Immobilien in Wien
Wien ist Österreichs teuerster Immobilienmarkt — und zugleich seine Mieterstadt. Wohnungen liegen im Median bei 5.212 €/m², Häuser bei 5.376 €/m².
Wien im Überblick
Wien ist der grösste und der teuerste Wohnimmobilienmarkt Österreichs. 2025 wurden in der Bundeshauptstadt 11.915 Eigentumswohnungen im Grundbuch verbüchert — 29,4 Prozent aller österreichischen Wohnungskäufe. Der Medianpreis lag bei 5.212 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und damit über Vorarlberg (5.000 Euro), Salzburg (4.968 Euro) und Tirol (4.965 Euro). Auch bei Wohnhäusern und bei Baugrund führt Wien das Bundesländerranking an.
Auffällig ist weniger das Niveau als die Spreizung. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bezirk liegt beim durchschnittlichen Wohnungspreis der Faktor vier: 984.025 Euro in der Inneren Stadt gegenüber 226.883 Euro in Rudolfsheim-Fünfhaus. Auf den Quadratmeter gerechnet reicht die Spanne von 11.941 Euro im ersten Bezirk bis 3.394 Euro in Simmering. Wien ist damit kein einheitlicher Markt, sondern ein Nebeneinander von 23 sehr unterschiedlichen Teilmärkten.
Prägend ist ausserdem die Eigentumsquote. Mehr als drei Viertel aller Wiener Wohnungen sind Mietwohnungen — der höchste Anteil unter Europas Hauptstädten. Über 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben in einer geförderten Wohnung oder in einem Gemeindebau. Der frei finanzierte Eigentumsmarkt, um den es auf dieser Seite geht, bildet also nur einen Ausschnitt des Wiener Wohnungsbestands ab — und genau das erklärt einen Teil seiner Preisdynamik.
Wien in Zahlen
Marktlage 2026: die Erholung ist da
Der Wiener Wohnungsmarkt hat 2025 die Trendwende vollzogen. 2024 lag die Zahl der Verkäufe erstmals seit elf Jahren unter 10.000; 2025 waren es 11.915 verbücherte Kaufverträge, ein Plus von 24,7 Prozent. Das Transaktionsvolumen stieg um 30,0 Prozent auf 4,19 Milliarden Euro — der dritthöchste je gemessene Wert. Zum Spitzenjahr 2021 mit 16.479 Einheiten fehlen allerdings noch 27,7 Prozent, zum Zehnjahresschnitt 12,4 Prozent. Die Erholung ist real, aber sie setzt auf einem tiefen Niveau an.
Die Preise folgten der Menge, aber moderat. Der durchschnittliche Wiener Wohnungspreis stieg 2025 um 3,9 Prozent auf 316.157 Euro, der durchschnittliche Quadratmeterpreis um 6,5 Prozent auf 5.512 Euro — der höchste Wert aller Bundesländer. Dass Wien beim Quadratmeterpreis führt, beim Gesamtpreis je Wohnung aber nur auf Rang vier liegt, hat einen einfachen Grund: Wiener Wohnungen sind kleiner als jene im Westen Österreichs.
Vom Rekordniveau ist der Markt weiterhin entfernt. Der Medianpreis für Eigentumswohnungen erreichte 2022 mit 5.516 Euro je Quadratmeter seinen Höchststand und liegt 2025 rund 5,5 Prozent darunter. Bei Wohnhäusern ist der Abstand ähnlich gross — 5.692 Euro (2022) gegenüber 5.376 Euro (2025). Der entscheidende Unterschied liegt in der Richtung: Wohnungen drehen seit 2024 wieder nach oben (+5,5 Prozent im Median), Häuser gaben zuletzt weiter nach (-1,6 Prozent). Die Korrektur ist im Wohnungssegment abgeschlossen, im Haussegment noch nicht.
Zwei regulatorische Impulse haben die Erholung gestützt — beide sind inzwischen ausgelaufen. Die KIM-Verordnung mit ihren verbindlichen Kreditvergabegrenzen endete am 30. Juni 2025; seither gilt das Rundschreiben der Finanzmarktaufsicht zu Wohnimmobilienkrediten mit den Orientierungswerten 90 Prozent Beleihungsquote, 40 Prozent Schuldendienstquote und 35 Jahre Laufzeit. Und die befristete Befreiung von Grundbuch- und Pfandrechtseintragungsgebühr für selbst genutzten Wohnraum ist mit 30. Juni 2026 ausgelaufen. Für Erwerbe ab Juli 2026 fallen die 1,1 und 1,2 Prozent wieder in voller Höhe an.
Für die kommenden Quartale erwartet RE/MAX eine Angebotsverknappung: Die schwache Neubautätigkeit der vergangenen drei Jahre schlägt mit Verzögerung durch. Der Anteil neuer Bauträgerwohnungen am österreichischen Wohnungsverkauf ist bereits von 39,0 Prozent (2021) auf 26,2 Prozent (2025) gefallen, während der Aufschlag für Erstbezug von 31,9 auf 48,8 Prozent gestiegen ist. Bleibt die Nachfrage stabil, spricht das für weiter anziehende Preise — zuerst im Bestand.
Preisentwicklung Wien 2015–2025
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise (Medianwerte, €/m2 Wohnfläche)
Wohnung oder Haus? Die Objekttypen im Vergleich
Wien ist ein Wohnungsmarkt. Den 11.915 verbücherten Eigentumswohnungen standen 2025 nur einige hundert Einfamilienhaus-Verkäufe gegenüber. Deren Zahl stieg zwar um 31,7 Prozent — der stärkste Zuwachs aller Bundesländer —, das Angebot bleibt aber strukturell knapp. Entsprechend hoch ist der Preis: Ein Wiener Einfamilienhaus kostete 2025 im Durchschnitt 776.364 Euro, mehr als das Doppelte des österreichischen Mittels von 340.223 Euro.
Bei den Quadratmeterpreisen liegen Wohnung und Haus dagegen nah beieinander: 5.212 gegenüber 5.376 Euro im Median. Der Grund ist die Geografie. Häuser stehen in Wien fast ausschliesslich in den Villen- und Flächenbezirken, Wohnungen dagegen über das gesamte Stadtgebiet verteilt — vom Gemeindebau bis zum Dachgeschossausbau in der Innenstadt. Am oberen Ende führt Döbling: Dort lag der durchschnittliche Hauspreis 2025 bei 3,12 Millionen Euro, der höchste Bezirkswert Österreichs.
Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind der Kompromiss dazwischen und konzentrieren sich auf Floridsdorf, die Donaustadt und Liesing. Für diese Objekttypen gibt es keine eigene Verbücherungsstatistik; belastbar sind nur Angebotspreise der Portale, die systematisch über den tatsächlich bezahlten Preisen liegen. Wer die Einstiegsschwelle sucht: Das günstigste Viertel aller Wiener Eigentumswohnungen wechselte 2025 unter 195.141 Euro den Eigentümer, in Rudolfsheim-Fünfhaus kostete jede vierte Wohnung weniger als 142.000 Euro.
Objekttypen in Wien 2025/2026
| Objekttyp | Preis je m2 | Datenbasis | Merkmal |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 5.212 €/m2 | Median, Statistik Austria | 11.915 Verkäufe 2025 |
| Eigentumswohnung | 5.512 €/m2 | Mittel, Grundbuch | Ø Kaufpreis 316.157 € |
| Wohnhaus gesamt | 5.376 €/m2 | Median, Statistik Austria | Ø Einfamilienhaus 776.364 € |
| Reihenhaus / Doppelhaus | ≈ 6.090 €/m2 | Angebot, 100–150 m2 | Vor allem 21., 22. und 23. Bezirk |
| Freistehendes Haus | ≈ 6.791 €/m2 | Angebot, über 150 m2 | Döbling Ø 3,12 Mio. € |
| Baugrundstück | 799 €/m2 | Mittel, Statistik Austria | Währing 2.181, Döbling 1.756 |
Quelle: Statistik Austria (Median 2025), RE/MAX-ImmoSpiegel (Grundbuch 2025), Portal-Angebotspreise 2026
Durchschnittspreis je Wohnung nach Bezirk 2025
Quelle: RE/MAX-ImmoSpiegel 2025 auf Basis aller Grundbucheintragungen (Ø Kaufpreis je Wohnung in Euro)
Lagen und Bezirke
Wien gliedert sich in 23 Gemeindebezirke, die sich für die Marktbetrachtung in vier Ringe ordnen lassen:
- Innere Stadt (1.): der teuerste Teilmarkt Österreichs mit 984.025 Euro je Wohnung und 11.941 Euro je Quadratmeter — und mit 103 Verkäufen zugleich der kleinste. 2025 gab der Bezirk um 13,3 Prozent nach und fiel wieder unter die Millionenmarke.
- Innerhalb des Gürtels (2.–9.): Wieden führt mit 494.421 Euro je Wohnung und einem Allzeithoch, dahinter Alsergrund (399.926 Euro) und Neubau (397.855 Euro). Die Leopoldstadt verzeichnete mit +26,5 Prozent den stärksten Quadratmeterpreisanstieg der Stadt.
- Ausserhalb des Gürtels (10.–20.): die grösste Spannweite. Döbling (455.214 Euro) und Hietzing (398.166 Euro) als Villenlagen stehen Favoriten (230.716 Euro), Brigittenau (232.365 Euro) und Rudolfsheim-Fünfhaus (226.883 Euro) gegenüber.
- Transdanubien und Liesing (21.–23.): die Wachstumszone. Die Donaustadt führt mit 1.302 Verkäufen (+49,1 Prozent) das Mengenranking der Stadt an, Floridsdorf kommt auf 749, Liesing auf 402 Abschlüsse.
2025 legten erstmals seit Jahren alle 23 Bezirke bei den Verkaufszahlen zu. Am stärksten die Innere Stadt (+66,1 Prozent), Alsergrund (+57,1 Prozent) und die Donaustadt (+49,1 Prozent); am schwächsten Simmering mit +1,9 Prozent. Sieben Bezirke erreichten neue Höchstpreise: Wieden, Leopoldstadt, Liesing, Hernals, Floridsdorf, Ottakring und Favoriten. Die Erholung ist damit breit, aber sie verläuft nicht gleichmässig — Mariahilf verlor 17,1 Prozent, die Josefstadt 12,3 Prozent.
Beim Baugrund gilt eine andere Ordnung: Währing führt mit 2.181 Euro je Quadratmeter vor Döbling mit 1.756 Euro, während die Flächenbezirke zwischen 670 und 856 Euro liegen. Im Landesvergleich ist Wiener Baugrund mit 799 Euro je Quadratmeter der teuerste Österreichs — knapp das Sechsfache des Bundesschnitts von 135 Euro. Da Wien bebaubare Fläche kaum noch neu erschliessen kann, entscheidet dieser Wert mittelfristig über das Neubauangebot.
Was Wien einzigartig macht: die Mieterstadt
Kein anderer deutschsprachiger Immobilienmarkt wird so stark von öffentlicher Wohnbaupolitik geprägt wie Wien. Rund 43 Prozent der Wiener Haushalte wohnen in einer Gemeindewohnung oder bei einer gemeinnützigen Bauvereinigung, ein weiteres Drittel in einer privaten Mietwohnung. Über 60 Prozent der Bevölkerung leben in gefördertem oder kommunalem Wohnraum. Für Kaufinteressenten heisst das: Der handelbare Eigentumsmarkt ist deutlich kleiner, als die Grösse der Stadt vermuten lässt — und er steht in direkter Konkurrenz zu einem grossen, regulierten Mietsegment.
Die Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“
Seit März 2019 kennt die Wiener Bauordnung eine eigene Widmungskategorie: Wird ein Grundstück neu gewidmet und sind mehr als 5.000 Quadratmeter Wohnnutzfläche vorgesehen, müssen zwei Drittel davon gefördert errichtet werden — mit einer Hauptmiete von rund fünf Euro je Quadratmeter. Das Instrument zielt auf die Grundstückspreise: Gemeinnützige Bauvereinigungen sollen Flächen erwerben können, ohne mit frei finanzierten Projektentwicklern mitbieten zu müssen. Für den freien Markt hat es eine Kehrseite — das frei finanzierte Neubauangebot in gewidmeten Entwicklungsgebieten fällt entsprechend kleiner aus.
Richtwertmietzins, Lagezuschlag und Mietpreisbremse
Für Altbauwohnungen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes gilt nicht der Marktpreis, sondern der Richtwertmietzins. In Wien liegt er seit 1. April 2026 bei 6,74 Euro je Quadratmeter, nach 6,67 Euro zuvor. Dazu kommen Zu- und Abschläge für Lage, Ausstattung, Balkon, Lift oder Garage; der Lagezuschlag für den ersten Bezirk beträgt 2026 rund 6,44 Euro je Quadratmeter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Angebotsmiete in Wien liegt bei 19,45 Euro je Quadratmeter. Zwischen reguliertem und freiem Mietzins liegen also Welten.
Seit 1. Jänner 2026 werden Richtwerte und Kategoriebeträge jährlich statt alle zwei Jahre angepasst — allerdings gedeckelt. Die Mietpreisbremse rechnet die Inflation für 2025 mit höchstens einem und für 2026 mit höchstens zwei Prozent an; ab 2028 werden Inflationsraten über drei Prozent nur zur Hälfte berücksichtigt. Die Erhöhung im April 2026 fiel deshalb mit sieben Cent minimal aus. Wer eine Altbauwohnung als Anlage erwirbt, sollte die Ertragserwartung an diesem Rahmen ausrichten, nicht an der Angebotsmiete.
Zinshaus und Vorsorgewohnung
Das Wiener Zinshaus ist eine Anlageklasse, die es in dieser Dichte nirgendwo sonst gibt. 2025 wurden 348 Zinshäuser verbüchert, das Transaktionsvolumen überschritt mit rund 1,04 Milliarden Euro erstmals seit 2022 wieder die Milliardengrenze. Die durchschnittliche Rendite lag bei 3,15 Prozent — in den Innenbezirken zwischen 1,4 und 2,4 Prozent, in den Aussenbezirken bei drei bis vier Prozent. Auffällig ist die Käuferstruktur: Rund 90 Prozent des Volumens entfielen auf juristische Personen. Der Markt ist damit institutionell geprägt, private Käufer weichen eher auf einzelne Vorsorgewohnungen aus.
Kaufnebenkosten in Wien
Die Nebenkosten sind in Österreich bundesweit geregelt und unterscheiden sich in Wien nicht von jenen in Tirol oder Vorarlberg. Auf den Kaufpreis fallen 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer und 1,1 Prozent Grundbucheintragungsgebühr für das Eigentumsrecht an. Wird finanziert, kommen 1,2 Prozent für die Eintragung des Pfandrechts hinzu — bemessen an der Pfandsumme, nicht am Kaufpreis. Vertragserrichtung und Treuhandschaft durch Notariat oder Rechtsanwaltskanzlei kosten üblicherweise ein bis drei Prozent zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer.
Neu ist die Ausgangslage bei den Gerichtsgebühren. Von 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2026 entfielen Eintragungs- und Pfandrechtsgebühr für selbst genutzten Wohnraum bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro — zusammen 2,3 Prozent. Massgeblich war das Einlangen des Grundbuchsantrags bei Gericht, nicht das Datum des Kaufvertrags. Seit 1. Juli 2026 gilt die Befreiung nicht mehr; die Gebühren sind wieder in voller Höhe zu entrichten. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro sind das rund 8.200 Euro zusätzlich.
Die Maklerprovision beträgt bei Kaufpreisen über 48.448,51 Euro höchstens drei Prozent zuzüglich Umsatzsteuer je Auftraggeber. Das Bestellerprinzip, das seit 1. Juli 2023 gilt, betrifft ausschliesslich die Vermittlung von Mietwohnungen — beim Kauf kann die Provision weiterhin auf beide Seiten entfallen. Als Faustregel gilt in Wien: rund sieben bis neun Prozent Nebenkosten ohne Makler, gut zehn bis dreizehn Prozent mit Makler.
Kaufnebenkosten bei 400.000 Euro Kaufpreis
| Position | Satz | Bei 400.000 € |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 14.000 € |
| Grundbuch, Eigentumsrecht | 1,1 % | 4.400 € |
| Grundbuch, Pfandrecht | 1,2 % der Pfandsumme | 3.840 € bei 320.000 € |
| Vertrag und Treuhand | 1–3 % zzgl. 20 % USt | 4.800–14.400 € |
| Summe ohne Makler | ≈ 6,8–9,2 % | 27.040–36.640 € |
| Maklerprovision Käufer | max. 3 % zzgl. 20 % USt | bis 14.400 € |
| Summe mit Makler | ≈ 10,4–12,8 % | 41.440–51.040 € |
Quelle: Sätze nach GrEStG, Gerichtsgebührengesetz und Immobilienmaklerverordnung; Stand Juli 2026
Grundbuch und Erwerb
Eigentum an einer österreichischen Liegenschaft entsteht nicht mit der Unterschrift, sondern erst mit der Eintragung im Grundbuch. Der Kaufvertrag wird beglaubigt, der Kaufpreis üblicherweise über ein Treuhandkonto abgewickelt und erst nach Vorliegen aller Urkunden ausbezahlt. Zur Absicherung dient die Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Veräusserung. Die Verbücherungsdaten aus genau diesem Verfahren bilden auch die Grundlage der auf dieser Seite verwendeten Transaktionszahlen.
Eine Wiener Besonderheit ist der Ausländergrunderwerb. Staatsangehörige der EU, des EWR und der Schweiz sind Inländern gleichgestellt. Für Drittstaatsangehörige gilt das Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz: Der Erwerb von Eigentum, Baurecht oder persönlichen Dienstbarkeiten bedarf einer Genehmigung des Magistrats — je nach Fall genügt eine Negativbestätigung. Fehlt die Genehmigung, ist der Vertrag schwebend unwirksam und die Eintragung im Grundbuch wird nicht vollzogen. Die Prüfung sollte daher vor Vertragsunterfertigung erfolgen.
Beim Verkauf greift die Immobilienertragsteuer. Für nach dem 31. März 2002 angeschafftes Neuvermögen beträgt sie 30 Prozent des Veräusserungsgewinns; für Altvermögen wird pauschal gerechnet, was einer effektiven Belastung von 4,2 Prozent des Verkaufserlöses entspricht. Die Hauptwohnsitzbefreiung greift, wenn die Immobilie ab der Anschaffung durchgehend mindestens zwei Jahre oder innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens fünf Jahre durchgehend als Hauptwohnsitz gedient hat und dieser aufgegeben wird.
Medianpreise: Statistik Austria, Erhebung 2025, veröffentlicht am 28. Mai 2026. Transaktions- und Bezirkswerte: RE/MAX-ImmoSpiegel auf Basis aller Grundbucheintragungen 2025. Angebotspreise und -mieten sind Portaldaten und liegen höher. Stand 29. Juli 2026, informativ, keine Beratung.
Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Wien
Was kostet eine Eigentumswohnung in Wien?
Im Median 5.212 Euro je Quadratmeter (2025, Statistik Austria). Damit ist Wien das teuerste Bundesland vor Vorarlberg (5.000 Euro), Salzburg (4.968 Euro) und Tirol (4.965 Euro). Der durchschnittliche Kaufpreis einer verbücherten Wiener Wohnung lag 2025 bei 316.157 Euro.
Was kostet ein Haus in Wien?
Der Medianpreis für Wohnhäuser lag 2025 bei 5.376 Euro je Quadratmeter Wohnfläche — der höchste Wert Österreichs, vor Vorarlberg mit 5.077 Euro. Ein Einfamilienhaus kostete in Wien im Durchschnitt 776.364 Euro, gegenüber 340.223 Euro im österreichischen Mittel.
Was kostet Baugrund in Wien?
Im Schnitt 799 Euro je Quadratmeter (2025) — der höchste Wert aller Bundesländer und knapp das Sechsfache des Österreichschnitts von 135 Euro. Am teuersten ist Währing mit 2.181 Euro, gefolgt von Döbling mit 1.756 Euro; in den Flächenbezirken liegen die Preise zwischen 670 und 856 Euro.
Welcher Wiener Bezirk ist am teuersten?
Die Innere Stadt. 2025 kostete dort eine Wohnung im Durchschnitt 984.025 Euro beziehungsweise 11.941 Euro je Quadratmeter. Beide Werte gaben allerdings deutlich nach: -13,3 Prozent beim Wohnungspreis und -18,9 Prozent beim Quadratmeterpreis.
Welcher Wiener Bezirk ist am günstigsten?
Beim Durchschnittspreis je Wohnung Rudolfsheim-Fünfhaus mit 226.883 Euro, knapp vor Favoriten (230.716 Euro) und Brigittenau (232.365 Euro). Auf den Quadratmeter gerechnet ist Simmering mit 3.394 Euro am günstigsten — nach einem Rückgang von 19,6 Prozent im Jahr 2025.
Wie günstig kommt man in Wien überhaupt zu Eigentum?
Das günstigste Viertel aller 2025 verbücherten Wiener Wohnungen kostete weniger als 195.141 Euro. Am tiefsten lag die Einstiegsschwelle in Rudolfsheim-Fünfhaus, wo jede vierte Wohnung unter 142.000 Euro wechselte, gefolgt von Favoriten (150.719 Euro) und Brigittenau (152.250 Euro).
Warum unterscheiden sich Median und Durchschnittspreis?
Der Median der Statistik Austria (5.212 €/m²) teilt den Markt in zwei gleich grosse Hälften und ist unempfindlich gegen Ausreisser. Der Durchschnitt aus den Grundbuchdaten (5.512 €/m²) wird von teuren Einzelabschlüssen nach oben gezogen. Beide Werte sind korrekt — sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Sind die Wiener Immobilienpreise 2025 gestiegen?
Ja, bei Wohnungen. Der Median stieg um 5,5 Prozent auf 5.212 Euro je Quadratmeter, der Durchschnitt aus Grundbuchdaten um 6,5 Prozent auf 5.512 Euro. Wohnhäuser gaben dagegen um 1,6 Prozent auf 5.376 Euro nach.
Liegen die Preise noch unter dem Rekord von 2022?
Ja. Eigentumswohnungen erreichten 2022 mit 5.516 Euro je Quadratmeter ihren Höchststand und liegen aktuell rund 5,5 Prozent darunter. Bei Wohnhäusern beträgt der Abstand zum Spitzenwert von 5.692 Euro rund 5,6 Prozent.
Wie viele Wohnungen wurden 2025 in Wien verkauft?
11.915 Eigentumswohnungen wurden im Grundbuch verbüchert, ein Plus von 24,7 Prozent gegenüber 2024. Das Transaktionsvolumen stieg um 30,0 Prozent auf 4,19 Milliarden Euro. Zum Spitzenjahr 2021 mit 16.479 Einheiten fehlen aber noch 27,7 Prozent.
Wie entwickelt sich der Wiener Markt 2026 weiter?
Der positive Trend hat sich in den ersten Monaten 2026 fortgesetzt. RE/MAX erwartet gegen Jahresende eine Angebotsverknappung, weil die schwache Neubautätigkeit der letzten drei Jahre durchschlägt — der Neubauanteil am Wohnungsverkauf ist bereits von 39,0 Prozent (2021) auf 26,2 Prozent (2025) gefallen. Das spricht für weiter anziehende Preise im Bestand.
Wohnung oder Haus — was ist in Wien sinnvoller?
Das hängt vom Bezirk ab. Häuser sind in Wien ein Nischenprodukt mit nur einigen hundert Verkäufen pro Jahr und konzentrieren sich auf die Villen- und Flächenbezirke. Wohnungen bilden mit 11.915 Abschlüssen den liquiden Markt — mit besserer Vergleichbarkeit und schnellerer Wiederveräusserung.
Was kostet ein Reihenhaus in Wien?
Eine eigene Verbücherungsstatistik gibt es für Reihenhäuser nicht. Die Angebotspreise der Portale liegen 2026 für Häuser zwischen 100 und 150 Quadratmetern bei rund 6.090 Euro je Quadratmeter. Angebotspreise liegen systematisch über den tatsächlich bezahlten Preisen.
Wo gibt es in Wien überhaupt Häuser zu kaufen?
Vor allem in den Flächenbezirken: Floridsdorf, Donaustadt und Liesing für Reihen- und Doppelhäuser, Döbling, Hietzing und Penzing für freistehende Objekte im gehobenen Segment. Innerhalb des Gürtels ist der Häusermarkt praktisch nicht existent.
Wie teuer ist ein Haus in Döbling?
Döbling führt das österreichweite Ranking an: 2025 lag der durchschnittliche Hauspreis dort bei 3,12 Millionen Euro — der höchste Bezirkswert des Landes unter allen Bezirken mit mehr als 20 Verkäufen. Hietzing fiel 2025 dagegen aus dem Millionensegment der Durchschnittspreise heraus.
Was kostet Miete in Wien?
Die durchschnittliche Angebotsmiete lag 2026 bei 19,45 Euro je Quadratmeter, nach 20,35 Euro im Vorjahr. Kleinwohnungen unter 40 Quadratmetern kosten mit 23,91 Euro je Quadratmeter am meisten, Wohnungen zwischen 40 und 90 Quadratmetern 18,67 Euro. Bestandsmieten liegen deutlich darunter.
Was ist der Richtwertmietzins in Wien?
Der gesetzlich festgelegte Ausgangswert für Altbauwohnungen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes. In Wien beträgt er seit 1. April 2026 6,74 Euro je Quadratmeter, zuvor 6,67 Euro. Er ist kein Endpreis — Zu- und Abschläge für Lage, Ausstattung und Zubehör kommen hinzu.
Was ist der Lagezuschlag?
Ein Aufschlag auf den Richtwert für überdurchschnittliche Lagen. Für den ersten Bezirk beträgt er 2026 rund 6,44 Euro je Quadratmeter — 2012 waren es noch 1,43 Euro. Die Stadt Wien stellt zur Berechnung ein Online-Werkzeug bereit.
Dürfen Mieten in Wien 2026 erhöht werden?
Ja, aber nur begrenzt. Seit 1. Jänner 2026 werden Richtwerte und Kategoriebeträge jährlich angepasst; die Mietpreisbremse rechnet die Inflation für 2025 mit höchstens einem und für 2026 mit höchstens zwei Prozent an. Die Anhebung im April 2026 betrug daher nur sieben Cent je Quadratmeter.
Wie hoch sind die Kategoriebeträge im Altbau?
Kategorie A liegt bei 4,51 Euro je Quadratmeter Nutzfläche, Kategorie D bei 1,13 Euro. Diese Beträge betreffen vor allem Mietverträge, die zwischen 1982 und 1994 abgeschlossen wurden. Bundesweit profitieren rund 1,1 Millionen Haushalte von der Mietpreisbremse.
Wie hoch ist die Rendite am Wiener Zinshausmarkt?
Im Durchschnitt 3,15 Prozent. In den Innenbezirken liegen die erzielbaren Renditen bei 1,4 bis 2,4 Prozent, in den Aussenbezirken bei drei bis vier Prozent. 2025 wurden 348 Zinshäuser mit einem Volumen von rund 1,04 Milliarden Euro verbüchert. Diese Angaben sind eine Markteinordnung und keine Anlageberatung.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Wien?
3,5 Prozent des Kaufpreises beim entgeltlichen Erwerb — der Satz ist bundesweit einheitlich, es gibt keine Wiener Sonderregelung. Bei unentgeltlichen Übertragungen im Familienverband gilt ein gestaffelter Stufentarif auf Basis des Grundstückswerts.
Was kostet die Eintragung ins Grundbuch?
1,1 Prozent der Bemessungsgrundlage für das Eigentumsrecht. Wird der Kauf finanziert, kommen 1,2 Prozent für die Eintragung des Pfandrechts hinzu, bemessen an der Pfandsumme. Bei 400.000 Euro Kaufpreis und 320.000 Euro Kredit sind das rund 8.240 Euro.
Gilt die Befreiung von der Grundbuchgebühr noch?
Nein. Die befristete Befreiung von Eintragungs- und Pfandrechtsgebühr für selbst genutzten Wohnraum galt nur für Grundbuchsanträge, die bis 30. Juni 2026 bei Gericht eingelangt sind. Seit 1. Juli 2026 sind beide Gebühren wieder in voller Höhe zu entrichten.
Was war von der Gebührenbefreiung umfasst?
Die Eintragungsgebühr von 1,1 Prozent und die Pfandrechtsgebühr von 1,2 Prozent — zusammen 2,3 Prozent — bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro. Darüber fiel die Gebühr anteilig an, ab zwei Millionen Euro entfiel die Begünstigung vollständig.
Mit welchen Nebenkosten muss ich in Wien insgesamt rechnen?
Ohne Makler rund sieben bis neun Prozent des Kaufpreises, mit Makler gut zehn bis dreizehn Prozent. Bei 400.000 Euro Kaufpreis sind das etwa 27.000 bis 37.000 Euro ohne und 41.000 bis 51.000 Euro mit Maklerprovision.
Wie hoch darf die Maklerprovision beim Kauf sein?
Bei Kaufpreisen über 48.448,51 Euro höchstens drei Prozent zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer je Auftraggeber. Das Bestellerprinzip seit 1. Juli 2023 gilt nur für die Vermittlung von Mietwohnungen, nicht für den Kauf.
Können Ausländer in Wien Immobilien kaufen?
Staatsangehörige der EU, des EWR und der Schweiz sind Inländern gleichgestellt. Drittstaatsangehörige benötigen nach dem Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz eine Genehmigung des Magistrats oder eine Negativbestätigung. Ohne diese ist der Vertrag schwebend unwirksam und die Verbücherung wird nicht vollzogen.
Was bedeutet die Widmung „Geförderter Wohnbau“?
Seit März 2019 muss bei Neuwidmungen ab 5.000 Quadratmetern geplanter Wohnnutzfläche zwei Drittel des Wohnraums gefördert errichtet werden, mit einer Hauptmiete von rund fünf Euro je Quadratmeter. Das dämpft die Grundstückspreise, verknappt aber zugleich das frei finanzierte Neubauangebot in Entwicklungsgebieten.
Wie viel Eigenkapital brauche ich seit dem Ende der KIM-Verordnung?
Rechtlich verbindliche Grenzen gibt es seit 30. Juni 2025 nicht mehr. Das FMA-Rundschreiben zu Wohnimmobilienkrediten nennt als Orientierung 90 Prozent Beleihungsquote, 40 Prozent Schuldendienstquote und 35 Jahre Laufzeit; in der Praxis verlangen Banken 2026 meist weiterhin rund 20 Prozent Eigenmittel.
Was ist Ihr Objekt in Wien wert?
Stadtweite Medianwerte sagen wenig über eine konkrete Adresse. Wir ordnen Ihre Immobilie anhand von Lage, Zustand und aktuellen Vergleichsabschlüssen ein.
Weiterlesen
Quellen
- Statistik Austria — Durchschnittliche Immobilienpreise 2025 · abgerufen 29.7.2026
- Statistik Austria — Immobilien-Durchschnittspreise · abgerufen 29.7.2026
- RE/MAX-ImmoSpiegel — Eigentumswohnungsmarkt 2025 (Grundbuch) · abgerufen 29.7.2026
- RE/MAX-ImmoSpiegel — Einfamilienhäuser 2025 · abgerufen 29.7.2026
- ORF — Neue Richtwerte und Mietpreisbremse ab April 2026 · abgerufen 29.7.2026
- Arbeiterkammer Wien — Mietpreisbremse · abgerufen 29.7.2026
- Stadt Wien — Ausländergrunderwerb, Genehmigung und Negativbestätigung · abgerufen 29.7.2026
- ORF Wien — Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ · abgerufen 29.7.2026
- WKO — Befreiung von Grundbuch- und Pfandeintragungsgebühr · abgerufen 29.7.2026
- BMJ — Befreiung von der Grundbuch-Eintragungsgebühr · abgerufen 29.7.2026
- FMA — Ende der KIM-V und Rundschreiben Wohnimmobilienkredite · abgerufen 29.7.2026
- derStandard — Wiener Zinshausmarkt überschritt 2025 die Milliardengrenze · abgerufen 29.7.2026
- ohne-makler.at — Immobilienpreise Wien 2026 · abgerufen 29.7.2026
- ohne-makler.at — Mietspiegel Wien 2026 · abgerufen 29.7.2026


