026).
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie im Burgenland?
Banken verlangen üblicherweise mindestens die Kaufnebenkosten von rund 9 bis 10 % als Eigenkapital. Dank der niedrigen Kaufpreise beanspruchte der Erwerb eines Einfamilienhauses 2025 im Schnitt nur rund ein Viertel des Haushaltseinkommens – die höchste Leistbarkeit aller Bundesländer.
Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung im Burgenland?
Die Vermarktungsdauer hängt stark von der Lage ab: Objekte am Neusiedler See und im Speckgürtel um Wien finden meist zügig Käufer, während sich der Prozess in abgelegenen Gemeinden des Südburgenlands länger hinziehen kann.
Warum sind die Immobilienpreise im Burgenland so niedrig?
Ohne eine grosse, nachfragestarke Landeshauptstadt bleibt der Preisdruck im Landesdurchschnitt gering. Zugleich schrumpft die Bevölkerung in Mittel- und Südburgenland leicht, während nur der Norden im Speckgürtel Wiens und am Neusiedler See wächst.
Wie viele Menschen leben im Burgenland?
Zu Jahresbeginn 2026 lebten rund 301.674 Menschen im Burgenland (Statistik Austria) – das bevölkerungsärmste und einzige schrumpfende Bundesland Österreichs.
Was regelt das Burgenländische Grundverkehrsgesetz?
Käuferinnen und Käufer ausserhalb der EU/des EWR benötigen für Grundstückserwerb eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde; eine Ausnahme gilt erst nach zehn Jahren durchgehendem Aufenthalt in Österreich. Für land- und forstwirtschaftliche Flächen gelten zusätzliche Vorbehalte.
Darf ich am Neusiedler See ein Grundstück direkt am Ufer kaufen?
Das Regionale Entwicklungsprogramm Neusiedler See – Parndorfer Platte hält die Seeufer weitgehend von privater Bebauung frei; verbleibende Flächen sind vorrangig für Tourismus vorgesehen. Uferparzellen für private Wohnzwecke sind entsprechend rar.
Was kostet ein Baugrundstück im Burgenland?
Baugrundstücke kosteten 2024 im Burgenland amtlich durchschnittlich 70 € je Quadratmeter (Statistik Austria) – der günstigste Wert Österreichs. Private Erhebungen nennen für 2026 bereits rund 127 €, ein Plus von 5,7 % gegenüber dem Vorjahr.
Welcher Bezirk im Burgenland ist am teuersten?
Neusiedl am See ist mit Wohnungspreisen bis 6.400 € je Quadratmeter der teuerste Bezirk, getragen von der Lage am Neusiedler See und der Nähe zu Wien. Eisenstadt und Eisenstadt-Umgebung folgen mit rund 3.360 bis 3.576 €.
Welcher Bezirk im Burgenland ist am günstigsten?
Der Bezirk Güssing im Südburgenland ist mit Wohnungspreisen von rund 952 € je Quadratmeter (2025) der günstigste Bezirk, gefolgt von Teilen der Bezirke Oberwart und Jennersdorf.
Wie hat sich der Häusermarkt seit der Zinswende entwickelt?
Nach dem amtlichen Höchststand von 1.929 € je Quadratmeter im Jahr 2022 gaben die Hauspreise bis 2024 auf 1.804 € nach, ein Rückgang von rund 6,5 % (Statistik Austria). Damit fiel die Korrektur im Burgenland deutlich moderater aus als in Vorarlberg oder Tirol.
Was macht den Neusiedler See für Käufer interessant?
Der seit 2001 als UNESCO-Welterbe geschützte Neusiedler See bietet Segel-, Rad- und Naturerlebnisse sowie Nähe zu Wien und Bratislava. Die geschützten Uferzonen begrenzen das Angebot, was Bestandsobjekte im Hinterland der Seegemeinden wertstabil hält.
Gibt es im Burgenland eine Zweitwohnsitzabgabe?
Mehrere burgenländische Gemeinden, besonders am Neusiedler See, erheben eine kommunale Abgabe auf Wohnungen mit Nebenwohnsitz. Höhe und Ausgestaltung sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt.
Wie stark pendeln Burgenländerinnen und Burgenländer nach Wien?
Die Nähe zu Wien über die Autobahn A4 und dichte Bahnverbindungen machen den Norden des Burgenlands zu einem klassischen Pendlergebiet; viele Berufstätige arbeiten in Wien oder am Flughafen Wien-Schwechat und wohnen günstiger im Burgenland.
Was ist bei den Kellergassen im Burgenland zu beachten?
In Heiligenbrunn im Bezirk Güssing stehen mehr als 100 historische Presshäuser unter Denkmalschutz. Sanierungen und Umbauten unterliegen dort besonderen denkmalschutzrechtlichen Auflagen, die über übliche Bauvorschriften hinausgehen.
Wie wirkt sich die Windenergie auf das Burgenland aus?
Das Burgenland deckt seit 2013 bilanziell seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen, vor allem Windkraft. Der Windpark Andau/Halbturn zählt zu den grössten Windkraft-Konzentrationen Europas und prägt die Wirtschaft mehrerer nordburgenländischer Gemeinden.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung im Burgenland?
Das Burgenland war 2025 als einziges Bundesland von einem leichten Bevölkerungsrückgang betroffen, um 116 Personen bzw. 0,04 %. Während der Norden wächst, schrumpfen Mittel- und Südburgenland (Statistik Austria).
Lohnt sich der Kauf eines Presshauses in einer Kellergasse?
Presshäuser in Kellergassen sind meist günstig im Ankauf, erfordern aber wegen Denkmalschutzauflagen und oft fehlender Grundausstattung wie Heizung erhebliche Investitionen. Eine pauschale Empfehlung ist ohne Objektprüfung nicht möglich.
Wie beeinflusst Ungarn als Nachbarland den Immobilienmarkt?
Das Burgenland grenzt auf rund 340 Kilometern an Ungarn – mehr als jedes andere Bundesland. Seit dem Schengen-Beitritt Ungarns ist der Grenzverkehr eng, ein spürbarer Preisdruck durch ungarische Käuferinnen und Käufer ist bislang aber nicht dokumentiert.
Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Datenstand
Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand Juni 2026 (WKO Immobilienpreisspiegel / finanz.at). Sie werden quartalsweise überprüft.
- Q3/2026 · Erstveröffentlichung mit Marktdaten Stand Juni/August 2026 (WKO Immobilienpreisspiegel, Statistik Austria, ohne-makler.at).
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Weiterführend
Quellen
- WKO Immobilienpreisspiegel 2026 · abgerufen 1.8.2026
- selfimmo.at – Immobilienmarkt Österreich 2026 · abgerufen 1.8.2026
- finanz.at – Immobilienpreise Burgenland · abgerufen 1.8.2026
- ohne-makler.at – Immobilienpreise Burgenland 2026 · abgerufen 1.8.2026
- immobilien-verkaeuferportal.at – Preise Burgenland · abgerufen 1.8.2026
- meinbezirk.at – Mietpreise Q1 2026 Bundesländer · abgerufen 1.8.2026
- immobilien-redaktion.com – Burgenland leistbarster Markt · abgerufen 1.8.2026
- immobilien-redaktion.com – s REAL Marktüberblick 2026 · abgerufen 1.8.2026
- Statistik Austria – Immobilien-Durchschnittspreise 2024 · abgerufen 1.8.2026
- Statistik Austria – Bevölkerung 1.1.2026 · abgerufen 1.8.2026
- selfimmo.at – Grunderwerbsteuer Österreich 2026 · abgerufen 1.8.2026
- capitalo.at – Nebenkosten Hauskauf Österreich 2026 · abgerufen 1.8.2026
- brandauer-rechtsanwaelte.at – Grundverkehr Burgenland 2026 · abgerufen 1.8.2026


