VIVeris Invest AGSCHWEIZER IMMOBILIENGESELLSCHAFT
Niederösterreich

Immobilienpreise St. Pölten

St. Pölten gilt laut WKO-Immobilienpreisspiegel 2026 als günstigste Landeshauptstadt Österreichs bei Wohnimmobilien – bei wachsender Bevölkerung und stabiler Nachfrage.

Blick auf St. Pölten mit Landeshauptstadt-Silhouette, aufgenommen vom Muckenkogel im Winter
1.897€/m²
Eigentumswohnung
2.020€/m²
Haus
8,32€/m²
Miete je Monat
5,3%
Bruttomietrendite
60.112
Einwohner

Stand August 2026 · Quelle: WKO Immobilienpreisspiegel 2026 · Mietpreisbremse

Der Immobilienmarkt in St. Pölten im Überblick

Eine gebrauchte Eigentumswohnung kostet in St. Pölten im Jahr 2026 durchschnittlich 1.897 € je Quadratmeter, eine neu bezogene Eigentumswohnung rund 3.010 € (WKO Immobilienpreisspiegel, Stand 2026). Damit bleibt die niederösterreichische Landeshauptstadt bei Bestandswohnungen und Einfamilienhäusern die günstigste Landeshauptstadt Österreichs – nur bei neu errichteten Eigentumswohnungen liegen andere Landeshauptstädte teils niedriger.

Auf Immobilienportalen wie ohne-makler.at werden für St. Pölten deutlich höhere Angebotspreise ausgewiesen, 2026 im Schnitt rund 3.176 € je Quadratmeter für Eigentumswohnungen. Der Unterschied erklärt sich methodisch: Der WKO-Immobilienpreisspiegel wertet tatsächlich abgeschlossene Kaufverträge aus der Kaufpreissammlung aus, während Portale die Angebotspreise inserierter Objekte zeigen, die im Schnitt höher liegen als die letztlich erzielten Preise. Für eine realistische Markteinschätzung ist daher der amtliche Wert massgebend, während Angebotspreise die aktuelle Verhandlungsbasis widerspiegeln.

St. Pölten wuchs zuletzt spürbar: Zum 1. Jänner 2026 zählte die Stadt rund 60.112 Hauptwohnsitzer, nachdem im Juli 2025 erstmals die Marke von 60.000 überschritten wurde – ein Plus von jährlich rund 600 bis 700 Personen. Rechnet man Nebenwohnsitze hinzu, leben in St. Pölten schätzungsweise 67.000 Menschen. Als Sitz der Landesregierung, mehrerer Landesbehörden, der Fachhochschule St. Pölten und des Universitätsklinikums bietet die Stadt einen stabilen Sockel an öffentlichen und wissensbasierten Arbeitsplätzen, der die Wohnungsnachfrage auch in wirtschaftlich schwächeren Phasen stützt.

Warum ist St. Pölten günstiger als andere Landeshauptstädte?

Anders als Städte mit ausgeprägter Tourismus- oder Seelage wie Salzburg, Innsbruck oder Bregenz verfügt St. Pölten über keinen vergleichbaren Preisaufschlag durch Lagefaktoren. Die Stadt profitiert stattdessen von guter Verkehrsanbindung – die Westbahn erreicht Wien Hauptbahnhof in rund 25 Minuten, die Westautobahn A1 liegt direkt an der Stadt – ohne die Wohnkosten der Bundeshauptstadt zu übernehmen. Nach dem Bauboom 2023 mit über 1.000 fertiggestellten Wohneinheiten ging die Neubautätigkeit 2024 auf rund 356 Einheiten zurück; die Belegungsquote neuer Wohnungen lag ein Jahr nach Fertigstellung bereits bei 96 %, ein Hinweis auf robuste Nachfrage bei zugleich gedämpftem Angebot.

Welcher Stadtteil passt wozu?

St. Pölten gliedert sich in eine kompakte Innenstadt und mehrere gewachsene sowie neu entwickelte Stadtteile, die sich in Charakter und Zielgruppe deutlich unterscheiden. Eigene Marktdaten je Stadtteil liegen für St. Pölten derzeit nicht in belastbarer Form vor; die folgende Einordnung stützt sich auf Lagebeschreibungen und Objektbeispiele der grossen Immobilienportale.

Wie unterscheiden sich Innenstadt und Stadtrand?

Die Innenstadt rund um Rathausplatz und Dom bietet Fussgängerzone, Nahversorgung und den Hauptbahnhof in kurzer Distanz – ideal für Berufseinsteiger, Pendler und alle, die auf ein Auto verzichten möchten. Der historische Kern steht unter Schutzzonen-Regelung, was Sanierungen aufwendiger, das Stadtbild aber auch besonders wertstabil macht.

Wo entstehen aktuell neue Wohnprojekte?

Wagram und Oberwagram gelten als ruhige, naturnahe Wohnlagen mit guter Anbindung an die Innenstadt; im Wohnbau Oberwagram entstehen aktuell rund 112 frei finanzierte Wohneinheiten. Spratzern punktet mit kurzen Wegen zur Nahversorgung bei ruhiger Lage und zieht vor allem Familien an. In Ratzersdorf und Viehofen, nahe der Naherholungsgebiete Ratzersdorfer See und Viehofner Seen sowie dem Einkaufszentrum Traisenpark, entstehen mit Projekten wie dem FreiraumQuartier neue Eigentumswohnungen und Reihenhäuser für Familien und Häuslbauer. Das eingemeindete Pottenbrunn behält seinen dörflichen Charakter mit mehr Baugrundstücken und eignet sich für alle, die Grundstücksfläche einer zentralen Innenstadtlage vorziehen.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Wie in ganz Österreich trieb die Niedrigzinsphase die Immobilienpreise in St. Pölten bis 2022 nach oben; die Zinswende ab Mitte 2022 und strengere Kreditvergaberegeln (KIM-Verordnung) beendeten diesen Trend abrupt. Auf Portalbasis fiel der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen von rund 3.718 € je Quadratmeter 2023 über 3.439 € 2024 auf 3.141 € im Jahr 2025, bevor er 2026 mit 3.176 € wieder leicht anzog (ohne-makler.at).

Was erklärt die Stabilisierung seit 2024?

Der amtliche WKO-Immobilienpreisspiegel zeigt für gebrauchte Eigentumswohnungen zuletzt eine ähnliche Stabilisierung: Nach der Korrektur der Vorjahre stieg der Wert 2026 gegenüber 2025 um 0,91 % auf 1.897 €, Einfamilienhäuser legten um 2,17 % auf 2.020 € zu. Getragen wird diese Seitwärts- bis leichte Aufwärtsbewegung von der rückläufigen Neubautätigkeit – 2024 wurden mit 356 Einheiten deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt als im Rekordjahr 2023 – bei gleichzeitig weiter wachsender Einwohnerzahl.

Preisentwicklung

Preisentwicklung

3.7183.4393.1413.1762023202420252026

Angebotspreise auf Portalen liegen mit 3.100–3.700 €/m² deutlich über dem amtlichen WKO-Wert von 1.897 €/m² (2026).

Stand: 2026-08-01T00:00:00.000Z · Quelle: ohne-makler.at / immoverkauf24.at (Angebotspreise)

Wohnung oder Haus?

Wer in St. Pölten kauft, wählt meist zwischen einer Eigentumswohnung in der Innenstadt oder den dichter bebauten Stadtteilen und einem Haus in den Randlagen. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten laut WKO-Immobilienpreisspiegel im Schnitt 1.897 € je Quadratmeter, neu bezogene Einheiten rund 3.010 €. Einfamilienhäuser liegen mit 2.020 € je Quadratmeter dazwischen, Reihenhäuser mit 1.877 € oft leicht darunter.

Was kostet ein Baugrundstück?

Wer selbst baut, zahlt für ein Baugrundstück in St. Pölten 2026 im Schnitt 227,81 € je Quadratmeter, gut 5,6 % mehr als im Vorjahr – ein Hinweis darauf, dass unbebaute Flächen in der wachsenden Stadt knapper werden. Doppelhaushälften werden auf den Portalen aktuell mit rund 2.900 bis 4.500 € je Quadratmeter angeboten, Einstiegsobjekte meist ab rund 349.000 €; eine eigene amtliche Kategorie führt der WKO-Preisspiegel für diesen Haustyp nicht. Für Kapitalanleger sind vor allem kompakte Bestandswohnungen in Bahnhofsnähe gefragt, für Familien mit Gartenwunsch eher Reihen- und Einfamilienhäuser in Ratzersdorf, Pottenbrunn oder Viehofen.

Objektartenvergleich St. Pölten

OBJEKTARTPREIS JE M²EINSTIEGSPREISMERKMAL
Eigentumswohnung1.897 €/m²ab ca. 125.000 €Bestand Ø, Neubau ab 3.010 €/m²
Reihenhaus1.877 €/m²ab ca. 205.000 €meist Neubau am Stadtrand
Doppelhaushälfte≈ 3.400 €/m²ab ca. 349.000 €Portalpreise, überwiegend Neubau
Einfamilienhaus2.020 €/m²ab ca. 260.000 €grösster Baujahresmix

Quelle: WKO Immobilienpreisspiegel 2026 / Portaldaten

Was ist in St. Pölten zu beachten?

Wie überall in Österreich fallen beim Immobilienkauf in St. Pölten 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, Kosten der Vertragserrichtung und meist eine Maklerprovision an; in Niederösterreich betragen Notar- und Vertragskosten rund 2,6 %, die Maklerprovision üblicherweise 3,6 % des Kaufpreises. Insgesamt sind damit rund 9 bis 10 % Kaufnebenkosten realistisch.

Was gilt beim Kauf durch Personen ohne EU-Staatsbürgerschaft?

Für Drittstaatsangehörige sowie beim Erwerb land- und forstwirtschaftlicher Flächen oder Freizeitwohnsitze ist nach dem NÖ Grundverkehrsgesetz 2007 eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde erforderlich; EU- und EWR-Bürger geben lediglich eine Erklärung ab. Das gilt auch für Grundstücke und Häuser in St. Pölten.

Gibt es in der Altstadt besondere Bauvorschriften?

Die historische Innenstadt rund um Rathausplatz und Dom liegt in ausgewiesenen Schutzzonen: Fassaden, Baustrukturen und stadtbildprägende Ensembles aus dem gewachsenen Stadtkern seit dem 14. Jahrhundert sollen erhalten bleiben, der Abbruch ensemblerelevanter Bausubstanz ist grundsätzlich untersagt. Sanierungen und Umbauten in diesen Zonen bedürfen daher einer gesonderten stadtplanerischen Abstimmung.

Gilt in St. Pölten der Richtwertmietzins?

Für Altbauwohnungen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes – meist Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen, errichtet vor 1953 – gilt der Richtwertmietzins, der für Niederösterreich seit April 2026 bei 6,92 € je Quadratmeter liegt, zuzüglich zulässiger Zu- und Abschläge. Neubauten und frei finanzierte Wohnungen ausserhalb des Vollanwendungsbereichs sind frei vermietbar, was die deutlich höheren Angebotsmieten auf den Portalen erklärt.

Regionale Besonderheiten

Regionale Besonderheiten

Marktstruktur

Günstigste Landeshauptstadt Österreichs

Laut WKO-Immobilienpreisspiegel 2026 liegt St. Pölten bei Bestandswohnungen, Reihen- und Einfamilienhäusern unter dem Preisniveau aller anderen österreichischen Landeshauptstädte. Nur bei neu errichteten Eigentumswohnungen ziehen andere Landeshauptstädte teils gleich.

Infrastruktur & Erreichbarkeit

Kulturbezirk und Regierungsviertel als Werttreiber

Landhausviertel, Festspielhaus, Landesmuseum und Klangturm bilden seit den 1990er-Jahren einen eigenen Kulturbezirk, der St. Pölten über die Landesverwaltung hinaus aufwertet und die Nachfrage in angrenzenden Lagen stützt.

Bauzonen & Raumplanung

Schutzzonen in der historischen Innenstadt

Rund um Rathausplatz und Dom sichern ausgewiesene Schutzzonen stadtbildprägende Ensembles aus dem gewachsenen Stadtkern seit dem 14. Jahrhundert; Abbruch und Fassadenänderungen sind eingeschränkt bewilligungspflichtig.

Nachfrage & Zielgruppen

Fachhochschule und Landesverwaltung sichern Nachfrage

Mit rund 1.250 Beschäftigten ist die Fachhochschule St. Pölten einer der grössten Arbeitgeber der Stadt, gefolgt von Voith Austria mit rund 800 Mitarbeitenden. Landesverwaltung und Universitätsklinikum sorgen zusätzlich für stabile, gut bezahlte Arbeitsplätze.

Marktstruktur

Rückläufige Neubautätigkeit stützt Bestand

Nach über 1.000 fertiggestellten Wohneinheiten im Rekordjahr 2023 sank die Neubautätigkeit 2024 auf rund 356 Einheiten. Die hohe Belegungsquote neuer Wohnungen von 96 % ein Jahr nach Fertigstellung zeigt, dass das reduzierte Angebot auf robuste Nachfrage trifft.

Recht & Kosten

Recht und Kosten kompakt

Grunderwerbsteuer
3,5 % des Kaufpreises — Satz von Niederösterreich. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,6 % zu Buche.
Mietpreisbremse
Gilt in St. Pölten. Richtwertmietzins nur für Altbauten im Vollanwendungsbereich des MRG (meist vor 1953); NÖ-Richtwert seit April 2026: 6,92 €/m².
Schutzzonen in der Altstadt
Für die historische Innenstadt gelten ausgewiesene Schutzzonen: Abbruch und wesentliche Fassadenänderungen an ensemblerelevanten Gebäuden sind grundsätzlich untersagt bzw. bewilligungspflichtig.
NÖ Grundverkehrsgesetz bei Drittstaatsangehörigen
Käuferinnen und Käufer ohne EU-/EWR-Staatsbürgerschaft benötigen für Grundstücke und Wohnungen in St. Pölten eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde; EU-Bürger geben eine Erklärung ab.
Richtwertmietzins in Altbauten
Im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (meist Häuser vor 1953 mit mehr als zwei Wohnungen) gilt der Richtwertmietzins von 6,92 €/m² (NÖ, Stand April 2026) zuzüglich Zu- und Abschlägen.

Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Kaufnebenkosten

Was kostet der Kauf zusätzlich?

Kaufpreis500.000 €
Grunderwerbsteuer3,5 %17.500 €
Notar & Grundbuch2,6 %13.000 €
Maklerprovision (Käuferanteil)3,6 %18.000 €
Nebenkosten gesamt9,7 %48.500 €
Gesamtaufwand548.500 €

Richtwerte für Niederösterreich. Keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.

Miet- und Kaufmarkt

Miet- und Kaufmarkt St. Pölten

Mietmarkt

Mietmarkt St. Pölten

Ø Richtwertmiete
8,32 €/m²
Ø Angebotsmiete (Portale)
rund 12 €/m²
Richtwert NÖ (Kategorie A)
6,92 €/m²
Kaufmarkt

Kaufmarkt St. Pölten

Ø Wohnung (Bestand)
1.897 €/m²
Ø Wohnung (Neubau)
3.010 €/m²
Ø Einfamilienhaus
2.020 €/m²
Entwicklung ggü. Vorjahr
+0,91 % (Wohnung)

St. Pölten bleibt bei Bestandswohnungen die günstigste Landeshauptstadt Österreichs; Mieten und Neubaupreise nähern sich dem Landesschnitt an. Das beschreibt die aktuelle Marktlage, keine Kauf- oder Mietempfehlung.

Stand: 2026-08-01T00:00:00.000Z · Quelle: WKO Immobilienpreisspiegel 2026

Verkaufschancen

Verkaufschancen in St. Pölten

Eine belastbare Verkaufschancen-Kennzahl liegt für St. Pölten nicht vor; die folgenden Indikatoren beschreiben die aktuelle Marktlage.

Belegungsquote Neubau (1 Jahr)
96 %
Neubautätigkeit 2024
356 Einheiten
Preisentwicklung 12 Monate
+0,91 % / +2,17 %
Bevölkerungswachstum p.a.
+600–700 Pers.
Ersteinschätzung anfordern

Stand: 2026-08-01T00:00:00.000Z · Quelle: Stadt St. Pölten / noe.ORF.at / WKO 2026

Für Eigentümer

Aus Verkäufersicht

Wer in St. Pölten aktuell verkauft, trifft auf eine stabile, aber preisbewusste Nachfrage: Die hohe Belegungsquote neuer Wohnungen von 96 % nach einem Jahr und die spürbar geringere Neubautätigkeit 2024/25 stützen die Position von Verkäuferinnen und Verkäufern gegenüber den Vorjahren. Realistische, am WKO-Preisspiegel orientierte Angebotspreise verkürzen die Vermarktungsdauer erfahrungsgemäss deutlich.

Ersteinschätzung anfordern

Häufige Fragen

Was kostet eine Eigentumswohnung in St. Pölten?

Eine gebrauchte Eigentumswohnung kostet in St. Pölten 2026 im Schnitt 1.897 € je Quadratmeter, eine neu bezogene rund 3.010 € (WKO Immobilienpreisspiegel). Auf Immobilienportalen liegen die Angebotspreise mit rund 3.176 €/m² spürbar darüber.

Was kostet ein Haus in St. Pölten?

Ein Einfamilienhaus kostet in St. Pölten im Schnitt 2.020 € je Quadratmeter, ein Reihenhaus rund 1.877 € (WKO Immobilienpreisspiegel 2026). Wer selbst baut, zahlt für das Baugrundstück im Mittel 227,81 € je Quadratmeter.

Welche Lage ist in St. Pölten am teuersten, welche am günstigsten?

Belastbare Zahlen je Stadtteil liegen für St. Pölten aktuell nicht vor. Nach Lagebeschreibungen der Portale gelten die Innenstadt sowie neue Projekte in Viehofen und Ratzersdorf als gefragter, das eingemeindete Pottenbrunn eher als preisgünstiger.

Steigen oder fallen die Immobilienpreise in St. Pölten?

Nach der Korrektur seit der Zinswende 2022 zogen die Preise 2026 laut WKO-Immobilienpreisspiegel wieder leicht an: Wohnungen +0,91 %, Einfamilienhäuser +2,17 % gegenüber 2025. Portalbasierte Angebotspreise schwankten stärker und liegen 2026 bei rund 3.176 €/m².

Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in St. Pölten?

Die durchschnittliche Miete liegt laut WKO-Immobilienpreisspiegel 2026 bei 8,32 € je Quadratmeter. Auf Immobilienportalen werden für neu inserierte Wohnungen mit rund 11 bis 12 €/m² deutlich höhere Angebotsmieten ausgewiesen.

Lohnt sich eine Kapitalanlage in St. Pölten?

Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und liegt in St. Pölten aufgrund der vergleichsweise günstigen Kaufpreise über dem Niveau teurerer Landeshauptstädte. Das ist eine Beschreibung der Marktlage, keine Anlageempfehlung – eine Einzelfallprüfung bleibt nötig.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in St. Pölten rechnen?

Wie in ganz Österreich fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer und 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr an. In Niederösterreich kommen rund 2,6 % für Vertragserrichtung und Grundbuch sowie üblicherweise 3,6 % Maklerprovision hinzu – insgesamt rund 9 bis 10 % des Kaufpreises.

Gilt in St. Pölten der Richtwertmietzins?

Für Altbauten im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes – meist Häuser vor 1953 mit mehr als zwei Wohnungen – gilt der Richtwertmietzins, der in Niederösterreich seit April 2026 bei 6,92 €/m² liegt. Neubauten sind meist frei vermietbar.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Wohnung in St. Pölten?

Banken verlangen in Österreich üblicherweise mindestens 20 % Eigenkapital des Kaufpreises plus Kaufnebenkosten. Bei einer 70-m²-Wohnung zum Durchschnittspreis von 1.897 €/m² (rund 133.000 €) wären das inklusive Nebenkosten grob 40.000 bis 45.000 €.

Wie lange dauert der Verkauf einer Wohnung in St. Pölten?

Belastbare Vermarktungsdauern veröffentlicht keine der ausgewerteten Quellen für St. Pölten. Die hohe Belegungsquote neuer Wohnungen von 96 % ein Jahr nach Fertigstellung deutet auf eine vergleichsweise zügige Vermarktung bei marktgerechten Preisen hin.

Warum ist St. Pölten die günstigste Landeshauptstadt Österreichs?

St. Pölten fehlt der Preisaufschlag durch Tourismus- oder Seelage wie in Salzburg, Innsbruck oder Bregenz. Gute Bahn- und Autobahnanbindung an Wien bei geringeren Grundstückspreisen halten das Niveau bei Bestandswohnungen und Häusern laut WKO-Preisspiegel unter dem der anderen Landeshauptstädte.

Wie viele Menschen leben in St. Pölten?

St. Pölten zählte zum 1. Jänner 2026 rund 60.112 Hauptwohnsitzer (Statistik Austria/citypopulation.de); im Juli 2025 wurde erstmals die Marke von 60.000 überschritten. Inklusive Nebenwohnsitzen leben schätzungsweise 67.000 Menschen in der Stadt.

Welche Stadtteile gibt es in St. Pölten und wo wird neu gebaut?

Neben der Innenstadt zählen unter anderem Wagram, Spratzern, Ratzersdorf, Viehofen und das eingemeindete Pottenbrunn zu St. Pölten. Neubauprojekte entstehen aktuell etwa im Wohnbau Oberwagram und im FreiraumQuartier in Viehofen nahe der Viehofner Seen.

Was kostet ein Baugrundstück in St. Pölten?

Ein Baugrundstück kostet in St. Pölten 2026 im Schnitt 227,81 € je Quadratmeter, ein Plus von 5,59 % gegenüber 2025 (WKO Immobilienpreisspiegel). Der Anstieg gilt als Zeichen zunehmender Flächenknappheit in der wachsenden Stadt.

Gilt in St. Pölten das NÖ Grundverkehrsgesetz beim Immobilienkauf?

Ja. Käuferinnen und Käufer ohne EU- oder EWR-Staatsbürgerschaft benötigen für Grundstücke und Wohnungen in St. Pölten eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde nach dem NÖ Grundverkehrsgesetz 2007; EU-Bürger geben lediglich eine Erklärung ab.

Was unterscheidet Eigentumswohnungen im Neubau von Bestandswohnungen in St. Pölten?

Neu bezogene Eigentumswohnungen kosten mit rund 3.010 €/m² etwa 59 % mehr als gebrauchte Bestandswohnungen mit 1.897 €/m² (WKO Immobilienpreisspiegel 2026). Der Aufschlag spiegelt Energiestandard, Ausstattung und die zuletzt gestiegenen Baukosten wider.

Wie stark wird in St. Pölten aktuell gebaut?

Nach einem Rekordjahr 2023 mit über 1.000 fertiggestellten Wohneinheiten sank die Neubautätigkeit 2024 auf rund 356 Einheiten; für 2025 wurde ein weiterer Rückgang erwartet. Die Belegungsquote neuer Wohnungen lag ein Jahr nach Fertigstellung bei 96 %.

Ist die Altstadt von St. Pölten vor Umbauten geschützt?

Ja. Für die historische Innenstadt rund um Rathausplatz und Dom gelten ausgewiesene Schutzzonen: Ensemblerelevante Gebäude dürfen grundsätzlich nicht abgerissen werden, Fassadenänderungen sind bewilligungspflichtig.

Wer kauft in St. Pölten vor allem Immobilien?

Als Landeshauptstadt mit Landesverwaltung, Fachhochschule und Universitätsklinikum zieht St. Pölten vor allem Berufseinsteiger, Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und Familien aus dem Wiener Umland an, die von der guten Bahnanbindung bei niedrigeren Preisen profitieren.

Warum liegen die Preise auf Immobilienportalen höher als im WKO-Preisspiegel?

Der WKO-Immobilienpreisspiegel wertet tatsächlich abgeschlossene Kaufverträge aus der amtlichen Kaufpreissammlung aus. Immobilienportale zeigen dagegen Angebotspreise inserierter Objekte, die im Schnitt über den letztlich erzielten Verkaufspreisen liegen.

Stand der Daten

Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Datenstand

Datenstand

Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand August 2026 (WKO Immobilienpreisspiegel 2026). Sie werden quartalsweise überprüft.

Quartals-Update per E-Mail

Erhalten Sie alle drei Monate die aktuellen Kauf- und Mietpreise für St. Pölten direkt per E-Mail.

Update anfordern
Veris Invest

Ihre Immobilie in St. Pölten einschätzen

Erhalten Sie eine marktbasierte Ersteinschätzung für Ihre Immobilie in St. Pölten.

Vertraulich · unverbindlich · keine Anlageberatung.

Weiterführend

Quellen

  1. NÖN.at – Immobilienmarkt 2026: St. Pölten bleibt günstigste Landeshauptstadt · abgerufen 10.8.2026
  2. ohne-makler.at – Immobilienpreise St. Pölten 2026 · abgerufen 10.8.2026
  3. citypopulation.de – Sankt Pölten (Stadt) Einwohnerzahlen · abgerufen 10.8.2026
  4. noe.ORF.at – St. Pölten hat 60.000er-Marke geknackt · abgerufen 10.8.2026
  5. st-poelten.at – Grossunternehmen und Arbeitgeber · abgerufen 10.8.2026
  6. immosuchmaschine.at – Doppelhaushälften St. Pölten-Stadt · abgerufen 10.8.2026
  7. immoverkauf24.at – Immobilienpreise Niederösterreich · abgerufen 10.8.2026
  8. infina.at – Richtwertmietzins in Österreich 2026 · abgerufen 10.8.2026
  9. st-poelten.at – Schutzzonen für erhaltungswürdige Gebäude · abgerufen 10.8.2026
Redaktion: Veris RedaktionFachlich geprüft von: Veris RedaktionZuletzt aktualisiert: Informativ — keine Anlageberatung.
Präsenz im D/A/CH-Raum

Unsere Standorte.

Von Luzern und München aus betreuen wir Eigentümer, Partner und Projekte im gesamten D/A/CH-Raum — persönlich, diskret und mit kurzen Wegen. Ein dritter Standort in Feldkirch in Vorarlberg ist in Eröffnung.

Luzern
Hauptsitz · Schweiz

Luzern

Winkelriedstrasse 35
6002 Luzern

München
Niederlassung · Deutschland

München

Maximilianstraße 18
München

Feldkirch
In Eröffnung · Österreich

Feldkirch

Feldkirch, Vorarlberg
Standort in Eröffnung