VIVeris Invest AGSCHWEIZER IMMOBILIENGESELLSCHAFT
Veris MarktRadar

Immobilienpreise in Basel-Stadt

Der Kanton Basel-Stadt zählt nur drei Gemeinden, hat die tiefste Wohneigentumsquote der Schweiz und mit dem Wohnschutz eine einzigartige Mietregulierung. Der Überblick ordnet Preise, Recht und Nachfrage ein.

10'833CHF/m²
Eigentumswohnung
10'208CHF/m²
Haus
29.75CHF/m²
Miete je Monat
3.3%
Bruttomietrendite
204'134
Einwohner

Stand August 2026 · Quelle: RealAdvisor · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in Basel-Stadt im Überblick

Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton Basel-Stadt im August 2026 durchschnittlich 10'833 CHF je Quadratmeter (RealAdvisor, Stand 15. August 2026). Häuser liegen mit 10'208 CHF je Quadratmeter leicht darunter, weil sich der Bestand auf Riehen, Bettingen und einzelne Basler Villenlagen verteilt und dort grössere Flächen den Quadratmeterpreis drücken. Der Kanton gehört damit zum oberen Drittel der Schweizer Kantone, bleibt aber deutlich hinter Zürich, Zug und Genf zurück.

Wie ist der kleinste Flächenkanton der Schweiz aufgebaut?

Basel-Stadt besteht aus genau drei Gemeinden: der Stadt Basel mit rund 180'075 Einwohnerinnen und Einwohnern, der Landgemeinde Riehen mit 22'773 und Bettingen mit 1'286 Personen (provisorische Werte Ende 2025). Zusammen ergibt das 204'134 Menschen auf rund 37 Quadratkilometern.

Diese Zahlenkombination erklärt fast alles, was den Markt hier vom Rest der Schweiz unterscheidet. Mit rund 5'500 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer liegt die Dichte etwa beim 26-Fachen des Schweizer Mittels. Unbebautes Bauland existiert praktisch nicht mehr. Wachstum entsteht deshalb fast ausschliesslich über Verdichtung und über die Umnutzung ehemaliger Industrieareale. Das mittlere Bevölkerungsszenario des Kantons rechnet bis 2050 mit rund 232'000 Personen, also mit einem Zuwachs von gut 14 Prozent gegenüber heute.

Für Kaufinteressierte heisst das: Neubau spielt als Preisanker eine kleinere Rolle als in Flächenkantonen. Wer im Kanton Eigentum sucht, kauft in aller Regel Bestand aus der Zeit vor 1970, und der Zustand dieses Bestands entscheidet über den Preis stärker als die reine Adresse.

Wer kauft hier, und wer mietet?

Rund 85 Prozent der Haushalte im Kanton wohnen zur Miete. Das ist der höchste Mietanteil aller Schweizer Kantone; die Wohneigentumsquote von etwa 15 Prozent ist entsprechend die tiefste. Zum Vergleich: Genf, der zweitstädtischste Kanton, kommt auf einen Mietanteil von rund 78 Prozent, im Schweizer Mittel wohnt gut ein Drittel der Haushalte im Eigentum.

Wohneigentum ist in Basel-Stadt also ein Nischensegment, und das prägt sowohl den Markt als auch die Politik. Auf der Nachfrageseite dominieren zwei Gruppen: Eigennutzerinnen und Eigennutzer mit hohem Einkommen, häufig aus dem Life-Sciences-Umfeld, sowie institutionelle und private Bestandshalter, die Mehrfamilienhäuser als Renditeobjekte halten. Klassische Erstkäuferfamilien weichen dagegen häufig ins Baselbiet oder über die Grenze aus.

Der Life-Sciences-Cluster ist der wichtigste Nachfragetreiber. Roche und Novartis haben ihre Konzernzentralen im Kanton, dazu kommt ein dichtes Umfeld aus Biotech-, Medtech- und Zulieferunternehmen sowie die Universität Basel. Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung lag Ende September 2025 bei 37,9 Prozent gegenüber 27,6 Prozent im Schweizer Mittel. Ein erheblicher Teil davon sind gut verdienende Fachkräfte, die zunächst mieten und erst nach einigen Jahren Eigentum suchen.

Wie eng ist das Angebot tatsächlich?

Per 1. Juni 2025 standen im Kanton 1'079 Wohnungen leer, was einer Leerwohnungsziffer von 0,9 Prozent entspricht und gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 0,1 Prozentpunkte (Statistisches Amt Basel-Stadt). Im Städtevergleich ist das mehr als in Zürich mit 0,1 Prozent sowie in Bern und Genf mit je 0,4 Prozent, aber immer noch ein knapper Markt. Am stärksten stiegen die Leerstände bei Einzimmerwohnungen auf 1,3 Prozent, was zu einem guten Teil auf möblierte Kurzzeitangebote zurückgeht.

Auf der Kaufseite ist das Angebot noch schmaler. Im August 2026 waren in der Stadt Basel rund 88 Wohnungen und 57 Häuser ausgeschrieben, gegenüber 1'256 Mietinseraten (RealAdvisor). Auf ein Kaufangebot kommen damit rechnerisch rund neun Mietangebote. Wer ein Objekt in einer gesuchten Lage sucht, muss mit langen Wartezeiten und geringem Verhandlungsspielraum rechnen; eine amtliche Statistik zur Vermarktungsdauer führt der Kanton nicht.

Was sagt das Mietniveau über die Ertragslage?

Die Angebotsmieten liegen im Kanton bei 357 CHF je Quadratmeter und Jahr, also bei rund 29.75 CHF je Quadratmeter und Monat; die mittlere Monatsmiete einer Wohnung beträgt 2'859 CHF (RealAdvisor, August 2026). Für Häuser werden 301 CHF je Quadratmeter und Jahr ausgewiesen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Angebots- und Bestandsmieten. Die genannten Werte beziehen sich auf neu ausgeschriebene Objekte. Laufende Mietverhältnisse liegen in Basel häufig deutlich darunter, weil der hypothekarische Referenzzinssatz seit dem 2. September 2025 unverändert bei 1,25 Prozent liegt und weil sanierte Wohnungen nach dem kantonalen Wohnschutz für fünf Jahre einer Mietzinskontrolle unterstehen. Die Bruttomietrendite, die diese Seite aus Miete und Kaufpreis rechnerisch ausweist, beschreibt deshalb die Ertragslage eines heute neu vermieteten Objekts, nicht die eines übernommenen Bestands.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Wie stark sind die Preise im letzten Jahr gestiegen?

In den zwölf Monaten bis August 2026 legten Eigentumswohnungen im Kanton Basel-Stadt um 3,2 Prozent zu, Häuser um 2,9 Prozent. Im jüngsten Quartal betrug der Zuwachs 0,8 Prozent (RealAdvisor, Stand 15. August 2026). Das ist ein moderater, aber stetiger Anstieg ohne Anzeichen einer Beschleunigung.

Bemerkenswert ist die Richtung im Vergleich zur Schweiz insgesamt: UBS und Wüest Partner erwarten für den Gesamtmarkt Zuwächse in der Grössenordnung von rund 3 Prozent und zählen die Region Basel zu den Landesteilen mit der schwächsten Preisdynamik. Basel-Stadt bewegt sich also im Rahmen, aber nicht an der Spitze.

Wie sieht die lange Reihe aus?

Über fünf Jahre summiert sich der Anstieg auf 15,6 Prozent, über zehn Jahre auf 39,2 Prozent und über 25 Jahre auf 122,8 Prozent. Rechnet man den heutigen Durchschnitt von 10'833 CHF je Quadratmeter mit diesen Veränderungsraten zurück, ergibt sich für 2001 ein Niveau von rund 4'862 CHF, für 2016 von rund 7'782 CHF und für 2021 von rund 9'371 CHF je Quadratmeter.

Der Preis einer Eigentumswohnung hat sich im Kanton also in einem Vierteljahrhundert mehr als verdoppelt. Der grössere Teil dieses Zuwachses entfällt auf die Jahre nach 2015, als die Negativzinsphase Anlagegelder in Immobilien lenkte und die Zuwanderung in die Region anhielt.

Was hat die Zinswende 2022 verändert?

Die Zinswende hat den Anstieg gebremst, aber nicht gedreht. Als die Schweizerische Nationalbank 2022 aus den Negativzinsen ausstieg, verteuerten sich Festhypotheken innerhalb weniger Monate deutlich, und die Zahl der Transaktionen ging zurück. Anders als in Deutschland folgte darauf jedoch kein nomineller Preisrückgang: Das Angebot blieb zu knapp, und die Zinsen kehrten rascher zurück.

Der hypothekarische Referenzzinssatz, der für Mietverhältnisse massgebend ist, steht seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent und wurde vom Bundesamt für Wohnungswesen am 2. März und am 1. Juni 2026 bestätigt. Der zugrunde liegende Durchschnittszinssatz sank per 31. März 2026 von 1,32 auf 1,31 Prozent; eine Änderung des Referenzzinssatzes erfolgt erst unterhalb von 1,13 oder oberhalb von 1,37 Prozent. Für die Finanzierungskosten von Kaufenden bedeutet das ein stabiles Umfeld.

Warum wächst Basel langsamer als die übrige Schweiz?

Drei Gründe treten hier zusammen. Erstens dämpft der seit 2022 geltende Wohnschutz die Investitionen in den Bestand und damit die Aufwertung ganzer Häuserzeilen. Zweitens verfügt Basel über nahe und deutlich günstigere Ausweichmärkte: Wer im Kanton arbeitet, kann in Weil am Rhein, Lörrach, Saint-Louis oder im Baselbiet wohnen. Drittens bremst die Handänderungssteuer von 3 Prozent die Umschlagshäufigkeit; in Zürich, Zug, Schwyz oder Aargau fällt sie gar nicht an.

Dieses Zusammenspiel führt zu einem Markt, der weniger volatil ist als jener der grossen Zentren. Er reagiert später auf Zinsbewegungen, aber auch weniger stark auf Rückschläge.

Wie viel wird im Kanton überhaupt gebaut?

Die Bautätigkeit ist strukturell begrenzt. Auf 37 Quadratkilometern, die zu grossen Teilen bereits überbaut sind, entsteht neuer Wohnraum praktisch nur noch durch Verdichtung, Aufstockung und die Umnutzung ehemaliger Industrieflächen. Die grossen Arealentwicklungen im Klybeck, im Rosental und auf dem Dreispitz laufen über Jahrzehnte und liefern ihre Wohnungen in Etappen, nicht in einem Schub.

Dazu kommt der Sondereffekt des Wohnschutzes, der nicht nur Sanierungen, sondern auch Ersatzneubauten einem Bewilligungsverfahren unterstellt. Der Zubau bleibt damit hinter dem Bevölkerungswachstum zurück: Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 wuchs die Bevölkerung um rund 1'700 Personen, während die Zahl der leer stehenden Wohnungen mit 1'079 Einheiten historisch niedrig blieb. Solange sich an diesem Verhältnis nichts ändert, bleibt der Preisboden im Kanton stabil, auch wenn die Zuwächse moderat ausfallen.

Wie belastbar sind die Zahlen?

Die Portale kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, und das gehört zur Einordnung dazu. RealAdvisor weist für August 2026 einen Durchschnitt von 10'833 CHF je Quadratmeter für Eigentumswohnungen aus, Neho für Juni 2026 einen Wert von 11'385 CHF. Die Abweichung von rund 5 Prozent entsteht dadurch, dass Neho Angebotsdaten stärker gewichtet, während RealAdvisor Abschlüsse und Bewertungen einbezieht.

Wir stützen die Leitzahlen dieser Seite auf RealAdvisor und nennen abweichende Portalwerte, statt beide stillschweigend zu mitteln. Für Leerstand, Bevölkerung und Recht sind ausschliesslich amtliche Quellen massgebend: das Statistische Amt Basel-Stadt, die kantonale Steuerverwaltung und das Bundesamt für Wohnungswesen. Eine kantonale Mietzeitreihe in Franken je Quadratmeter, die methodisch zur Kaufpreisreihe passt, ist nicht öffentlich verfügbar; das Preisdiagramm zeigt deshalb nur die Kaufseite.

Preisentwicklung

Preisentwicklung im Kanton Basel-Stadt

4'8627'7829'37110'49710'83320012016202120252026

Aus den publizierten Veränderungsraten zurückgerechnet: plus 3,2 Prozent in zwölf Monaten, plus 15,6 in fünf, plus 39,2 in zehn und plus 122,8 Prozent in 25 Jahren. Eine vergleichbare kantonale Mietreihe war nicht verfügbar.

Stand: 2026-08-15 · Quelle: RealAdvisor, indexiert · 15.08.2026

Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus?

Was kostet Stockwerkeigentum im Kanton?

Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton Basel-Stadt durchschnittlich 10'833 CHF je Quadratmeter, der Medianpreis einer Wohnung liegt bei 1'039'922 CHF (RealAdvisor, August 2026). Die mittleren 80 Prozent der erfassten Objekte bewegen sich zwischen 5'755 und 19'634 CHF je Quadratmeter.

Diese Spanne ist bemerkenswert weit; sie beträgt mehr als das Dreifache zwischen unterem und oberem Rand. Sie erklärt sich weniger aus der Lage als aus dem Sanierungsstand. Eine unsanierte Dreizimmerwohnung aus den 1950er-Jahren im Kleinbasel und eine neu erstellte Attikawohnung am Rheinufer liegen im selben Kanton, aber in völlig verschiedenen Preiswelten. Wer eine Wohnung im unteren Bereich der Spanne kauft, sollte den Sanierungsbedarf und die Wohnschutzpflichten sorgfältig prüfen, bevor er den Preis als günstig einordnet.

Warum sind kleine Wohnungen je Quadratmeter am teuersten?

Studios und Kleinwohnungen erreichen im Kanton rund 13'620 CHF je Quadratmeter und liegen damit rund ein Viertel über dem Durchschnitt aller Wohnungen (Neho, Juni 2026). Der Effekt ist nicht basel-spezifisch, fällt hier aber wegen der Haushaltsstruktur besonders auf: Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist im Kanton überdurchschnittlich hoch, und Küche, Bad und Erschliessung verteilen sich bei kleinen Flächen auf weniger Quadratmeter.

Hinzu kommt die Nachfrage nach möblierten Kurzzeitwohnungen aus dem Pharma- und Forschungsumfeld. Genau dieses Segment ist auch für den Anstieg der Leerstandsquote bei Einzimmerwohnungen auf 1,3 Prozent verantwortlich, weil solche Wohnungen zwischen zwei Vermietungen häufiger leer stehen.

Was kostet ein Haus im Kanton?

Häuser kosten im Kanton durchschnittlich 10'208 CHF je Quadratmeter, der Medianpreis liegt bei 1'745'525 CHF und die Spanne reicht von 4'336 bis 21'795 CHF je Quadratmeter (RealAdvisor, August 2026). ImmoScout24 weist für Häuser mit vier Zimmern einen Medianpreis von 1'350'000 CHF bei einer Spanne von 985'000 bis 1'890'000 CHF aus.

Der Quadratmeterpreis von Häusern liegt damit unter jenem von Wohnungen. Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist aber der Normalfall in dicht bebauten Kantonen: Häuser bringen mehr Fläche mit, und der Preis je Quadratmeter sinkt mit zunehmender Grösse. In absoluten Beträgen ist ein Haus im Kanton Basel-Stadt dennoch rund 70 Prozent teurer als eine mittlere Eigentumswohnung.

Wo gibt es überhaupt Reihen- und Einfamilienhäuser?

Das Angebot konzentriert sich auf drei Bereiche. Riehen ist die klassische Hausgemeinde des Kantons, mit Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern aus mehreren Jahrzehnten und einem ländlicheren Charakter. Bettingen bietet Hanglagen an der Chrischona mit sehr kleinem, selten wechselndem Bestand. In der Stadt Basel selbst finden sich Einfamilien- und Reihenhäuser vor allem auf dem Bruderholz sowie in den Quartieren St. Alban und Gellert; historische Reihenhauszeilen gibt es zudem im Gundeldinger Quartier und im Neubad.

Wer im Kanton ein Haus sucht, konkurriert um wenige Objekte pro Jahr. Das erklärt, warum viele Basler Haushalte mit Hauswunsch nach Bottmingen, Binningen, Riehen oder über die Grenze ausweichen.

Wie gross ist der Unterschied zwischen Neubau und Bestand?

Der Basler Wohnungsbestand ist alt. Ein grosser Teil stammt aus der Gründerzeit und aus den Jahrzehnten vor 1970, während Neubauten fast ausschliesslich in den Arealentwicklungen und in einzelnen Ersatzneubauten entstehen. Das Statistische Amt Basel-Stadt weist für den Mietmarkt aus, dass Wohnungen der Bauperiode ab 2011 rund 38 Prozent teurer sind als renovierte Wohnungen der Referenzperiode 1961 bis 1970. Auf der Kaufseite fällt der Abstand ähnlich deutlich aus.

Dieser Aufschlag ist der eigentliche Preistreiber innerhalb des Kantons, stärker als die Adresse. Er hat auch eine energetische Komponente: Unsanierte Objekte mit hohem Heizwärmebedarf werden bei Verkaufsverhandlungen zunehmend mit Abschlägen bewertet, weil die künftigen Sanierungskosten eingepreist werden. In Basel-Stadt kommt hinzu, dass sich solche Investitionen wegen der Mietzinskontrolle nach dem Wohnschutz bei vermieteten Objekten nur eingeschränkt refinanzieren lassen. Wer eine unsanierte Liegenschaft erwirbt, sollte den Sanierungspfad deshalb vor dem Kauf durchrechnen und das Bewilligungsverfahren einplanen.

Was heisst das für die Finanzierung?

Schweizer Banken verlangen mindestens 20 Prozent Eigenmittel, wovon höchstens die Hälfte aus der zweiten Säule stammen darf. Beim Basler Medianpreis von 1'039'922 CHF für eine Eigentumswohnung entspricht das rund 207'985 CHF, davon mindestens rund 103'992 CHF aus freiem Vermögen oder aus der Säule 3a. Bei einem Haus zum Medianpreis von 1'745'525 CHF sind es rund 349'105 CHF, davon mindestens rund 174'553 CHF hart.

Dazu kommen die Kaufnebenkosten, die aus Eigenmitteln zu bezahlen sind und nicht mitfinanziert werden. Die Tragbarkeit prüfen Banken mit einem kalkulatorischen Zinssatz von banküblich 4,5 bis 5 Prozent, zuzüglich rund 1 Prozent des Immobilienwerts für Unterhalt und Nebenkosten sowie der Amortisation; die Gesamtbelastung soll ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Die Belehnung ist innerhalb von 15 Jahren auf zwei Drittel des Verkehrswerts zurückzuführen. Ob eine SARON- oder eine Festhypothek passt, ist eine individuelle Risikofrage; beide Modelle sind im Kanton verbreitet.

Objektarten im Vergleich

ObjektartPreis je m²Typischer PreisMerkmal
Eigentumswohnung10'833 CHF/m²Median 1'039'922 CHFSpanne 5'755–19'634 CHF/m²
Studio / Kleinwohnung13'620 CHF/m²keine MedianangabeHöchster m²-Preis (Neho 06/2026)
Haus mit 4 Zimmern11'465 CHF/m²Median 1'350'000 CHFSpanne 985'000–1'890'000 CHF
Einfamilienhaus gesamt10'208 CHF/m²Median 1'745'525 CHFSpanne 4'336–21'795 CHF/m²

Quelle: RealAdvisor / ImmoScout24 / Neho, 2026

Welche Lagen und Regionen gibt es?

Wie gross ist das Preisgefälle innerhalb der Stadt Basel?

Zwischen der teuersten und der günstigsten erfassten Strasse liegen rund 7'000 CHF je Quadratmeter: Die Gartenstrasse kommt auf 14'323 CHF, die Obwaldnerstrasse auf 7'271 CHF (RealAdvisor, August 2026). Das entspricht dem Faktor 1,97 und ist für eine Stadt dieser Grösse ein moderates Gefälle. In Zürich oder Genf liegen zwischen bester und einfachster Lage deutlich grössere Abstände.

Der Grund ist die Kompaktheit: Basel misst von einem Stadtrand zum anderen wenige Kilometer, und selbst einfache Quartiere sind gut erschlossen. Die Tramanbindung ist im gesamten Kantonsgebiet dicht, was Lagenachteile abfedert.

Welche Quartiere gelten als bevorzugt?

Das Bruderholz im Süden der Stadt ist die klassische Villenlage mit grossen Parzellen und Aussicht. St. Alban und das angrenzende Gellert gelten als die repräsentativsten innerstädtischen Adressen, geprägt von Gründerzeitvillen, dem St. Alban-Tal und der Nähe zum Rhein. Das Wettsteinquartier auf der Kleinbasler Rheinseite hat in den letzten Jahren stark aufgeholt und verbindet Altbaubestand mit kurzen Wegen in die Innenstadt.

Im mittleren Bereich bewegen sich Gundeldingen südlich des Bahnhofs, das Neubad und Iselin. Diese Quartiere sind bei Familien und Erstkäuferinnen gefragt, weil sie noch bezahlbaren Altbau bieten und über gute Schulen und Nahversorgung verfügen.

Wo verändert sich das Stadtbild gerade?

Das grösste Projekt ist das Klybeck-Areal im Norden von Kleinbasel: Auf dem ehemaligen Chemieareal von Novartis und BASF soll über Jahrzehnte ein neues Quartier für mehrere tausend Menschen entstehen. Nebenan wird das Rosental-Areal schrittweise geöffnet. Auf der anderen Stadtseite entwickelt sich der Dreispitz an der Grenze zu Münchenstein von einem Logistikstandort zu einem gemischten Quartier mit Hochschulnutzungen.

Für die Preisentwicklung sind diese Projekte zweischneidig. Kurzfristig werten sie die angrenzenden Quartiere Klybeck, Kleinhüningen und Rosental auf, die heute noch am unteren Ende der Preisskala liegen. Mittelfristig schaffen sie zusätzliches Angebot, was den Druck auf den Gesamtmarkt dämpfen kann. Wer dort kauft, sollte die Etappierung der Arealentwicklungen kennen, weil sich Bauphasen über Jahre hinziehen.

Was unterscheidet Riehen und Bettingen von der Stadt?

Riehen ist mit 22'773 Einwohnerinnen und Einwohnern die zweitgrösste Gemeinde des Kantons und funktioniert wie eine eigenständige Vorortsgemeinde: viel Grün, Einfamilien- und Reihenhäuser, eigene Schulen, eine eigene Gemeindeverwaltung und mit der Fondation Beyeler ein kulturelles Zentrum von internationalem Rang. Die Anbindung an die Stadt erfolgt über Tram und S-Bahn.

Bettingen ist mit 1'286 Personen die kleinste Gemeinde und liegt auf der Chrischona-Höhe über dem Rhein. Der Wohnungsmarkt dort ist so klein, dass einzelne Transaktionen die Statistik bewegen; belastbare Durchschnittswerte auf Gemeindeebene sind entsprechend zurückhaltend zu lesen. Beide Gemeinden unterstehen demselben kantonalen Recht wie die Stadt Basel, also auch dem Wohnschutz und der Handänderungssteuer.

Wie gut ist der Kanton erschlossen und wer sind die Arbeitgeber?

Basel ist ein Verkehrsknoten. Der Bahnhof SBB, der Badische Bahnhof und der Bahnhof Basel St. Johann verbinden den Kanton mit dem Schweizer Fernverkehr sowie mit dem deutschen und dem französischen Netz; der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg liegt auf französischem Boden wenige Kilometer westlich. Innerkantonal trägt ein dichtes Tram- und Busnetz den Verkehr, ergänzt durch die trinationale S-Bahn. Zürich ist mit dem Zug in rund einer Stunde erreichbar, Bern in knapp einer Stunde.

Der Arbeitsmarkt ist stark auf Life Sciences ausgerichtet. Roche und Novartis prägen mit ihren Konzernzentralen nicht nur die Beschäftigung, sondern mit dem Roche-Turm auch die Silhouette der Stadt. Dazu kommen Lonza, Bachem und ein breites Feld an Biotech-, Medtech- und Zulieferfirmen, die Universität Basel mit ihrem Biozentrum sowie die Fachhochschule Nordwestschweiz. Diese Konzentration erklärt die hohe Kaufkraft, birgt aber ein Klumpenrisiko: Ein Stellenabbau im Pharma- und Chemiecluster würde den Kanton überdurchschnittlich treffen. Ergänzt wird das Bild durch Logistik am Rheinhafen, durch den Finanzplatz mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und durch einen Messe- und Kulturstandort, der mit der Art Basel internationale Sichtbarkeit hat.

Welche Rolle spielen die Ausweichmärkte im Dreiländereck?

Basel-Stadt ist der einzige Schweizer Kanton, dessen Kernstadt unmittelbar an zwei Nachbarstaaten grenzt. Wer im Kanton arbeitet, kann in Weil am Rhein, Lörrach oder Saint-Louis wohnen, häufig zu einem Bruchteil der Basler Preise, und ist mit Tram oder Bahn in 15 bis 30 Minuten am Arbeitsplatz. Auch das benachbarte Baselbiet mit Binningen, Bottmingen, Allschwil, Reinach oder Muttenz ist deutlich günstiger.

Dieses Ventil ist ein struktureller Unterschied zu Zürich oder Genf und der wichtigste Grund dafür, dass die Basler Preise nicht stärker steigen. Es wirkt allerdings asymmetrisch: Für Mietende und für Familien mit Hauswunsch ist der Wechsel über die Kantons- oder Landesgrenze einfach, für Käuferinnen und Käufer aus dem Ausland setzt die Lex Koller Grenzen.

Was ist in Basel-Stadt anders als anderswo?

Was regelt der Wohnschutz genau?

Der Wohnschutz ist die schärfste kantonale Wohnregulierung der Schweiz und geht auf die Initiative «Ja zum ECHTEN Wohnschutz» zurück, die am 28. November 2021 angenommen wurde und seit dem 28. Mai 2022 gilt. Solange die Leerwohnungsziffer im Kanton 1,5 Prozent nicht übersteigt, sind Sanierung, Umbau und Abbruch von Wohnliegenschaften bewilligungspflichtig. Bei 0,9 Prozent im Juni 2025 ist die Schwelle klar unterschritten, der Wohnschutz also aktiv.

Zuständig ist die staatliche Stelle für Wohnraumschutz; die zulässigen Mieten nach dem Eingriff legt die Wohnschutzkommission fest. Anschliessend gilt fünf Jahre lang eine Mietzinskontrolle. Ausgenommen sind Liegenschaften mit höchstens drei Wohnungen, Genossenschaftswohnungen sowie Liegenschaften mit ausschliesslich Luxuswohnungen oder Wohnungen zur Kurzzeitmiete von höchstens drei Monaten. Eine teilrevidierte Wohnraumschutzverordnung ist seit dem 1. November 2025 in Kraft.

Praktisch heisst das: Wer ein Mehrfamilienhaus mit vier oder mehr Wohnungen kauft und modernisieren will, muss ein Bewilligungsverfahren einplanen und kann die Investition nicht frei auf die Mieten umlegen. Wer ein Haus mit bis zu drei Einheiten kauft, ist davon nicht betroffen. Diese Schwelle verschiebt die Nachfrage spürbar in Richtung kleinerer Objekte.

Wie hat der Wohnschutz den Markt verändert?

Die Wirkung ist messbar. Die Sanierungsinvestitionen brachen von knapp 200 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2022 auf rund 51 Mio. CHF im zweiten Halbjahr 2022 ein, und die Zahl der Sanierungsanfragen für Wohnliegenschaften lag anschliessend rund 80 Prozent unter dem Niveau von 2022 (SRF). Vergleichbare Rückgänge blieben in der übrigen Nordwestschweiz aus, was gegen eine rein konjunkturelle Erklärung spricht. Der Regierungsrat bemüht sich seither um Investorinnen und Bauherren.

Für Kaufende hat das zwei Folgen. Der Anteil unsanierter Objekte am Markt ist höher als in vergleichbaren Städten, was Einstiegspreise dämpft, aber Folgekosten verschiebt. Und die energetische Modernisierung des Bestands kommt langsamer voran, was den Abstand zwischen sanierten und unsanierten Objekten über die Zeit vergrössern dürfte.

Was kostet der Kauf an Steuern und Gebühren?

Die Handänderungssteuer beträgt in der Regel 3 Prozent des für die Steuerbemessung massgebenden Werts; beim Erwerb und Ersatzerwerb von selbstgenutztem Wohneigentum halbiert sie sich auf 1,5 Prozent (Steuerverwaltung Basel-Stadt). Steuerpflichtig ist grundsätzlich die erwerbende Partei. Befreit sind Handänderungen unter Ehegatten, an Nachkommen sowie im Rahmen von Erbteilungen, Scheidungen und Umstrukturierungen.

Dazu kommen die Beurkundungsgebühr von rund 0,25 Prozent des Kaufpreises bis 2 Mio. CHF, mindestens 500 und höchstens 50'000 CHF, sowie eine Grundbuchgebühr von rund 0,1 Prozent. In der Basler Praxis teilen sich Käufer- und Verkäuferschaft diese Gebühren häufig hälftig. Die Maklerprovision trägt in der Schweiz üblicherweise die Verkäuferschaft; marktüblich sind 2 bis 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer.

Damit liegt Basel-Stadt bei den Erwerbsnebenkosten im oberen Bereich. Kantone wie Zürich, Zug, Schwyz, Glarus, Schaffhausen, Aargau und Uri kennen gar keine Handänderungssteuer und erheben nur Grundbuchgebühren. Der Grosse Rat hat am 17. September 2025 mit 50 zu 49 Stimmen eine Motion überwiesen, die den Regelsatz auf 1,5 und den ermässigten Satz auf 0,75 Prozent senken will; der Regierungsrat hat zwei Jahre Zeit für die gesetzlichen Grundlagen. Nach heutigem Stand ist die Änderung nicht in Kraft.

Was fällt beim Verkauf an?

Beim Verkauf erhebt der Kanton die Grundstückgewinnsteuer auf dem erzielten Gewinn; sie trägt die verkaufende Partei. In den ersten fünf Besitzjahren beträgt der Satz 30 Prozent bei selbstgenutztem Wohneigentum und 60 Prozent bei Renditeobjekten. Ab dem sechsten Besitzjahr sinkt der Satz mit zunehmender Besitzdauer und erreicht nach 25 Jahren die Untergrenze von 12 Prozent.

Der Zuschlag auf kurze Haltedauern ist damit einer der schärfsten der Schweiz und wirkt wie eine Spekulationsbremse, besonders im Segment der Renditeliegenschaften. Abzugsfähig sind wertvermehrende Investitionen, Notariats- und Grundbuchgebühren sowie Maklerprovisionen. Bei der Ersatzbeschaffung von selbstgenutztem Wohneigentum ist ein Steueraufschub möglich. Zusammen mit dem Wohnschutz erklärt diese Staffelung, warum Liegenschaften im Kanton selten kurzfristig weitergereicht werden.

Welche Bundesregeln greifen im Kanton?

Die Lex Koller beschränkt den Erwerb von Wohnliegenschaften durch Personen im Ausland. Staatsangehörige der EU und der EFTA mit Wohnsitz in der Schweiz sowie Inhaberinnen und Inhaber einer Niederlassungsbewilligung C sind Schweizer Erwerberinnen und Erwerbern gleichgestellt und kaufen bewilligungsfrei. Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich dürfen in ihrer Arbeitsregion eine Zweitwohnung erwerben, müssen sie aber selbst nutzen. Für reines Anlageeigentum wird eine Bewilligung in der Regel nicht erteilt.

Das Zweitwohnungsgesetz spielt hier keine Rolle: Es beschränkt den Neubau von Zweitwohnungen nur in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent, und Basel, Riehen und Bettingen liegen deutlich darunter. Beim Eigenmietwert steht dagegen ein Systemwechsel bevor. Nach der Volksabstimmung vom 28. September 2025, die mit 57,7 Prozent Ja angenommen wurde, hat der Bundesrat am 1. April 2026 den Wechsel auf den 1. Januar 2029 festgesetzt. Bis Ende 2028 bleiben nach heutigem Stand der Eigenmietwert steuerbar und die heutigen Abzüge für Hypothekarzinsen und Unterhalt zulässig.

Für Basler Eigentümerinnen und Eigentümer ist das besonders relevant, weil der Kanton eine hohe Verschuldungsneigung kennt: Wer den Eigenmietwert versteuert, zieht heute Schuldzinsen ab. Fällt beides weg, verschiebt sich die Rechnung zugunsten einer höheren Amortisation. Wie sich das im Einzelfall auswirkt, gehört in eine steuerliche Beratung und nicht auf eine Marktübersicht.

Regionale Besonderheiten

Was Basel-Stadt vom Rest der Schweiz unterscheidet

Recht & Bewilligungen

Wohnschutz mit Bewilligungspflicht

Seit 28. Mai 2022 sind Sanierung, Umbau und Abbruch von Wohnliegenschaften bewilligungspflichtig, solange die Leerwohnungsziffer 1,5 Prozent nicht übersteigt. Nach dem Eingriff gilt fünf Jahre Mietzinskontrolle.

Marktstruktur

Tiefste Wohneigentumsquote der Schweiz

Rund 85 Prozent der Haushalte im Kanton wohnen zur Miete – der höchste Mietanteil aller Schweizer Kantone. Wohneigentum ist damit ein Nischensegment; wer kaufen will, konkurriert um wenige Objekte.

Steuern & Abgaben

Handänderungssteuer mit Halbierung für Selbstnutzer

Der Regelsatz beträgt 3 Prozent, für selbstgenutztes Wohneigentum 1,5 Prozent. Zürich, Zug und Aargau kennen gar keine. Eine Motion zur Halbierung wurde im September 2025 überwiesen, ist aber nicht in Kraft.

Nachfrage & Zielgruppen

Life-Sciences-Cluster als Nachfragetreiber

Roche, Novartis und ein dichtes Biotech-Umfeld ziehen laufend Fachkräfte an. Der Ausländeranteil lag Ende September 2025 bei 37,9 Prozent gegenüber 27,6 Prozent schweizweit. Das stützt die Nachfrage im gehobenen Segment.

Infrastruktur & Erreichbarkeit

Dreiländereck mit Ausweichmärkten

Basel grenzt an Deutschland und Frankreich. Wer hier arbeitet, kann in Weil am Rhein, Lörrach oder Saint-Louis deutlich günstiger wohnen, ebenso im Baselbiet. Dieses Ventil bremst den Preisdruck spürbar.

Bauzonen & Raumplanung

Drei Gemeinden auf 37 Quadratkilometern

Basel, Riehen und Bettingen teilen sich rund 37 Quadratkilometer bei etwa 5'500 Einwohnern je Quadratkilometer. Neues Bauland gibt es praktisch nicht; Wachstum entsteht über Umnutzung wie im Klybeck-Areal.

Stand: 2026-08-15

Recht & Kosten

Recht und Kosten im Kanton Basel-Stadt

Handänderungssteuer
3.0 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 0.4 % zu Buche.
Mietpreisbremse
Gilt in Basel-Stadt. Formularpflicht für den Anfangsmietzins (Art. 270 Abs. 2 OR); sanierte Wohnungen zusätzlich fünf Jahre Wohnschutz-Mietzinskontrolle.
Bodenrichtwerte
MapBS Geoportal
Wohnschutz: Bewilligung und Mietzinskontrolle
Wer eine Wohnliegenschaft mit mehr als drei Wohnungen saniert, umbaut oder abbricht, braucht eine Bewilligung. Die zulässigen Mieten legt die Wohnschutzkommission fest, danach gilt fünf Jahre Mietzinskontrolle.
Formularpflicht für den Anfangsmietzins
Der Anfangsmietzins muss nach Art. 270 Abs. 2 OR auf amtlichem Formular mitgeteilt werden, samt Vormietzins. Seit 1. Oktober 2025 ist zusätzlich der damals massgebende Referenzzinssatz anzugeben.
Lex Koller im Dreiländereck
EU- und EFTA-Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz sowie Inhaber einer Bewilligung C kaufen bewilligungsfrei. Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich dürfen in ihrer Arbeitsregion eine Zweitwohnung erwerben.
Eigenmietwert: Systemwechsel ab 2029
Nach der Abstimmung vom 28. September 2025 hat der Bundesrat am 1. April 2026 den Systemwechsel auf den 1. Januar 2029 angesetzt. Bis Ende 2028 bleiben nach heutigem Stand Eigenmietwert und heutige Abzüge massgebend.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Kaufnebenkosten

Was kostet der Kauf zusätzlich?

Kaufpreis500'000 CHF
Grunderwerbsteuer3.0 %15'000 CHF
Notar & Grundbuch0.35 %1'750 CHF
Nebenkosten gesamt3.4 %16'750 CHF
Gesamtaufwand516'750 CHF

Richtwerte für Basel-Stadt. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.

Miet- und Kaufmarkt

Mietmarkt und Kaufmarkt im Vergleich

Mietmarkt

Mietmarkt

Angebotsmiete je m²
≈ 29.75 CHF/Mt.
Jahresmiete je m²
357 CHF/m²
Median Monatsmiete
2'859 CHF
Leerwohnungsziffer
0,9 % (2025)
Kaufmarkt

Kaufmarkt

Ø Eigentumswohnung
10'833 CHF/m²
Spanne Wohnungen
5'755–19'634 CHF
Ø Haus
10'208 CHF/m²
Trend 12 Monate
+3,2 % Wohnungen

Der Mietmarkt dominiert: Rund 85 Prozent der Haushalte mieten, und auf ein Kaufangebot kommen in der Stadt Basel rund neun Mietinserate. Der Kaufmarkt ist entsprechend eng und das Preisniveau hoch.

Stand: 2026-08-15 · Quelle: RealAdvisor, Statistisches Amt Basel-Stadt

Marktprognose

Ausblick für den Kanton Basel-Stadt

Grundtendenz: stabilHorizont: 12–24 Monate

UBS und Wüest Partner zählen die Region Basel zu den Landesteilen mit der schwächsten Preisdynamik. Gegen einen Rückgang sprechen 0,9 Prozent Leerstand, das Bevölkerungswachstum und der stabile Referenzzinssatz von 1,25 Prozent.

Basisszenario
0 bis +3 Prozent
Wahrscheinlichkeit rund 55 Prozent

Der Leerstand bleibt unter 1,5 Prozent, der Referenzzinssatz verharrt bei 1,25 Prozent und die Life-Sciences-Nachfrage hält an. Die Preise steigen leicht, bleiben aber unter dem Schweizer Mittel.

Optimistisch
+3 bis +6 Prozent
Wahrscheinlichkeit rund 20 Prozent

Eine Lockerung des Wohnschutzes oder die Halbierung der Handänderungssteuer belebt Transaktionen und Sanierungen. Zusammen mit tieferen Finanzierungskosten verstärkt das die Nachfrage nach Stockwerkeigentum.

Konservativ
-3 bis 0 Prozent
Wahrscheinlichkeit rund 25 Prozent

Ein Stellenabbau im Pharma- und Chemiecluster träfe den Kanton überdurchschnittlich. Steigende Kapitalmarktzinsen und ein wachsendes Angebot möblierter Kleinwohnungen würden den Druck zusätzlich erhöhen.

Einflussfaktoren

  • Leerwohnungsziffer 0,9 Prozent · stützend · Klar unter der Wohnschutz-Schwelle von 1,5 Prozent
  • Bevölkerungswachstum · stützend · Plus 1'700 Personen von Juni 2024 bis Juni 2025
  • Life-Sciences-Cluster · stützend · Roche und Novartis ziehen Fachkräfte an
  • Wohnschutzgesetz · belastend · Sanierungsanfragen rund 80 Prozent unter 2022
  • Handänderungssteuer 3 Prozent · belastend · Hohe Transaktionskosten bremsen Eigentumswechsel
  • Ausweichmärkte im Dreiländereck · neutral · Baselland und Grenzregion entlasten die Nachfrage

Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.

Stand: 2026-08-15 · Quelle: UBS, Wüest Partner, RealAdvisor

Häufige Fragen zum Immobilienmarkt in Basel-Stadt

Was kostet eine Eigentumswohnung in Basel-Stadt?

Eine Eigentumswohnung kostet im Kanton Basel-Stadt im August 2026 durchschnittlich 10'833 CHF je Quadratmeter (RealAdvisor, Stand 15. August 2026). Die mittleren 80 Prozent der Abschlüsse liegen zwischen 5'755 und 19'634 CHF je Quadratmeter, der Medianpreis einer Wohnung bei 1'039'922 CHF. Neho weist für Juni 2026 mit 11'385 CHF je Quadratmeter einen höheren Wert aus, weil dort Angebotsdaten stärker ins Gewicht fallen. Die Abweichung von rund 5 Prozent zeigt, wie stark das Ergebnis von der Methode abhängt.

Was kostet ein Haus im Kanton Basel-Stadt?

Häuser kosten im Kanton Basel-Stadt im August 2026 durchschnittlich 10'208 CHF je Quadratmeter, der Medianpreis liegt bei 1'745'525 CHF (RealAdvisor). Die Spanne reicht von 4'336 bis 21'795 CHF je Quadratmeter. ImmoScout24 nennt für Häuser mit vier Zimmern einen Medianpreis von 1'350'000 CHF bei einer Spanne von 985'000 bis 1'890'000 CHF (Stand 15. August 2026). Einfamilienhäuser sind im Kanton ein knappes Gut und konzentrieren sich auf Riehen, Bettingen und einzelne Basler Villenquartiere.

Welche Lage in Basel-Stadt ist am teuersten, welche am günstigsten?

Innerhalb der Stadt Basel liegen zwischen der teuersten und der günstigsten erfassten Strasse rund 7'000 CHF je Quadratmeter: Die Gartenstrasse kommt auf 14'323 CHF je Quadratmeter, die Obwaldnerstrasse auf 7'271 CHF (RealAdvisor, August 2026). Als bevorzugte Wohnlagen gelten das Bruderholz, St. Alban und das Gellert, während die Quartiere Klybeck, Kleinhüningen und Rosental noch von der Umnutzung ehemaliger Industrieareale geprägt sind. Riehen und Bettingen bilden den ländlich geprägten Teil des Kantons.

Steigen oder fallen die Immobilienpreise in Basel-Stadt?

Die Preise steigen, aber langsamer als in der übrigen Schweiz. In den zwölf Monaten bis August 2026 legten Eigentumswohnungen um 3,2 Prozent und Häuser um 2,9 Prozent zu, im letzten Quartal um 0,8 Prozent (RealAdvisor). Über fünf Jahre ergibt das plus 15,6 Prozent, über 25 Jahre plus 122,8 Prozent. UBS und Wüest Partner zählen die Region Basel zu den Landesteilen mit der schwächsten Preisdynamik, während schweizweit rund 3 Prozent erwartet werden.

Wie hoch ist die Miete je Quadratmeter in Basel-Stadt?

Die Jahresmiete für Wohnungen liegt im Kanton Basel-Stadt bei 357 CHF je Quadratmeter, was rund 29.75 CHF je Quadratmeter und Monat entspricht (RealAdvisor, August 2026). Die mittlere Monatsmiete einer Wohnung beträgt 2'859 CHF, für Häuser werden 301 CHF je Quadratmeter und Jahr ausgewiesen. Es handelt sich um Angebotsmieten neu ausgeschriebener Objekte; laufende Mietverhältnisse liegen wegen des Referenzzinssatzsystems und des Wohnschutzes häufig deutlich darunter.

Lohnt sich eine Kapitalanlage in Basel-Stadt?

Die Bruttomietrendite ergibt sich aus dem Verhältnis von Jahresmiete zu Kaufpreis und wird auf dieser Seite rechnerisch ausgewiesen; eine Empfehlung ist damit nicht verbunden. Für die Einordnung wesentlich sind drei kantonale Besonderheiten: die fünfjährige Mietzinskontrolle nach bewilligungspflichtigen Sanierungen, die Grundstückgewinnsteuer von 60 Prozent auf Renditeobjekten in den ersten fünf Besitzjahren und die tiefe Leerwohnungsziffer von 0,9 Prozent, die Mietausfallrisiken begrenzt.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in Basel-Stadt rechnen?

Die Handänderungssteuer beträgt in der Regel 3 Prozent des massgebenden Werts, beim Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums 1,5 Prozent (Steuerverwaltung Basel-Stadt). Dazu kommen die Beurkundungsgebühr von rund 0,25 Prozent des Kaufpreises bis 2 Mio. CHF, mindestens 500 und höchstens 50'000 CHF, sowie eine Grundbuchgebühr von rund 0,1 Prozent. Notariats- und Grundbuchkosten teilen sich Käufer- und Verkäuferschaft in der Praxis meist hälftig. Die Maklerprovision trägt in der Schweiz üblicherweise die Verkäuferschaft.

Gilt in Basel-Stadt eine Mietpreiskontrolle?

Eine Mietpreisbremse deutscher Art gibt es in der Schweiz nicht. In Basel-Stadt gilt aber die Formularpflicht für den Anfangsmietzins nach Art. 270 Abs. 2 OR: Der Mietzins der Vormieterschaft muss auf amtlichem Formular offengelegt werden, seit dem 1. Oktober 2025 samt dem damals massgebenden Referenzzinssatz. Zusätzlich unterstellt der Wohnschutz sanierte Wohnungen für fünf Jahre einer Mietzinskontrolle. Der hypothekarische Referenzzinssatz liegt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent (BWO).

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung in Basel-Stadt?

Banken verlangen mindestens 20 Prozent Eigenmittel, wovon höchstens die Hälfte aus der zweiten Säule stammen darf. Beim Medianpreis einer Basler Eigentumswohnung von 1'039'922 CHF sind das rund 207'985 CHF, davon mindestens rund 103'992 CHF aus freiem Vermögen oder Säule 3a. Hinzu kommen die Kaufnebenkosten. Die Tragbarkeit rechnen Banken mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 4,5 bis 5 Prozent; die Belehnung ist binnen 15 Jahren auf zwei Drittel zu amortisieren.

Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung in Basel-Stadt?

Eine amtliche Statistik zur Vermarktungsdauer führt der Kanton Basel-Stadt nicht. Die Angebotslage spricht jedoch für kurze Vermarktungszeiten: In der Stadt Basel standen im August 2026 rund 88 Wohnungen und 57 Häuser zum Verkauf, gegenüber 1'256 Mietangeboten (RealAdvisor). Bei einer Leerwohnungsziffer von 0,9 Prozent und einem Mietanteil von rund 85 Prozent trifft ein knappes Kaufangebot auf beständige Nachfrage. Der Verhandlungsspielraum ist entsprechend eng.

Wie hoch ist die Handänderungssteuer in Basel-Stadt?

Die Handänderungssteuer beträgt in Basel-Stadt in der Regel 3 Prozent des für die Steuerbemessung massgebenden Werts. Für den Erwerb und den Ersatzerwerb von selbstgenutztem Wohneigentum halbiert sie sich auf 1,5 Prozent (Steuerverwaltung Basel-Stadt). Damit liegt der Kanton deutlich über Zürich, Zug, Schwyz oder Aargau, die keine Handänderungssteuer kennen und nur Grundbuchgebühren erheben.

Wer zahlt in Basel-Stadt die Handänderungssteuer?

Steuerpflichtig ist in Basel-Stadt grundsätzlich die erwerbende Partei; bei selbstgenutztem Wohneigentum kann unter bestimmten Voraussetzungen die verkaufende Partei in die Pflicht genommen werden (Steuerverwaltung Basel-Stadt). In der Praxis wird die Tragung im Kaufvertrag geregelt und teilweise hälftig aufgeteilt. Befreit sind Handänderungen unter Ehegatten, an Nachkommen, im Rahmen von Erbteilungen und Scheidungen sowie bei Umstrukturierungen.

Wird die Handänderungssteuer in Basel-Stadt halbiert?

Der Grosse Rat hat am 17. September 2025 mit 50 zu 49 Stimmen eine Motion überwiesen, die den Regelsatz von 3 auf 1,5 Prozent und den ermässigten Satz von 1,5 auf 0,75 Prozent senken will. Der Regierungsrat hat zwei Jahre Zeit, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Nach heutigem Stand ist die Änderung nicht in Kraft; massgebend bleiben 3 beziehungsweise 1,5 Prozent.

Wie hoch ist die Grundstückgewinnsteuer in Basel-Stadt?

Die Grundstückgewinnsteuer zahlt die verkaufende Partei auf dem erzielten Gewinn. In den ersten fünf Besitzjahren beträgt der Satz 30 Prozent bei selbstgenutztem Wohneigentum und 60 Prozent bei Renditeobjekten. Ab dem sechsten Jahr sinkt er mit zunehmender Besitzdauer und erreicht nach 25 Jahren die Untergrenze von 12 Prozent. Wertvermehrende Investitionen, Notariats- und Grundbuchgebühren sowie Maklerprovisionen sind abzugsfähig; bei Ersatzbeschaffung von selbstgenutztem Wohneigentum ist ein Aufschub möglich.

Was ist der Wohnschutz in Basel-Stadt?

Der Wohnschutz ist eine kantonale Sonderregelung, die seit dem 28. Mai 2022 gilt und auf die Initiative «Ja zum ECHTEN Wohnschutz» vom 28. November 2021 zurückgeht. Solange die Leerwohnungsziffer 1,5 Prozent nicht übersteigt, sind Sanierung, Umbau und Abbruch von Wohnliegenschaften bewilligungspflichtig. Die Wohnschutzkommission legt die zulässigen Mieten nach dem Eingriff fest; anschliessend gilt fünf Jahre lang eine Mietzinskontrolle.

Welche Liegenschaften sind vom Wohnschutz ausgenommen?

Von Bewilligungspflicht und Mietzinskontrolle ausgenommen sind Liegenschaften mit drei oder weniger Wohnungen, Genossenschaftswohnungen sowie Liegenschaften mit ausschliesslich Luxuswohnungen oder Wohnungen zur Kurzzeitmiete von höchstens drei Monaten (Kanton Basel-Stadt). Wer ein kleines Mehrfamilienhaus mit bis zu drei Einheiten kauft, kann also ohne Wohnschutzverfahren sanieren. Seit dem 1. November 2025 gilt eine teilrevidierte Wohnraumschutzverordnung.

Wie wirkt sich der Wohnschutz auf Sanierungen aus?

Die Sanierungstätigkeit ist deutlich zurückgegangen. Die Sanierungsinvestitionen brachen von knapp 200 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2022 auf rund 51 Mio. CHF im zweiten Halbjahr 2022 ein, und die Zahl der Sanierungsanfragen für Wohnliegenschaften lag anschliessend rund 80 Prozent unter dem Niveau von 2022 (SRF). Vergleichbare Rückgänge blieben in der übrigen Nordwestschweiz aus. Für Kaufende bedeutet das einen höheren Anteil unsanierter Bestände am Markt.

Wie hoch ist die Leerwohnungsziffer in Basel-Stadt?

Per 1. Juni 2025 standen im Kanton Basel-Stadt 1'079 Wohnungen leer, was einer Leerwohnungsziffer von 0,9 Prozent entspricht – 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (Statistisches Amt Basel-Stadt). Am stärksten stiegen die Leerstände bei Einzimmerwohnungen auf 1,3 Prozent, unter anderem wegen möblierter Kurzzeitangebote. Im Städtevergleich liegt Basel damit über Zürich (0,1 Prozent), Bern und Genf (je 0,4 Prozent), aber weiterhin klar unter der Wohnschutz-Schwelle von 1,5 Prozent.

Wie viele Menschen leben im Kanton Basel-Stadt?

Der Kanton zählte Ende 2025 rund 204'134 Einwohnerinnen und Einwohner, davon 180'075 in Basel, 22'773 in Riehen und 1'286 in Bettingen (provisorische Werte). Per 30. September 2025 wies der Kanton 203'570 Personen aus, der Ausländeranteil lag bei 37,9 Prozent. Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 wuchs die Bevölkerung um 1'700 Personen. Das mittlere Bevölkerungsszenario des Kantons erwartet bis 2050 rund 232'000 Personen.

Wie unterscheiden sich Basel, Riehen und Bettingen?

Basel-Stadt besteht aus nur drei Gemeinden. Die Stadt Basel stellt mit rund 180'075 Einwohnerinnen und Einwohnern den überwiegenden Teil und prägt das Preisniveau. Riehen ist mit 22'773 Personen die grüne, stark von Einfamilien- und Reihenhäusern geprägte Landgemeinde. Bettingen ist mit 1'286 Personen die kleinste Gemeinde des Kantons und liegt auf der Chrischona-Höhe. Gemeindespezifische Preisdaten weist der Veris MarktRadar auf den jeweiligen Unterseiten aus.

Wie hoch ist die Wohneigentumsquote in Basel-Stadt?

Rund 85 Prozent der Haushalte im Kanton Basel-Stadt wohnen zur Miete; die Wohneigentumsquote liegt damit bei etwa 15 Prozent und ist die tiefste aller Schweizer Kantone. Zum Vergleich: Genf kommt auf einen Mietanteil von rund 78 Prozent. Für Kaufinteressierte heisst das, dass Stockwerkeigentum im Kanton ein knappes Gut ist und Objekte vergleichsweise selten offen ausgeschrieben werden.

Darf ich als Person aus dem Ausland in Basel-Stadt eine Wohnung kaufen?

Massgebend ist die Lex Koller. Staatsangehörige der EU und der EFTA mit Wohnsitz in der Schweiz sowie Inhaberinnen und Inhaber einer Niederlassungsbewilligung C sind Schweizer Erwerberinnen und Erwerbern gleichgestellt und kaufen bewilligungsfrei. Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich dürfen in ihrer Arbeitsregion eine Zweitwohnung erwerben, müssen sie aber selbst nutzen. Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz benötigen eine Bewilligung, die für reines Anlageeigentum in der Regel nicht erteilt wird.

Gilt das Zweitwohnungsgesetz in Basel-Stadt?

Nein. Das Zweitwohnungsgesetz beschränkt den Neubau von Zweitwohnungen nur in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent. Basel, Riehen und Bettingen liegen deutlich darunter und stehen nicht auf der Liste des Bundes. Wer im Kanton eine Wohnung kauft, unterliegt daher keiner Beschränkung aus dem Zweitwohnungsgesetz – wohl aber dem kantonalen Wohnschutz, wenn er saniert oder umbaut.

Wann wird der Eigenmietwert abgeschafft?

Nach der Volksabstimmung vom 28. September 2025, die mit 57,7 Prozent Ja angenommen wurde, hat der Bundesrat am 1. April 2026 den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung auf den 1. Januar 2029 festgesetzt. Bis Ende 2028 bleibt der Eigenmietwert steuerbar, und die heutigen Abzüge für Hypothekarzinsen und Unterhalt bleiben zulässig. Für Basler Eigentümerinnen und Eigentümer ändert sich vorerst nichts.

Wie hoch ist der hypothekarische Referenzzinssatz?

Der hypothekarische Referenzzinssatz liegt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent und wurde vom Bundesamt für Wohnungswesen auch am 2. März und am 1. Juni 2026 bestätigt. Der zugrunde liegende Durchschnittszinssatz sank per 31. März 2026 von 1,32 auf 1,31 Prozent. Eine Änderung erfolgt erst, wenn er unter 1,13 oder über 1,37 Prozent geht. Für Basler Mietverhältnisse besteht damit derzeit kein Senkungsanspruch wegen des Referenzzinssatzes.

Wo finde ich amtliche Grundstücksinformationen für Basel-Stadt?

Der Kanton führt das Geoportal MapBS unter map.geo.bs.ch mit rund 200 Geodatensätzen. Dort finden sich Grundstückinformationen mit Eigentumsauskunft, die Zonenpläne der drei Gemeinden Basel, Riehen und Bettingen, der Parzellenplan der amtlichen Vermessung sowie Orthofotos und historische Pläne. Ergänzend gibt es MapBS 3D unter 3d.geo.bs.ch. Zuständig ist das Grundbuch- und Vermessungsamt des Bau- und Verkehrsdepartements.

Was prüft die Bank in Basel-Stadt bei der Tragbarkeit?

Banken rechnen die Tragbarkeit unabhängig vom aktuellen Zinsniveau mit einem kalkulatorischen Zinssatz von banküblich 4,5 bis 5 Prozent, zuzüglich rund 1 Prozent des Immobilienwerts für Unterhalt und Nebenkosten sowie der Amortisation. Die Gesamtbelastung soll ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Beim Basler Medianpreis von 1'039'922 CHF für eine Wohnung ergibt das ein erforderliches Haushaltseinkommen im hohen sechsstelligen Bereich pro Jahr.

SARON-Hypothek oder Festhypothek – was gilt in Basel?

Beide Modelle sind im Kanton verbreitet; die Wahl ist eine individuelle Risikofrage und keine Empfehlung dieser Seite. Die SARON-Hypothek folgt dem Geldmarktsatz und passt sich in kurzen Intervallen an, die Festhypothek fixiert den Zins über die gesamte Laufzeit. Massgebend ist neben dem Zinsniveau die Amortisationspflicht: Die Belehnung ist innerhalb von 15 Jahren auf zwei Drittel des Verkehrswerts zurückzuführen, was beim Basler Preisniveau spürbare Jahresbeträge bedeutet.

Wie stark unterscheiden sich Neubau und Altbau in Basel?

Deutlich. Das Statistische Amt Basel-Stadt weist für den Mietmarkt aus, dass Wohnungen der Bauperiode ab 2011 rund 38 Prozent teurer sind als renovierte Wohnungen der Referenzperiode 1961 bis 1970. Auf der Kaufseite erklärt der Sanierungsstand einen grossen Teil der Spanne von 5'755 bis 19'634 CHF je Quadratmeter. Neubau entsteht im Kanton fast nur in den Arealentwicklungen Klybeck, Rosental und Dreispitz.

Welche Quartiersentwicklungen laufen in Basel-Stadt?

Das grösste Vorhaben ist das Klybeck-Areal im Norden von Kleinbasel, wo auf dem ehemaligen Chemieareal von Novartis und BASF über Jahrzehnte ein Quartier für mehrere tausend Menschen entsteht. Daneben wird das Rosental-Areal schrittweise geöffnet, und der Dreispitz an der Grenze zu Münchenstein wandelt sich vom Logistikstandort zu einem gemischten Quartier mit Hochschulnutzungen.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

Datenstand

Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand August 2026 (RealAdvisor). Sie werden quartalsweise überprüft.

  • Q3/2026 · Erstveröffentlichung, Datenstand 15. August 2026
Quartals-Update per E-Mail

Wir aktualisieren die Marktdaten für Basel-Stadt vierteljährlich. Auf Wunsch senden wir Ihnen die neuen Werte samt Einordnung zu Wohnschutz, Handänderungssteuer und Leerstand direkt zu.

Update anfordern
Veris Invest

Ihre Immobilie in Basel-Stadt einschätzen

Kantonale Durchschnittswerte sind ein Ausgangspunkt, keine Bewertung. Lage, Baujahr, Sanierungsstand und die Wohnschutzsituation bestimmen den Wert Ihrer Liegenschaft in Basel, Riehen oder Bettingen erheblich mit.

Vertraulich · unverbindlich · keine Anlageberatung.

Weitere Marktübersichten

Quellen

  1. RealAdvisor – Immobilienpreise Kanton Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  2. RealAdvisor – Immobilienpreise Stadt Basel · abgerufen 16.8.2026
  3. Neho – Quadratmeterpreis Kanton Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  4. homegate – Immobilienpreise Kanton Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  5. ImmoScout24 – Immobilienpreise Kanton Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  6. Statistisches Amt Basel-Stadt – Leerstandserhebung 2025 · abgerufen 16.8.2026
  7. Statistisches Amt Basel-Stadt – Mietpreisraster · abgerufen 19.8.2026
  8. Open Data Basel-Stadt – Leerstehende Wohnungen · abgerufen 16.8.2026
  9. Kanton Basel-Stadt – Wohnschutz · abgerufen 16.8.2026
  10. Steuerverwaltung Basel-Stadt – Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer · abgerufen 16.8.2026
  11. homegate Ratgeber – Grundstückgewinnsteuer Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  12. Grosser Rat Basel-Stadt – Motion Halbierung Handänderungssteuer · abgerufen 16.8.2026
  13. BWO – Hypothekarischer Referenzzinssatz · abgerufen 16.8.2026
  14. EFD – Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung · abgerufen 16.8.2026
  15. MapBS – Geoportal des Kantons Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  16. Kanton Basel-Stadt – Bevölkerungsszenarien bis 2050 · abgerufen 16.8.2026
  17. citypopulation.de – Gemeinden Kanton Basel-Stadt · abgerufen 16.8.2026
  18. SRF – Folgen des Wohnschutzgesetzes · abgerufen 19.8.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ — keine Anlageberatung.
Präsenz im D/A/CH-Raum

Unsere Standorte.

Von Luzern und München aus betreuen wir Eigentümer, Partner und Projekte im gesamten D/A/CH-Raum — persönlich, diskret und mit kurzen Wegen. Ein dritter Standort in Feldkirch in Vorarlberg ist in Eröffnung.

Luzern
Hauptsitz · Schweiz

Luzern

Winkelriedstrasse 35
6002 Luzern

München
Niederlassung · Deutschland

München

Maximilianstraße 18
München

Feldkirch
In Eröffnung · Österreich

Feldkirch

Feldkirch, Vorarlberg
Standort in Eröffnung

Immobilienpreise Basel-Stadt 2026: Preise & Wohnschutz