Immobilienpreise in Baden-Württemberg
Von der Wirtschaftsmetropole Stuttgart über den Bodensee bis zum Schwarzwald: Baden-Württemberg vereint einige der teuersten Grossstädte mit ruhigen, ländlichen Regionen. Der Veris MarktRadar zeigt Preise, Mieten und regionale Unterschiede im Überblick.
Stand Juli 2026 · Quelle: immowelt · Mietpreisbremse
Der Immobilienmarkt in Baden-Württemberg im Überblick
Eine Eigentumswohnung kostet in Baden-Württemberg im Juli 2026 durchschnittlich 3.591 € je Quadratmeter, mit einer Spanne von 2.327 bis 5.634 € (immowelt). Für ein Haus liegt der Landesschnitt bei rund 3.399 € je Quadratmeter. Zwischen den teuersten Lagen um Stuttgart und Heidelberg und den günstigeren ländlichen Kreisen liegt ein Faktor von rund zwei.
Der Unterschied zwischen Neubau und Bestand fällt in den Wirtschaftszentren besonders ins Gewicht: Wo Bauland knapp und Baukosten hoch sind, verlangen Neubauprojekte deutliche Aufschläge gegenüber älteren Bestandsimmobilien. Für den landesweiten Markt liegen dazu keine ausreichend belastbaren Zahlen vor, weshalb diese Seite auf Städte- und Stadtteilebene genauer differenziert.
Wie gross und wie unterschiedlich ist der baden-württembergische Markt?
Mit rund 11,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist Baden-Württemberg das drittbevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg). Der Südwesten gliedert sich in vier Regierungsbezirke – Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen – und gehört mit einer Exportquote weit über dem Bundesschnitt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Getragen wird die Nachfrage von Grossunternehmen wie Porsche, Mercedes-Benz und Bosch im Grossraum Stuttgart sowie SAP in der Rhein-Neckar-Region, ergänzt durch Hochschul- und Forschungsstandorte wie Karlsruhe, Freiburg und Heidelberg.
Käuferinnen und Käufer sind entsprechend heterogen: In den Zentren dominieren gutverdienende Fachkräfte der Automobil- und Technologiebranche sowie Kapitalanleger, während in ländlicheren Kreisen wie dem Main-Tauber-Kreis eher Familien und Erstkäufer von den niedrigeren Einstiegspreisen profitieren.
Wie verhalten sich Mieten und Kaufpreise zueinander?
Die durchschnittliche Angebotsmiete lag im zweiten Quartal 2026 bei 10,87 € je Quadratmeter, mit 12,71 € für Wohnungen und 11,85 € für Häuser (Engel & Völkers). Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 130 Städten und Gemeinden – 84 neue kamen hinzu, 43 fielen weg, darunter Mannheim und Konstanz. Die Verordnung ist zunächst bis Ende 2026 befristet. Wie sich daraus die Bruttomietrendite ergibt, zeigen die Kennzahlen oben; sie ist rechnerisch ermittelt und ersetzt keine Einzelfallprüfung.
Für Sie als Käuferin oder Käufer heisst das: Der Landesschnitt verdeckt enorme Unterschiede zwischen Stuttgart, dem Bodensee und dem ländlichen Nordosten. Massgeblich sind die Marktdaten der jeweiligen Stadt, wie sie auf den nachgeordneten Seiten dieses MarktRadars aufbereitet sind.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
In den vergangenen fünf Jahren sind die Wohnungspreise in Baden-Württemberg um 4,6 % gestiegen, die Hauspreise um rund 3 % (immowelt). Im Jahresvergleich 2026 legten die Wohnungspreise um 1,7 % zu – ein moderates, aber stabiles Plus nach der Konsolidierung der Jahre 2022 bis 2024.
Ein genauerer Blick auf die amtlichen Bodenrichtwerte zeigt ein differenzierteres Bild: In Stuttgart sind die Bodenrichtwerte zuletzt um 5,5 % auf rund 1.529 €/m² gesunken, während die Angebotspreise für Wohnungen im selben Zeitraum weiter stiegen.
Warum widersprechen sich Bodenrichtwert und Angebotspreis in Stuttgart?
Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse basieren auf tatsächlich abgeschlossenen Kaufverträgen der Vorperiode und werden nur alle zwei Jahre zum Jahresbeginn aktualisiert, während Angebotspreise von Portalen wie immowelt die aktuelle Marktstimmung in Echtzeit abbilden. Ein Rückgang beim Bodenrichtwert bedeutet deshalb nicht zwangsläufig sinkende Angebotspreise – beide Werte werden hier bewusst nebeneinander genannt, statt sie zu vermischen.
Für 2026/27 rechnen Marktbeobachter mit einer Fortsetzung des moderaten Wachstums, gestützt durch die anhaltend hohe Nachfrage in den Wirtschaftszentren und ein knappes Angebot an Bauland.
Preisentwicklung
Über 5 Jahre ein Plus von 4,6 %; der Verlauf dazwischen ist nicht einheitlich ausgewiesen.
Quelle: immowelt (2026-Wert direkt; 2021-Wert aus der gemeldeten 5-Jahres-Veränderung von +4,6 % zurückgerechnet)
Wohnung oder Haus?
In Baden-Württemberg liegen Wohnungs- und Hauspreise landesweit nahe beieinander: 3.591 € für Wohnungen gegenüber 3.399 € für Häuser je Quadratmeter (immowelt). In den Wirtschaftszentren kehrt sich das Bild aber um – in Stuttgart erreichen Häuser mit knapp 6.000 € je Quadratmeter deutlich höhere Werte als der städtische Wohnungsschnitt.
Ausserhalb der Ballungsräume, etwa im Main-Tauber-Kreis oder im Schwarzwald-Baar-Kreis, liegen Häuser dagegen oft unter 3.000 € je Quadratmeter – ein Unterschied, der massgeblich von Grundstücksverfügbarkeit und Nachfragedruck bestimmt wird.
Welche Objektart passt zu welchem Budget?
Für kleinere Budgets bleibt die Eigentumswohnung in den Zentren meist der zugänglichste Einstieg. Wer ein Haus mit Garten sucht, findet in den ländlicheren Kreisen Nordwürttembergs und im Main-Tauber-Kreis deutlich günstigere Einstiegspreise als rund um Stuttgart, Böblingen oder Ludwigsburg – muss dafür aber oft längere Pendelzeiten in die Wirtschaftszentren einplanen.
Die folgende Übersicht ordnet die vier gängigen Objektarten mit ihren typischen Preisniveaus ein; die Werte für Reihenhaus und Doppelhaushälfte sind als Spannen innerhalb der landesweiten Hauspreise zu verstehen, da immowelt sie nicht separat ausweist.
Objektartenvergleich Baden-Württemberg
| Objektart | Preis je m² | Einstiegspreis | Merkmal |
|---|---|---|---|
| Eigentumswohnung | 3.591 € | ab ca. 120.000 € | Übliches Einstiegssegment |
| Reihenhaus | 2.300–3.200 € | ab ca. 220.000 € | Günstigste Hausform |
| Doppelhaushälfte | 2.800–4.000 € | ab ca. 270.000 € | Mittleres Segment |
| Einfamilienhaus | 3.399 € (Ø) | ab ca. 320.000 € | Freistehend, um Stuttgart teurer |
Quelle: immowelt, Juli 2026
Welche Lagen und Regionen gibt es?
Baden-Württemberg gliedert sich in vier Regierungsbezirke: Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen, mit sehr unterschiedlichen Immobilienmärkten.
Wo ist Wohneigentum in Baden-Württemberg am teuersten?
Heidelberg ist mit rund 5.375 € je Quadratmeter die teuerste Grossstadt, Konstanz mit 5.648 € die teuerste Mittelstadt am Bodensee. Stuttgart führt bei Häusern mit rund 6.000 € je Quadratmeter. Auch der Speckgürtel um Stuttgart – Böblingen und Ludwigsburg – gehört mit über 4.500 € je Quadratmeter zu den teuersten Kreisen des Landes.
Wo ist Wohneigentum in Baden-Württemberg günstiger?
Am unteren Ende der Preisskala liegen der Main-Tauber-Kreis mit rund 2.716 € je Quadratmeter sowie Pforzheim mit etwa 3.183 € – die günstigste kreisfreie Stadt des Landes. Zwischen Heidelberg und Pforzheim liegt eine Preisspanne von über 2.100 € je Quadratmeter.
Was macht den Speckgürtel Stuttgart und den Bodensee besonders?
Rund um Stuttgart treibt die Nähe zu Porsche, Mercedes-Benz und Bosch die Nachfrage in den Landkreisen Böblingen, Esslingen und Ludwigsburg auf ein Niveau nahe der Landeshauptstadt selbst. Der Bodensee mit Konstanz, Überlingen und Friedrichshafen sowie der Schwarzwald sind zusätzlich als Zweitwohnsitz- und Ferienregionen gefragt, was das Preisniveau dort zusätzlich stützt.
Was ist in Baden-Württemberg anders als anderswo?
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg?
Mit 5,0 % liegt Baden-Württemberg im Mittelfeld der 16 Bundesländer – niedriger als Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein mit 6,5 %, aber höher als Bayern und Sachsen mit 3,5 %. Der Satz gilt unverändert seit 2011.
Wo gibt es eine Zweitwohnungsteuer?
Tourismus- und Universitätsstädte wie Konstanz, Überlingen, Baden-Baden sowie die Schwarzwaldgemeinden Feldberg und Schluchsee erheben eine Zweitwohnungsteuer. Feldberg verzeichnet dabei mit rund 239 € pro Kopf die höchsten Einnahmen aller baden-württembergischen Gemeinden, gefolgt von Schluchsee. Landesweit nahmen die Kommunen 2023 über 23 Millionen Euro aus dieser Steuer ein.
Welche Rolle spielt die Mietpreisbremse?
Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 130 Städten und Gemeinden – eine deutliche Neuordnung mit 84 neu hinzugekommenen und 43 weggefallenen Kommunen, darunter Mannheim und Konstanz, die nicht mehr erfasst sind. Die Kappungsgrenze liegt bei 15 % innerhalb von drei Jahren, die Kündigungssperrfrist bei fünf Jahren. Die Verordnung ist zunächst bis Ende 2026 befristet.
Hinzu kommt eine der höchsten Exportquoten Deutschlands, getragen von Automobil- und Maschinenbau sowie Softwareindustrie – ein struktureller Unterschied, der die Nachfrage nach Wohnraum in den Wirtschaftszentren dauerhaft von der in eher ländlich geprägten Bundesländern abhebt.
Regionale Besonderheiten
Zweitwohnungsteuer am Bodensee und im Schwarzwald
Konstanz, Überlingen, Baden-Baden sowie Feldberg und Schluchsee im Schwarzwald erheben eine Zweitwohnungsteuer. Feldberg verzeichnet landesweit die höchsten Einnahmen pro Kopf.
Automobil- und Technologieindustrie treibt Nachfrage
Porsche, Mercedes-Benz, Bosch und SAP sichern einen der stärksten Arbeitsmärkte Deutschlands und damit eine dauerhaft hohe Wohnraumnachfrage im Grossraum Stuttgart und der Rhein-Neckar-Region.
Ausgeprägtes Preisgefälle
Zwischen Heidelberg (5.375 €/m²) und dem Main-Tauber-Kreis (2.716 €/m²) liegt ein Faktor von rund zwei bei den Quadratmeterpreisen.
Mietpreisbremse in 130 Gemeinden
Seit 1. Januar 2026 gilt die Mietpreisbremse in 130 statt zuvor teils anderen Kommunen; Mannheim und Konstanz sind seit der Neuordnung nicht mehr erfasst. Die Verordnung ist bis Ende 2026 befristet.
Speckgürtel Stuttgart
Böblingen, Esslingen und Ludwigsburg erreichen dank der Nähe zu den grossen Arbeitgebern der Landeshauptstadt Preise nahe dem Stuttgarter Niveau.
Recht und Kosten kompakt
- Grunderwerbsteuer
- 5,0 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch schlagen mit rund 2,0 % zu Buche.
- Mietpreisbremse
- Gilt in Baden-Württemberg. Seit 1.1.2026 in 130 Gemeinden (84 neu, 43 entfallen, u. a. nicht mehr Mannheim/Konstanz), befristet bis 31.12.2026.
- Bodenrichtwerte
- BORIS-BW ↗
- Zweitwohnungsteuer
- Mehrere Bodensee- und Schwarzwaldgemeinden erheben eine kommunale Zweitwohnungsteuer, u. a. Konstanz und Feldberg.
- Vier Regierungsbezirke
- Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen mit sehr unterschiedlichem Preisniveau.
Informativ, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was kostet der Kauf zusätzlich?
| Kaufpreis | 500.000 € | |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 5,0 % | 25.000 € |
| Notar & Grundbuch | 2,0 % | 10.000 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 3,57 % | 17.850 € |
| Nebenkosten gesamt | 10,6 % | 52.850 € |
| Gesamtaufwand | 552.850 € |
Richtwerte für Baden-Württemberg. Keine Steuer- oder Rechtsberatung - im Einzelfall weichen Notar- und Grundbuchkosten ab.
Miet- und Kaufmarkt
Mietmarkt Baden-Württemberg
- Ø Miete
- 10,87 €/m²
- Mietpreisbremse
- 130 Gemeinden
- Ø Miete Wohnung
- 12,71 €/m²
Kaufmarkt Baden-Württemberg
- Ø Wohnung
- 3.591 €/m²
- Ø Haus
- 3.399 €/m²
- Preisentwicklung 2026
- +1,7 %
Kaufpreise und Mieten liegen in Baden-Württemberg über dem Bundesschnitt, mit dem grössten Abstand rund um Stuttgart und am Bodensee. Ob Kauf oder Miete näher liegt, hängt stark von Eigenkapital, Region und geplanter Nutzungsdauer ab.
Quelle: immowelt, Engel & Völkers
Marktprognose
Nach der Konsolidierung 2022 bis 2024 zieht der Markt in Baden-Württemberg wieder moderat an. Getragen von der starken Wirtschaft und sinkenden Zinsen rechnen Marktbeobachter mit weiterem, aber gemässigtem Wachstum.
Moderates, breit getragenes Wachstum bei stabiler Nachfrage aus Industrie und Technologiesektor.
Deutlich sinkende Zinsen und anhaltend knappes Bauland in den Wirtschaftszentren treiben die Preise stärker als erwartet.
Eine Konjunkturschwäche in der Automobil- oder Zulieferindustrie würde die Nachfrage dämpfen, vor allem im Grossraum Stuttgart.
Einflussfaktoren
- Automobilindustrie · stützend · Porsche, Mercedes-Benz und Bosch stabilisieren die Nachfrage.
- Zinsniveau · stützend · Erwartete Absenkung Richtung 3,0–3,5 % stützt die Finanzierbarkeit.
- Bauland-Knappheit · neutral · Begrenztes Bauland in Stuttgart und am Bodensee stützt die Preise.
- Mietpreisbremse-Neuordnung · neutral · Dämpft Mieten in 130 Gemeinden, wirkt nicht direkt auf Kaufpreise.
- Strukturwandel Automobilindustrie · belastend · Umbruch bei Verbrennermotoren belastet Zulieferregionen.
Prognosen sind Einschätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten – keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in Baden-Württemberg?
Eine Eigentumswohnung kostet in Baden-Württemberg im Juli 2026 durchschnittlich 3.591 € je Quadratmeter (immowelt), mit einer Spanne von 2.327 bis 5.634 €. Heidelberg und Konstanz gehören zu den teuersten Lagen.
Was kostet ein Haus in Baden-Württemberg?
Ein Haus kostet in Baden-Württemberg im Schnitt 3.399 € je Quadratmeter (immowelt). In Stuttgart liegen Hauspreise bei knapp 6.000 €, in ländlichen Kreisen wie dem Main-Tauber-Kreis oft unter 3.000 €.
Welche Stadt ist am teuersten, welche am günstigsten?
Heidelberg (5.375 €/m²) und Konstanz (5.648 €/m²) zählen zu den teuersten Städten, Pforzheim mit rund 3.183 €/m² zur günstigsten kreisfreien Stadt. Der Main-Tauber-Kreis liegt mit rund 2.716 €/m² am unteren Ende.
Steigen oder fallen die Immobilienpreise in Baden-Württemberg?
2026 legten die Wohnungspreise landesweit um 1,7 % zu, nach +4,6 % in den vergangenen fünf Jahren. Die amtlichen Bodenrichtwerte in Stuttgart sind dagegen zuletzt gesunken – beide Kennzahlen messen unterschiedliche Zeiträume und Methoden.
Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter in Baden-Württemberg?
Die durchschnittliche Angebotsmiete lag im zweiten Quartal 2026 bei 10,87 € je Quadratmeter, mit 12,71 € für Wohnungen und 11,85 € für Häuser (Engel & Völkers).
Lohnt sich eine Kapitalanlage in Baden-Württemberg?
Die Bruttomietrendite ergibt sich rechnerisch aus Kaufpreis und Miete und liegt in den teuren Zentren wie Stuttgart oder Heidelberg eher niedriger als in ländlichen Kreisen. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung und ist keine Anlageempfehlung.
Mit welchen Kaufnebenkosten muss ich in Baden-Württemberg rechnen?
Es fallen 5,0 % Grunderwerbsteuer an, dazu rund 2 % Notar- und Grundbuchkosten sowie üblicherweise 3,57 % Maklerprovision für den Käufer – insgesamt rund 10 bis 11 % des Kaufpreises.
Gilt in Baden-Württemberg die Mietpreisbremse?
Seit 1. Januar 2026 gilt sie in 130 Städten und Gemeinden, u. a. in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Heidelberg. Mannheim und Konstanz sind seit der Neuordnung nicht mehr erfasst. Die Regelung ist bis Ende 2026 befristet.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Baden-Württemberg?
Banken verlangen üblicherweise mindestens die Kaufnebenkosten von rund 10 bis 11 % als Eigenkapital, häufig zusätzlich 10 bis 20 % des Kaufpreises.
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf in Baden-Württemberg?
Die Vermarktungsdauer hängt stark von Lage und Preissegment ab: In Stuttgart und am Bodensee finden sich meist zügig Käufer, in ländlicheren Kreisen kann sich der Prozess über mehrere Monate hinziehen.
Warum ist Stuttgart so teuer?
Stuttgart profitiert von einem der stärksten Arbeitsmärkte Deutschlands mit Porsche, Mercedes-Benz und Bosch als Grossarbeitgebern, dazu Universitäten und ein knappes Bauland-Angebot im engen Talkessel.
Gibt es in Baden-Württemberg eine Zweitwohnungsteuer?
Ja, unter anderem in Konstanz, Überlingen, Baden-Baden sowie in den Schwarzwaldgemeinden Feldberg und Schluchsee. Feldberg verzeichnet landesweit die höchsten Einnahmen pro Kopf.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg?
Die Grunderwerbsteuer beträgt seit 2011 unverändert 5,0 % des Kaufpreises – ein Mittelwert im bundesweiten Vergleich.
Wie viele Menschen leben in Baden-Württemberg?
Rund 11,2 Millionen Menschen leben in Baden-Württemberg (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg), das drittbevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands.
Was unterscheidet den Speckgürtel Stuttgart vom Rest des Landes?
Die Landkreise Böblingen, Esslingen und Ludwigsburg rund um Stuttgart erreichen dank der Nähe zu Porsche, Mercedes-Benz und Bosch Preise nahe dem Niveau der Landeshauptstadt selbst.
Welche Städte in Baden-Württemberg haben besonders hohe Mieten?
Stuttgart, Freiburg und Heidelberg gehören laut Maklerverband IVD Süd zu den teuersten Städten für Mieterinnen und Mieter im Land.
Wie unterscheiden sich die vier Regierungsbezirke preislich?
Der Regierungsbezirk Stuttgart mit der Landeshauptstadt und ihrem Umland liegt landesweit an der Spitze, gefolgt von Karlsruhe und Freiburg mit dem Bodensee. Tübingen und die ländlicheren Teile Nordwürttembergs liegen darunter.
Welche Rolle spielt die Automobilindustrie für den Immobilienmarkt?
Porsche, Mercedes-Benz, Bosch und ein dichtes Netz an Zulieferern sichern in der Region Stuttgart einen der stabilsten Arbeitsmärkte Deutschlands und damit eine dauerhaft hohe Wohnraumnachfrage.
Was bedeutet die Kappungsgrenze im Rahmen der Mietpreisbremse?
In den 130 erfassten Gemeinden darf die Miete bei Bestandsverträgen höchstens 15 % innerhalb von drei Jahren steigen, bei Wiedervermietung gilt die allgemeine Mietpreisbremse.
Wie stark ist der Neubau in Baden-Württemberg?
Die Bautätigkeit konzentriert sich stark auf die Region Stuttgart und die Rhein-Neckar-Region, während in ländlicheren Kreisen kaum neu gebaut wird. Belastbare landesweite Fertigstellungszahlen liegen für diese Seite nicht in ausreichender Tiefe vor.
Für wen lohnt sich der Kauf einer Immobilie in Baden-Württemberg eher als die Miete?
Das hängt stark von Region, Eigenkapital und Nutzungsdauer ab. In Stuttgart und Heidelberg mit hohen Kauf- und Mietpreisen fällt die Abwägung anders aus als in ländlichen Kreisen. Eine pauschale Empfehlung ist nicht möglich.
Wie wirkt sich die Zinsentwicklung 2026 auf die Preise aus?
Ein erwarteter Rückgang der Bauzinsen Richtung 3,0 bis 3,5 % dürfte die Nachfrage in Baden-Württemberg moderat stützen, ohne die Preise stark zu treiben.
Sind die Immobilienpreise in Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich hoch?
Ja, Baden-Württemberg zählt neben Bayern und Hamburg zu den teuersten Bundesländern Deutschlands, mit Stuttgart und Heidelberg als landesweiten Spitzenreitern.
Alle Angaben sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte mit dem angegebenen Datenstand und ersetzen keine Objektbewertung. Die Bruttomietrendite ist rechnerisch ermittelt. Informativ — keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Datenstand
Die Zahlen auf dieser Seite haben den Stand Juli 2026 (immowelt). Sie werden quartalsweise überprüft.
- Q3/2026 · Erstveröffentlichung mit Marktdaten Stand Juli 2026 (immowelt, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg).
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Weiterführend
Quellen
- immowelt – Immobilienpreise Baden-Württemberg · abgerufen 31.7.2026
- Engel & Völkers – Immobilienpreise Baden-Württemberg · abgerufen 31.7.2026
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerungsstand · abgerufen 31.7.2026
- Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW – Mietpreisbremse · abgerufen 31.7.2026
- BORIS-BW – Bodenrichtwerte · abgerufen 31.7.2026
- mehrwertsteuerrechner.de – Grunderwerbsteuer Baden-Württemberg · abgerufen 31.7.2026
- Statistisches Landesamt BW – Zweitwohnungsteuer · abgerufen 31.7.2026
- IVD Süd – Wohnungsmieten im Grossstadtvergleich · abgerufen 31.7.2026
- echo24.de – Teuerste Städte Baden-Württembergs · abgerufen 31.7.2026


