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Kanton Zürich

Immobilienpreise Winterthur

Eine Eigentumswohnung kostet in Winterthur im September 2026 durchschnittlich 10'094 CHF je Quadratmeter, rund 40 Prozent weniger als in Zürich. Der Leerstand liegt bei 0,20 Prozent.

10'094CHF/m²
Eigentumswohnung
9'911CHF/m²
Haus
29.80CHF/m²
Miete je Monat
3.5%
Bruttomietrendite
122'758
Einwohner

Stand September 2026 · Quelle: RealAdvisor, Stadt Winterthur, Statistisches Amt Kanton Zürich · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in Winterthur im Überblick

Eine Eigentumswohnung kostet in Winterthur im September 2026 durchschnittlich 10'094 CHF je Quadratmeter, bei einer Spanne von 5'985 bis 20'099 CHF/m² (RealAdvisor, Stand September 2026). Häuser werden im Mittel mit 9'911 CHF/m² bewertet, die mittlere Angebotsmiete liegt bei rund 29,80 CHF je Quadratmeter und Monat. Innert zwölf Monaten legten Wohnungen um 3,1 und Häuser um 2,3 Prozent zu. Mit 122'758 Einwohnerinnen und Einwohnern Ende 2025 ist Winterthur die zweitgrösste Stadt des Kantons Zürich und die sechstgrösste der Schweiz. Gegenüber der Stadt Zürich kostet Wohneigentum hier rund 40 Prozent weniger, der Markt ist aber kaum weniger eng.

Was kostet eine Wohnung in Winterthur konkret?

Nach Zimmerzahl nennt RealAdvisor diese Medianpreise: rund 687'000 CHF für ein Studio, 784'000 CHF für zwei Zimmer, 958'000 CHF für drei Zimmer, 1,2 Millionen CHF für vier Zimmer und 1,4 Millionen CHF für fünf Zimmer. Eine eigene Kaufpreisstatistik auf Basis von Handänderungen führt die Stadt Winterthur nicht. Die amtliche Transaktionszahl stammt vom Statistischen Amt des Kantons Zürich: Der Median der 245 im Jahr 2025 freihändig verkauften Eigentumswohnungen lag bei 1'050'000 CHF je Objekt, nach 975'000 CHF im Jahr 2024. Zum Vergleich: im ganzen Kanton 1'200'000 CHF, in der Stadt Zürich 1'745'000 CHF.

Die drei Ebenen messen Unterschiedliches und sollten nicht vermischt werden. RealAdvisor schätzt mit einem Bewertungsmodell den Quadratmeterwert des gesamten Bestands. Der Kanton weist den Medianpreis je verkaufte Wohnung aus, ohne Bezug zur Wohnfläche; wird in einem Jahr viel Neubau mit grossen Grundrissen verkauft, steigt dieser Wert stärker als der Quadratmeterpreis. Die Stadt Winterthur schliesslich wertet Inserate aus: 2024 lag der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen bei 9'530 CHF/m². Dass der Modellwert von RealAdvisor rund sechs Prozent darüber liegt, erklärt sich durch den späteren Stichtag und die unterschiedliche Methode; beide Werte bewegen sich in derselben Grössenordnung.

Wie knapp ist das Angebot?

Am 1. Juni 2026 standen in Winterthur 116 von 58'797 Wohnungen leer, eine Leerwohnungsziffer von 0,20 Prozent (Stadt Winterthur, Medienmitteilung vom 18. August 2026). Gegenüber 0,18 Prozent im Vorjahr ist das ein minimaler Anstieg; den Tiefpunkt markierte 2024 mit 0,14 Prozent. Von einem ausgeglichenen Markt spricht die Fachwelt ab rund einem Prozent. Besonders knapp sind grosse Familienwohnungen: Mit fünf und mehr Zimmern waren am Stichtag nur zehn Wohnungen frei. Die Stadt liegt damit deutlich unter dem Kantonsmittel von 0,52 Prozent und unter den umliegenden Gemeinden der Region Winterthur mit 0,65 Prozent.

Warum wächst der Bestand nicht mehr?

2025 ist in Winterthur netto keine einzige Wohnung dazugekommen. Laut Stadt wurden 196 Wohnungen neu erstellt, aber 284 abgebrochen, davon allein 168 bei der Ersatzneubau-Siedlung am Tegerlooweg. Der Bestand sank leicht von 58'819 auf 58'797 Wohnungen. Die Folge zeigt sich direkt in der Bevölkerungsstatistik: Winterthur wuchs 2025 nur um 292 Personen oder 0,2 Prozent, so wenig wie seit 15 Jahren nicht mehr. Der Wanderungssaldo betrug lediglich 41 Personen, das Wachstum stammte fast ganz aus dem Geburtenüberschuss von 185 Personen. Die Nachfrage ist damit nicht verschwunden, sie findet schlicht keinen Wohnraum.

Was treibt die Nachfrage?

Winterthur verbindet städtische Infrastruktur mit Preisen, die deutlich unter jenen der Stadt Zürich liegen. Der Hauptbahnhof ist mit dem Zürcher Hauptbahnhof im Viertelstundentakt in rund 20 Minuten verbunden, der Flughafen liegt in rund 15 Minuten Fahrdistanz. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, das Kantonsspital, Versicherungen und eine starke Industrietradition mit Technologiefirmen in Neuhegi und Grüze sichern eine breite Arbeitsplatzbasis. Viele Haushalte, die in Zürich nicht fündig werden, weichen nach Winterthur aus; der Druck aus dem Zentrum ist ein wesentlicher Preistreiber.

Welcher Stadtteil passt wozu?

Welche Stadtkreise sind die teuersten?

Winterthur gliedert sich in sieben Stadtkreise: Stadt, Oberwinterthur, Seen, Töss, Veltheim, Wülflingen und Mattenbach. Das Amt für Stadtentwicklung wertet Wohnungsinserate je Kreis aus. Beim mittleren Angebotskaufpreis für Eigentumswohnungen ergab sich 2024 diese Rangfolge: Kreis Stadt mit Altstadt, Lind, Heiligberg, Brühlberg, Neuwiesen und Tössfeld rund 11'040 CHF/m²; Oberwinterthur mit Hegi, Grüze, Reutlingen und Stadel 10'870 CHF/m²; Veltheim mit Rosenberg und Blumenau 10'175 CHF/m²; Mattenbach mit Deutweg, Gutschick und Endliker 9'935 CHF/m²; Töss mit Dättnau, Eichliacker, Rossberg und Schlosstal 9'895 CHF/m².

Am günstigsten waren Wülflingen mit 8'885 CHF/m² und Seen mit Oberseen, Iberg, Sennhof und Eidberg mit 8'405 CHF/m². Der Abstand zwischen teuerstem und günstigstem Kreis beträgt damit rund ein Drittel und ist deutlich kleiner als in Zürich. Zwei Vorbehalte gehören dazu: Es handelt sich um Angebotspreise, nicht um Abschlusspreise, und die Fallzahlen sind klein. In Veltheim lagen 2024 nur 26 Inserate zugrunde, im Kreis Stadt 56, in Seen dagegen 181. Ein einzelnes Neubauprojekt kann den Kreiswert eines Jahres deutlich verschieben.

RealAdvisor gliedert nicht nach Stadtkreisen, sondern nach Postleitzahlen, und kommt zu einem ähnlichen Bild: 8400 für das Zentrum und angrenzende Quartiere 11'167 CHF/m², 8406 für Töss 10'085 CHF/m², 8404 für Oberwinterthur 9'984 CHF/m², 8408 für Wülflingen 9'517 CHF/m², 8409 für Hegi 9'290 CHF/m² und 8405 für Seen 8'917 CHF/m². Postleitzahlen und Stadtkreise decken sich nur teilweise, deshalb sind die Werte nicht eins zu eins vergleichbar.

Welcher Kreis passt zu welcher Zielgruppe?

Wer urban wohnen will, sucht im Kreis Stadt: Altstadt, Bahnhof, Kultur und die umgebauten Industrieareale im Tössfeld liegen zu Fuss erreichbar. Hier stehen mit 12'335 Wohnungen die meisten des Stadtgebiets, gut 5'000 davon wurden vor 1946 gebaut. Veltheim im Norden mit den Quartieren Rosenberg und Blumenau ist ein ruhiges, gewachsenes Wohngebiet mit hohem Altbauanteil und der höchsten Angebotsmiete der Stadt. Familien, die Grün und Einfamilienhäuser suchen, finden in Seen und Oberwinterthur die grössten Bestände: Seen zählt 1'747, Oberwinterthur 1'845 Einfamilienhäuser. Seen bietet mit Sennhof, Eidberg und Gotzenwil ländliche Ränder zu den tiefsten Kaufpreisen der Stadt.

Wülflingen im Westen und Töss im Süden sind stark durch Bauten der Nachkriegsjahrzehnte geprägt und über eigene S-Bahn-Haltestellen erschlossen. Mattenbach zwischen Zentrum und Seen ist kompakt und preislich in der Mitte. Die tiefsten Bestandesmieten verzeichnen Mattenbach und Töss: Eine Dreizimmerwohnung kostete dort 2021 bis 2023 im Mittel 1'292 respektive 1'355 CHF netto im Monat, im Kreis Stadt 1'624 CHF (Strukturerhebung, ausgewertet von der Stadt Winterthur). Wer eine Kapitalanlage im tieferen Preissegment sucht, findet in Wülflingen und Seen mehr Fläche je Franken, muss aber mit den tieferen Angebotsmieten dieser Kreise rechnen.

Wo entsteht Neubau?

Zwischen 2021 und 2025 entstanden in Winterthur 2'955 neue Wohnungen, bei 640 Abbrüchen. Fast 60 Prozent davon entfielen auf zwei Kreise: 881 auf den Kreis Stadt und 872 auf Oberwinterthur. Es folgen Seen mit 352, Töss mit 344, Wülflingen mit 287, Mattenbach mit 145 und Veltheim mit nur 74 Wohnungen. Oberwinterthur verdankt seine Dynamik vor allem Neuhegi, dem grössten Entwicklungsgebiet der Stadt zwischen den Bahnlinien nach Frauenfeld und Wil. Im Vollausbau soll Neuhegi Platz für rund 4'000 Einwohnerinnen und Einwohner und 8'000 Arbeitsplätze bieten; der Eulachpark ist der grösste Park der Stadt.

Im Kreis Stadt ist die Lokstadt auf dem ehemaligen Sulzer-Areal der wichtigste Baustein. Das Hochhaus Rocket mit dem Sockelbau Tigerli soll rund 255 Mietwohnungen umfassen, im Tigerli teils gemeinnützig; die Stadt nennt in ihrer Wohnbauvorschau bis 2030 rund 300 Wohnungen. Die Eigentümerin rechnet mit einer rechtskräftigen Baubewilligung im Lauf von 2026 und einem Baustart Mitte 2027. Weitere Projekte bis 2030 sind die Paulstrasse 12 mit 85 Wohnungen und Bezug 2028, das Depot Deutweg in Mattenbach mit 130 genossenschaftlichen Wohnungen ab 2029 und das Gelatine-Areal mit rund 160 Wohnungen.

Wie unterscheiden sich die Mieten zwischen den Kreisen?

Bei der Angebotsmiete führte 2024 Veltheim mit einem Median von 350 CHF je Quadratmeter und Jahr, gefolgt vom Kreis Stadt mit 340 und Mattenbach mit 320 CHF. Töss lag bei 310, Wülflingen bei 300, Seen bei 295 und Oberwinterthur bei 290 CHF; über die ganze Stadt waren es 305 CHF. Auffällig ist Oberwinterthur: beim Kaufpreis an zweiter, bei der Miete an letzter Stelle. Eine plausible Erklärung ist der hohe Anteil neuer, grosser Wohnungen: Neues Wohneigentum erzielt hohe Kaufpreise, während grosse Mietwohnungen je Quadratmeter günstiger inseriert werden.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Wie stark sind die Preise seit 2018 gestiegen?

Der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Winterthur stieg von 7'470 CHF je Quadratmeter im Jahr 2018 auf 9'530 CHF im Jahr 2024, ein Plus von rund 28 Prozent in sechs Jahren (Stadt Winterthur, Auswertung der Wohnungsinserate). Die Zwischenschritte: 7'400 CHF (2019), 8'085 CHF (2020), 8'350 CHF (2021), 8'855 CHF (2022) und 9'210 CHF (2023). Anders als in der Stadt Zürich gab es 2019 eine kurze Seitwärtsbewegung, danach stiegen die Preise jedes Jahr um drei bis neun Prozent. Neuere Werte für 2025 hat die Stadt noch nicht publiziert.

Die amtliche Transaktionsstatistik des Kantons Zürich bestätigt die Richtung, wenn auch mit Schwankungen. Der Medianpreis je verkaufte Eigentumswohnung lag 2018 bei 857'874 CHF, 2021 bei 925'000 CHF und 2025 bei 1'050'000 CHF, ein Plus von gut 22 Prozent. Die Zahl schwankt stark mit dem Angebotsmix: 2022 lag sie bei 997'500 CHF, 2023 wegen vieler kleinerer Objekte bei nur 895'000 CHF. Bei Einfamilienhäusern stieg der Median von 930'000 CHF (2018) auf 1'422'000 CHF (2025), ein Plus von über 50 Prozent. Häuser sind in Winterthur also deutlich stärker gestiegen als Wohnungen.

Was hat die Zinswende 2022 bewirkt?

Die Nationalbank hob den Leitzins zwischen Juni 2022 und Juni 2023 von minus 0,75 auf 1,75 Prozent an. In Winterthur führte das zu keinem Preisrückgang: Der Angebotspreis stieg 2022 um sechs und 2023 um vier Prozent. Drei Gründe erklären das. Erstens liess der tiefe Leerstand kein Ausweichen zu. Zweitens rechnen Schweizer Banken die Tragbarkeit seit Jahren mit einem kalkulatorischen Zins von rund fünf Prozent, sodass höhere Marktzinsen die Kaufkraft kaum zusätzlich begrenzten. Drittens senkte die Nationalbank den Leitzins ab 2024 wieder schrittweise, was Festhypotheken erneut verbilligte.

Wie entwickeln sich die Mieten?

Die mittlere Angebotsmiete stieg von 270 CHF je Quadratmeter und Jahr (2018) auf 305 CHF (2024), das sind rund 25,40 CHF im Monat und ein Plus von 13 Prozent. RealAdvisor schätzt aktuell 357 CHF je Quadratmeter und Jahr oder 29,80 CHF im Monat. Die Differenz von rund 17 Prozent erklärt sich durch den späteren Stichtag und die Methode: Die Stadt misst den Median effektiv inserierter Nettomieten, RealAdvisor modelliert Marktmieten über den ganzen Bestand, inklusive teurer Neubauten.

Zwischen Bestand und Angebot klafft eine spürbare Lücke. Eine Dreizimmerwohnung wurde 2021 bis 2023 im Mittel für 1'680 CHF netto ausgeschrieben, während bestehende Mietverhältnisse im Schnitt bei 1'468 CHF lagen; bei vier Zimmern waren es 1'950 gegenüber 1'704 CHF. Die Differenz von rund 14 Prozent ist kleiner als in Zürich, bremst aber auch hier Umzüge. Der hypothekarische Referenzzinssatz, nach dem sich Bestandesmieten richten, liegt bei 1,25 Prozent und wurde vom Bundesamt für Wohnungswesen am 1. September 2026 bestätigt.

Was erwarten die Marktbeobachter?

RealAdvisor misst für Winterthur im Jahr bis September 2026 ein Plus von 3,1 Prozent bei Wohnungen und 2,3 Prozent bei Häusern. Die Zürcher Kantonalbank erwartet für den Kanton Zürich 2026 weiter steigende Preise; ihr Wohneigentumsindex ZWEX zeigt die Richtung, lässt sich aber als Index nicht in Franken je Quadratmeter umrechnen und wird hier deshalb nicht als Preisangabe verwendet. Für Winterthur spricht vor allem das Angebot für weiter steigende Preise: Solange netto kaum Wohnungen dazukommen und grössere Projekte wie die Lokstadt erst gegen Ende des Jahrzehnts bezugsbereit sind, bleibt der Markt eng. Dämpfend wirken die hohen Einstiegspreise, die Tragbarkeitsregeln und die bevorstehende Abschaffung des Eigenmietwerts ab 2029, deren Wirkung auf die Preise umstritten ist.

Preisentwicklung

Preisentwicklung Eigentumswohnungen

7'4707'4008'0858'3508'8559'2109'5302018201920202021202220232024

Der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen stieg von 7'470 CHF/m² im Jahr 2018 auf 9'530 CHF/m² im Jahr 2024, ein Plus von rund 28 Prozent. Nach einer Seitwärtsbewegung 2019 legten die Preise jedes Jahr zu, auch nach der Zinswende 2022.

Stand: 2026-09-01 · Quelle: Stadt Winterthur, Angebotskaufpreise in Wohnungsinseraten (Median)

Wohnung oder Haus?

Wie verbreitet ist das Einfamilienhaus in Winterthur?

Anders als in der Stadt Zürich ist das Einfamilienhaus in Winterthur keine Ausnahme. Von 58'797 Wohnungen lagen Ende 2025 8'240 in Einfamilienhäusern, rund 14 Prozent des Bestands (Stadt Winterthur). Die grössten Bestände haben Oberwinterthur mit 1'845 und Seen mit 1'747 Häusern, gefolgt vom Kreis Stadt mit 1'252 und Veltheim mit 1'002. Viele Häuser stehen in den Hanglagen am Stadtrand und in den früheren Dörfern, die 1922 eingemeindet wurden. Gleichzeitig wird im Stadtgebiet kaum noch neues Einfamilienhausland eingezont; neue Häuser entstehen meist als Reihenhäuser in Arealüberbauungen.

Was kostet ein Einfamilienhaus in Winterthur?

Der Median der 2025 freihändig verkauften Einfamilienhäuser lag bei 1'422'000 CHF, bei 124 Verkäufen (Statistisches Amt des Kantons Zürich). Im Kanton waren es 1'590'000 CHF, in der Stadt Zürich 2'880'000 CHF. RealAdvisor schätzt den Wert je Quadratmeter Wohnfläche auf 9'911 CHF, mit einer Spanne von 5'575 bis 20'442 CHF/m². Nach Zimmerzahl kostet ein Vierzimmerhaus im Median rund 1,1 Millionen CHF, ein Fünfzimmerhaus 1,5 Millionen, ein Sechszimmerhaus 1,8 Millionen und ein Siebenzimmerhaus 2,2 Millionen CHF.

Für Grundstücke nennt der Kanton einen Medianpreis von 3'534 CHF je Quadratmeter Grundstücksfläche bei Einfamilienhaus-Verkäufen 2025; dieser Wert enthält das Gebäude und ist nicht mit dem Wohnflächenpreis vergleichbar. Unbebautes Wohnbauland kostete im Mittel der Jahre 2021 bis 2025 rund 2'087 CHF je Quadratmeter. Die Stadt selbst profitiert von diesem Niveau: Das Budget 2026 weist einen Überschuss von 113,8 Millionen CHF aus, getragen von Neubewertungen städtischer Liegenschaften.

Reihenhäuser und Doppeleinfamilienhäuser werden in keiner der genannten Statistiken getrennt ausgewiesen. Die Werte im Objektartenvergleich sind daher aus dem Häuserdurchschnitt und den Zimmerzahl-Spannen abgeleitete Richtwerte, keine eigenständige Zeitreihe.

Wie unterscheiden sich Neubau und Bestand?

Der Winterthurer Wohnungsbestand ist vergleichsweise alt: 20'908 Wohnungen oder gut ein Drittel wurden zwischen 1946 und 1980 gebaut, weitere 13'757 vor 1946. Nur 6'406 Wohnungen sind jünger als 2016. Bei vielen Liegenschaften der Nachkriegsjahrzehnte stehen energetische Sanierungen und der Ersatz fossiler Heizungen an; das Energiegesetz des Kantons Zürich verlangt beim Heizungsersatz grundsätzlich eine erneuerbare Lösung. Käuferinnen und Käufer älterer Objekte sollten diese Investitionen in die Kalkulation einbeziehen. Neubauwohnungen erzielen entsprechend höhere Preise: Bei den Inseraten lag der Median neuwertiger Mietwohnungen 2024 bei 325 CHF je Quadratmeter und Jahr, im Altbestand bei 300 CHF.

Was heisst das für die Wahl?

Eigentumswohnungen kommen in Winterthur regelmässig auf den Markt, 2025 waren es 245 Freihandverkäufe gegenüber 124 bei Häusern. Eine Dreizimmerwohnung erfordert rund eine Million CHF und bindet die Eigentümerschaft in die Stockwerkeigentümergemeinschaft ein. Ein Haus verlangt etwa das Anderthalbfache, lässt sich dafür frei umbauen und bietet meist Garten. Für beide Segmente gilt: Die Unterschiede zwischen den Kreisen sind kleiner als die Unterschiede zwischen Baujahr, Zustand und Lage innerhalb eines Quartiers.

Objektarten im Vergleich

ObjektartPreis je m²EinstiegspreisMerkmal
Eigentumswohnung10'094 CHF/m²ab rund 690'000 CHFMedian 3-Zimmer: 958'000 CHF
Reihenhausrund 9'900 CHF/m²ab rund 1,1 Mio. CHF4-Zimmer-Haus: Median 1,1 Mio. CHF
Doppeleinfamilienhausrund 9'900 CHF/m²ab rund 1,5 Mio. CHF5-Zimmer-Haus: Median 1,5 Mio. CHF
Einfamilienhaus9'911 CHF/m²Median 1'422'000 CHFVerkaufsmedian 2025, 124 Fälle

Quelle: RealAdvisor 9/2026, Stat. Amt Kanton Zürich 2025

Was ist in Winterthur zu beachten?

Welche Steuern fallen beim Kauf und beim Verkauf an?

Der Kanton Zürich erhebt seit dem 1. Januar 2005 keine Handänderungssteuer mehr. Beim Kauf entstehen deshalb nur Notariats- und Grundbuchgebühren. Beim Verkauf greift die Grundstückgewinnsteuer, die im Kanton Zürich von der Gemeinde erhoben wird, in Winterthur also vom Steueramt der Stadt. Sie beträgt je nach Höhe des Gewinns 10 bis 40 Prozent, Gewinne unter 5'000 CHF bleiben steuerfrei. Wer innert eines Jahres weiterverkauft, zahlt 50 Prozent Zuschlag, innert zwei Jahren 25 Prozent. Ab fünf vollen Besitzjahren sinkt die Steuer um drei Prozent pro Jahr bis zum Maximalrabatt von 50 Prozent ab zwanzig Jahren. Wird der Erlös in selbst bewohntes Wohneigentum reinvestiert, kann die Besteuerung aufgeschoben werden.

Für die laufende Besteuerung ist der Gemeindesteuerfuss massgebend. Winterthur hält ihn 2026 unverändert bei 125 Prozent der einfachen Staatssteuer und liegt damit über dem Niveau der Stadt Zürich und vieler Agglomerationsgemeinden. Bei höheren Einkommen und Vermögen ist das bei der Standortwahl ein spürbarer Faktor.

Wie läuft die Beurkundung ab?

Der Kanton Zürich führt ein Amtsnotariat: Beurkundung und Grundbuchführung liegen bei derselben staatlichen Amtsstelle. In Winterthur teilen sich mehrere Notariatskreise das Stadtgebiet; zuständig ist das Notariat am Ort des Grundstücks. Die Beurkundung kostet ein Promille des Kaufpreises, der Grundbucheintrag ein weiteres Promille. Bei einer Wohnung zum Medianpreis von 1'050'000 CHF sind das rund 2'100 CHF. Hinzu kommen allenfalls Kosten für die Errichtung von Schuldbriefen.

Welche mietrechtlichen Regeln gelten?

Eine Mietpreisbremse deutschen Zuschnitts gibt es in der Schweiz nicht. Im Kanton Zürich gilt jedoch die Formularpflicht für den Anfangsmietzins nach Artikel 270 Absatz 2 des Obligationenrechts: Die Vermieterschaft muss den Anfangsmietzins auf amtlichem Formular mitteilen und eine Erhöhung gegenüber dem Vormietzins begründen. Mietende können ihn innert 30 Tagen nach Übernahme der Wohnung bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Winterthur anfechten. Mietzinserhöhungen im laufenden Verhältnis sind an den Referenzzinssatz von derzeit 1,25 Prozent, die Teuerung und allgemeine Kostensteigerungen gebunden.

Welche Rolle spielt der gemeinnützige Wohnungsbau?

Der Anteil gemeinnütziger Wohnungen am Gesamtbestand lag in Winterthur 2022 bei 11,7 Prozent und ist in den letzten zehn Jahren leicht gestiegen. Das ist deutlich weniger als in der Stadt Zürich, wo rund ein Viertel der Mietwohnungen gemeinnützig ist. Ein verbindliches Drittelsziel kennt Winterthur nicht, die Stadt fördert gemeinnützigen Wohnungsbau aber über die Abgabe von Land im Baurecht, etwa beim Depot Deutweg mit 130 Genossenschaftswohnungen. Für Eigentümerinnen und Eigentümer heisst das: Ein grösserer Teil des Mietmarkts unterliegt dem freien Preismechanismus als in Zürich.

Was ändert sich planungsrechtlich?

Massgebend ist die Bau- und Zonenordnung der Stadt Winterthur. Grössere Entwicklungen in Neuhegi, auf dem Sulzer-Areal und an weiteren Umstrukturierungsgebieten laufen über Gestaltungspläne. Nach dem kantonalen Mehrwertausgleichsgesetz fliessen bei Einzonungen 20 Prozent des Planungsvorteils an den Kanton, bei Auf- und Umzonungen können die Gemeinden einen kommunalen Mehrwertausgleich vorsehen. Winterthur ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder ISOS verzeichnet; wer ein älteres Haus kauft, sollte vorab klären, ob es im kommunalen Inventar schutzwürdiger Bauten steht.

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Schweizer Banken verlangen mindestens 20 Prozent Eigenmittel, wovon mindestens 10 Prozent hartes Eigenkapital sein müssen, das nicht aus der Pensionskasse stammt. Die Tragbarkeit wird mit einem kalkulatorischen Zins von rund fünf Prozent gerechnet, dazu ein Prozent Unterhalt und die Amortisation der zweiten Hypothek auf zwei Drittel des Belehnungswerts innert 15 Jahren. Die Wohnkosten dürfen ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Für eine Wohnung zum Medianpreis von 1'050'000 CHF heisst das rund 210'000 CHF Eigenmittel und ein Bruttoeinkommen von etwa 185'000 CHF.

Wer darf in Winterthur kaufen, und was ändert sich beim Eigenmietwert?

Nach der Lex Koller brauchen Personen im Ausland für den Erwerb von Wohneigentum grundsätzlich eine Bewilligung. Mit Aufenthaltsbewilligung B und tatsächlichem Wohnsitz ist der Kauf einer selbst bewohnten Wohnung bewilligungsfrei, EU- und EFTA-Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz sind Schweizerinnen und Schweizern gleichgestellt. Das Zweitwohnungsgesetz spielt in Winterthur keine Rolle. Nach dem Ja vom 28. September 2025 hat der Bundesrat die Abschaffung des Eigenmietwerts auf den 1. Januar 2029 in Kraft gesetzt; bis und mit Steuerperiode 2028 gelten die heutigen Abzüge, danach entfällt der Schuldzinsabzug für selbst bewohntes Wohneigentum weitgehend.

Regionale Besonderheiten

Was Winterthur vom Rest der Schweiz unterscheidet

Nachfrage & Zielgruppen

Mehr Abbrüche als Neubau

2025 wurden 196 Wohnungen erstellt und 284 abgebrochen, der Bestand sank auf 58'797. Die Leerwohnungsziffer lag am 1. Juni 2026 bei 0,20 Prozent, die Bevölkerung wuchs nur noch um 0,2 Prozent auf 122'758 Personen.

Steuern & Abgaben

Keine Handänderungssteuer, Steuerfuss 125 Prozent

Der Kanton Zürich hat die Handänderungssteuer 2005 abgeschafft. Beim Verkauf erhebt die Stadt die Grundstückgewinnsteuer von 10 bis 40 Prozent. Der Gemeindesteuerfuss liegt 2026 bei 125 Prozent und damit über jenem der Stadt Zürich.

Bauzonen & Raumplanung

Neuhegi und Lokstadt als Wachstumsgebiete

Neuhegi in Oberwinterthur bietet im Vollausbau Platz für rund 4'000 Einwohner und 8'000 Arbeitsplätze. In der Lokstadt auf dem Sulzer-Areal soll ab Mitte 2027 das Holzhochhaus Rocket mit rund 255 bis 300 Mietwohnungen entstehen.

Marktstruktur

Rund 40 Prozent unter dem Zürcher Preisniveau

Mit 10'094 CHF/m² kostet Wohneigentum rund 40 Prozent weniger als in der Stadt Zürich, bei 20 Minuten Bahnfahrt. Der gemeinnützige Anteil am Wohnungsbestand ist mit 11,7 Prozent (2022) deutlich tiefer als in Zürich.

Stand: 2026-09-01

Recht & Kosten

Recht und Kosten kompakt

Mietpreisbremse
Gilt in Winterthur. Keine Mietpreisbremse: Im Kanton Zürich gilt die Formularpflicht für den Anfangsmietzins (Art. 270 Abs. 2 OR). Referenzzinssatz 1,25 %.
Formularpflicht für den Anfangsmietzins
Im Kanton Zürich muss die Vermieterschaft den Anfangsmietzins auf amtlichem Formular mitteilen und begründen (Art. 270 Abs. 2 OR). Mietende können ihn innert 30 Tagen bei der Schlichtungsbehörde anfechten.
Grundstückgewinnsteuer mit Besitzdauerzuschlag
Wer innert eines Jahres weiterverkauft, zahlt 50 Prozent Zuschlag, innert zwei Jahren 25 Prozent. Gewinne unter 5'000 CHF bleiben steuerfrei. Ab 20 Besitzjahren gilt der maximale Rabatt von 50 Prozent.
Lex Koller und Zweitwohnungsgesetz
Personen im Ausland brauchen für den Kauf von Wohneigentum grundsätzlich eine Bewilligung. Mit Bewilligung B und Wohnsitz ist die selbst bewohnte Wohnung bewilligungsfrei. Das Zweitwohnungsgesetz greift in Winterthur nicht.
Eigenmietwert fällt ab 2029
Der Bundesrat hat die Abschaffung des Eigenmietwerts auf den 1. Januar 2029 in Kraft gesetzt. Bis und mit Steuerperiode 2028 gelten die heutigen Abzüge, danach entfällt der Schuldzinsabzug weitgehend.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Miet- und Kaufmarkt

Mietmarkt und Kaufmarkt im Vergleich

Mietmarkt

Mietmarkt

Angebotsmiete Median 2024
305 CHF/m² p. a.
Marktmiete RealAdvisor
29,80 CHF/m² p. M.
Angebotsmiete 3 Zimmer
1'680 CHF netto
Bestandesmiete 3 Zimmer
1'468 CHF netto
Kaufmarkt

Kaufmarkt

Median verkaufte Wohnung
1'050'000 CHF
Spanne je m²
5'985-20'099 CHF
Trend 12 Monate
+3,1 % Wohnungen
Leerwohnungsziffer
0,20 %

Winterthur ist ein enger Markt mit wachsendem Nachfrageüberhang: 2025 kamen netto keine Wohnungen hinzu. Die Lücke zwischen Angebots- und Bestandesmieten ist mit rund 14 Prozent kleiner als in Zürich, Kaufobjekte finden aber rasch Abnehmer.

Stand: 2026-09-01 · Quelle: Stadt Winterthur, RealAdvisor, Statistisches Amt Kanton Zürich

Verkaufschancen

Verkaufschancen in Winterthur

82/ 100
Hoch
schwierigsehr gut
Leerwohnungsziffer
0,20 %
Wohnungsbestand 2025
-22 Wohnungen
Preistrend 12 Monate
+3,1 %
Bevölkerungswachstum 2025
+292 Personen
Freihandverkäufe STWE 2025
245 Objekte
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Stand: 2026-09-01

Für Eigentümer

Aus Verkäufersicht

Wer in Winterthur verkauft, trifft auf eine Nachfrage, die auch aus Zürich gespeist wird und kaum auf freie Alternativen ausweichen kann. Preisentscheidend sind Baujahr, energetischer Zustand und Mikrolage, nicht der Kreisdurchschnitt. Der Besitzdauerrabatt bei der Grundstückgewinnsteuer beeinflusst den Nettoerlös spürbar.

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Häufige Fragen zum Immobilienmarkt Winterthur

Was kostet eine Eigentumswohnung in Winterthur?

Im September 2026 durchschnittlich 10'094 CHF je Quadratmeter, Spanne 5'985 bis 20'099 CHF/m² (RealAdvisor). Eine Dreizimmerwohnung kostet im Median rund 958'000 CHF. Amtlich lag der Median der 2025 verkauften Wohnungen bei 1'050'000 CHF je Objekt (Statistisches Amt Kanton Zürich).

Was kostet ein Haus in Winterthur?

Der Median der 2025 verkauften Einfamilienhäuser lag bei 1'422'000 CHF (Statistisches Amt Kanton Zürich, 124 Verkäufe). RealAdvisor schätzt 9'911 CHF je Quadratmeter Wohnfläche; ein Fünfzimmerhaus kostet im Median rund 1,5 Millionen CHF.

Welcher Stadtkreis in Winterthur ist am teuersten, welcher am günstigsten?

Beim mittleren Angebotskaufpreis 2024 führt der Kreis Stadt mit rund 11'040 CHF/m², vor Oberwinterthur mit 10'870 CHF/m². Am günstigsten sind Wülflingen mit 8'885 und Seen mit 8'405 CHF/m² (Stadt Winterthur, Wohnungsinserate). Die Fallzahlen je Kreis sind klein.

Steigen oder fallen die Immobilienpreise in Winterthur?

Sie steigen. In den zwölf Monaten bis September 2026 legten Wohnungen um 3,1 und Häuser um 2,3 Prozent zu (RealAdvisor). Der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen stieg von 7'470 CHF/m² (2018) auf 9'530 CHF/m² (2024).

Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in Winterthur?

RealAdvisor schätzt rund 29,80 CHF je Quadratmeter und Monat. Die Stadt Winterthur ermittelte für 2024 einen Median der inserierten Nettomieten von 305 CHF je Quadratmeter und Jahr, also rund 25,40 CHF im Monat. Am höchsten lag Veltheim mit 350 CHF, am tiefsten Oberwinterthur mit 290 CHF.

Wie hoch ist die Leerwohnungsziffer in Winterthur?

Am 1. Juni 2026 standen 116 von 58'797 Wohnungen leer, eine Quote von 0,20 Prozent nach 0,18 Prozent im Vorjahr. Im Kanton Zürich lag sie bei 0,52 Prozent. Bei Wohnungen mit fünf und mehr Zimmern waren nur zehn frei.

Wie viel billiger ist Winterthur als die Stadt Zürich?

Rund 40 Prozent beim Quadratmeterpreis: 10'094 CHF/m² in Winterthur gegenüber 16'858 CHF/m² in Zürich (RealAdvisor). Beim Median verkaufter Wohnungen 2025 lag Winterthur mit 1'050'000 CHF rund 40 Prozent unter Zürich mit 1'745'000 CHF.

Wie viel Rendite bringt eine vermietete Wohnung in Winterthur?

Rechnerisch ergibt sich eine Bruttomietrendite von rund 3,2 bis 3,5 Prozent, je nachdem ob man die städtischen Angebotswerte oder die RealAdvisor-Schätzung zugrunde legt. Nach Unterhalt, Verwaltung und Leerstandsrisiko bleibt entsprechend weniger. Diese Angabe ist keine Anlageempfehlung.

Gibt es in Winterthur eine Handänderungssteuer?

Nein. Der Kanton Zürich hat die Handänderungssteuer per 1. Januar 2005 abgeschafft. Beim Kauf fallen nur Notariats- und Grundbuchgebühren von zusammen rund zwei Promille des Kaufpreises an.

Wie hoch ist die Grundstückgewinnsteuer in Winterthur?

Sie wird von der Stadt nach kantonalem Tarif erhoben und beträgt 10 bis 40 Prozent des Gewinns. Bei Verkauf innert eines Jahres gilt ein Zuschlag von 50 Prozent, ab fünf Besitzjahren sinkt sie um drei Prozent pro Jahr bis maximal 50 Prozent Rabatt nach zwanzig Jahren.

Wie hoch ist der Steuerfuss in Winterthur?

Der Gemeindesteuerfuss beträgt 2026 unverändert 125 Prozent der einfachen Staatssteuer. Er liegt damit über jenem der Stadt Zürich und vieler Gemeinden in der Region.

Was kostet die Beurkundung beim Wohnungskauf in Winterthur?

Der Kanton Zürich kennt das Amtsnotariat. Die Beurkundung kostet ein Promille des Kaufpreises, der Grundbucheintrag ein weiteres Promille. Bei einer Wohnung für 1'050'000 CHF sind das rund 2'100 CHF, dazu allenfalls Kosten für Schuldbriefe.

Gibt es in Winterthur eine Mietpreisbremse?

Nein, eine Mietpreisbremse kennt die Schweiz nicht. Im Kanton Zürich gilt aber die Formularpflicht für den Anfangsmietzins nach Art. 270 Abs. 2 OR. Mietende können den Anfangsmietzins innert 30 Tagen bei der Schlichtungsbehörde anfechten. Der Referenzzinssatz liegt bei 1,25 Prozent.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung in Winterthur?

Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises, davon mindestens 10 Prozent hartes Eigenkapital ausserhalb der Pensionskasse. Bei einer Wohnung für 1'050'000 CHF sind das rund 210'000 CHF. Die Tragbarkeit verlangt ein Bruttoeinkommen von etwa 185'000 CHF.

Wo wird in Winterthur neu gebaut?

Von 2021 bis 2025 entstanden 2'955 Wohnungen, fast 60 Prozent davon im Kreis Stadt und in Oberwinterthur. Wichtige Gebiete sind Neuhegi und die Lokstadt auf dem Sulzer-Areal. Bis 2030 folgen unter anderem Paulstrasse 12, Depot Deutweg und das Gelatine-Areal.

Warum ist Winterthur 2025 kaum gewachsen?

Weil netto keine Wohnungen dazukamen: 196 Neubauwohnungen standen 284 Abbrüche gegenüber. Die Bevölkerung wuchs nur um 292 Personen auf 122'758, der Wanderungssaldo betrug 41 Personen. Die Nachfrage ist hoch, es fehlt der Wohnraum.

Was ist die Lokstadt?

Die Lokstadt ist ein neues Stadtquartier auf dem ehemaligen Sulzer-Areal im Kreis Stadt. Kernstück ist das rund 100 Meter hohe Holzhochhaus Rocket mit dem Sockelbau Tigerli und rund 255 bis 300 Mietwohnungen. Der Baustart ist für Mitte 2027 vorgesehen.

Dürfen Ausländer in Winterthur eine Wohnung kaufen?

Mit Wohnsitz in der Schweiz ja: Mit Bewilligung B ist der Kauf einer selbst bewohnten Wohnung bewilligungsfrei, EU- und EFTA-Staatsangehörige mit Wohnsitz sind Schweizern gleichgestellt. Personen im Ausland brauchen nach der Lex Koller grundsätzlich eine Bewilligung.

Was bedeutet die Abschaffung des Eigenmietwerts für Käufer in Winterthur?

Der Bundesrat hat die Reform auf den 1. Januar 2029 in Kraft gesetzt. Bis und mit Steuerperiode 2028 gelten die heutigen Regeln. Danach entfällt der Eigenmietwert auf selbst bewohntem Wohneigentum, im Gegenzug wird der Schuldzinsabzug weitgehend gestrichen.

Wie alt ist der Wohnungsbestand in Winterthur?

Gut ein Drittel der 58'797 Wohnungen wurde zwischen 1946 und 1980 gebaut, weitere 13'757 vor 1946. Nur 6'406 Wohnungen sind jünger als 2016. Bei vielen älteren Liegenschaften stehen energetische Sanierungen an.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

Datenstand

Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand September 2026 (RealAdvisor, Stadt Winterthur, Statistisches Amt Kanton Zürich). Sie werden quartalsweise überprüft.

  • Q3/2026 · Ersterfassung Stadt Winterthur, Datenstand September 2026
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Weiterführende Seiten

Quellen

  1. RealAdvisor – Immobilienpreise pro m² Winterthur · abgerufen 23.9.2026
  2. Statistisches Amt Kanton Zürich – Freihandverkäufe von Immobilien inkl. Medianpreisen · abgerufen 23.9.2026
  3. Kanton Zürich – Immobilienpreise · abgerufen 23.9.2026
  4. Stadt Winterthur – Mieten und Kaufpreise in Wohnungsinseraten nach Stadtkreisen (OGD) · abgerufen 23.9.2026
  5. Stadt Winterthur – Angebots- und Bestandesmieten pro Stadtkreis (OGD) · abgerufen 23.9.2026
  6. Stadt Winterthur – Wohnungsbestand nach Quartieren und Stadtkreisen (OGD) · abgerufen 23.9.2026
  7. Stadt Winterthur – Wohnbaubilanz nach Quartieren und Stadtkreisen (OGD) · abgerufen 23.9.2026
  8. Stadt Winterthur – Statistik Bauen und Wohnen · abgerufen 23.9.2026
  9. Stadt Winterthur – Leerwohnungsziffer bleibt tief (18.8.2026) · abgerufen 23.9.2026
  10. Stadt Winterthur – Geringes Bevölkerungswachstum im 2025 · abgerufen 23.9.2026
  11. Stadt Winterthur – Budget 2026, Steuerfuss 125 Prozent · abgerufen 23.9.2026
  12. Stadt Winterthur – Neuhegi, die neue Stadt in Winterthur · abgerufen 23.9.2026
  13. Baublatt – Rocket und Tigerli in der Lokstadt Winterthur · abgerufen 23.9.2026
  14. Kanton Zürich – Leerwohnungsziffer bleibt tief (8/2026) · abgerufen 23.9.2026
  15. Kanton Zürich – Bodenpreise · abgerufen 23.9.2026
  16. BWO – Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent · abgerufen 23.9.2026
  17. Bundesrat – Abschaffung des Eigenmietwerts auf 2029 in Kraft · abgerufen 23.9.2026
  18. RealAdvisor – Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zürich · abgerufen 23.9.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ - keine Anlageberatung.
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