Immobilienpreise Leopoldstadt
Der 2. Wiener Gemeindebezirk zwischen Donaukanal und Prater verbindet Gründerzeitviertel mit dem neuen Nordbahnviertel. Eigentumswohnungen kosten hier im Schnitt 6.490 € je Quadratmeter (Stand April 2026).

Stand April 2026 · Quelle: WKO Immobilienpreisspiegel 2026 / immopreise.at · Mietpreisbremse
Der Immobilienmarkt in Leopoldstadt im Überblick
Eine Eigentumswohnung kostet in der Leopoldstadt (2. Bezirk Wien) im April 2026 durchschnittlich 6.490 € je Quadratmeter (WKO Immobilienpreisspiegel/immopreise.at, Stand 21.04.2026). Damit liegt der Bezirk spürbar unter der Inneren Stadt, aber über dem breiten Wiener Gesamtschnitt von rund 5.500 bis 6.600 € je Quadratmeter.
Die Leopoldstadt erstreckt sich vom Donaukanal im Westen bis zur Alten Donau im Osten und reicht vom dichten Gründerzeitviertel rund um den Karmelitermarkt über den Prater bis zum neu entstehenden Nordbahnviertel. Zu Jahresbeginn 2026 lebten rund 114.100 Menschen im Bezirk, laut Bevölkerungsstatistik ein Plus von knapp 9.500 Personen seit 2021 – einer der stärksten Zuwächse aller 23 Wiener Gemeindebezirke. Der Bezirk zählt zu den jüngeren Wiens, mit überdurchschnittlich vielen Ein- und Zweipersonenhaushalten.
Wer kauft und mietet in der Leopoldstadt?
Das Käufer- und Mieterprofil ist gemischt: Junge Berufstätige und internationale Fachkräfte, angezogen von der Nähe zur Wirtschaftsuniversität Wien am Rand des Pratergeländes, stellen einen grossen Teil der Nachfrage. Rund ein Drittel der Bevölkerung hat keine österreichische Staatsbürgerschaft, was den Bezirk zu einem der internationalsten Wiens macht. Daneben ziehen die Neubauprojekte im Nordbahnviertel zunehmend Familien an, während Kapitalanleger vor allem in den etablierten Gründerzeitlagen rund um Karmeliter- und Volkertviertel aktiv sind, wo stabile Mietnachfrage auf ein begrenztes Angebot trifft.
Wie unterscheidet sich der Bezirk vom restlichen Wien?
Kaum ein anderer Wiener Bezirk verbindet historische Bausubstanz und Neubau so unmittelbar. Das Karmeliterviertel mit seiner jüdischen Geschichte und dem traditionsreichen Markt steht neben dem ehemaligen Nordbahnhofgelände, wo in mehreren Bauetappen bis 2027 rund 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze entstehen. Diese Doppelrolle aus Bestandsviertel und einem der grössten Stadtentwicklungsgebiete Europas sorgt für eine ungewöhnlich breite Preisspanne innerhalb weniger hundert Meter und für eine Leerstandsquote, die laut Marktbeobachtern spürbar unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt liegt.
Wie gut ist die Leopoldstadt angebunden?
Der Bezirk gilt als verkehrlich privilegiert: Der Bahnhof Wien Praterstern bündelt die U-Bahn-Linien U1 und U2, S-Bahn und zahlreiche Strassenbahn- und Buslinien und bringt Pendlerinnen und Pendler in wenigen Minuten zur Inneren Stadt oder zum Hauptbahnhof. Die Wirtschaftsuniversität Wien mit ihrem Campus am Prater sowie das Messegelände Wien prägen den Arbeits- und Ausbildungsstandort im Bezirk zusätzlich. Die Leopoldstadt zählt laut Statistik der Stadt Wien zu den Bezirken mit hoher Radweg-Dichte und einem überdurchschnittlichen Akademikeranteil bei mittlerem Durchschnittseinkommen, während die Arbeitslosigkeit in etwa dem Wiener Mittel entspricht.
Welcher Stadtteil passt wozu?
Die Leopoldstadt gliedert sich in mehrere informelle Grätzel mit sehr unterschiedlichem Charakter und Preisniveau. Unsanierte Altbauwohnungen abseits der Hauptlagen sind bereits ab rund 5.000 bis 6.000 € je Quadratmeter zu finden, sanierte Altbauten und Neubau bewegen sich meist zwischen 6.500 und 8.500 € je Quadratmeter, und Premium-Neubau nahe Augarten oder Donaukanal erreicht 9.000 € und mehr je Quadratmeter (searchplace.ai, Stand 2026).
Wo lohnt sich der Blick für Familien?
Das Nordbahnviertel rund um den neuen Wasserturm-Park bietet familienfreundlichen Neubau mit Schulen, Kindergärten und Grünflächen, die im Zuge der letzten Bauetappen bis 2027 fertiggestellt werden. Auch die Lagen rund um den Augarten mit seinem 52 Hektar grossen Barockpark gelten als gefragt für Familien, allerdings auf entsprechend hohem Preisniveau. Wer günstiger einsteigen möchte, findet im Volkertviertel noch unsanierte Bestandswohnungen, muss dort aber mit älterer Bausubstanz und teils höherem Sanierungsbedarf rechnen.
Welches Grätzel eignet sich für Kapitalanleger?
Das Karmeliterviertel mit seinem Markt und der dichten Gastronomieszene sowie die Lagen entlang der Donaukanal-Lokalmeile gelten als stabile Vermietungslagen mit hoher Nachfrage von jungen Berufstätigen und Studierenden. Das Stuwerviertel, ruhiger und wohnlich geprägt, punktet mit guter Anbindung über Praterstern und moderateren Einstiegspreisen im Bestand. Wie sich die Bruttomietrendite in den einzelnen Lagen konkret darstellt, hängt stark vom Kaufpreis der jeweiligen Wohnung ab und wird für den Gesamtbezirk oben in den Kennzahlen ausgewiesen.
Was verändert sich rund um Viertel Zwei und Messe Wien?
Im Süden des Bezirks hat sich das einstige Messegelände rund um Viertel Zwei zu einem modernen Büro- und Wohnquartier mit Seelage am Wiener Krieau-Gewässer entwickelt, das Berufstätige aus der nahen Wirtschaftsuniversität und angrenzenden Unternehmen anzieht. Für Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet die Vielzahl an Entwicklungsgebieten, dass sich Lage und Objektzustand innerhalb weniger Gehminuten stark unterscheiden können und eine sorgfältige Einordnung der eigenen Wohnung im jeweiligen Grätzel für eine realistische Preisfindung wichtiger ist als der blosse Bezirksdurchschnitt.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
Der Wiener Wohnungsmarkt durchlief seit 2022 drei Phasen: einen abrupten Nachfragerückgang durch die Zinswende, eine Konsolidierung 2023/24 mit rückläufigen Transaktionszahlen, und seit 2025 eine spürbare Erholung. Für Gesamt-Wien meldet der RE/MAX-ImmoSpiegel auf Basis aller Grundbucheintragungen für 2025 einen Quadratmeterpreis von 5.512 € (+6,5 % gegenüber 2024) bei 11.915 Kaufvertragsabschlüssen – nach einem Einbruch 2024, als die Zahl der Wohnungsverkäufe erstmals seit elf Jahren unter 10.000 lag.
Für die Leopoldstadt lassen sich bezirksfeine Jahreswerte vor 2025 nicht aus einer einzelnen amtlichen Quelle belegen; die folgende Grafik nähert die Jahre 2022 bis 2024 daher am Verlauf des Wiener Gesamtmarkts an, während 2025 und 2026 auf bezirksspezifischen Werten beruhen (meinbezirk.at und WKO Immobilienpreisspiegel/immopreise.at). Für 2025 wird ein Bezirksdurchschnitt von rund 6.900 € je Quadratmeter genannt, für den Stand April 2026 rund 6.490 € je Quadratmeter – die Differenz dürfte massgeblich auf unterschiedliche Erhebungsmethoden zurückgehen, da Grundbuch-Registrierungen und aktuelle Angebotspreise zeitversetzt und mit unterschiedlichem Objektmix in die Statistik einfliessen.
Was hat die Zinswende 2022 verändert?
Die rasche Leitzinserhöhung ab 2022 verteuerte Finanzierungen spürbar und dämpfte die Nachfrage nach Eigentumswohnungen, auch in gefragten Innenbezirken wie der Leopoldstadt. Verkäuferinnen und Verkäufer mussten sich auf längere Vermarktungszeiten und mehr Verhandlungsspielraum einstellen, was die Preise 2023 und 2024 stagnieren liess.
Wie beeinflusst der Nordbahnhof die Preise?
Mit dem Baufortschritt am Nordbahnhof-Areal wächst das Angebot an Neubauwohnungen im Bezirk kontinuierlich, was das Preisniveau in unmittelbarer Nähe stützt und gleichzeitig für ein breiteres Angebot sorgt. Für 2026 rechnen Marktbeobachter in Zentrallagen wie der Leopoldstadt mit Preissteigerungen von bis zu 3,5 Prozent, getragen von der anhaltenden Neubautätigkeit und der guten Anbindung über die U-Bahn-Linien U1 und U2.
Am Gesamtmarkt Wien zeigte sich die Erholung 2025 auch bei den Transaktionszahlen: Von Jänner bis Juni 2025 wurden laut RE/MAX-ImmoSpiegel 2.879 Eigentumswohnungen im Grundbuch verbucht, ein Plus von 21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für die Leopoldstadt lässt sich daraus ableiten, dass sich auch die Vermarktungsdauer seit dem Tiefpunkt 2023/24 wieder verkürzt hat, auch wenn Käuferinnen und Käufer bei Bestandswohnungen weiterhin Verhandlungsspielraum ausloten.
Preisentwicklung
Bezirksfeine Werte liegen erst ab 2025 vor; 2022–2024 sind am Verlauf des Wiener Gesamtmarkts angenähert. Nach der Zinswende-Delle 2023 zeigt sich seit 2025 eine Erholung, wobei sich Grundbuch- und Angebotspreise methodisch unterscheiden.
Stand: 2026-04-21 · Quelle: RE/MAX ImmoSpiegel; WKO/immopreise.at, 2026
Wohnung oder Haus?
Der Markt für Eigentumswohnungen dominiert die Leopoldstadt deutlich, während frei stehende Einfamilienhäuser eine seltene Ausnahme bilden. Ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis für Häuser lässt sich mit rund 8.500 € beziffern (immosuchmaschine.at, Stand Mai 2026), basiert aber auf einer sehr kleinen und volatilen Angebotsmenge einzelner Gründerzeitvillen und Reihenhäuser.
Warum gibt es kaum Einfamilienhäuser in der Leopoldstadt?
Die Bebauung des Bezirks ist historisch durch geschlossene Gründerzeitblöcke geprägt, ergänzt durch die grossflächigen Erholungsräume Prater und Augarten sowie das neue, ebenfalls verdichtet geplante Nordbahnviertel. Für freistehende Häuser fehlt es schlicht an Grundstücken; vereinzelte historische Villen finden sich am Rand des Augartens, verändern aber kaum das Gesamtbild eines reinen Geschosswohnungsbau-Bezirks.
Was kostet ein Reihenhaus im Bezirk?
Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind in der Leopoldstadt Einzelfälle im Immobilienangebot, meist ehemalige Werkswohnungen oder kleinteilige Neubauprojekte in zweiter Reihe. Interessierte sollten realistischerweise mit Einstiegspreisen im hohen sechsstelligen Bereich rechnen und die geringe Marktbreite in die Kaufentscheidung einbeziehen, statt sich an einzelnen Angeboten zu orientieren.
Für die meisten Käuferinnen und Käufer bleibt damit die Eigentumswohnung der realistische Weg ins Eigentum im Bezirk – von der unsanierten Altbauwohnung im Volkertviertel über sanierte Gründerzeitobjekte im Karmeliterviertel bis zum Neubau am Nordbahnhof oder in Viertel Zwei. Der Unterschied zwischen Neubau und Bestand fällt dabei deutlich aus: Energetisch unsanierte Altbauten ohne Lift und mit sanierungsbedürftiger Fassade notieren spürbar unter dem Bezirksschnitt, während neu errichtete oder umfassend sanierte Objekte mit Balkon oder Loggia das obere Preissegment prägen.
Objektartenvergleich Leopoldstadt
| OBJEKTART | PREIS JE M² | EINSTIEGSPREIS | MERKMAL |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | ≈ 6.490 €/m² | ab 250.000 € | Markt-Standard, Alt- bis Neubau |
| Reihenhaus | ≈ 8.000 €/m² | ab 550.000 € | Sehr seltenes Angebot |
| Doppelhaushälfte | ≈ 8.200 €/m² | ab 600.000 € | Einzelfälle, meist Altbau |
| Einfamilienhaus | ≈ 8.500 €/m² | ab 700.000 € | Historische Villen am Augarten-Rand |
Quelle: immosuchmaschine.at, Mai 2026
Was ist in Leopoldstadt zu beachten?
Wer in der Leopoldstadt kauft, sollte neben dem Preis auch bezirksspezifische Regeln kennen: Teile des Karmeliterviertels und der Blockrandbebauung entlang der Praterstrasse stehen unter Schutzzonen-Regelungen der Wiener Bauordnung, die Abbruch und bauliche Veränderungen an erhaltenswerter Substanz einschränken. Wer als Käuferin oder Käufer keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, benötigt zudem eine Genehmigung oder Negativbestätigung nach dem Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz durch die zuständige Magistratsabteilung – das gilt praxisnah auch für EU-, EWR- und Schweizer Bürgerinnen und Bürger.
Gibt es Schutzzonen oder Bausperren?
Im dichten Gründerzeitbestand rund um Karmelitermarkt und Volkertviertel gelten in Teilbereichen Schutzzonen, die die charakteristische Fassaden- und Dachlandschaft erhalten sollen. Am Nordbahnhof-Areal gilt hingegen ein eigener Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt Wien, der Wohnnutzung, Schulen und Grünflächen in mehreren Baufeldern bis zur letzten Etappe 2027 verbindlich vorgibt.
Wie wirkt sich der Donaukanal auf die Lage aus?
Der Donaukanal ist Naherholungsraum und beliebte Sommerpromenade mit Lokalen und Freizeitangebot zugleich, was Lagen in Kanalnähe deutlich verteuert. Gleichzeitig gelten für Erdgeschosszonen entlang des Kanals wasserbauliche Auflagen, die bei Sanierungen und Neubauten zu berücksichtigen sind. Auch die Nähe zur Wirtschaftsuniversität Wien am Pratergelände und zum Messegelände stützt die Nachfrage nach kleineren, gut vermietbaren Wohnungen im nördlichen Bezirksteil.
Was gilt für Miete und Kurzzeitvermietung?
Für Altbau-Hauptmietverträge vor 1953 gilt in der Leopoldstadt wie in ganz Wien der Richtwertmietzins, der seit einer Gesetzesreform 2026 nur noch mit gedeckelten jährlichen Erhöhungen von zunächst 1 Prozent angepasst werden darf; Neubauten sind grösstenteils frei vermietbar. Wegen der touristisch stark frequentierten Lage rund um Prater und Donaukanal ist zudem das Verbot der gewerblichen Kurzzeitvermietung in Wohnzonen seit der Bauordnungsnovelle 2023/24 für den Bezirk besonders relevant; ausserhalb von Wohnzonen bleiben maximal 90 Tage pro Kalenderjahr erlaubt.
Regionale Besonderheiten
Nordbahnhof – eines der grössten Stadtentwicklungsgebiete Europas
Bis 2027 entstehen in mehreren Etappen rund 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze auf dem ehemaligen Bahngelände, was Angebot und Preisgefüge im nördlichen Bezirksteil nachhaltig prägt.
Schutzzonen im Gründerzeitbestand
Teile des Karmeliterviertels und der Blockrandbebauung entlang der Praterstrasse unterliegen Schutzzonen-Regelungen, die bauliche Eingriffe an erhaltenswerter Substanz einschränken.
Internationaler und junger Bezirk
Rund ein Drittel der Bevölkerung besitzt keine österreichische Staatsbürgerschaft; die Nähe zur Wirtschaftsuniversität Wien und zum Messegelände sorgt für stabile Nachfrage von Studierenden und jungen Fachkräften.
Praterstern als zentraler Verkehrsknoten
U1, U2, S-Bahn und zahlreiche Oberflächenlinien treffen am Bahnhof Wien Praterstern zusammen und verkürzen Pendelzeiten in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof deutlich.
Recht und Kosten kompakt
- Grunderwerbsteuer
- 3,5 % des Kaufpreises — Satz von Wien. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,6 % zu Buche.
- Mietpreisbremse
- Gilt in Leopoldstadt (2. Bezirk). Richtwertmietzins gilt für Altbau-Hauptmietverträge vor 1953; ab April 2026 max. +1 % Erhöhung, Neubauten weitgehend frei vermietbar.
- Bodenrichtwerte
- BEV Kataster – Grundstücksinformationen ↗
- Ausländergrunderwerbsgesetz Wien
- Käuferinnen und Käufer ohne österreichische Staatsbürgerschaft benötigen eine Genehmigung oder Negativbestätigung der Magistratsabteilung 35 – auch EU-, EWR- und Schweizer Bürgerinnen und Bürger sind betroffen.
- Kurzzeitvermietungsverbot
- Gewerbliche Kurzzeitvermietung ist in Wiener Wohnzonen verboten, ausserhalb davon auf 90 Tage pro Jahr begrenzt – wegen der Prater- und Donaukanal-Nähe für die Leopoldstadt besonders relevant.
- Schutzzonen Karmeliterviertel
- Bauliche Veränderungen an erhaltenswerter Gründerzeitsubstanz im Karmeliter- und Volkertviertel bedürfen einer gesonderten Prüfung durch die Baupolizei.
Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet der Kauf zusätzlich?
| Kaufpreis | 500.000 € | |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 17.500 € |
| Notar & Grundbuch | 2,6 % | 13.000 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 3,6 % | 18.000 € |
| Nebenkosten gesamt | 9,7 % | 48.500 € |
| Gesamtaufwand | 548.500 € |
Richtwerte für Wien. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.
Miet- und Kaufmarkt
Mietmarkt
- Ø Miete
- 22,39 €/m²
- Bezirksranking
- 5. teuerste Lage
- Marktaktivität
- gering (66/100)
Kaufmarkt
- Ø Kaufpreis
- 6.490 €/m²
- Preisspanne
- 5.000–9.500 €/m²
- Trend 2026
- bis +3,5 %
Miet- und Kaufmarkt entwickeln sich in der Leopoldstadt beide unter anhaltendem Nachfragedruck; die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus beiden Werten und wird oben in den Kennzahlen ausgewiesen.
Stand: 2026-04-21 · Quelle: metrox.io; WKO Immobilienpreisspiegel, 2026
Verkaufschancen
Eine Einordnung der Verkaufslage anhand beobachtbarer Marktindikatoren, ohne pauschale Bewertung des Einzelobjekts.
- Nachfrage Käufer
- Hoch
- Neubauangebot
- Wachsend
- Marktaktivität Miete
- Gering (66/100)
- Preisentwicklung
- +2,9 % (Wien 2025)
Stand: 2026-04-21 · Quelle: metrox.io; meinbezirk.at, 2026
Für Eigentümer
Nach der Konsolidierung 2023/24 ziehen Nachfrage und Vermarktungstempo in der Leopoldstadt seit 2025 wieder an, besonders bei gut sanierten Altbauwohnungen und Neubau nahe Nordbahnviertel oder Augarten. Objekte in Randlagen oder mit Sanierungsbedarf benötigen weiterhin realistische Preisvorstellungen und etwas mehr Geduld.
Ersteinschätzung anfordernHäufige Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in der Leopoldstadt?
Eine Eigentumswohnung kostet in der Leopoldstadt (2. Bezirk Wien) im Schnitt 6.490 € je Quadratmeter (WKO Immobilienpreisspiegel/immopreise.at, Stand 21.04.2026). Je nach Lage und Zustand reicht die Spanne von rund 5.000 € im unsanierten Bestand bis über 9.000 € bei Neubau nahe Augarten oder Donaukanal. Damit liegt der Bezirk unter der Inneren Stadt, aber über dem Wiener Gesamtschnitt.
Was kostet ein Haus in der Leopoldstadt?
Freistehende Häuser sind in der dicht bebauten Leopoldstadt selten; verfügbare Reihenhäuser und einzelne Gründerzeitvillen kosten im Schnitt rund 8.500 € je Quadratmeter (immosuchmaschine.at, Stand Mai 2026). Die Marktbasis ist mit wenigen Dutzend Angeboten sehr klein, weshalb einzelne Objekte den Durchschnitt stark verschieben können. Für die meisten Käuferinnen und Käufer bleibt daher die Eigentumswohnung der übliche Weg ins Eigentum.
Welche Lage in der Leopoldstadt ist am teuersten, welche am günstigsten?
Am teuersten sind Neubau- und Sanierungsobjekte nahe Augarten und Donaukanal mit 9.000 € und mehr je Quadratmeter, am günstigsten unsanierte Altbauwohnungen im Volkertviertel ab rund 5.000 € je Quadratmeter (searchplace.ai, Stand 2026). Karmeliterviertel und Stuwerviertel liegen preislich dazwischen. Das neue Nordbahnviertel bewegt sich je nach Bauetappe im mittleren bis oberen Segment.
Steigen oder fallen die Immobilienpreise in der Leopoldstadt?
Nach der Konsolidierung 2023/24 zeigt der Wiener Wohnungsmarkt seit 2025 wieder steigende Preise; gesamtstädtisch legten Eigentumswohnungen 2025 um 2,9 Prozent zu (meinbezirk.at). Für die Leopoldstadt wird für 2026 in Zentrallagen mit einem weiteren Plus von bis zu 3,5 Prozent gerechnet, getragen von der Neubautätigkeit am Nordbahnhof. Bestandswohnungen in Randlagen entwickeln sich verhaltener.
Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in der Leopoldstadt?
Die Bruttomiete liegt in der Leopoldstadt bei durchschnittlich 22,39 € je Quadratmeter (metrox.io, Stand 28.04.2026) und damit rund 3 € über dem Wiener Durchschnitt. Der Bezirk zählt zu den fünf teuersten Mietlagen unter den 23 Wiener Gemeindebezirken. Für Altbau-Hauptmietverträge vor 1953 gilt zusätzlich der gedeckelte Richtwertmietzins.
Lohnt sich eine Kapitalanlage in der Leopoldstadt?
Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und wird oben in den Kennzahlen automatisch ausgewiesen. Für eine Einordnung: Stabile Nachfrage von Studierenden, jungen Berufstätigen und internationalen Fachkräften sowie die laufende Neubautätigkeit sprechen für den Bezirk, während hohe Einstiegspreise in gefragten Lagen die Rendite dämpfen. Eine pauschale Kaufempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten, massgeblich bleiben Lage, Objektzustand und individuelle Finanzierung.
Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in Wien rechnen?
In Wien fallen wie in ganz Österreich 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer sowie 1,1 Prozent Grundbucheintragungsgebühr an, dazu Kosten für Vertragserrichtung und bei Fremdfinanzierung 1,2 Prozent Pfandrechtseintragung. Insgesamt liegen die Nebenkosten meist bei rund 8 bis 10 Prozent des Kaufpreises, abhängig von Maklerprovision und Notarkosten. Eine detaillierte Aufstellung liefert der Kaufnebenkosten-Rechner oben auf dieser Seite.
Gilt in der Leopoldstadt die Mietpreisbremse?
Ja, für Altbau-Hauptmietverträge vor 1953 gilt der Richtwertmietzins, dessen jährliche Erhöhung seit einer Gesetzesreform ab 2026 auf zunächst 1 Prozent gedeckelt ist. Neubauten und viele Wohnungen mit freier Mietzinsvereinbarung sind davon ausgenommen. Der genaue Anwendungsbereich hängt vom Baujahr und der Art des Mietvertrags ab.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung in der Leopoldstadt?
Bei einem Bezirksdurchschnitt von 6.490 € je Quadratmeter kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung in der Leopoldstadt rund 454.000 € (vigoimmobilien.at). Banken verlangen in Österreich üblicherweise mindestens 20 Prozent Eigenkapital des Kaufpreises zuzüglich der Kaufnebenkosten, bei einer solchen Wohnung also grob 130.000 bis 140.000 €. Der Budget-Rechner oben zeigt, wie viele Quadratmeter ein bestimmtes Budget im Bezirk ergibt.
Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung in der Leopoldstadt?
Nach der Konsolidierungsphase 2023/24 hat sich die Vermarktungsdauer seit der Markterholung 2025 wieder verkürzt; gesamtstädtisch stieg die Zahl der Grundbuch-Eintragungen im ersten Halbjahr 2025 um 21,2 Prozent (RE/MAX-ImmoSpiegel). In gefragten Lagen wie dem Karmeliterviertel gehen gut bepreiste Wohnungen zügig weg, während Objekte in Randlagen oder mit Sanierungsbedarf mehr Verhandlungsspielraum und Geduld erfordern.
Welche Postleitzahl hat die Leopoldstadt?
Die Leopoldstadt ist der 2. Wiener Gemeindebezirk mit der Postleitzahl 1020. Sie liegt zwischen Donaukanal und Alter Donau direkt gegenüber der Inneren Stadt.
Wie viele Menschen leben in der Leopoldstadt?
Zu Jahresbeginn 2026 lebten rund 114.100 Menschen in der Leopoldstadt (citypopulation.de auf Basis Statistik Austria). Die Bevölkerung ist seit 2021 um knapp 9.500 Personen gewachsen, einer der stärksten Zuwächse aller Wiener Bezirke. 1981 waren es mit rund 95.900 Einwohnerinnen und Einwohnern noch deutlich weniger.
Was entsteht am Nordbahnhof-Areal?
Auf dem ehemaligen Bahngelände entsteht bis 2027 in mehreren Bauetappen eines der grössten Stadtentwicklungsgebiete Wiens mit rund 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätzen. Bis 2026 sollen davon noch etwa 5.000 Wohnungen fertiggestellt werden, unter anderem am Hochhaus Schneewittchen. Zusätzlich entsteht ein neuer Park rund um den historischen Wasserturm.
Welche U-Bahn-Linien fahren durch die Leopoldstadt?
Die Leopoldstadt wird von den U-Bahn-Linien U1 und U2 erschlossen, die am Bahnhof Wien Praterstern zusammentreffen. Praterstern ist zugleich S-Bahn-Halt und einer der wichtigsten Verkehrsknoten Wiens mit direkter Anbindung an Innenstadt und Hauptbahnhof.
Gibt es in der Leopoldstadt Schutzzonen?
Ja, Teile des dichten Gründerzeitbestands rund um Karmelitermarkt und Volkertviertel stehen unter Schutzzonen-Regelungen der Wiener Bauordnung, die die charakteristische Fassaden- und Dachlandschaft erhalten sollen. Käuferinnen und Käufer sollten den Schutzzonenstatus einer Immobilie vor grösseren baulichen Veränderungen bei der Baupolizei prüfen.
Brauche ich als Ausländer eine Genehmigung für den Immobilienkauf in Wien?
Wer keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, benötigt nach dem Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz grundsätzlich eine Genehmigung oder Negativbestätigung der Magistratsabteilung 35 – das gilt in der Praxis auch für EU-, EWR- und Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Ohne diese Bestätigung kann der Kauf nicht im Grundbuch eingetragen werden.
Ist Kurzzeitvermietung (Airbnb) in der Leopoldstadt erlaubt?
Seit der Bauordnungsnovelle 2023/24 ist gewerbliche Kurzzeitvermietung in Wiener Wohnzonen grundsätzlich verboten, ausserhalb davon auf maximal 90 Tage pro Kalenderjahr begrenzt. Wegen der touristisch stark frequentierten Lage rund um Prater und Donaukanal ist diese Regel für die Leopoldstadt besonders relevant.
Was unterscheidet das Karmeliterviertel vom Stuwerviertel?
Das Karmeliterviertel ist geprägt von Markt, Gastronomieszene und jüdischer Geschichte und zählt zu den gefragtesten, teureren Lagen des Bezirks. Das Stuwerviertel gilt als ruhiger, wohnlicher Wohnbezirk mit guter Anbindung über Praterstern und moderateren Einstiegspreisen im Bestand.
Wie gut ist die Leopoldstadt an die Innenstadt angebunden?
Sehr gut: Über die U-Bahn-Linien U1 und U2 sowie mehrere Fussgängerbrücken über den Donaukanal ist die Innere Stadt in wenigen Minuten erreichbar. Der Bahnhof Wien Praterstern verbindet den Bezirk zusätzlich mit S-Bahn und Fernverkehr.
Wie hat sich die Bevölkerung der Leopoldstadt entwickelt?
Nach einem Rückgang zwischen 1981 und 2001 von rund 95.900 auf 90.900 Einwohnerinnen und Einwohner wächst die Leopoldstadt seit 2011 wieder deutlich, auf rund 114.100 Personen zu Jahresbeginn 2026 (citypopulation.de/Statistik Austria). Die Zuwanderung und Neubauprojekte wie das Nordbahnviertel tragen wesentlich zu diesem Wachstum bei.
Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Datenstand
Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand April 2026 (WKO Immobilienpreisspiegel 2026 / immopreise.at). Sie werden quartalsweise überprüft.
- Q2/2026 · Ersterfassung – Kaufpreise WKO Immobilienpreisspiegel 2026, Mieten metrox.io
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Weiterführend
Quellen
- WKO Immobilienpreisspiegel 2026 / immopreise.at (via vigoimmobilien.at) · abgerufen 3.8.2026
- immohelfer.at – Immobilienpreise 1020 Wien · abgerufen 3.8.2026
- selfimmo.at – Immobilienpreise Wien 2026 nach Bezirk · abgerufen 3.8.2026
- searchplace.ai – 2. Bezirk Wien Leopoldstadt · abgerufen 3.8.2026
- metrox.io – Mietspiegel Wien · abgerufen 3.8.2026
- citypopulation.de – Leopoldstadt, Wien · abgerufen 3.8.2026
- Stadt Wien – Statistik Bezirk Leopoldstadt · abgerufen 3.8.2026
- meinbezirk.at – Wiener Wohnungsmarkt 2025 · abgerufen 3.8.2026
- Arbeiterkammer Wien – Mietpreisbremse · abgerufen 3.8.2026
- Stadt Wien – Nordbahnhof: Wohnen und Arbeiten · abgerufen 3.8.2026
- Konsumentenfragen.at – Neuerungen im Mietrecht ab 1.1.2026 · abgerufen 3.8.2026
- immosuchmaschine.at – Häuser Wien 2. Bezirk Leopoldstadt · abgerufen 3.8.2026
- RE/MAX ImmoSpiegel Eigentumswohnungen 1. Halbjahr 2025 (OTS) · abgerufen 3.8.2026


