Immobilienpreise Innere Stadt (1. Bezirk)
Die Innere Stadt ist mit historischer Bausubstanz, Weltkulturerbe-Status und internationaler Käuferschaft der mit Abstand teuerste Bezirk Wiens. Neubau ist hier die Ausnahme – der Markt lebt fast ausschliesslich von sanierten Altbauwohnungen in Schutzzonen.

Stand Dezember 2025 · Quelle: selfimmo.at, Dez. 2025 · Mietpreisbremse
Der Immobilienmarkt in Innere Stadt (1. Bezirk) im Überblick
Eine Eigentumswohnung kostet in der Wiener Innenstadt (1. Bezirk) im Dezember 2025 im Angebot durchschnittlich 19.555 € je Quadratmeter – der mit Abstand höchste Wert aller 23 Wiener Gemeindebezirke (selfimmo.at, RE/MAX ImmoSpiegel). Je nach Grösse und Lage reicht die Spanne von rund 14.884 € bei kleineren Einheiten bis 25.639 € bei Wohnungen über 130 Quadratmetern. Zum Vergleich: Der günstigste Bezirk Favoriten liegt bei 5.472 €/m², womit eine Wohnung in der Inneren Stadt pro Quadratmeter mehr als dreieinhalb Mal so viel kostet.
Zwischen diesen Angebotspreisen und den tatsächlich abgeschlossenen Verkäufen klafft in der Inneren Stadt eine ungewöhnlich grosse Lücke: Laut einer Auswertung von rund 58.700 ImmoScout24-Inseraten lag der Median der Verkaufspreise im August 2025 bei 16.381 €/m² und damit rund 7 % unter dem Vorjahreswert – trotz eines Nachfrageplus von 38 % im gleichen Zeitraum. Die Innere Stadt ist damit 2025 der einzige Spitzenbezirk Wiens mit rückläufigen Preisen, während die Nachfrage nach den raren Toplagen ungebrochen bleibt.
Häuser im klassischen Sinn – freistehend, mit eigenem Grundstück – gibt es in der geschlossenen historischen Blockrandbebauung der Inneren Stadt praktisch nicht; belastbare Durchschnittspreise für dieses Segment liegen für den Bezirk nicht vor. Gehandelt werden stattdessen nahezu ausschliesslich Eigentumswohnungen in Zinshäusern, Palais und vereinzelten Neubauten aus den 1990er-Jahren.
Warum ist die Innere Stadt Wiens teuerster Bezirk?
Die Lage im Herzen der Stadt, die geschlossene historische Bausubstanz rund um Stephansdom, Hofburg und Ringstrasse sowie der Status als UNESCO-Weltkulturerbe „Historisches Zentrum von Wien" machen den Bezirk zur Adresse für vermögende, oft international mobile Käuferschichten. Rund 30 % der Käuferinnen und Käufer besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft (searchplace.ai). Mit rund 110.000 Arbeitsplätzen – mehr als in jedem anderen Wiener Bezirk – prägen zudem Ministerien, Botschaften, Kanzleien und Bankzentralen das Umfeld.
Wie unterscheiden sich Angebots- und Verkaufspreis?
Weil in der Inneren Stadt nur wenige Objekte pro Jahr den Eigentümer wechseln, wirken einzelne Spitzenangebote – etwa sanierte Palaiswohnungen oder Penthouses – stark auf den statistischen Durchschnitt. Makler und Verkäufer kalkulieren bei solchen Raritäten oft grosszügige Verhandlungsspielräume ein, was die Lücke zwischen Angebots- und Abschlusspreis vergrössert. Käuferinnen und Käufer sollten Angebotspreise in diesem Bezirk daher eher als Verhandlungsbasis denn als realistischen Marktwert lesen.
Welcher Stadtteil passt wozu?
Formale Unterbezirke gibt es im 1. Bezirk nicht, doch die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Strassenzügen sind erheblich. Am teuersten sind die Adressen rund um Stephansplatz, Graben, Kohlmarkt und Kärntner Strasse – hier konzentrieren sich Luxus-Einzelhandel, Penthouses und Wohnungen mit Blick auf den Dom, mit Preisen von 25.000 bis über 40.000 €/m² in absoluten Toplagen (searchplace.ai).
Ruhigere Alternativen mit ähnlichem historischem Flair, aber spürbar niedrigeren Preisen, bieten Gassen wie das Blutgassenviertel, die Schönlaterngasse oder die Domgasse abseits der Haupt-Einkaufsachsen. Diese Lagen eignen sich eher für Käuferinnen und Käufer, die dauerhaft wohnen statt vor allem Wertaufbewahrung suchen.
Als Zielgruppe dominieren einkommensstarke Singles und etablierte Haushalte ohne Kinder; junge Familien sind wegen der hohen Einstiegspreise und der begrenzten Schulplätze im Bezirk deutlich unterrepräsentiert. Der Altersschnitt liegt entsprechend hoch: 24,3 % der Bevölkerung sind 65 Jahre oder älter, gegenüber 16,9 % im Wiener Durchschnitt (Stadt Wien).
Wie haben sich die Preise entwickelt?
Innerhalb von rund acht Jahren hat sich der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in der Inneren Stadt mehr als verdoppelt: von rund 6.557 € im Jahr 2016 auf zuletzt bis zu 19.555 € im Angebot (immocheck24.at, selfimmo.at). Getragen wurde dieser Anstieg von der Nullzinsphase bis 2022, historisch niedrigen Finanzierungskosten und wachsender internationaler Nachfrage nach krisenfesten Anlagen im Zentrum.
Die Zinswende ab Mitte 2022 bremste den Markt merklich: Die Angebotspreise gaben von 2021 auf 2022 im Zentrum um bis zu 12 % nach. Nach einer Stabilisierungsphase 2023/24 zeigt sich seit 2025 ein zweigeteiltes Bild – die Nachfrage zieht kräftig an, während die tatsächlich erzielten Verkaufspreise mit −7 % im Jahresvergleich (Stand August 2025) weiter unter Druck stehen. Für das erste Quartal 2026 nennt eine Marktauswertung einen Wert von rund 16.300 €/m² (vigoimmobilien.at) – ein Hinweis auf eine beginnende Bodenbildung nach der Korrektur.
Warum steigt die Nachfrage trotz sinkender Preise?
Für vermögende Käuferschichten bleibt die Innere Stadt ein Substanzwert-Investment: Die Bruttomietrendite liegt wegen der hohen Einstiegspreise meist unter 2 bis 3 % pro Jahr, im Vordergrund steht der Vermögenserhalt in einer nicht vermehrbaren Lage, nicht der laufende Ertrag. Diese Logik erklärt, warum die Nachfrage selbst bei sinkenden Preisen zulegt, ohne dass sich daraus eine Kaufempfehlung ableiten lässt.
Preisentwicklung
Nach der Verdopplung zwischen 2016 und 2024 pendeln sich die Preise seit 2025 auf hohem Niveau ein: Der Rückgang von Angebots- auf tatsächliche Verkaufspreise fällt in der Inneren Stadt besonders gross aus, da einzelne Toplagen-Objekte deutlich über dem später erzielten Preis inseriert werden.
Quelle: immocheck24, ORF/ImmoScout24, vigoimmobilien.at
Wohnung oder Haus?
In der Inneren Stadt stellt sich die Frage praktisch nicht: Die geschlossene Blockrandbebauung aus Gründerzeit-, Barock- und Ringstrassen-Häusern lässt keine freistehenden Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser zu. Wer ein solches Objekt in Wien sucht, wird eher in Aussenbezirken wie Döbling, Hietzing oder Liesing fündig.
Einzige Annäherung an ein „Haus" sind historische Stadtpalais, die grösstenteils in Wohnungseigentum aufgeteilt wurden – ein Gesamterwerb ist die seltene Ausnahme und kommt de facto einem institutionellen Investment gleich. Für Privatkäuferinnen und -käufer bleibt die sanierte oder unsanierte Altbau-Eigentumswohnung damit praktisch die einzige Objektart im Bezirk.
Objektartenvergleich Innere Stadt
| OBJEKTART | PREIS JE M² | EINSTIEGSPREIS | MERKMAL |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | ≈ 19.555 €/m² | ab rund 300.000 € | kleine Altbau-Einheit, Schutzzone |
| Reihenhaus | kein Angebot | – | in dichter Blockrandbebauung nicht existent |
| Doppelhaushälfte | kein Angebot | – | keine Grundstücke für Halboffen-Bebauung |
| Einfamilienhaus | kein Angebot | – | vereinzelt Stadtpalais als Ausnahme |
Quelle: selfimmo.at, RE/MAX ImmoSpiegel, Dez. 2025
Was ist in Innere Stadt (1. Bezirk) zu beachten?
Der gesamte 1. Bezirk liegt innerhalb des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien" und ist nahezu vollständig als Schutzzone im Sinne der Wiener Bauordnung ausgewiesen. Für Gebäude aus der Zeit vor 1945 gilt ein grundsätzliches Abbruchverbot; Fassaden, Dachlandschaften und oft auch Innenräume unterliegen zusätzlichen Auflagen des Bundesdenkmalamts oder der Stadt Wien (MA 19).
Käuferinnen und Käufer ohne österreichische Staatsbürgerschaft benötigen für den Erwerb eine Genehmigung oder Negativbestätigung der Magistratsabteilung 35 nach dem Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz – eine Hürde, die angesichts des hohen Anteils internationaler Käufer in der Inneren Stadt besonders häufig greift. Kurzzeitvermietungen wie Airbnb sind in Wohnzonen verboten und ausserhalb davon auf maximal 90 Tage pro Kalenderjahr begrenzt, was angesichts der touristischen Dichte rund um Stephansplatz besonders streng kontrolliert wird.
Was bedeutet die Schutzzone für Eigentümer?
Sanierungen müssen sich am historischen Erscheinungsbild orientieren, moderne Dämmstandards lassen sich an geschützten Fassaden oft nur eingeschränkt umsetzen. Die Stadt Wien und der Bund bieten dafür gezielte Altstadterhaltungs- und Denkmalschutz-Förderungen an, die die Mehrkosten gegenüber freien Sanierungen teilweise ausgleichen.
Regionale Besonderheiten
Flächendeckende Schutzzone und Weltkulturerbe
Der gesamte Bezirk ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien" und praktisch vollständig als Schutzzone ausgewiesen. Abbruch von Gebäuden vor 1945 ist grundsätzlich untersagt, Neubauprojekte sind die absolute Ausnahme.
Internationale, vermögende Käuferschicht
Rund 30 % der Käuferinnen und Käufer besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft. Im Vordergrund steht meist der Vermögenserhalt in einer nicht vermehrbaren Lage, weniger die laufende Rendite.
Grosse Lücke zwischen Angebots- und Verkaufspreis
Wegen der geringen Zahl an Transaktionen pro Jahr weichen Angebots- und tatsächliche Verkaufspreise in der Inneren Stadt stärker voneinander ab als in anderen Bezirken – im August 2025 lag der Median rund 16 % unter dem damaligen Angebotsschnitt.
Kurzzeitvermietung im Fokus der Kontrollen
Wegen der hohen Touristendichte rund um Stephansplatz, Graben und Kärntner Strasse wird das Verbot gewerblicher Kurzzeitvermietung in Wohnzonen in der Inneren Stadt besonders konsequent kontrolliert.
Höchste Arbeitsplatzdichte, aber kaum Familien
Mit rund 110.000 Arbeitsplätzen hat kein anderer Wiener Bezirk mehr Beschäftigte. Der Anteil unter 15-Jähriger liegt mit 10,4 % dagegen deutlich unter dem Wiener Schnitt von 14,4 % – junge Familien sind im teuren, schulplatzknappen Zentrum selten.
Recht und Kosten kompakt
- Grunderwerbsteuer
- 3,5 % des Kaufpreises — Satz von Wien. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,6 % zu Buche.
- Mietpreisbremse
- Gilt in Innere Stadt (1. Bezirk). Richtwertmietzins gilt für nahezu den gesamten Altbaubestand vor 1945; freifinanzierter Neubau ist die Ausnahme.
- Bodenrichtwerte
- BEV Kataster – Grundstücksinformationen ↗
- Schutzzone statt üblichem Bauordnungs-Standard
- Sanierungen an denkmalgeschützten oder Schutzzonen-Fassaden benötigen zusätzliche Genehmigungen des Bundesdenkmalamts bzw. der MA 19 – dafür stehen gezielte Altstadterhaltungsförderungen bereit.
- Ausländergrunderwerbsgesetz besonders relevant
- Käuferinnen und Käufer ohne österreichische Staatsbürgerschaft benötigen eine Genehmigung oder Negativbestätigung der MA 35 – angesichts des hohen internationalen Käuferanteils in der Inneren Stadt eine häufige Hürde.
- Kaum geförderter Neubau
- Die Zwei-Drittel-Pflicht für geförderten Wohnbau bei grossen Neubauprojekten läuft in der Inneren Stadt mangels Bauflächen praktisch ins Leere – frei finanzierte Sanierung dominiert stattdessen.
Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet der Kauf zusätzlich?
| Kaufpreis | 500.000 € | |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 17.500 € |
| Notar & Grundbuch | 2,6 % | 13.000 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 3,6 % | 18.000 € |
| Nebenkosten gesamt | 9,7 % | 48.500 € |
| Gesamtaufwand | 548.500 € |
Richtwerte für Wien. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.
Miet- und Kaufmarkt Innere Stadt
Mietmarkt Innere Stadt
- Ø Miete
- 25,58 €/m²
- im Vergleich Wien-Schnitt
- Ø 21,24 €/m²
Kaufmarkt Innere Stadt
- Ø Wohnung (Angebot)
- 19.555 €/m²
- Median Verkaufspreis
- 16.381 €/m²
- Entwicklung ggü. Vorjahr
- −7 %
Die Innere Stadt ist bei Mieten und Kaufpreisen mit Abstand der teuerste Wiener Bezirk. Die Bruttomietrendite fällt wegen der hohen Einstiegspreise vergleichsweise niedrig aus – die Nachfrage in diesem Segment ist überwiegend wertsicherungs- statt renditegetrieben.
Quelle: metrox.io, ORF/ImmoScout24
Verkaufschancen
- Nachfrage
- +38 % ggü. Vorjahr
- Angebot
- sehr gering
- Preisniveau
- −7 % ggü. Vorjahr
- Käuferkreis
- ≈30 % international
Quelle: ORF/ImmoScout24, searchplace.ai
Für Eigentümer
In der Inneren Stadt erreichen gut aufbereitete Toplagen-Wohnungen trotz der jüngsten Preiskorrektur weiterhin ein grosses, oft internationales Publikum – das knappe Angebot sorgt für Aufmerksamkeit, auch wenn Interessenten beim Preis verhandeln. Für unsanierte Altbauten in der Schutzzone ist mit einer längeren Vermarktungsdauer zu rechnen, da Käuferinnen und Käufer anstehende Sanierungsauflagen einkalkulieren.
Ersteinschätzung anfordernHäufige Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in der Inneren Stadt (1. Bezirk) Wien?
Eine Eigentumswohnung kostet in der Inneren Stadt im Dezember 2025 im Angebot durchschnittlich 19.555 € je Quadratmeter (selfimmo.at, RE/MAX ImmoSpiegel) – der höchste Wert aller Wiener Bezirke. Je nach Grösse reicht die Spanne von rund 14.884 € bis 25.639 €/m², bei Toplagen und Penthouses auch deutlich mehr.
Was kostet ein Haus in der Inneren Stadt?
Klassische Einfamilienhäuser gibt es in der geschlossenen historischen Bebauung der Inneren Stadt praktisch nicht, ein belastbarer Durchschnittspreis liegt daher nicht vor. Wer ein freistehendes Haus in Wien sucht, wird eher in Aussenbezirken wie Döbling oder Hietzing fündig.
Welche Lage ist in der Inneren Stadt am teuersten, welche am günstigsten?
Am teuersten sind die Adressen rund um Stephansplatz, Graben, Kohlmarkt und Kärntner Strasse mit bis zu 25.000 bis über 40.000 €/m² in Toplagen. Vergleichsweise moderater sind ruhigere Gassen wie das Blutgassenviertel oder die Schönlaterngasse abseits der Hauptachsen.
Steigen oder fallen die Immobilienpreise in der Inneren Stadt?
Die tatsächlich erzielten Verkaufspreise sind im Jahresvergleich bis August 2025 um rund 7 % gesunken (ORF/ImmoScout24) – die Innere Stadt ist damit der einzige Wiener Spitzenbezirk mit rückläufigen Preisen. Gleichzeitig legte die Nachfrage im selben Zeitraum um 38 % zu.
Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in der Inneren Stadt?
Die Angebotsmiete liegt in der Inneren Stadt bei rund 25,58 € je Quadratmeter inklusive Betriebskosten (metrox.io, Stand April 2026) – der höchste Wert unter allen 23 Wiener Bezirken, deutlich über dem Wiener Schnitt von 21,24 €/m².
Lohnt sich eine Kapitalanlage in der Inneren Stadt?
Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und liegt in der Inneren Stadt wegen der sehr hohen Einstiegspreise meist unter 2 bis 3 % pro Jahr. Käufe in diesem Segment sind überwiegend wertsicherungs- statt renditegetrieben; das ersetzt keine Einzelfallprüfung und ist keine Anlageempfehlung.
Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in der Inneren Stadt rechnen?
Wie in ganz Österreich fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer, rund 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, Kosten für Vertragserrichtung sowie üblicherweise 3,6 % Maklerprovision an – zusammen rund 9 bis 10 % des Kaufpreises. Bei den hohen Objektpreisen der Inneren Stadt macht das schnell einen sechsstelligen Betrag aus.
Gilt in der Inneren Stadt die Mietpreisbremse?
Eine flächendeckende Mietpreisbremse wie in Deutschland kennt Österreich nicht. Für die zahlreichen Altbauten vor 1945, die in der Inneren Stadt nahezu den gesamten Bestand ausmachen, gilt jedoch der Richtwertmietzins von 6,74 € je Quadratmeter (seit April 2026); freifinanzierter Neubau ist die Ausnahme.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung in der Inneren Stadt?
Banken verlangen in Österreich üblicherweise mindestens 20 % Eigenkapital plus Kaufnebenkosten. Bei einer 60-m²-Wohnung zum Bezirksschnitt von rund 19.555 €/m² entspricht das einem Kaufpreis von knapp 1,2 Mio. € und damit einem Eigenkapitalbedarf von deutlich über 300.000 €.
Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung in der Inneren Stadt?
Wegen der geringen Zahl an Transaktionen pro Jahr und der oft sehr individuellen Objekte lässt sich keine pauschale Vermarktungsdauer angeben. Gut aufbereitete Toplagen-Objekte finden erfahrungsgemäss zügig internationale Interessenten, unsanierte Schutzzonen-Objekte brauchen tendenziell länger.
Warum ist die Innere Stadt der teuerste Bezirk Wiens?
Die zentrale Lage rund um Stephansdom, Hofburg und Ringstrasse, der UNESCO-Weltkulturerbe-Status und das praktisch nicht vermehrbare Angebot an historischer Bausubstanz treiben die Preise. Hinzu kommt eine internationale, vermögende Käuferschicht, für die der Bezirk vor allem als Substanzwert-Investment attraktiv ist.
Wie gross ist der Unterschied zwischen Angebots- und tatsächlichem Verkaufspreis?
In der Inneren Stadt fällt diese Lücke besonders gross aus: Während der Angebotsschnitt im Dezember 2025 bei 19.555 €/m² lag, notierte der Median der tatsächlich abgeschlossenen Verkäufe im August 2025 bei 16.381 €/m². Einzelne Spitzenangebote verzerren den statistischen Durchschnitt nach oben.
Wer kauft Wohnungen in der Inneren Stadt?
Rund 30 % der Käuferinnen und Käufer besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft; insgesamt dominieren einkommensstarke Singles, etablierte Haushalte und institutionelle bzw. private Kapitalanleger. Junge Familien sind wegen der hohen Preise und begrenzter Schulplätze selten.
Darf ich in der Inneren Stadt ein historisches Gebäude sanieren oder umbauen?
Ja, aber mit Einschränkungen: Der Bezirk liegt vollständig in der Schutzzone der Wiener Bauordnung, für Gebäude vor 1945 gilt ein Abbruchverbot, Fassaden und teils Innenräume unterliegen Auflagen des Bundesdenkmalamts oder der MA 19. Für Sanierungen im Sinne der Altstadterhaltung gibt es gezielte städtische und Bundesförderungen.
Ist Kurzzeitvermietung (Airbnb) in der Inneren Stadt erlaubt?
In Wohnzonen ist gewerbliche Kurzzeitvermietung seit der Bauordnungsnovelle 2023/24 verboten, ausserhalb davon auf maximal 90 Tage pro Kalenderjahr begrenzt. Wegen der hohen Touristendichte rund um Stephansplatz wird diese Regel in der Inneren Stadt besonders konsequent kontrolliert.
Wie viele Menschen leben in der Inneren Stadt?
Die Innere Stadt hat rund 16.500 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 2024) und ist damit der bevölkerungsärmste, zugleich aber am dichtesten mit Arbeitsplätzen besetzte Wiener Bezirk. Die Bevölkerung schrumpft leicht, unter anderem weil viele Wohnungen als Zweitwohnsitz oder Kapitalanlage genutzt werden.
Warum gibt es in der Inneren Stadt kaum Neubau?
Der gesamte Bezirk ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und nahezu vollständig als Schutzzone ausgewiesen, Abbruch historischer Bausubstanz ist grundsätzlich untersagt. Freie Baugrundstücke gibt es praktisch nicht mehr, sodass sich der Markt fast ausschliesslich auf sanierten Altbau stützt.
Können Ausländer in der Inneren Stadt eine Wohnung kaufen?
Ja, benötigen dafür aber nach dem Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz eine Genehmigung oder Negativbestätigung der Magistratsabteilung 35 – das gilt in der Praxis auch für EU-, EWR- und Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Angesichts des hohen internationalen Käuferanteils im Bezirk ist dieser Schritt hier besonders häufig relevant.
Welche Strassenzüge gelten in der Inneren Stadt als besonders exklusiv?
Als exklusivste Adressen gelten Stephansplatz, Graben, Kohlmarkt und Kärntner Strasse, wo Luxus-Einzelhandel auf Wohnungen mit Domblick trifft. Ruhigere, aber ebenso historische Alternativen bieten das Blutgassenviertel, die Schönlaterngasse und die Domgasse.
Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Datenstand
Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand Dezember 2025 (selfimmo.at, Dez. 2025). Sie werden quartalsweise überprüft.
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Weiterführend
Quellen
- selfimmo.at – Immobilienpreise Wien 2026 nach Bezirk · abgerufen 1.8.2026
- searchplace.ai – 1. Bezirk Wien (Innere Stadt) Marktguide · abgerufen 1.8.2026
- metrox.io – Mietpreise Wien 2026 nach Bezirk · abgerufen 1.8.2026
- ORF Wien – Eigentum bleibt teuer, Nachfrage hoch · abgerufen 1.8.2026
- Stadt Wien – Innere Stadt in Zahlen · abgerufen 1.8.2026
- meinbezirk.at – Bevölkerung der Inneren Stadt geht zurück · abgerufen 1.8.2026
- Stadt Wien – Schutzzonen Wien · abgerufen 1.8.2026
- ohne-makler.at – Mietspiegel Wien 2026 · abgerufen 1.8.2026
- immocheck24.at – Immobilienpreise Wien, Quadratmeterpreise · abgerufen 1.8.2026
- vigoimmobilien.at – Immobilienpreise Wien Q1 2026 · abgerufen 1.8.2026


